Klassiker Der Taschenanhänger

Baumelnde Roboter, Teddybären oder süße Früchtchen sind das It-Zubehör für Handtaschen. Doch warum geben Menschen mehrere Hundert Euro für so ein Anhängsel aus?

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Schuld ist Instagram. Seit Menschen dort ihre Outfits präsentieren, steigen die Verkaufszahlen von Accessoires, denen man ihren Reiz nicht auf Anhieb ansieht: baumelnde Roboter, Teddybären oder süße Früchtchen sind das It-Zubehör für Handtaschen. Sie werten das Outfit im Handumdrehen auf und sind zugleich halbwegs erschwinglich.

Dieses Prinzip war schon in den Sechzigerjahren bekannt. Damals banden sich Frauen zu feierlichen Anlässen eine Schleife aus dem Stoff ihres Kleides an die womöglich einzige Handtasche, die sie besaßen. Oder ein Seidentuch.

Zuvor hatten Anhänger rein funktionale Aufgaben, als Clochette. So heißt das Lederetui, das die Schlüssel für das Schloss teurer Taschen schützt. Grace Kelly etwa trug eine Clochette an dem nach ihr benannten Hermès-Modell.

Inzwischen haben Designer das nächste Accessoire erdacht: Bag-Straps, austauschbare Trageriemen. Bei Fendi und Loewe sind sie Bestseller. Für die geforderten 450 Euro könnte man sich allerdings auch gleich eine neue Tasche kaufen.



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