ThemaAtomkraftRSS

Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Interne Marktanalyse: In EU fehlen mehr als 100 Milliarden Euro an Atomrückstellungen

Interne Marktanalyse: In EU fehlen mehr als 100 Milliarden Euro an Atomrückstellungen

SPIEGEL ONLINE - 10.02.2016

Die hohen Kosten des Atomausstiegs bereiten nicht nur der Bundesregierung Sorgen. Laut einer internen Analyse sind die Rückstellungen in der gesamten EU gut 118 Milliarden Euro zu niedrig. Von Stefan Schultz und Britta Kollenbroich mehr... Forum ]

Erkenntnisse der US-Geheimdienste: Nordkorea produziert offenbar wieder Plutonium

SPIEGEL ONLINE - 09.02.2016

Nordkoreas Regime hat nach Geheimdiensterkenntnissen der USA den Atomreaktor Yongbyon wieder hochgefahren. In wenigen Monaten könne Pjöngjang waffenfähiges Plutonium herstellen. mehr...

Atomreaktor in Belgien: 40 Jahre alter Meiler nach Feuer wieder hochgefahren

SPIEGEL ONLINE - 26.12.2015

Im belgischen Kernkraftwerk Tihange brannte es, nun läuft es wieder. Sämtliche Blöcke des umstrittenen Meilers nahe Deutschland erzeugen wieder Strom - trotz deutscher Proteste. mehr...

Störfall in umstrittenem Meiler: Belgischer Atomreaktor nach wenigen Tagen wieder abgeschaltet

SPIEGEL ONLINE - 25.12.2015

Erst seit Montag war der Reaktor in der Nähe von Antwerpen am Netz. Nun zwang ein Wasserleck den Betreiber Electrabel, den umstrittenen Meiler wieder runterzufahren. Der deutschen Regierung geht das nicht weit genug. mehr...

September: PROTEST ZWECKLOS

DER SPIEGEL - 24.12.2015

Vier Jahre nach Fukushima setzt Japan wieder auf Atomstrom. Von Wieland Wagner. Als ich im Sommer das Ehepaar Arima kennenlernte, dachte ich, ich hätte mich auf einen Rentnerausflug verirrt. Mit einem Häuflein Demonstranten standen wir auf einem Pa... mehr...

Brand im belgischen AKW Tihange: Endlich für immer stilllegen

SPIEGEL ONLINE - 19.12.2015

Das Feuer im belgischen Atomkraftwerk Tihange war rasch unter Kontrolle, die Reaktionen sind dennoch scharf: Grünen-Politiker und Umweltverbände verlangen, dass die umstrittene Anlage endgültig abgeschaltet wird. mehr...

Nahe der deutschen Grenze: Belgien fährt umstrittenen Atomreaktor wieder hoch

SPIEGEL ONLINE - 15.12.2015

Wegen Sicherheitsbedenken war der belgische Atomreaktor Tihange 2 in der Nähe von Aachen abgeschaltet worden. Jetzt ging er wieder ans Netz - mit Hunderten Rissen im Reaktorbehälter und allen Protesten zum Trotz. mehr...

Energie: Gehäufte Pannen

DER SPIEGEL - 12.12.2015

Gefährliches AKW Gundremmingen. Das Kernkraftwerk Gundremmingen ist nicht nur der stärkste, sondern auch der gefährlichste Atommeiler des Landes. Das geht aus einer aktuellen Analyse der staatseigenen Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit... mehr...

Kernfusionsanlage Wendelstein 7-X: Diese künstliche Sonne soll alle Energieprobleme lösen

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2015

Kann der Mensch die Kernfusion bändigen, die unsere Sonne scheinen lässt? Im Greifswalder Reaktor Wendelstein 7-X wollen Forscher heute eine 100 Millionen Grad heiße Atomsuppe minutenlang kontrollieren. Gelungen ist das bislang noch nie. mehr...

Fusionsanlage Wendelstein 7-X: Die Sonnenmaschine läuft

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2015

Premiere geglückt: Erstmals haben Physiker in dem Greifswalder Reaktor Wendelstein 7-X ein Plasma erzeugt - Voraussetzung für eine Kernfusion. Jetzt können sie damit beginnen, die heiße Suppe aus Atomkernen und Elektronen zu erforschen. mehr...

Castor-Zwischenlagerung: Bayern nimmt nun doch ein bisschen Atommüll

SPIEGEL ONLINE - 08.12.2015

Etwas strahlendes Erbe darf künftig auch nach Bayern: Nach Total-Opposition hat sich der Freistaat bereit erklärt, sieben Castor-Behälter zwischenzulagern. Für Ministerpräsident Seehofer ist das "selbstverständliche Mitverantwortung". mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6.00 Uhr. Bestellen Sie direkt hier:




Themen von A-Z