Donnerstag, 2. Mai 2013
Wirtschaft


ThemaHartz IVRSS

Alle Artikel und Hintergründe

DDP

"Fördern und Fordern"

Gerhard Schröders Agenda 2010 hat die Republik verändert: Durch Hartz IV wurden die Arbeitslosenhilfe abge­schafft, Zeitarbeit und Minijobs liberalisiert und die Sozialämter mit den Arbeitsagenturen zusammen­gelegt. Bis heute streiten die Deutschen über die Reform - und darüber, was man Arbeitslosen zumuten kann.

Verstoß gegen Sozialcharta: Regierung verweigert Kampf gegen Lohndumping

Verstoß gegen Sozialcharta Regierung verweigert Kampf gegen Lohndumping

SPIEGEL ONLINE - 01.05.2013

Deutschland verstößt gegen die Europäische Sozialcharta. Die Bundesregierung will sich nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen dennoch nicht für das Recht auf ein angemessenes Arbeitsentgelt einsetzen. Das geht aus einer Stellungnahme des Arbeitsministeriums hervor. Von Yasmin El-Sharif mehr... Forum ]

Mythen der Arbeit: Die Agenda 2010 hat gar keine neuen Jobs geschaffen - stimmt's?

Mythen der Arbeit Die Agenda 2010 hat gar keine neuen Jobs geschaffen - stimmt's?

KarriereSPIEGEL - 01.05.2013

Kolumne Die Agenda 2010 belebte den Arbeitsmarkt, aber vor allem im Teilzeitbereich. War sie deshalb ein Misserfolg? Arbeitsforscher Joachim Möller vom IAB findet, dass sich die Reformen unterm Strich ausgezahlt haben - benennt aber auch ihre Schwächen. mehr... Forum ]

Hartz-IV-Empfänger: 1,3 Millionen müssen aufstocken

SPIEGEL ONLINE - 15.04.2013

Oft reicht ihr Lohn nicht zum Leben: 1,3 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr zusätzlich zum Job Hartz IV bezogen. Nicht wenige von ihnen arbeiteten sogar in Vollzeit. mehr...

Blaumacher-Verdacht: Kranke Hartz-IV-Empfänger sollen kontrolliert werden

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2013

Wer als Hartz-IV-Empfänger oft krank ist, muss sich laut "Bild"-Zeitung auf häufigere Kontrollen einstellen. Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit sollten "begründbaren Zweifeln" an der Arbeitsunfähigkeit nachgehen - und dann unter Umständen die Leistungen kürzen. mehr...

Streit um Hartz IV: Jobcenter will wegen 15 Cent vor höchstes Gericht

SPIEGEL ONLINE - 18.03.2013

Ein Jobcenter in Thüringen will einen Streit um 15 Cent in höchster Instanz ausfechten. Das Center weigert sich, eine Hartz-IV-Summe aufzurunden. Dabei hat es schon zweimal in unteren Instanzen verloren. mehr...

Befragung in 130 Kommunen: Von der Leyens Bildungspaket wirkt kaum

SPIEGEL ONLINE - 14.03.2013

Es war das Prestigeprojekt von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen: Doch zwei Jahre nach seinem Start erweist sich das Bildungspaket für Kinder und Jugendliche in großen Teilen als Flop. Laut einer Umfrage werden mit dem Paket kaum zusätzliche Leistungen geschaffen. mehr...

Aufstocker: Callcenter kosten den Staat jährlich 36 Millionen Euro

SPIEGEL ONLINE - 11.03.2013

Die umstrittene Callcenter-Branche wächst - auch dank großzügiger Subventionen der Bundesregierung: 2011 flossen rund 36 Millionen Euro in den Sektor. Der Großteil waren Hartz-IV-Leistungen an Beschäftigte, deren Lohn nicht zum Leben reicht. mehr...

SOZIALPOLITIK: Im luftleeren Raum

DER SPIEGEL - 11.03.2013

Im Rentenstreit simuliert die Koalition Handlungsfähigkeit: Sie arbeitet an einem Kompromiss, der nur dem Wahlkampf dient. Ursula von der Leyen wählt ihre Garderobe mit Bedacht. Wann immer die Sozialministerin ihr Bildungspaket für Hartz-IV-Kinder ... mehr...

Hartz-IV-Daten: Eine Million mal Hoffnungslosigkeit

SPIEGEL ONLINE - 07.03.2013

Sie stecken praktisch ohne Perspektive fest: Rund 1,08 Millionen Bundesbürger erhalten seit 2005 durchgängig Hartz-IV-Leistungen, das geht jetzt aus einer Auswertung der Arbeitsagentur hervor. Betroffen sind nicht nur schwer Vermittelbare - auch für viele Geringverdiener reicht ihr Lohn nicht zum Leben. mehr...

