Post knickt ein Nach 88 Zeitverträgen erhält Postbotin feste Stelle

Post knickt ein: Nach 88 Zeitverträgen erhält Postbotin feste Stelle
KarriereSPIEGEL - 13.06.2014

Am laufenden Band erhielt Anja Helffenstein immer nur befristet Arbeit - 88 Verträge in 17 Jahren. Dann war sie ihre Arbeit ganz los. Nun machte die Post eine überraschende Kehrtwende. mehr... Forum ]

Diskriminierungsklage Als Bewerberin zu dick, als Klägerin zu dünn

Diskriminierungsklage: Als Bewerberin zu dick, als Klägerin zu dünn
KarriereSPIEGEL - 12.06.2014

Sie war die Favoritin für den Job und erhielt die Stelle nicht. Wegen ihres Übergewichts? Die abgewiesene Frau verlangte 30.000 Euro Entschädigung - und verlor: Kein Fall von Diskriminierung, so das Urteil. Im Grunde war sie dem Arbeitsgericht nicht dick genug. Aus Darmstadt berichtet Dietmar Hipp mehr... Forum ]

Diskriminierung Übergewichtige Bewerberin scheitert mit Klage

Diskriminierung: Übergewichtige Bewerberin scheitert mit Klage
KarriereSPIEGEL - 12.06.2014

Eine Frau bekam einen Job als Geschäftsführerin nicht, angeblich weil sie zu dick ist. Sie fühlt sich diskriminiert und forderte eine Entschädigung von 30.000 Euro. Jetzt wies das Arbeitsgericht Darmstadt ihre Klage ab. mehr... Forum ]

Europäischer Gerichtshof Auch Tote haben Recht auf Urlaub

Europäischer Gerichtshof: Auch Tote haben Recht auf Urlaub
KarriereSPIEGEL - 12.06.2014

Wer nicht lebt, braucht keinen Urlaub mehr - diesen Grundsatz deutscher Gerichte hat der Europäische Gerichtshof gekippt. Damit kann sich eine Witwe 140,5 Tage Jahresurlaub ihres verstorbenen Gatten auszahlen lassen. mehr... Forum ]

Diskriminierung per Stellenanzeige "taz" darf Männer nicht ausschließen

Diskriminierung per Stellenanzeige: "taz" darf Männer nicht ausschließen
KarriereSPIEGEL - 06.06.2014

Die freie Stelle bei der Berliner Tageszeitung "taz" sollte an eine Frau gehen, und zwar an eine mit Migrationshintergrund. Eine gute Idee? Eher ein Fall von Diskriminierung, entschieden Arbeitsrichter. mehr... Forum ]

Kettenbefristungen 88 Verträge - und dann arbeitslos

Kettenbefristungen: 88 Verträge - und dann arbeitslos
KarriereSPIEGEL - 04.06.2014

17 Jahre lang war Anja Helffenstein Postbotin, stets mit befristeten Stellen. Auf den 89. Arbeitsvertrag wartete sie vergebens - das Unternehmen setzte sie vor die Tür. Sind solche Kettenverträge erlaubt? Und wie können Mitarbeiter sich wehren? mehr... Forum ]

Bewerbung von Exknackis "Übrigens, ich komme gerade aus dem Knast"

Bewerbung von Exknackis: "Übrigens, ich komme gerade aus dem Knast"
KarriereSPIEGEL - 22.05.2014

Thomas Jakob Renner saß wegen schweren Betrugs in Haft, Uwe Schuardt wurde wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Nach ihrer Freilassung gingen beide Männer auf Jobsuche - mit sehr unterschiedlichem Ergebnis. Von Almut Steinecke mehr... Forum ]

Altersdiskriminierung "Die Zwangsverrentung mit 67 ist rechtswidrig"

Altersdiskriminierung: "Die Zwangsverrentung mit 67 ist rechtswidrig"
KarriereSPIEGEL - 16.05.2014

