ThemaAbu Subeida

Alle Artikel und Hintergründe

Nacktheit und Lärm

DER SPIEGEL - 12.09.2011

Auszüge aus dem Buch des ehemaligen FBI-Agenten Ali Soufan. Im März 2002 spüren die Amerikaner den Qaida-Mann und Palästinenser Abu Subaida in Pakistan auf. Bei seiner Festnahme wird er angeschossen und schwer verletzt. Die Amerikaner bringen ihn i... mehr...

GEHEIMDIENSTE: Acht Stunden in der Kiste

DER SPIEGEL - 31.08.2009

Ein interner Bericht schildert detailliert, wie CIA-Agenten folterten. Nun prüft ein Sonderermittler, ob den Verantwortlichen der Prozess gemacht werden soll. Die geschwärzten Seiten sind natürlich die interessantesten. Allein zwei Dutzend davon gi... mehr...

CIA-Verhöre: Terrorverdächtiger Subeida berichtet von Nahtod-Erlebnissen

SPIEGEL ONLINE - 16.06.2009

Erfundene Aussagen, Quälereien, vier Mal den Tod vor Augen - mit drastischen Worten beschreibt der mutmaßliche Topterrorist Abu Subeida die Verhöre durch den US-Geheimdienst. Dokumente, die nun veröffentlicht wurden, geben neue Einblicke in die Methoden der CIA. mehr...

Waterboarding: CIA folterte Top-Terrorist Scheich Mohammed fast 200-mal

SPIEGEL ONLINE - 20.04.2009

Die CIA hat viel häufiger die Foltermethode Waterboarding angewendet als bislang bekannt: 183-mal wurde Guantanamo-Häftling Scheich Mohammed dem simulierten Ertränken ausgesetzt. Qaida-Mitglied Subeida soll selbst nach seinem Geständnis misshandelt worden sein. mehr...

Terrorverdächtiger: CIA und FBI streiten um Glaubwürdigkeit von Folter-Opfer Subeida

SPIEGEL ONLINE - 18.12.2007

Er ist ein Insider - sagt die CIA. Er ist ein Aufschneider - sagt das FBI. Doch dass der Qaida-Verdächtige Abu Subeida mit der sogenannten Waterboarding-Methode zum Reden gebracht wurde, sorgt in Washington immer noch für eine erregte Debatte. mehr...

Vernichtete Videobänder: Ex-CIA-Agent rechtfertigt Folter

SPIEGEL ONLINE - 11.12.2007

Ein früherer Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA hat den Einsatz brutaler Verhörmethoden verteidigt. Das sogenannte Waterboarding habe den al-Qaida-Verdächtigen Abu Subeida nach 35 Sekunden zum Sprechen gebracht. Menschenrechtler stufen die Methode als Folter ein. mehr...

Geheimdienste: Wie die CIA einen Top-Terroristen zum Reden brachte

SPIEGEL ONLINE - 11.12.2007

Erstmals berichtet ein CIA-Veteran, was auf den vernichteten Videos des Geheimdienstes zu sehen war: dem Top-Terroristen Abu Subeida wurde die Nase mit Zellophan zugeklebt und Wasser in die Kehle gepresst - bis er kooperierte. Das war Folter, aber damals gerechtfertigt, sagt der Ex-Agent heute. mehr...

11.September 2001: US-Behörden haben schon lange keine Spur mehr von Bin Laden

SPIEGEL ONLINE - 10.09.2006

Fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 haben die US-Behörden jede Spur zum Terrorfürsten Osama Bin Laden verloren. Die Ermittler hätten seit zwei Jahren keine brauchbaren Hinweise mehr bekommen, berichtet die "Washington Post". Der Bin-Laden-Vertraute Subeida sei von der CIA gefoltert worden, meldet die "New York Times". mehr...

Guantanamo-Verlegung: Rotes Kreuz trifft 9/11-Drahtzieher

SPIEGEL ONLINE - 07.09.2006

Nach Jahren der Isolation werden 14 der gefährlichsten inhaftierten Terroristen vom Roten Kreuz besucht - darunter Ramzi Binalshibh und Chalid Scheich Mohammed, die mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11.9. Die Hilfsorganisation fordert auch Zugang zu den geheimen CIA-Lagern. mehr...

TERRORISMUS: Der Gotteskrieger vom Rhein

DER SPIEGEL - 31.01.2005

Der in Mainz festgenommene Qaida-Verdächtige handelte nach eigenen Angaben im persönlichen Auftrag Bin Ladens. Pannen der Behörden erleichterten ihm seine Reisen nach Afghanistan. Für die konspirativen Unterkünfte von heiligen Kriegern sieht die Qa... mehr...


"An den Rand des Todes und zurück" - Folterberichte
AP
Abu Subeida, ein mutmaßlich enger Vertrauer von Osama Bin Laden, wurde im März 2002 in Pakistan gefasst und dabei schwer verletzt. Die CIA sorgte dem Bericht zufolge ausdrücklich dafür, dass er gesundgepflegt wurde - nur um ihn dann foltern zu können. Dazu sei er zwischen mehreren CIA-Lagern hin- und hertransportiert worden.

