ThemaAtomkraftRSS

Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Zerstörtes AKW: Zwei Arbeiter in Fukushima tödlich verunglückt

Zerstörtes AKW: Zwei Arbeiter in Fukushima tödlich verunglückt

SPIEGEL ONLINE - 20.01.2015

Bei Bauarbeiten in den Atomanlagen von Fukushima sind zwei Männer ums Leben gekommen. Einer stürzte in ein Wasserbecken, ein anderer starb an Kopfverletzungen. mehr... Forum ]

Fessenheim: Hendricks fordert Abschaltung von französischem AKW

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2015

Das französische AKW Fessenheim nahe der deutschen Grenze gilt als anfällig für Pannen. Umweltministerin Hendricks fordert von der französischen Regierung die Abschaltung. mehr...

Atomkraftwerk Fessenheim: Ungewisse Zukunft von Pannen-AKW an deutscher Grenze

SPIEGEL ONLINE - 05.01.2015

Das französische AKW Fessenheim gilt als anfällig für Pannen, eigentlich soll es 2016 geschlossen werden. Doch Präsident Hollande lässt die Zukunft des Kraftwerks offen - aus Deutschland kommt Protest. mehr...

Energiemanager zur Endlagersuche: Atommüll ins Ausland bringen

SPIEGEL ONLINE - 05.01.2015

Stark strahlender Abfall aus Atomkraftwerken sollte im Land bleiben, wo er erzeugt wurde - so lautet das gängige Prinzip. Der Chef eines Energieverbandes aber bringt nun Endlager im Ausland ins Spiel. mehr...

Ukraine: Größtes AKW meldet erneut Panne

SPIEGEL ONLINE - 28.12.2014

Am Atomkraftwerk Saporischja in der Ukraine gab es wenige Wochen nach einer Panne erneut ein technisches Problem: Einer der Reaktoren musste abgeschaltet werden. Erhöhte Radioaktivität ist nicht aufgetreten. mehr...

Südkorea: Drei AKW-Arbeiter sterben wegen Gasleck

SPIEGEL ONLINE - 26.12.2014

In Südkorea sind auf der Baustelle des Atomkraftwerks Gori drei Arbeiter ums Leben gekommen. Sie starben an einer Stickstoffvergiftung. Zuvor war die Reaktoranlage Opfer einer Hackerattacke geworden. mehr...

Herkunft unbekannt: Drohne überfliegt belgisches Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Erneut ist eine Drohne unbekannter Herkunft über ein AKW geflogen - diesmal in Belgien. Experten streiten noch, ob die unbemannten Flugkörper zur Gefahr für die Reaktoren werden können. mehr...

Asse-Atommüll: Suche nach Zwischenlager vorerst eingestellt

SPIEGEL ONLINE - 05.12.2014

In der maroden Schachtanlage Asse lagern Tausende Fässer mit radioaktivem Müll. Nach Streitigkeiten stellen die Zuständigen jetzt die Suche nach einem neuen Zwischenlager ein - zumindest vorerst. mehr...

Pannen und Unfälle: So sicher sind die Atomkraftwerke der Ukraine

SPIEGEL ONLINE - 04.12.2014

Die Panne am ukrainischen AKW Saporischja hat viele verunsichert. Sind die Meiler in dem krisengeschüttelten Land noch sicher? Laufen gar noch Reaktoren vom Tschernobyl-Typ? Die Antworten auf die wichtigsten Fragen. mehr...

Kernenergie: Ukraine meldet technische Probleme in Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 03.12.2014

Im Südosten der Ukraine ist ein technisches Problem im Atomkraftwerk Saporischja aufgetreten. Ein Reaktorblock wurde heruntergefahren, es kam zu Stromausfällen. Erhöhte Radioaktivität sei nicht aufgetreten, teilten die Behörden mit. mehr...

Strategiewechsel bei E.on: Die Angst vor der atomaren Bad Bank

SPIEGEL ONLINE - 01.12.2014

E.on will sein Geschäft mit Atom, Kohle und Gas abspalten. Die Bundesregierung mahnt: Der Energiekonzern muss für den Abbau und die Entsorgung der AKW genügend Rückstellungen vorhalten. Die Grünen warnen vor einer atomaren Bad Bank. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





Themen von A-Z