Niemand soll aufgrund seines Alters diskriminiert werden, sagt das Gesetz. Im Joballtag sieht das anders aus. Rechtsanwalt Klaus Michael Alenfelder erklärt, was der Chef darf - und wann sich eine Klage lohnt. Ein Interview von Dietmar Hipp mehr... Forum ]

Facebook-Urteil Pflegerin klagt erfolgreich gegen Kündigung

Facebook-Urteil: Pflegerin klagt erfolgreich gegen Kündigung
KarriereSPIEGEL - 13.05.2014

Auf Facebook postete eine Krankenhausmitarbeitern über das Kind, das sie auf der Intensivstation betreute. Sie veröffentlichte Fotos, schrieb über den Tod ihres Patienten - und wurde fristlos entlassen. Nun entschied ein Gericht: Das war unverhältnismäßig. mehr... Forum ]

Privatsphäre im Büro Was geht den Chef mein Liebesleben an?

Privatsphäre im Büro: Was geht den Chef mein Liebesleben an?
KarriereSPIEGEL - 12.05.2014

Hunde unterm Schreibtisch, Affären unter Kollegen - Privates kann im Job zu Konflikten führen. Manche Firmen schreiben ihren Mitarbeitern ziemlich viel vor, sogar die Farbe der Unterwäsche. Die interessantesten Urteile im Überblick. Von Elke Spanner mehr... Forum ]



Verwandte Themen
Wann ist eine Kündigung gültig?

Einfach so jemanden entlassen - das geht in Deutschland nicht. Man braucht gute Gründe für eine ordentliche Kündigung. Juristen unterscheiden zwischen einer personenbedingten (etwa bei langer Krankheit), einer verhaltensbedingten (etwa bei Leistungsmängeln oder ungenehmigten Nebentätigkeiten) und einer betriebsbedingten Kündigung (etwa bei Stilllegung der Firma).

Fristlos gefeuert werden kann nur, wer sich schwere Fehler geleistet hat - zum Beispiel stiehlt oder Dienstgeheimnisse verrät.

In jedem Fall muss die Entlassung vorher mit dem Betriebsrat abgestimmt sein und schriftlich erfolgen mit leserlicher Unterschrift; SMS oder E-Mail sind ungültig. Für bestimmte Personengruppen wie Schwerbehinderte oder Schwangere gilt ein erhöhter Kündigungsschutz.


Die schlimmsten Chef-Sprüche (1)

Zitate starten: Klicken Sie auf den Pfeil


Die schlimmsten Chef-Sprüche (2)

Zitate starten: Klicken Sie auf den Pfeil


Weshalb Ihr Chef Sie feuern darf
Privates im Büro
Ich nehme meinen Hund mit ins Büro.

Ob das erlaubt ist, hängt vom Arbeitgeber ab. Er kann sich auf das Hausrecht berufen und es dem Mitarbeiter verbieten, den Hund mit ins Büro zu nehmen. Hält sich der Angestellte nicht an ein Verbot, kann das im Wiederholungsfall zur Abmahnung und dann auch zur Kündigung führen. "Hat der Chef aber jahrelang den Hund im Büro geduldet, kann er das nicht plötzlich ohne sachlichen Grund verbieten", sagt Volker Schneider, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Wuppertaler Kanzlei GKS.

Ich habe ein Glas mit einem Goldfisch auf meinen Schreibtisch stehen.

"Im Prinzip ist das kein Grund für eine Abmahnung oder gar Kündigung", sagt Rechtsanwalt Schneider. "Bei einem Goldfisch überwiegen wohl die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers gegenüber dem Hausrecht des Arbeitgebers." Der Goldfisch sei vergleichbar mit persönlichen Gegenständen wie Fotos oder Blumen, die der Arbeitgeber auch nicht verbieten könne.

Ich habe ein Foto meiner Freundin im Bikini auf meinen Schreibtisch stehen.

Das ist ein grenzwertiger Fall. Normalerweise überwiegt bei Fotos das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers. Sind die Bilder jedoch anstößig, könnte das ein Grund für eine Abmahnung sein. Dasselbe gilt für Pin-ups: Sie müssen vom Arbeitgeber nicht geduldet werden. Selbst wenn sie sich zum Beispiel in einem Spind befinden.
Eine Zigarette zu viel
Ich rauche während der Arbeit.

