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REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

SPIEGEL ONLINE - 20.09.2013

Für den japanischen Energiekonzern Tepco läuft es nicht rund. Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima kämpft mit immer neuen Pannen im Umgang mit der havarierten Anlage. Nun verpasste der Konzern dem Ministerpräsidenten Abe auch noch einen falschen Namen - und entschuldigte sich anschließend. mehr... Forum ]

Japans havarierter Atommeiler: Regierung ordnet Stilllegung von AKW Fukushima an

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2013

Auch die letzten beiden Reaktorblöcke am Atomkraftwerk Fukushima sollen endgültig abgeschaltet werden. Das hat die japanische Regierung jetzt offiziell verfügt. An der AKW-Ruine sorgen verstrahlte Wassermassen weiter für massive Probleme. mehr...

AKW-Ruine Fukushima: Dampf aus havariertem Kernkraftwerk ausgetreten

SPIEGEL ONLINE - 13.09.2013

Neue Probleme am Havariemeiler Fukushima: Wie das kontaminierte Wasser gereinigt und sicher aufbewahrt werden soll, ist immer noch nicht geklärt. Nun meldet der Betreiber Tepco, dass Dampf aus der Anlage entwichen ist. mehr...

US-Forscher: Nordkorea fährt offenbar Atomreaktor wieder hoch

SPIEGEL ONLINE - 12.09.2013

Die nordkoreanische Regierung nimmt offenbar einen abgeschalteten Atomreaktor wieder in Betrieb. Darauf deuten laut US-Forschern Satellitenbilder hin: Sie zeigten weißen Dampf über einem Gebäude im Nuklearzentrum Yongbyon. mehr...

AKW-Ruine: Strahlung in Fukushima erreicht neuen Höchstwert

SPIEGEL ONLINE - 04.09.2013

Die Probleme am Havariemeiler Fukushima sind kaum zu beherrschen. Zu einer gigantischen Herausforderung entwickelt sich die Reinigung des kontaminierten Wassers. Die radioaktive Strahlung um die Tanks ist abermals massiv gestiegen. mehr...

AKW-Ruine in Japan: Fukushimas strahlende Wassermassen

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Undichte Tanks, hohe Strahlung, ein unterirdischer Fluss: Die Probleme am Havariemeiler Fukushima überfordern Betreiber Tepco. Zur gigantischen Herausforderung entwickelt sich das kontaminierte Wasser - täglich werden es 400 Tonnen mehr. mehr...

Atomruine: Japan bekämpft Fukushima-Lecks mit Millionenprogramm

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Verseuchtes Wasser tritt aus, teilweise wurde tödliche Strahlung gemessen: Die AKW-Ruine von Fukushima ist weiterhin außer Kontrolle. Jetzt schaltet sich die Regierung ein und stellt Millionen bereit. Der Atomkonzern Tepco bekommt die Lecks allein nicht in den Griff. mehr...

OSTEUROPA: Auf Atomkurs

DER SPIEGEL - 02.09.2013

Die meisten osteuropäischen EU-Länder setzen auf Atomkraft. Die Slowakei baut weiter am Atomkraftwerk Mochovce - obwohl das Oberste Gericht in Bratislava einer Klage von Umweltschützern stattgegeben hat. Die Richter haben entschieden, dass Greenpea... mehr...

ATOMKRAFT: Teurer Müll

DER SPIEGEL - 02.09.2013

Entsorgung des radioaktiven Mülls aus Jülich kostet fast eine halbe Milliarde Euro. Das radioaktive Erbe deutscher Atomforschung zu beseitigen wird teuer. Rund 450 Millionen Euro dürfte es kosten, die abgebrannten Brennelemente aus dem Forschungsze... mehr...

Radioaktivität: Extreme Strahlung an Fukushima-Wassertank gemessen

SPIEGEL ONLINE - 01.09.2013

Erneute Eskalation in Fukushima: Das Wasser, das aus undichten Tanks auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerks austritt, strahlt viel stärker als bisher angenommen. Zuvor hatten Arbeiter offenbar Messinstrumente verwendet, die derart hohe Werte gar nicht erfassen konnten. mehr...

Leck in Fukushima: Japan erhöht Gefahrenstufe deutlich

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2013

Jetzt ist es amtlich: Das Leck an der Atomruine Fukushima gilt als "ernster Störfall". Die Atomaufsicht reagiert damit auf neue Probleme mit radioaktiv verseuchtem Wasser. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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