Bericht der Bundesregierung: Mehr Arbeit, mehr Armut

SPIEGEL ONLINE - 06.03.2013

Die deutsche Wirtschaft brummt, die Zahl der Arbeitslosen schrumpft - doch jeder siebte Bürger ist von Armut bedroht. Nun belegt ein umstrittener Bericht der Bundesregierung die ungleiche Vermögensverteilung im Land. mehr...

MIGRATION: Von Ratten und Heuschrecken

DER SPIEGEL - 04.03.2013

In Berlin, Scharnweberstraße 111, ist ein Lehrstück des globalen Kapitalismus zu besichtigen: Wie internationale Finanzinvestoren mit Armutswanderern aus Südosteuropa ihre Schrottimmobilien refinanzieren. Sie sitzen dort, wo aus viel Geld mehr Geld... mehr...

Geflopptes Bildungspaket: Nachhilfe für von der Leyen

SPIEGEL ONLINE - 28.02.2013

Mit dem Bildungspaket wollte die Arbeitsministerin die Sozialpolitik reformieren. Herausgekommen ist ein Bürokratiemonster, an dem viele Behörden, Lehrer und Eltern verzweifeln. Experten zeigen, wie es sich so verbessern lässt, damit endlich die Kinder profitieren. mehr...


Wer bekommt Hartz IV?
Die Politik führt eine heftige Debatte über die Weiterentwicklung von Hartz IV - doch wer bezieht die Arbeitslosenhilfe eigentlich? SPIEGEL ONLINE hat demografische Merkmale zusammengetragen.

Die Hartz-Reformen
Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, wer
- arbeitslos ist,
- der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht,
- die Anwartschaftszeit erfüllt,
- sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und
- Arbeitslosengeld beantragt hat.
- Die Dauer des Anspruchs hängt von der Länge der versicherungspflichtigen Beschäftigung und vom Alter ab. Die Höchstgrenze sind 24 Monate.

Hartz IV
Seit Jahren gibt es Streit über die Betreuung von Hartz-IV-Empfängern. Organisatorisch zuständig sind seit 2005 Arbeitsgemeinschaften von Bundesagentur für Arbeit (BA) und kommunalen Sozialämtern - abgekürzt als Arge bezeichnet.

Verankert wurde diese Mischverwaltung im Hartz-IV-Gesetz über die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. Derzeit gibt es 353 Argen, in denen sich 55.000 Mitarbeiter um 5,2 Millionen Hilfsbedürftige kümmern. Daneben gibt es das sogenannte Optionsmodell, bei dem in 69 Kreisen und Gemeinden die Kommunen die alleinige Verantwortung haben.

Von Beginn an gab es Reibereien in den Arbeitsgemeinschaften. Nach Feststellungen des zuständigen Ombudsrats krankt die Organisationsform an dem "ständigen, oft zeitaufwendigen Abstimmungsbedarf" zwischen den Beteiligten. Dabei konkurrieren Kommunen und BA um das Ausmaß ihrer Zuständigkeiten. Die Zusammenarbeit vor Ort leidet auch darunter, dass die Argen kein eigenes Personal haben und die dort tätigen Mitarbeiter von Bundesagentur und Kommune unterschiedlich bezahlt werden.
So viel bekommen Hartz-IV-Empfänger monatlich
in Euro ab 1/2011 ab 1/2012 ab 1/2013
Erwachsener (100 %) 364 374 382
Kind (bisher 60 %)
unter 6 Jahre
215 219 224
Kind (bisher 70 %)
6 bis unter 14 Jahre
251 251 255
Kind (bisher 80 %)
14 bis unter 18 Jahre
287 287 289
Quelle: BMAS

So berechnet sich der Regelsatz (für Einzelpersonenhaushalte in Euro)
Nahrungsmittel, alkoholfreie Getränke 128,46
Bekleidung und Schuhe 30,40
Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung 30,24
Innenausstattung, Haushaltsgeräte und -gegenstände 27,41
Gesundheitspflege 15,55
Verkehr 22,78
Nachrichtenübermittlung 31,96
Freizeit, Unterhaltung, Kultur 39,96
Bildung 1,39
Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 7,16
Andere Waren und Dienstleistungen 26,50
* Die Summe der Verbrauchsausgaben ist 361,81 Euro; die Differenz zu 364 Euro ergibt sich, weil die Statistiker den Bedarf im Jahr 2008 erhoben, und die Regierung die Preissteigerung seither berücksichtigt hat.
Quelle: Paritätischer Wohlfahrtsverband, Bundesagentur für Arbeit



Themen von A-Z
 
TOP



TOP