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Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

EU-Investitionspaket: Atomkonzerne wollen 80 Milliarden Euro abgreifen

EU-Investitionspaket: Atomkonzerne wollen 80 Milliarden Euro abgreifen

SPIEGEL ONLINE - 09.12.2014

Europas Konjunkturpaket droht zum Nuklearprogramm zu werden. Die EU-Mitgliedstaaten wollen sich Atomprojekte im Wert von 80 Milliarden Euro finanzieren lassen. mehr... Forum ]

AKW-Rückbau: Regierung besorgt über Atomrückstellungen der Konzerne

AKW-Rückbau: Regierung besorgt über Atomrückstellungen der Konzerne

SPIEGEL ONLINE - 06.12.2014

Die Spaltung von E.on in zwei Konzerne alarmiert die Bundesregierung. Nach SPIEGEL-Informationen will sie bis Ende des Jahres prüfen, ob die Finanzreserven der Energieunternehmen für den Rückbau der Atomkraftwerke wirklich sicher sind. mehr... Forum ]

Asse-Atommüll: Suche nach Zwischenlager vorerst eingestellt

SPIEGEL ONLINE - 05.12.2014

In der maroden Schachtanlage Asse lagern Tausende Fässer mit radioaktivem Müll. Nach Streitigkeiten stellen die Zuständigen jetzt die Suche nach einem neuen Zwischenlager ein - zumindest vorerst. mehr...

Pannen und Unfälle: So sicher sind die Atomkraftwerke der Ukraine

SPIEGEL ONLINE - 04.12.2014

Die Panne am ukrainischen AKW Saporischja hat viele verunsichert. Sind die Meiler in dem krisengeschüttelten Land noch sicher? Laufen gar noch Reaktoren vom Tschernobyl-Typ? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen. mehr...

Kernenergie: Ukraine meldet technische Probleme in Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 03.12.2014

Im Südosten der Ukraine ist ein technisches Problem im Atomkraftwerk Saporischja aufgetreten. Ein Reaktorblock wurde heruntergefahren, es kam zu Stromausfällen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht aufgetreten, teilten die Behörden mit. mehr...

Strategiewechsel bei E.on: Die Angst vor der atomaren Bad Bank

SPIEGEL ONLINE - 01.12.2014

E.on will sein Geschäft mit Atom, Kohle und Gas abspalten. Die Bundesregierung mahnt: Der Energiekonzern muss für den Abbau und die Entsorgung der AKW genügend Rückstellungen vorhalten. Die Grünen warnen vor einer atomaren Bad Bank. mehr...

Terror-Ängste: Frankreich rätselt über Drohnengefahr für Atomkraftwerke

SPIEGEL ONLINE - 28.11.2014

Mysteriöse Drohnenflüge über Atommeilern verunsichern Frankreichs Behörden. Wer steckt hinter den koordiniert wirkenden Aktionen? Experten warnen vor Terrorgefahr, die Regierung wiegelt ab. mehr...

AKW in Frankreich: Greenpeace warnt vor Terrorgefahr durch Drohnen

SPIEGEL ONLINE - 25.11.2014

Die Umweltorganisation Greenpeace warnt vor Sicherheitsmängeln an alten französischem Atomkraftwerken. Sie seien nicht ausreichend vor Drohnenangriffen geschützt. Zuvor waren mehrere unbemannte Fluggeräte über den Anlagen gesichtet worden. mehr...

Strahlender Abfall: Kontrolleure finden Hunderte beschädigte Atommüllfässer

SPIEGEL ONLINE - 18.11.2014

Neuer Ärger mit dem Atommüll: Eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden der Bundesländer hat ergeben, dass viele Hunderte Behälter mit strahlendem Abfall beschädigt sind. Künftig wird Deutschland noch mehr radioaktiven Abfall entsorgen müssen. mehr...

Nuklearprogramm: Iran baut mit russischer Hilfe neue Atommeiler

SPIEGEL ONLINE - 11.11.2014

Im Atomstreit mit Iran läuft die Frist ab, doch die Regierung in Teheran weitet ihr Nuklearprogramm noch aus: Acht neue Reaktoren will das Land bauen - mit Unterstützung von Russland. mehr...

Japan: Zwei Atomkraftwerke dürfen wieder eingeschaltet werden

SPIEGEL ONLINE - 07.11.2014

Japan ist der Rückkehr zur Atomkraft einen Schritt näher gekommen. Dreieinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima hat ein Gouverneur das Wiederhochfahren von zwei Reaktoren erlaubt. mehr...

Mysteriöse Flüge in Frankreich: Drohnen über Atomanlagen - Verdächtige festgenommen

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Nach den rätselhaften Drohnen-Flügen über französischen Atomkraftwerken ist der Polizei ein erster Erfolg gelungen. Ermittler nahmen drei Personen in der Nähe einer Atomanlage fest - sie hatten offenbar Drohnen dabei. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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