ThemaAtomkraftRSS

Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Umstrittenes Kraftwerk: Grünes Licht für Atommeiler Hinkley Point

Umstrittenes Kraftwerk: Grünes Licht für Atommeiler Hinkley Point

SPIEGEL ONLINE - 28.07.2016

Das Atomkraftwerk Hinkley Point soll rund sieben Prozent des Strombedarfs in Großbritannien decken - und rund 18 Milliarden Pfund kosten. Kritiker halten die Investition für ein Risiko. mehr...

Atomkraft-Risiko: Wann fliegt das nächste AKW in die Luft?

Atomkraft-Risiko: Wann fliegt das nächste AKW in die Luft?

SPIEGEL ONLINE - 06.07.2016

Um abschätzen zu können, wie groß die Explosionsgefahr in Atomkraftwerken ist, brauchen Experten Daten. Davon gibt es aber zu wenig. Außerdem streiten Fachleute über die Methode der Risikoanalyse. Von Maximilian Schäfer mehr...

Hoch radioaktiver Atommüll: Masterplan für die Endlagersuche

Hoch radioaktiver Atommüll: Masterplan für die Endlagersuche

SPIEGEL ONLINE - 28.06.2016

Eine unabhängige Kommission hat den Weg für die Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Müll in Deutschland festgeschrieben. Lesen Sie hier, wie es weitergeht und wo gesucht wird. mehr... Forum ]

Suche nach Atomendlager: Kommission beschließt Kriterien für Endlagersuche

Suche nach Atomendlager: Kommission beschließt Kriterien für Endlagersuche

SPIEGEL ONLINE - 28.06.2016

Es waren langwierige Verhandlungen. Jetzt hat die zuständige Kommission einen Bericht vorgelegt, der bei der Suche nach einem Endlager für Atommüll helfen soll. Doch das ist nur ein erster Schritt. mehr... Forum ]

AKW Obrigheim: Binnenschiff soll erstmals Atommüll transportieren

AKW Obrigheim: Binnenschiff soll erstmals Atommüll transportieren

SPIEGEL ONLINE - 20.06.2016

Der Energiekonzern EnBW möchte Castor-Behälter per Schiff ins Zwischenlager Neckarwestheim befördern. Die Verschiffung des Atommülls soll Störungen des Straßenverkehrs verhindern. mehr...

Gundremmingen: Virus im Atomkraftwerk kam über USB-Stick

Gundremmingen: Virus im Atomkraftwerk kam über USB-Stick

SPIEGEL ONLINE - 01.06.2016

Die Quelle ist ausgemacht: Die Schadsoftware, die im bayerischen Atomkraftwerk Gundremmingen entdeckt worden war, gelangte laut Innenministerium über einen USB-Stick auf das Computersystem. mehr... Forum ]

Expansion: China baut Atomkraftwerk im Sudan

Expansion: China baut Atomkraftwerk im Sudan

SPIEGEL ONLINE - 24.05.2016

Saudi-Arabien, Argentinien - und nun Sudan: Die Chinesen wollen mit ihrem Atomkraftwerk Hualong 1 den Weltmarkt erobern. Experten warnen vor Sicherheitsrisiken. mehr... Forum ]

EU-Forschungskommissar: "Die Zukunft liegt nicht in der Kernenergie"

EU-Forschungskommissar: "Die Zukunft liegt nicht in der Kernenergie"

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2016

Ein Papier der EU-Kommission nannte ambitionierte Ziele für Mini-AKW - und empörte die Bundesregierung. EU-Forschungskommissar Moedas stellt nun klar: "Die Zukunft gehört erneuerbaren Energien." mehr...

Kleinstkraftwerke: Angriff der Atom-Zwerge

Kleinstkraftwerke: Angriff der Atom-Zwerge

SPIEGEL ONLINE - 21.05.2016

Mini-AKW statt Mega-Meiler: Länder wie Großbritannien wollen Hunderte Kleinstkraftwerke bauen - und fordern Unterstützung von der EU-Kommission. Was können die Baby-Reaktoren? Und welche Risiken gibt es? Von Christoph Seidler und Stefan Schultz mehr... Forum ]

Nach vorgetäuschten Kontrollen: Ministerium lässt Philippsburg wieder ans Netz

Nach vorgetäuschten Kontrollen: Ministerium lässt Philippsburg wieder ans Netz

SPIEGEL ONLINE - 20.05.2016

Am Atomkraftwerk Philippsburg wurden Sicherheitsprüfungen nur vorgetäuscht. Nach einer Untersuchung darf das AKW nun wieder ans Netz - allerdings gelten strengere Auflagen. mehr...

