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Alle Artikel und Hintergründe

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Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Atomsteuer: AKW-Betreiber können auf Milliardenrückzahlung hoffen

Atomsteuer: AKW-Betreiber können auf Milliardenrückzahlung hoffen

SPIEGEL ONLINE - 14.04.2014

Die deutschen AKW-Betreiber können auf die Erstattung von mehr als zwei Milliarden Euro Brennelementesteuern hoffen. Das Hamburger Finanzgericht hält die Abgabe für verfassungswidrig. Vorerst wird der Bund aber vermutlich nicht zahlen. mehr... Forum ]

Drei Jahre nach Fukushima: Japan beschließt Wiedereinstieg in die Atomkraft

SPIEGEL ONLINE - 11.04.2014

Drei Jahre nach der verheerenden Katastrophe von Fukushima steigt Japan wieder in die Atomkraft ein. Trotz deutlicher Proteste der Menschen im Land entschied die Regierung am Freitag einen neuen "Energieplan". mehr...

Atomares Endlager: Irgendwo wird das Zeug hinmüssen

SPIEGEL ONLINE - 10.04.2014

Die Umweltverbände zögern die Arbeit der Kommission hinaus, die Kriterien für ein atomares Endlager bestimmen soll. Jetzt mischt sich das Umweltministerium ein und stellt klar: Die Öko-Verbände sollen mittun, aber die Zeit der Zugeständnisse ist vorbei. mehr...

Nuklearexporte: Grüne kritisieren Verlängerung von Atomvertrag mit Brasilien

SPIEGEL ONLINE - 29.03.2014

Die Grünen werfen der SPD vor, frühere Positionen zur Atompolitik zu verraten. In der Opposition hatten die Sozialdemokraten gefordert, einen Nuklearvertrag mit Brasilien zu kündigen. Doch davon ist jetzt keine Rede mehr. Das Abkommen soll nach Informationen von SPIEGEL ONLINE verlängert werden. mehr...

Energiewende: E.on nimmt AKW Grafenrheinfeld früher vom Netz

SPIEGEL ONLINE - 28.03.2014

E.on schaltet das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld bereits im Mai 2015 ab - sieben Monate vor dem ursprünglich geplanten Termin. Das Unternehmen will durch den Schritt offenbar rund 80 Millionen Euro an Steuern sparen. mehr...

Atommüll-Entsorgung: Umweltverbände pokern bei der Endlagersuche

SPIEGEL ONLINE - 25.03.2014

Der Streit über das geplante atomare Endlager geht in die vorentscheidende Phase. Die Umweltverbände sperren sich noch gegen eine Mitarbeit in der Findungskommission, doch der Countdown läuft. Jetzt hat sich auch Bundesministerin Hendricks eingeschaltet. mehr...

Nach AKW-Besetzung: 55 Greenpeace-Aktivisten in Polizeigewahrsam

SPIEGEL ONLINE - 19.03.2014

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Den anschließenden Tag verbrachten sie in Gewahrsam. Der Grund: Hausfriedensbruch und gemeinschaftliche Sachbeschädigung. mehr...

Kraftwerk Fessenheim: Greenpeace-Aktivisten dringen auf AKW-Gelände vor

SPIEGEL ONLINE - 18.03.2014

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Sie brachten an der Betonkuppel eines Reaktors ein Banner an, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde. mehr...

KERNKRAFT: Atombombe im AKW

DER SPIEGEL - 17.03.2014

Der Ex-Betriebsleiter des Kernmeilers Biblis stößt auf eine Sicherheitslücke, die zum Super-GAU führen kann. Nun prüft das Umweltministerium das Szenario. Als vor drei Jahren in Fukushima ein Reaktorblock nach dem anderen in die Luft flog, saß Helm... mehr...

Gundremmingen: Gutachten zweifelt an Erdbebensicherheit von AKW

SPIEGEL ONLINE - 07.03.2014

Ein bisher unveröffentlichtes Gutachten legt nahe: Deutschlands leistungsstärkstes Atomkraftwerk im bayerischen Gundremmingen hat möglicherweise Probleme mit der Erdbebensicherheit. Der Betreiber hält mit einem positiven Gutachten dagegen. mehr...

ENDLAGERSUCHE: Niedersachsen droht

DER SPIEGEL - 01.03.2014

Niedersachsen sträubt sich bei Endlagersuche. Die rot-grüne Landesregierung von Niedersachsen erwägt, sich aus dem vereinbarten Suchverfahren für ein atomares Endlager in Deutschland zurückzuziehen. In einem Schreiben an die federführende Landesreg... mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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