Der Chef kann vom Mitarbeiter verlangen, sich während der Raucherpause auszustempeln. Wenn der Arbeitnehmer sich nicht daran hält, kann das zur Kündigung führen. Das geht aus einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Duisburg hervor. Eine Arbeitnehmerin hatte trotz mehrfacher Abmahnung Zigarettenpausen im Raucherraum verbracht, ohne sich auszustempeln (Aktenzeichen: 3 Ca 1336/09).

Generell verbieten kann der Arbeitgeber das Rauchen aber nicht. "Das wäre eine Erziehung zu Gesundheit und würde zu sehr in die Persönlichkeitsrechte eingreifen", sagt der Wuppertaler Fachanwalt Volker Schneider. Der Chef könne zwar grundsätzlich verlangen, dass die Mitarbeiter zum Rauchen das Betriebsgelände verlassen. Ist das Gelände allerdings zu groß dafür, müsse der Arbeitnehmer an einer ungefährlichen Stelle eine Raucherecke einrichten. Schneider: "Der Chef darf nicht versuchen, seine Angestellten zu einer gesünderen Lebensweise zu erziehen."
Schummeln bei Schwangerschaft, Krankheiten und im Lebenslauf
Ich habe meine Schwangerschaft verschwiegen.

Grundsätzlich ist die Frage nach einer Schwangerschaft im Bewerbungsgespräch unzulässig. Wird trotzdem gefragt, darf gelogen werden. Der Chef darf also nicht kündigen, wenn die Arbeitnehmerin bei Vertragsunterzeichnung bereits schwanger war und das auch wusste. Einzige Ausnahme: Es geht um die Besetzung eines Arbeitsplatzes, an dem Schwangere nicht eingesetzt werden dürfen, etwa wenn geröntgt wird.

Ich habe eine schlimme Krankheit und meinem Arbeitgeber davon nichts erzählt.

Hier gilt Ähnliches wie bei einer Schwangerschaft. Wenn es Voraussetzung für den Arbeitsplatz ist, dass der Mitarbeiter nicht an bestimmten Krankheiten leidet, wäre das ein Grund, den Arbeitsvertrag anzufechten. Das heißt, er kann rückwirkend für ungültig erklärt werden. "Wenn die Krankheit keine Auswirkungen auf die Leistungen und auf den Arbeitsplatz hat, darf sie verschwiegen werden", sagt der Wuppertaler Fachanwalt Volker Schneider.

Ich habe in meinem Lebenslauf ein bisschen geschummelt.

Wenn der Aspekt, bei dem gelogen wurde, für den Arbeitgeber bei der Einstellung entscheidungsrelevant war, kann er innerhalb von 14 Tagen fristlos kündigen, nachdem er die Lüge festgestellt hat. Bei arglistiger Täuschung ist eine Anfechtung des Arbeitsvertrags auch noch innerhalb eines Jahres möglich. Die Frist beginnt erst, wenn der Arbeitgeber die Täuschung bemerkt hat.
Den Vorgesetzten beleidigen
Ich habe meinen Chef einen Idioten genannt.

Im Prinzip kann das zu einer fristlosen Kündigung führen. Allerdings ist es auch Abwägungssache und hängt von der Güte der Beleidigung ab. Wenn es wirklich mal rausgerutscht ist, dann kann der Chef den Mitarbeiter abmahnen. Bei der Verwendung schlimmer Schimpfworte ist auch eine fristlose Kündigung möglich.

Ich habe über meinen Chef gelästert.

Im engen Freundeskreis darf man das. Im Kollegenkreis kann Beleidigung, Verunglimpfung oder üble Nachrede ein Kündigungsgrund sein. So beurteilte das Arbeitsgericht in Frankfurt am Main im Jahre 2001 die Kündigung einer Büglerin für gerechtfertigt. Die Frau hatte dem Juniorchef des Betriebs ein Verhältnis mit einer Kollegin unterstellt (Aktenzeichen 4 Ca 5471/00).
Eine Überstunde zu wenig
Ich habe mich geweigert, Überstunden zu machen.