Tihange 2: NRW klagt mit Städteregion gegen belgisches Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 12.04.2016

Nordrhein-Westfalen will ein politisches Signal setzen: Das Bundesland schließt sich einer Klage gegen das umstrittene belgische Atomkraftwerk Tihange 2 an. Der Reaktor ist trotz Haarrissen wieder am Netz. mehr...

Japan: Gericht verfügt Abschaltung von zwei Atommeilern

SPIEGEL ONLINE - 09.03.2016

Erst vier japanische Atomreaktoren sind seit der Katastrophe von Fukushima wieder ans Netz gegangen. Bei zwei Meilern hat ein Gericht den Weiterbetrieb nun gestoppt - wegen Sicherheitsbedenken. mehr...

Fessenheim: Streit um Schließung von Problem-AKW

SPIEGEL ONLINE - 08.03.2016

Das Kernkraftwerk Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze hat Probleme gemacht, es sollte noch dieses Jahr abgestellt werden. Doch die französische Umweltministerin widerspricht. mehr...

AKW in Frankreich: Fessenheim soll noch 2016 vom Netz

SPIEGEL ONLINE - 06.03.2016

Ein vertuschter Vorfall im Kernkraftwerk Fessenheim setzt Paris unter Druck. Anders als zunächst angekündigt, soll die Anlage an der deutsch-französischen Grenze nun doch 2016 vom Netz gehen. mehr...

Brief an Hollande: Dreyer fordert Abschaltung grenznaher Kernkraftwerke

SPIEGEL ONLINE - 05.03.2016

Wie sicher ist das französische Kernkraftwerk Fessenheim? Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz hat jetzt von Frankreichs Präsident die sofortige Abschaltung des Meilers gefordert. mehr...

Atomreaktor in Belgien: 40 Jahre alter Meiler nach Feuer wieder hochgefahren

SPIEGEL ONLINE - 26.12.2015

Im belgischen Kernkraftwerk Tihange brannte es, nun läuft es wieder. Sämtliche Blöcke des umstrittenen Meilers nahe Deutschland erzeugen wieder Strom - trotz deutscher Proteste. mehr...

Nahe der deutschen Grenze: Belgien fährt umstrittenen Atomreaktor wieder hoch

SPIEGEL ONLINE - 15.12.2015

Wegen Sicherheitsbedenken war der belgische Atomreaktor Tihange 2 in der Nähe von Aachen abgeschaltet worden. Jetzt ging er wieder ans Netz - mit Hunderten Rissen im Reaktorbehälter und allen Protesten zum Trotz. mehr...

Fusionsanlage Wendelstein 7-X: Die Sonnenmaschine läuft

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2015

Premiere geglückt: Erstmals haben Physiker in dem Greifswalder Reaktor Wendelstein 7-X ein Plasma erzeugt - Voraussetzung für eine Kernfusion. Jetzt können sie damit beginnen, die heiße Suppe aus Atomkernen und Elektronen zu erforschen. mehr...

Kernfusionsanlage Wendelstein 7-X: Diese künstliche Sonne soll alle Energieprobleme lösen

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2015

Kann der Mensch die Kernfusion bändigen, die unsere Sonne scheinen lässt? Im Greifswalder Reaktor Wendelstein 7-X wollen Forscher heute eine 100 Millionen Grad heiße Atomsuppe minutenlang kontrollieren. Gelungen ist das bislang noch nie. mehr...

Radioaktive Strahlung: AKW-Angestellte sterben häufiger an Krebs

SPIEGEL ONLINE - 21.10.2015

Täglich sind Mitarbeiter in Kernkraftwerken radioaktiven Strahlen ausgesetzt. Welche Folgen hat das für ihre Gesundheit? Eine Studie zeigt: Das Krebsrisiko steigt anscheinend, wenn auch nur gering. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.

Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier:




Themen von A-Z