ThemaHIV / AidsRSS

Alle Artikel und Hintergründe

Partnerin mit HIV infiziert: Mann muss 115.000 Euro Schmerzensgeld zahlen

SPIEGEL ONLINE - 04.05.2016

Weil er seine Ex-Freundin mit HIV ansteckte, ist ein Mann vom Landgericht München zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt worden. Der Mann bestreitet, verantwortlich zu sein. mehr...

Vorwürfe von Ex-Partnerin: Polizei in LA ermittelt gegen Charlie Sheen

Vorwürfe von Ex-Partnerin: Polizei in LA ermittelt gegen Charlie Sheen

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2016

Charlie Sheen soll eine ehemalige Partnerin bedroht haben. Nun ermittelt die Polizei in Los Angeles gegen den Schauspieler. Im Zentrum des Falles steht offenbar eine Audio-Aufnahme. mehr...

Bundesverwaltungsgericht: Schmerzpatient darf privat Cannabis anbauen

Bundesverwaltungsgericht: Schmerzpatient darf privat Cannabis anbauen

SPIEGEL ONLINE - 06.04.2016

Wem keine andere Therapie zur Verfügung steht, der darf Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. mehr... Forum ]

HIV: Erstmals gibt es Hoffnung auf Heilung

HIV: Erstmals gibt es Hoffnung auf Heilung

SPIEGEL ONLINE - 22.02.2016

Eine HIV-Infektion lässt sich behandeln, aber bislang nicht heilen. Deutsche Forscher haben jetzt eine Methode entwickelt, die dies ermöglichen könnte. Tests mit HIV-Patienten stehen aber noch aus. Von Nina Weber mehr... Video | Forum ]

bento über HIV-Tests: Wird schon nichts sein
Valerie Herrmann

bento über HIV-Tests: Wird schon nichts sein

SPIEGEL ONLINE - 08.02.2016

bento-Autorin Valerie Herrmann hielt es lange nicht für nötig, einen Aidstest zu machen. Bis sie auf einmal Angst bekam. mehr...

bento über HIV-Tests: Wird schon nichts sein
Valerie Herrmann

bento über HIV-Tests: Wird schon nichts sein

SPIEGEL ONLINE - 07.02.2016

bento-Autorin Valerie Herrmann hielt es lange nicht für nötig, einen Aidstest zu machen. Bis sie auf einmal Angst bekam. mehr...

"Meistgehasster Mann Amerikas": Pharma-Manager Shkreli grinst den Kongress an

"Meistgehasster Mann Amerikas": Pharma-Manager Shkreli grinst den Kongress an

SPIEGEL ONLINE - 05.02.2016

Die Geschichte einer armen, aidskranken Frau lässt ihn breit grinsen: Ex-Pharma-Manager Martin Shkreli zieht im US-Kongress wieder den Hass der Amerikaner auf sich - und teilt selber kräftig aus. mehr... Forum ]

HIV unter Asiens Teenagern: Die versteckte Epidemie

HIV unter Asiens Teenagern: Die versteckte Epidemie

SPIEGEL ONLINE - 30.12.2015

Weltweit gehen die Neuinfektionen mit HIV unter Teenagern zurück, in Asien nicht. Dating-Apps und alte Tabus ergeben dort eine gefährliche Mischung. Von Ulrike Putz, Neu-Delhi mehr...

Festgenommener Pharma-Manager Shkreli: "Ein bisschen Theater"

Festgenommener Pharma-Manager Shkreli: "Ein bisschen Theater"

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2015

Martin Shkreli verdiente Millionen als Hedgefonds- und Pharma-Manager - und spottete im Internet über seine Kritiker. Nachdem der 32-Jährige festgenommen wurde, erklärt er das Ganze nun zum "sozialen Experiment". mehr... Forum ]

Burt Reynolds über Charlie Sheens HIV-Beichte: "Er hat gekriegt, was er verdient"

Burt Reynolds über Charlie Sheens HIV-Beichte: "Er hat gekriegt, was er verdient"

SPIEGEL ONLINE - 09.12.2015

Schauspiel-Veteran Burt Reynolds hat gegen Charlie Sheen gekeilt: Dessen HIV-Beichte flöße ihm kein Mitleid ein - im Gegenteil: "Wenn du dich schlecht benimmst, bist du irgendwann fällig." mehr...

