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Aids-Erreger: Forscher enträtseln Fälle von HIV-Selbstheilung

Aids-Erreger: Forscher enträtseln Fälle von HIV-Selbstheilung

SPIEGEL ONLINE - 04.11.2014

Zwei Männer haben sich mit HIV infiziert, doch ihre Körper haben sich erfolgreich gegen den Aids-Erreger gewehrt. Jetzt glauben Forscher, die Ursache enträtselt zu haben - und hoffen sogar, den Weg zu einer Heilung finden zu können. mehr... Forum ]

Deutschland: Rund 14.000 HIV-Positive wissen nicht von ihrer Infektion

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2014

Die Gefahr schlummert im eigenen Körper: Etwa 80.000 Menschen leben laut Robert Koch-Institut in Deutschland mit dem Aids-Erreger HIV im Blut. Rund 14.000 der Betroffenen wissen nicht, dass sie infiziert sind. mehr...

Internet: Klick gegen Aids

DER SPIEGEL - 20.10.2014

Ünterstützung für den Verein Berliner Verein dotHIV. Der Online-Händler Amazon, die Foto-Plattform Instagram und das soziale Netzwerk LinkedIn haben für ihre Firmennamen Domains mit der Endung .hiv registriert. Hinter der Aktion steht der gemeinnüt... mehr...

Aids-Epidemie: Forscher rekonstruieren frühe Ausbreitung von HIV

SPIEGEL ONLINE - 03.10.2014

Die weltweit häufigste Variante des HI-Virus ist wahrscheinlich um 1920 in Kinshasa entstanden. Entlang von Fährverbindungen und Bahnlinien breitete sich der Erreger aus - auch begünstigt durch die Politik der einstigen deutschen Kolonialmacht. mehr...

Altern mit HIV: Ein Leben mit Stigma

SPIEGEL ONLINE - 23.09.2014

"Sie haben HIV": Einst galt diese Diagnose als Todesurteil. Doch dank moderner Medikamente ist ein Drittel der Betroffenen in Deutschland mittlerweile älter als 50. Probleme bereitet ihnen vor allem die Gesellschaft. mehr...

Ukraine: Krise macht erfolgreiche HIV-Prävention zunichte

SPIEGEL ONLINE - 25.07.2014

Die Ukraine war mit moderner Drogenpolitik ein Vorbild im Kampf gegen Aids und HIV. Nun droht der Rückschlag - mangels Geld, wie Experten auf der Welt-Aids-Konferenz berichten. Besonders schlimm ist es auf der Krim. mehr...

HIV-positiv in Deutschland: Nicht verhütet, oder was?

SPIEGEL ONLINE - 18.07.2014

Wenn Betroffene offen aussprechen, dass sie HIV-positiv sind, begegnen sie häufig Vorurteilen, Angst, Diskriminierung. Ein Berliner berichtet, wie er damit umgeht. mehr...

HIV: Uno hält Ende der Aids-Epidemie für möglich

SPIEGEL ONLINE - 16.07.2014

1,5 Millionen Menschen sind 2013 an den Folgen von Aids gestorben. Dennoch sieht die Uno große Fortschritte im Kampf gegen HIV: Weltweit ist die Zahl der Neuinfektionen gesunken. In einigen Ländern aber ist die Lage weiterhin kritisch. mehr...

HIV-Prävention: Diskriminierung erschwert Kampf gegen Aids

SPIEGEL ONLINE - 11.07.2014

Homo- und Transsexuelle, Drogenabhängige, Prostituierte und Gefängnisinsassen haben ein höheres Risiko, sich mit HIV anzustecken. In vielen Ländern werden sie diskriminiert - eine Hürde beim Eindämmen des Erregers. mehr...

Rückschlag bei HIV-Behandlung: Geheiltes Kleinkind ist wieder krank

SPIEGEL ONLINE - 10.07.2014

Bei einer Vierjährigen, die ihre HIV-Infektion scheinbar überstanden hatte, vermehrt sich der Erreger wieder. Der Fall galt als Beweis, dass es möglich ist, infizierte Kinder zu heilen. Forscher müssen geplante Studien überarbeiten. mehr...

Deutschland: Zahl der HIV-Diagnosen steigt um zehn Prozent

SPIEGEL ONLINE - 30.06.2014

HIV-positiv: diese Diagnose bekamen 2013 mehr als 3200 Menschen in Deutschland - mehr als ein Jahr zuvor. Viele der Betroffenen infizierten sich im Ausland mit dem Virus. mehr...



HIV/Aids - Die Fakten
Die HIV-Infektion
Die Infektion mit HIV erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma und Scheidensekret, aber auch über die Muttermilch. Außer ungeschütztem Vaginal- und Analverkehr gilt die gemeinschaftliche Nutzung von Spritzen durch Drogensüchtige als ein Hauptübertragungsweg.

Bei normalem Körperkontakt gibt es dagegen kein Infektionsrisiko, da die Körperhaut im Gegensatz zur Schleimhaut über eine schützende Hornschicht verfügt. Bei Verletzungen oder Ekzemen können allerdings auch hier Erreger eindringen. Beim beruflichen Umgang mit Kollegen am Arbeitsplatz besteht ebenso wenig Ansteckungsgefahr wie bei Besuchen von Schwimmbad oder Sauna oder gemeinsamem Essen. Kein Risiko gibt es auch bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen, da die Desinfektion von Instrumenten das Virus zuverlässig abtötet.
Die Krankheit Aids
Das HI-Virus zerstört allmählich das Immunsystem, indem es die Zahl der T-Helferzellen im Blut drastisch senkt. Während in den ersten Wochen nach der Infektion grippeähnliche Symptome auftreten können (aber nicht müssen), folgen der Ansteckung mit HIV meist mehrere Jahre ohne körperliche Anzeichen. Währenddessen vermehrt sich das Virus im Körper. Mit dem Beginn der ARC-Phase (Aids Related Complex) treten erneut Beschwerden wie nach der Infektion auf. Wenn die eigentliche Krankheit beginnt, spricht man von der Diagnose Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome).

