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Alle Artikel und Hintergründe

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Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Nach Fukushima: Japans Atomaufsicht erlaubt Rückkehr zur Kernkraft

SPIEGEL ONLINE - 16.07.2014

Das Thema ist seit dem Unfall von Fukushima mit Angst besetzt: Japans Atomaufsicht gibt grünes Licht für die Rückkehr zur Kernenergie. Ob die Meiler wirklich wieder hochgefahren werden, bleibt aber ungewiss. mehr...

Windräder vs. Atomkraftwerke: Seehofer geht auf Abstand

SPIEGEL ONLINE - 08.07.2014

Horst Seehofer besteht auf gewaltigen Abständen zwischen Windrädern und Wohnhäusern - und erschwert so den Ausbau des Netzes. Eine Anfrage der SPD zeigt nun: Bei Kernkraftwerken waren die Bayern mit dem Abstand nicht so streng. mehr...

Überflug von Atomkraftwerk: Französische Kampfjets fangen deutsches Sportflugzeug ab

SPIEGEL ONLINE - 20.06.2014

Ein deutsches Sportflugzeug ist in Frankreich von Kampfjets zur Landung gezwungen worden. Den Behörden zufolge hatte die Maschine das Atomkraftwerk Penly im Norden des Landes überflogen. mehr...

Umstrittene Reparatur: Atomkraftwerk Grohnde wird Fall für den Staatsanwalt

SPIEGEL ONLINE - 19.06.2014

Im AKW Grohnde wurde laut Umweltschützern eine Armatur unter Zeitdruck geschweißt, um den Reaktor schnell wieder ans Netz zu bringen. Jetzt schaltete Niedersachsens Umweltministerium die Staatsanwaltschaft ein. mehr...

Aus für Atomkredite: Bundesregierung kippt Bürgschaften für AKW im Ausland

SPIEGEL ONLINE - 12.06.2014

Atomausstieg paradox: Im Inland werden AKW abgeschaltet, im Ausland mit deutschen Steuergeldern gefördert. Darüber gibt es seit Jahren Streit. SPIEGEL-ONLINE-Informationen zufolge wird diese Praxis nun abgeschafft. mehr...

Debatte um Stiftung: Ex-Minister Müller als Atomvermittler im Gespräch

SPIEGEL ONLINE - 23.05.2014

Trotz Kritik treiben Deutschlands Atomkonzerne offenbar ihre Pläne für eine Altlastenstiftung voran. Laut "Handelsblatt" könnte der frühere Wirtschaftsminister Werner Müller dabei zum Moderator werden. Er hat schon einmal einen Atomausstieg verhandelt. mehr...

Vertrag mit Teheran: Russland will Atomreaktoren in Iran bauen

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2014

Die Wiener Verhandlungen über das Nuklearprogramm kommen nur mühsam voran. Stattdessen plant Moskau einen Deal mit Teheran: Russland baut in Iran weitere Atomreaktoren. mehr...

Strahlenschutz-Chef: Endlager vor 2050 wäre sehr ambitioniert

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2014

Bis 2031 soll ein Endlager-Ort für hochradioaktiven Müll in Deutschland gefunden sein. Bis die Stätte aber in Betrieb gehen kann, werde es weitaus länger dauern, sagt der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz. mehr...

Drei Jahre nach Fukushima: Gericht in Japan verbietet Betrieb von Kernkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 21.05.2014

Im Kernkraft-Zentrum ihres Landes haben 189 Japaner den Neustart des Atomkraftwerks Oi gestoppt. Die Reaktoren seien unsicher, argumentierten sie - und überzeugten das Bezirksgericht. mehr...

RWE-Chef Terium: Energiebranche ist von Politik in Kernenergie getrieben worden

SPIEGEL ONLINE - 21.05.2014

RWE-Chef Peter Terium sieht die Politik bei den Entsorgungskosten für stillgelegte Atomkraftwerke in der Verantwortung. Seine Begründung: "Die Energiebranche ist damals von der Politik in die Kernenergie reingetrieben worden." mehr...


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Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
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Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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