"Ich erwachte, nackt, an ein Bett gefesselt, in einem sehr weißen Raum. Der Raum maß ungefähr vier mal vier Meter. (...) Nach einiger Zeit, ich glaube, dass es mehrere Tage waren, wurde ich zu einem Stuhl gebracht, an den ich an Händen und Füßen gekettet wurde, für die nächsten zwei bis drei Wochen, glaube ich. In der Zeit bekam ich durch das dauerhafte Sitzen Blasen an der Unterseite meiner Beine. (...) In den ersten zwei oder drei Wochen bekam ich, während ich auf dem Stuhl saß, keine feste Nahrung. Mir wurde nur Ensure (ein Proteingetränk, Anm.d.Red.) und Wasser zu trinken gegeben. Anfangs musste ich mich von dem Ensure übergeben, aber das wurde mit der Zeit besser. (...) Die Zelle und der Raum waren klimatisiert und sehr kalt. Die ganze Zeit spielte sehr laute Brüllmusik. Sie wiederholte sich alle 15 Minuten, 24 Stunden am Tag. Manchmal stoppte die Musik und wurde von lautem Zischen oder Knattern abgelöst. (...) Zwei schwarze Holzkisten wurden in den Raum außerhalb meiner Zelle gebracht. Eine war hoch, etwas größer als ich und schmal. (...) Die andere war kleiner. (...) Ich wurde aus meiner Zelle geholt, und einer der Vernehmenden wickelte ein Handtuch um meinen Hals, und dann benutzten sie das, um mich herumzuschleudern und mich wiederholt gegen die harte Wand des Raums zu schmettern. Auch wurde ich wiederholt ins Gesicht geschlagen. (...) Dann wurde ich in die große Kiste gesteckt, ich glaube für rund eine bis eineinhalb Stunden. Die Kiste war innen und außen total schwarz. (...) Sie bedeckten die Außenseite der Kiste mit einem schwarzen Tuch, um das Licht zu verdunkeln und meine Luftzufuhr zu drosseln. Es war schwer zu atmen. (...) Nach dem Verprügeln wurde ich in die kleine Kiste gesteckt. (...) Da sie nicht hoch genug war, um aufrecht zu sitzen, musste ich mich zusammenkrümmen. Wegen meiner Wunden war das sehr schwer. (...) Die Wunde an meinem Bein öffnete sich und begann zu bluten. Ich weiß nicht, wie lange ich in der kleinen Kiste blieb, ich bin vielleicht eingeschlafen oder ohnmächtig geworden. (...) Dann wurde ich aus der kleinen Kiste gezerrt, ohne dass ich ordentlich laufen konnte, und auf etwas geschnallt, was wie ein Krankenhausbett aussah, und mit engen Gurten sehr eng daran gefesselt. Ein schwarzes Tuch wurde über mein Gesicht gepresst, und die Vernehmer nahmen eine Mineralwasserflasche, um Wasser auf das Tuch zu kippen, so dass ich nicht atmen konnte. Nach ein paar Minuten wurde das Tuch weggenommen und das Bett in eine aufrechte Position gedreht. Der Druck der Gurte auf meine Wunden tat sehr weh. Ich erbrach mich. Dann wurde das Bett wieder in eine horizontale Position gedreht und die gleiche Folter wiederholt, mit dem schwarzen Tuch über meinem Gesicht und dem Wasser aus der Flasche. Diesmal hing mein Kopf mehr in einer rückwärtigen, nach unten gerichteten Position, und das Wasser wurde länger ausgeschüttet. Ich kämpfte mit den Gurten, versuchte zu atmen, doch es war hoffnungslos. Ich dachte, ich würde sterben. Ich verlor die Kontrolle über mein Urin. Seitdem verliere ich auch heute noch die Kontrolle über mein Urin, wenn ich unter Stress stehe. (...) Das dauerte etwa eine Woche. In der Zeit wurde die ganze Prozedur fünfmal wiederholt. (...) Einmal wurde das Ersticken dreimal hintereinander wiederholt. (...) Mehrmals brach ich dabei zusammen und verlor das Bewusstsein. Dann wurde die Folter durch die Intervention eines Arztes gestoppt."

Quelle: ICRC/Mark Danner/"New York Review of Books"
AI-Kampagne
Foto: Amnesty International

Der Anti-Waterboarding-Spot

Wikipedia

Waterboarding

Als Waterboarding wird eine Foltermethode des simulierten Ertränkens bezeichnet. Beim Opfer wird durch Ausnutzen des Würgereflexes physiologisch der Eindruck unmittelbar drohenden Ertrinkens hervorgerufen, indem die Atmung durch ein Tuch über Mund u...mehr...

Interaktive Karte

Verhörmethoden
Die CIA-Memoranden zu Verhörmethoden (PDF):

1. August 2002

10. Mai 2005

10. Mai 2005

30. Mai 2005

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