Aids wird durch verschiedene Erkrankungen definiert. Sogenannte opportunistische oder Sekundär-Infektionen und Tumoren nutzen die schwache Immunabwehr aus. Trotz einer Behandlung stirbt der Patient an einer der Folgeerkrankungen. Zusätzlich können schon im Vorfeld virenhemmende Medikamente eingesetzt werden. Beide Maßnahmen verlängern die Lebenserwartung und steigern die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Virus
Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein Retrovirus. Diese Erreger sind in der Lage, ihren genetischen Code in das Erbgut des Wirtskörpers, in diesem Falle des Menschen, einzubauen. Deshalb kann das Virus nach einer Infektion nicht wieder vollständig aus dem Körper entfernt werden.

Das Virus kommt in zwei Stämmen vor. HIV-1 ist weltweit verbreitet. Mikrobiologen unterscheiden Subtypen mit den Buchstaben A bis I und O. Der zweite Stamm, HIV-2, ist vorwiegend in Westafrika verbreitet. Ansteckungs- und Krankheitsverlauf sind in beiden Fällen ähnlich.

Die weltweite Verbreitung
Laut Unaids sind weltweit schätzungsweise 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mit mehr als zwei Drittel der Infizierten bilden die Länder des südlichen Afrikas ein Zentrum der Epidemie.

Bis Ende 2008 erhielten rund vier Millionen HIV-positive Menschen in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen eine antiretrovirale Therapie - im Vergleich zu drei Millionen Patienten im Jahr 2007 und lediglich 400.000 in 2003.
Die Verbreitung in Deutschland
In Deutschland nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit etwa 70.000 Menschen mit HIV/Aids. 2013 wurden dem Institut 3263 gesicherte HIV-Neuinfektionen gemeldet - etwa zehn Prozent mehr als 2012. 550 Menschen starben demnach 2012 an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: Mitte der neunziger Jahre starben in Deutschland bis zu 2500 Menschen pro Jahr an der Krankheit. Am häufigsten (53 Prozent) steckten sich homosexuelle Männer neu mit HIV. In 18 Prozent der Fälle erfolgte die Ansteckung nach heterosexuellem Kontakt, in 3 Prozent durch Spritzen von Drogen.
Chronik
1981: Vor allem in Kalifornien und New York sterben junge Männer an einer Krankheit, die das Immunsystem der Kranken ausschaltet. Am 5. Juni berichtet die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals über die auffällige Zunahme seltener Krebs- und Lungenentzündungsformen bei jungen Homosexuellen.

1982: In Deutschland und anderen europäischen Ländern werden die ersten Fälle diagnostiziert. Die erworbene Immunschwächekrankheit wird Aids (Aquired Immunodeficiency Syndrome) genannt.

1983: Die Forschungsgruppen von Robert Gallo (USA) und Luc Montagnier (Frankreich) identifizieren das Virus, das die Krankheit auslöst. Später erhält es den Namen HIV (Human Immunodeficiency Virus).

1984: Der erste HIV-Antikörpertest wird vorgestellt.

1985: In Atlanta findet die erste Welt-Aids-Konferenz statt. Durch den Aidstod des US-Schauspielers Rock Hudson wird die Krankheit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In Deutschland dürfen ab Herbst keine Blutpräparate mehr ohne vorherigen HIV-Test verkauft werden. Über 2300 Menschen - darunter mehr als 1800 Bluter - hatten sich zuvor infiziert.

1986: Aus Afrika werden die ersten Aidsfälle gemeldet.

1987: AZT, das erste Medikament, das den Verlauf der Krankheit verlangsamen kann, erhält eine Zulassung.

1988: Die WHO führt den 1. Dezember als Welt-Aids-Tag ein.

1991: Die rote Schleife wird internationales Symbol für den Kampf gegen Aids.

1995: Sogenannte Protease-Hemmer kommen als neues Aidsmedikament auf den Markt.

1996: Die Vereinten Nationen gründen UNAIDS, eine Unterorganisation der Uno für den Kampf gegen die Krankheit.

1999: Wissenschaftler finden Belege dafür, dass das HI-1-Virus von einer Schimpansen-Unterart stammt, die nur im westlichen Zentralafrika vorkommt.

2003: Der erste Fusionshemmer kommt als vierte Klasse von Aidsmedikamenten in den USA auf den Markt.

2004: Die WHO startet die Initiative "3 by 5". Danach sollen 2005 drei Millionen Infizierte mit Medikamenten versorgt werden.

2005: Nach Angaben der UNAIDS sind über 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert - ein neuer Höchststand. Das Berliner Robert Koch-Institut geht von 2600 Neuinfizierten in Deutschland aus. In Deutschland leben insgesamt 49.000 HIV-Positive.

2006: Der jüngste Welt-Aids-Bericht von UNAIDS meldet, dass die Rate der Neuinfektionen sich erstmals seit dem Ausbruch der Seuche verlangsamt. Immer noch erhalten viele Infizierte und Erkrankte in der Dritten Welt keine Versorgung, besonders HIV-positive Kinder.

2008: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon legt einen Bericht vor, nach dem im Dezember 2007 weltweit schätzungsweise 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert waren.





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