HIV im Job "Mit infizierten Mitarbeitern kann ich den Laden dichtmachen"

HIV im Job: "Mit infizierten Mitarbeitern kann ich den Laden dichtmachen"
KarriereSPIEGEL - 09.12.2015

Eigentlich ist es egal, ob ein Kollege HIV hat. Doch wer mit der Immunschwäche am Arbeitsplatz offen umgeht, wird sehr häufig diskriminiert. Viele Chefs umgehen dabei das Kündigungsverbot. mehr... Forum ]



HIV/Aids - Die Fakten
Die HIV-Infektion
Die Infektion mit HIV erfolgt über Körperflüssigkeiten wie Blut, Sperma und Scheidensekret, aber auch über die Muttermilch. Außer ungeschütztem Vaginal- und Analverkehr gilt die gemeinschaftliche Nutzung von Spritzen durch Drogensüchtige als ein Hauptübertragungsweg.

Bei normalem Körperkontakt gibt es dagegen kein Infektionsrisiko, da die Körperhaut im Gegensatz zur Schleimhaut über eine schützende Hornschicht verfügt. Bei Verletzungen oder Ekzemen können allerdings auch hier Erreger eindringen. Beim beruflichen Umgang mit Kollegen am Arbeitsplatz besteht ebenso wenig Ansteckungsgefahr wie bei Besuchen von Schwimmbad oder Sauna oder gemeinsamem Essen. Kein Risiko gibt es auch bei ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen, da die Desinfektion von Instrumenten das Virus zuverlässig abtötet.
Die Krankheit Aids
Das HI-Virus zerstört allmählich das Immunsystem, indem es die Zahl der T-Helferzellen im Blut drastisch senkt. Während in den ersten Wochen nach der Infektion grippeähnliche Symptome auftreten können (aber nicht müssen), folgen der Ansteckung mit HIV meist mehrere Jahre ohne körperliche Anzeichen. Währenddessen vermehrt sich das Virus im Körper. Mit dem Beginn der ARC-Phase (Aids Related Complex) treten erneut Beschwerden wie nach der Infektion auf. Wenn die eigentliche Krankheit beginnt, spricht man von der Diagnose Aids (Acquired Immunodeficiency Syndrome).

Aids wird durch verschiedene Erkrankungen definiert. Sogenannte opportunistische oder Sekundär-Infektionen und Tumoren nutzen die schwache Immunabwehr aus. Trotz einer Behandlung stirbt der Patient an einer der Folgeerkrankungen. Zusätzlich können schon im Vorfeld virenhemmende Medikamente eingesetzt werden. Beide Maßnahmen verlängern die Lebenserwartung und steigern die Lebensqualität der Betroffenen.

Das Virus
Das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ist ein Retrovirus. Diese Erreger sind in der Lage, ihren genetischen Code in das Erbgut des Wirtskörpers, in diesem Falle des Menschen, einzubauen. Deshalb kann das Virus nach einer Infektion nicht wieder vollständig aus dem Körper entfernt werden.

Das Virus kommt in zwei Stämmen vor. HIV-1 ist weltweit verbreitet. Mikrobiologen unterscheiden Subtypen mit den Buchstaben A bis I und O. Der zweite Stamm, HIV-2, ist vorwiegend in Westafrika verbreitet. Ansteckungs- und Krankheitsverlauf sind in beiden Fällen ähnlich.

Die weltweite Verbreitung
Laut UNAIDS sind weltweit schätzungsweise 35 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Mit mehr als zwei Drittel der Infizierten bilden die Länder des südlichen Afrikas ein Zentrum der Epidemie.

