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Alle Artikel und Hintergründe

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Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Weniger geheizt: Energieverbrauch in Deutschland deutlich gesunken

Weniger geheizt: Energieverbrauch in Deutschland deutlich gesunken

SPIEGEL ONLINE - 28.10.2014

Dem vergangenen milden Winter sei Dank: Die Deutschen haben in diesem Jahr so wenig Energie verbraucht wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Klimaschützer sind dennoch nicht ganz zufrieden. mehr... Forum ]

Fukushima: Japan startet Abriss von Katastrophenreaktor

SPIEGEL ONLINE - 22.10.2014

Ein ferngesteuerter Kran durchlöchert das Dach - der Rückbau des Atomkraftwerks von Fukushima hat begonnen. Im Innern des AKW müssen Hunderte strahlende Brennstäbe geborgen werden. mehr...

Atomkraft: Was wurde aus... Fukushima und der Kernenergie?

SPIEGEL ONLINE - 10.10.2014

Mit dem Super-GAU im Kernkraftwerk Fukushima schien das Ende der Atomenergie gekommen. Doch jetzt werden stillgelegte Reaktoren wieder hochgefahren und sogar neue gebaut. Ist der Schreck bereits verflogen? mehr...

Lager am AKW Brunsbüttel: Fast jedes dritte Atommüll-Fass ist beschädigt

SPIEGEL ONLINE - 09.10.2014

Verrostet, undicht, Deckel kaputt: Fast jedes dritte Atommüll-Fass im Zwischenlager des stillgelegten Werks ist defekt - so lautet die alarmierende Zwischenbilanz einer Inspektion im AKW Brunsbüttel. mehr...

Vor Schottland: Brand auf Schiff mit Atommüll - Bohrinsel evakuiert

SPIEGEL ONLINE - 08.10.2014

Vor der schottischen Nordseeküste ist ein mit radioaktivem Abfall beladenes Schiff in Brand geraten. Die "Parida" trieb gefährlich nah an eine Bohrinsel heran. Dutzende Arbeiter mussten in Sicherheit gebracht werden. mehr...

Forschungszentrum Jülich: BUND erwägt Klage gegen Atommüll-Export

SPIEGEL ONLINE - 22.09.2014

Atommüll aus Jülich soll in die USA exportiert werden - so plant es die Bundesregierung. Umweltschützer halten dies für illegal. Der BUND droht nun sogar mit einer Klage. mehr...

Kernkraft: NRW stoppt Bundesratsbeschluss zu staatlichem Atomfonds

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2014

Beim Prüfungsauftrag für einen staatlichen Atomfonds zieht Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft offenbar die Notbremse: Ein entsprechender Beschluss des Bundesrats wurde in letzter Sekunde von der Tagesordnung genommen. mehr...

Castoren aus Jülich: Atommüll-Export in die USA ist laut Gutachtern illegal

SPIEGEL ONLINE - 18.09.2014

Die Bundesregierung will Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich zur Aufarbeitung und Endlagerung in die USA schicken. Ein Rechtsgutachten erklärt den geplanten Export von 152 Castoren jetzt für illegal. mehr...

Katastrophen-Reaktor: Für neue Tschernobyl-Schutzhülle fehlt Geld

SPIEGEL ONLINE - 16.09.2014

Ein Baustopp droht: Das havarierte Atomkraftwerk in Tschernobyl in der Ukraine braucht eine neue Schutzhülle. Doch angeblich fehlen 615 Millionen Euro. mehr...

Streit um Castoren: Deutscher Atommüll bleibt länger in Frankreich

SPIEGEL ONLINE - 11.09.2014

Wohin mit dem deutschen Atommüll? Seit Monaten streiten Bund und Länder darüber, wohin 26 Castor-Behälter nach der Wiederaufarbeitung in Frankreich sollen. Das hat nun erste Konsequenzen. mehr...

Nach Fukushima: Japan will zwei Atommeiler wieder hochfahren

SPIEGEL ONLINE - 10.09.2014

Seit einem Jahr stehen sämtliche Meiler Japans still. Das Land hat den Express-Ausstieg aus der Atomkraft ohne Blackouts gemeistert - doch der Preis dafür war hoch. Nun sollen zwei Meiler unweit einer geologisch hoch aktiven Zone wieder ans Netz. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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