Wenn im Vertrag nicht ausdrücklich vereinbart ist, dass der Arbeitnehmer Überstunden zu leisten hat, ist er grundsätzlich nicht dazu verpflichtet. Einzige Ausnahme: Es handelt sich um einen Notfall. Der kann bestehen, wenn plötzlich viele Mitarbeiter krankheitsbedingt fehlen oder der Betrieb sich in einer finanziellen Schieflage befindet und kurzfristig Aufträge erhalten hat, die sofort abgearbeitet werden müssen. Verweigert der Arbeitnehmer das Ableisten von Überstunden, obwohl der Vertrag das vorsieht, kann er fristlos gekündigt werden. Allerdings darf die Arbeitszeit auch mit Überstunden 48 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Sind es mehr, kann der Arbeitnehmer sich weigern, sie zu leisten.
Bleistiftklau und Privatbriefe im Büro
Ich habe einen Bleistift aus dem Büro stibitzt.

Auch die Mitnahme eines Bleistiftes ist Diebstahl und damit prinzipiell ein Kündigungsgrund. Hier hängt es aber auch davon ab, wie lange der Arbeitnehmer dem Betrieb angehört. Sind es zum Beispiel bereits 30 Jahre, reicht ein Bleistift nicht aus. Generell gibt es aber weder im Gesetz noch in der Rechtsprechung eine Bagatellgrenze. So kann theoretisch auch ein Keks zur Kündigung führen, der aus dem Konferenzraum geklaut wurde.

Nicht immer kommen Arbeitgeber mit Bagatellkündigungen vor Gericht durch, wie eine Entscheidung des Hamburger Arbeitsgerichts zeigt (Aktenzeichen 27 Ca 262/98): Eine Arbeitnehmerin hatte aus dem Kühlschrank der Betriebskantine eine Dose Fanta entwendet. Das Gericht hielt eine fristlose Kündigung für überzogen und urteilte, der Arbeitgeber hätte zunächst abmahnen müssen.

Ich habe einen privaten Brief durch die Frankiermaschine der Firma geschickt.

Selbst bei geringen Portobeträgen kann das eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das zeigt das Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts in Frankfurt am Main von 2007. Ein Kundenberater eines Versicherungsmaklers hatte mehrere private Briefe über die Poststelle seines Arbeitgebers verschickt. Der Portobetrag belief sich auf weniger als fünf Euro. Dennoch war die Kündigung rechtmäßig. Der Mitarbeiter habe mit seinem Verhalten in erheblicher Weise das Vertrauen des Arbeitgebers verletzt, so die Richter (Aktenzeichen 22 Ca 966/06).
Mailen und Telefonieren - nicht dienstlich
Ich telefoniere ab und zu kurz privat.

Der Chef kann generell untersagen, dass privat telefoniert wird. In der Regel muss er jedoch erst eine Abmahnung aussprechen, bevor er kündigen kann. Um dem privat telefonierenden Mitarbeiter auf die Schliche zu kommen, darf er - sofern ein Verdacht auf Missbrauch vorliegt - die angerufenen Personen identifizieren. Heimlich die Telefongespräche mitanhören darf der Arbeitgeber jedoch grundsätzlich nicht.

Ich lese während der Arbeitszeit meine privaten E-Mails und surfe im Netz.

Ist im Arbeitsvertrag ein generelles Verbot der privaten Internetnutzung festgehalten, kann ein Verstoß zu einer Abmahnung oder Kündigung führen. Hat der Arbeitgeber nicht ausdrücklich die Privatnutzung des Internets verboten, verletzt der Arbeitnehmer seine vertraglichen Pflichten, wenn er das Web in erheblichem zeitlichen Umfang nutzt. Besonders die Nutzung von Seiten mit pornografischem Inhalt kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen.
KarriereSPIEGEL auf Twitter

Verpassen Sie keinen KarriereSPIEGEL-Artikel mehr! Hier können Sie dem Ressort auf Twitter folgen:


Social Networks