Bis Ende 2008 erhielten rund vier Millionen HIV-positive Menschen in Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen eine antiretrovirale Therapie - im Vergleich zu drei Millionen Patienten im Jahr 2007 und lediglich 400.000 in 2003.
Die Verbreitung in Deutschland
In Deutschland nach einer Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) derzeit etwa 70.000 Menschen mit HIV/Aids. 2013 wurden dem Institut 3263 gesicherte HIV-Neuinfektionen gemeldet - etwa zehn Prozent mehr als 2012. 550 Menschen starben demnach 2012 an den Folgen von Aids. Zum Vergleich: Mitte der neunziger Jahre starben in Deutschland bis zu 2500 Menschen pro Jahr an der Krankheit. Am häufigsten (53 Prozent) steckten sich homosexuelle Männer neu mit HIV. In 18 Prozent der Fälle erfolgte die Ansteckung nach heterosexuellem Kontakt, in 3 Prozent durch Spritzen von Drogen.
Chronik
1981: Vor allem in Kalifornien und New York sterben junge Männer an einer Krankheit, die das Immunsystem der Kranken ausschaltet. Am 5. Juni berichtet die US-Gesundheitsbehörde CDC erstmals über die auffällige Zunahme seltener Krebs- und Lungenentzündungsformen bei jungen Homosexuellen.

1982: In Deutschland und anderen europäischen Ländern werden die ersten Fälle diagnostiziert. Die erworbene Immunschwächekrankheit wird Aids (Aquired Immunodeficiency Syndrome) genannt.

1983: Die Forschungsgruppen von Robert Gallo (USA) und Luc Montagnier (Frankreich) identifizieren das Virus, das die Krankheit auslöst. Später erhält es den Namen HIV (Human Immunodeficiency Virus).

1984: Der erste HIV-Antikörpertest wird vorgestellt.

1985: In Atlanta findet die erste Welt-Aids-Konferenz statt. Durch den Aidstod des US-Schauspielers Rock Hudson wird die Krankheit einer breiten Öffentlichkeit bekannt. In Deutschland dürfen ab Herbst keine Blutpräparate mehr ohne vorherigen HIV-Test verkauft werden. Über 2300 Menschen - darunter mehr als 1800 Bluter - hatten sich zuvor infiziert.

1986: Aus Afrika werden die ersten Aidsfälle gemeldet.

1987: AZT, das erste Medikament, das den Verlauf der Krankheit verlangsamen kann, erhält eine Zulassung.

1988: Die WHO führt den 1. Dezember als Welt-Aids-Tag ein.

1991: Die rote Schleife wird internationales Symbol für den Kampf gegen Aids.

1995: Sogenannte Protease-Hemmer kommen als neues Aidsmedikament auf den Markt.

1996: Die Vereinten Nationen gründen UNAIDS, eine Unterorganisation der Uno für den Kampf gegen die Krankheit.

1999: Wissenschaftler finden Belege dafür, dass das HI-1-Virus von einer Schimpansen-Unterart stammt, die nur im westlichen Zentralafrika vorkommt.

2003: Der erste Fusionshemmer kommt als vierte Klasse von Aidsmedikamenten in den USA auf den Markt.

2004: Die WHO startet die Initiative "3 by 5". Danach sollen 2005 drei Millionen Infizierte mit Medikamenten versorgt werden.

2005: Nach Angaben der UNAIDS sind über 40 Millionen Menschen weltweit mit HIV infiziert - ein neuer Höchststand. Das Berliner Robert Koch-Institut geht von 2600 Neuinfizierten in Deutschland aus. In Deutschland leben insgesamt 49.000 HIV-Positive.

2006: Der jüngste Welt-Aids-Bericht von UNAIDS meldet, dass die Rate der Neuinfektionen sich erstmals seit dem Ausbruch der Seuche verlangsamt. Immer noch erhalten viele Infizierte und Erkrankte in der Dritten Welt keine Versorgung, besonders HIV-positive Kinder.

2008: Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon legt einen Bericht vor, nach dem im Dezember 2007 weltweit schätzungsweise 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert waren.

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier:




Themen von A-Z