Nudeln mit toskanischer Wildschweinsauce Das Schwein bestimmt das Bewusstsein

Peter Wagner

Von Hobbykoch

2. Teil: Rezept für Wildes Schweineragù (Hauptgericht für 4 Personen)


Vorbereitungszeit: 40 Minuten
Zubereitungszeit: 4,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach

Zutaten

500 g durchwachsenes Wildschweinfleisch aus der Keule oder Schulter
200 g rote Zwiebelwürfel
4 El Pflanzenöl
300 ml trockener Rotwein
25 g Knoblauchzehen, fein gehackt
100 g Karottenwürfel
100 g Petersilienwurzelwürfel
20 g getrocknete Tomatenfilets, fein geschnitten
50 g braune Champignons, fein gewürfelt
10 g getrocknete Steinpilze, eingeweicht und abgeseiht
5 Lorbeerblätter
15 g frische Oreganoblätter
300 g geschälte Marzano-Tomatenfilets aus der Dose
1 EL Tomatenmark
1 Prise Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Das Fleisch in sehr kleine (max. 1 cm) Würfel schneiden, dabei nur die Sehnen entfernen, aber nicht Fett und Bindegewebe. Das Öl in großer Pfanne sehr heiß werden lassen und das Fleisch zusammen mit den Zwiebeln ca. 5 Min. bei hoher Hitze anbraten (evtl. auf zwei Portionen verteilen, damit das Fleisch in der Pfanne kein Wasser abgibt). Mit Rotwein ablöschen, 2 Min. sprudelnd kochen lassen. Pfanneninhalt mit den restlichen Zutaten (außer Dosen-Tomaten und Tomatenmark) in einen ofenfesten Bräter geben und bei geschlossenem Deckel 4 Stunden bei 120 Grad im Backofen (keine Umluft) schmoren. Alle 30 Min. überprüfen, ob noch Flüssigkeit im Bräter ist, ggf. Wein nachgießen. Am Ende Temperatur auf 230 Grad Umluft erhöhen.

Marzano-Tomatenfilets klein hacken, mit dem restlichen Doseninhalt und dem Tomatenmark im Bräter unterheben und ohne Deckel bei der hohen Hitze 15 Min. schmoren. Das Ragù mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Anrichten

Zu dem Ragù passen große Spiralnudeln ohne Ei oder große Penne besser als Spaghetti oder Eiernudeln. Mit ein paar Parmesanspalten servieren.

Küchen-Klang

Ziemlich wild reagierte Finbar Furey, 68, dessen Banjo-Songs schon in den Sechzigerjahren in der Carnegie Hall gefeiert wurden, auf einen Anruf des irischen TV-Senders RTE mit der Bitte, Juror einer Songwriter-Castingshow zu werden. Er sagte dennoch zu, coachte blutjunge Songschreiber in die Charts, wo sie mit Fureys neuer Single konkurrierten, die nun namensgebend für "The Last Great Love Song" (Pinorrek Records) wurde - eine Wiederauflage seines 2011er Albums "Colours" mit etlichen Bonustiteln.

Getränketipp

Welcher Wein könnte besser zu unserem Ragù passen als der Toskaner (Maremma), der die Wildsau in seinem Namen führt und sogar auf dem Etikett abbildet? Der Tenuta di Biserno Insoglio del Cinghiale 2013, ein typisch französisch zugeschnittener Bursche aus dem Antinori-Reich, irritiert beim Öffnen erst einmal mit einem fast nach frischem Wildblut riechenden Eisen-Aroma, das sich im Glas aber zugunsten kräftiger Dunkelbeer- und Tabak-Noten entwickelt. Am Gaumen ist der Schweinewein dann aber herrlich mürbe - mit genug Säure zur Begleitung des Schmorgerichtes.


*Bezugsquelle:
Tenuta di Biserno Insoglio del Cinghiale 2013.



insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
yuppieo 07.02.2015
1. Glückwunsch...
... das Rezept ist ja ganz ordentlich gelungen. Allerdings würde Ihnen in Italien NIE, aber auch NIE jemand eine Schale blanker Nudel mit einer Kelle ragù obenauf servieren! Die Pasta wird mit dem sugo vermischt und dann serviert.
piromog 07.02.2015
2. Beim Spaß am Töten
hört der Spaß auf. Jäger in Deutschland und anderen Ländern sorgen für die explosionsartige Vermehrung der Schwarzkittel, da das bleiverseuchte Fleisch billig ist und sie einfach Spaß am Spiel über Leben und Tot haben. Also gehört auch in Deutschland die Hobbyjagd abgeschafft.
Spiegelleserin57 07.02.2015
3. na dann also ein Wildsaubraten!
Und diese Schweine haben ein Leben ohne Leid und ohne die Qual des Schlachthofs☺!
tyrannosaurus 07.02.2015
4. Sauce?
Das ist doch wohl eher ein Wildschweinragout; Italienisch "Ragù": http://de.wikipedia.org/wiki/Ragù_alla_bolognese
loeweneule 07.02.2015
5.
Zitat von tyrannosaurusDas ist doch wohl eher ein Wildschweinragout; Italienisch "Ragù": http://de.wikipedia.org/wiki/Ragù_alla_bolognese
Steht ja auch so im Rezept: "Rezept für Wildes Schweineragù".
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