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Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

US-Bundesstaat New York: Transformator brannte in Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 10.05.2015

Unfall im Atomkraftwerk Indian Point im US-Bundesstaat New York: Ein Transformator fing Feuer, Rauch stieg über der Anlage auf. Der Reaktor wurde außer Betrieb genommen. mehr...

GPS-Messungen: Deutschland kippt

SPIEGEL ONLINE - 07.05.2015

Trockenfallende Häfen, verrutschende Flüsse, knarzender Untergrund: Der Boden kippt entlang einer Linie in Norddeutschland - mit erstaunlichen Folgen. Erdöl wandert, die Tage werden kürzer, Skandinavier leichter. mehr...

Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl: Die Ruine ist nicht sicher

SPIEGEL ONLINE - 22.04.2015

Radioaktives Material ist noch nicht gesichert, eine Schutzhülle wird nicht fertig, und die Kosten explodieren: Aktuelle Einschätzungen der Bundesregierung nähren die Zweifel an der Sicherheit der AKW-Ruine in Tschernobyl. mehr...

Japan: Gericht erlaubt Wiederanfahren umstrittener Reaktoren

SPIEGEL ONLINE - 22.04.2015

Atomkraftgegner wollten den Neustart von zwei Reaktoren in Japan per Gericht stoppen - sie sind nun gescheitert. Schon im Juli sollen die umstrittenen Meiler des AKW Sendai wieder ans Netz gehen. mehr...

Hochradioaktiver Atommüll: Endlager erst in hundert Jahren

SPIEGEL ONLINE - 20.04.2015

Wo wird der hochradioaktive Abfall aus deutschen Atomkraftwerken untergebracht? Die Einrichtung eines Endlagers werde länger dauern und teuer für den Steuerzahler, mahnt eine Regierungskommission. mehr...

Cäsium 134: Forscher finden in Kanada radioaktive Spuren von Fukushima-GAU

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2015

Wissenschaftler haben im Westen Kanadas Cäsium 134 nachgewiesen. Damit finden sich auf dem amerikanischen Kontinent erstmals radioaktive Spuren der Atomkatastrophe von Fukushima. mehr...

Zwischenfall in Niedersachsen: AKW Emsland vom Netz genommen

SPIEGEL ONLINE - 03.04.2015

Im Lingener Atomkraftwerk Emsland hat es einen Zwischenfall gegeben. Die Betreiber haben das Kraftwerk daher vorerst vom Netz genommen. Radioaktivität soll nicht ausgetreten sein. mehr...

Briefe: Korrektur

DER SPIEGEL - 14.03.2015

Korrekturspalte. zu Heft 10/2015, Seite 34: "Ablage Papierkorb"Der Abteilungsleiter Gerald Hennenhöfer hat nicht vor dem entscheidenden Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen und auch nicht von einem derartig... mehr...

Endlagersuche: Verwaltung mauert

DER SPIEGEL - 14.03.2015

Atomares Endlager: Fachkommission kann nicht arbeiten. Die 33-köpfige Kommission, die Kriterien für die Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland definieren soll, sieht sich von Bundestags- und Bundesratsverwaltung lahmgelegt. "Das geht so ... mehr...

Jahrestag der Fukushima-Katastrophe: Mein Herz schmerzt

SPIEGEL ONLINE - 11.03.2015

Mit einer Schweigeminute hat Japan an die Opfer der Katastrophe vor vier Jahren erinnert. Noch immer belasten die Folgen des Tsunamis und der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima das Land. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
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Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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