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Alle Artikel und Hintergründe

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Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Kalte Kernfusion: Was wurde eigentlich aus Herrn Rossis Wunderreaktor?

Kalte Kernfusion: Was wurde eigentlich aus Herrn Rossis Wunderreaktor?

SPIEGEL ONLINE - 20.11.2014

Der italienische Tüftler Andrea Rossi behauptet, er habe einen Mini-Fusionsreaktor entwickelt. Wissenschaftler prüften die Anlage - und waren beeindruckt. Doch viele Forscher halten Rossis Reaktor für einen Fake. Konnte er die Zweifel ausräumen? Von Ralph Diermann mehr... Video | Forum ]

Strahlender Abfall: Kontrolleure finden Hunderte beschädigte Atommüllfässer

Strahlender Abfall: Kontrolleure finden Hunderte beschädigte Atommüllfässer

SPIEGEL ONLINE - 18.11.2014

Neuer Ärger mit dem Atommüll: Eine Umfrage unter den Aufsichtsbehörden der Bundesländer hat ergeben, dass viele Hunderte Behälter mit strahlendem Abfall beschädigt sind. Künftig wird Deutschland noch mehr radioaktiven Abfall entsorgen müssen. mehr... Forum ]

IEA-Prognose: Stilllegung von AKW könnte 100 Milliarden Dollar kosten

IEA-Prognose: Stilllegung von AKW könnte 100 Milliarden Dollar kosten

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2014

Rund 200 Atommeiler sollen in den kommenden zehn Jahren abgeschaltet werden. Die Internationale Energieagentur rechnet mit gewaltigen Kosten. mehr... Forum ]

Nuklearprogramm: Iran baut mit russischer Hilfe neue Atommeiler

SPIEGEL ONLINE - 11.11.2014

Im Atomstreit mit Iran läuft die Frist ab, doch die Regierung in Teheran weitet ihr Nuklearprogramm noch aus: Acht neue Reaktoren will das Land bauen - mit Unterstützung von Russland. mehr...

Japan: Zwei Atomkraftwerke dürfen wieder eingeschaltet werden

SPIEGEL ONLINE - 07.11.2014

Japan ist der Rückkehr zur Atomkraft einen Schritt näher gekommen. Dreieinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima hat ein Gouverneur das Wiederhochfahren von zwei Reaktoren erlaubt. mehr...

Drohnen über AKW: Frankreich fahndet nach weiteren Tätern

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Ermittler nahmen drei Verdächtige in der Nähe einer Atomanlage in Frankreich fest - sie hatten Drohnen dabei. Für den Start anderer Drohnenflüge werden sie aber nicht verdächtigt. mehr...

Mysteriöse Flüge in Frankreich: Drohnen über Atomanlagen - Verdächtige festgenommen

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Nach den rätselhaften Drohnen-Flügen über französischen Atomkraftwerken ist der Polizei ein erster Erfolg gelungen. Ermittler nahmen drei Personen in der Nähe einer Atomanlage fest - sie hatten offenbar Drohnen dabei. mehr...

Fukushima: 1300 abgebrannte Brennstäbe aus Reaktor 4 geborgen

SPIEGEL ONLINE - 05.11.2014

Fukushima-Meiler 4 ist fast vollständig geräumt: Betreiber Tepco hat sämtliche abgebrannten Brennstäbe aus dem beschädigten Gebäude geholt und in ein neues Becken umgelagert. mehr...

Frankreich: Erneut Drohnen über Atomkraftwerken gesichtet

SPIEGEL ONLINE - 31.10.2014

Neuer Alarm in Frankreich: Wieder sind zwei Atomkraftwerke von unbekannten Drohnen überflogen worden. Woher sie kamen, ist unklar. mehr...

Frankreich: Unbekannte Drohnen überfliegen sieben AKW

SPIEGEL ONLINE - 30.10.2014

Das Wachpersonal meldet mysteriöse Überflüge: Drohnen über sieben Atomkraftwerken haben die Behörden in Frankreich alarmiert. mehr...

Fukushima: Japan startet Abriss von Katastrophenreaktor

SPIEGEL ONLINE - 22.10.2014

Ein ferngesteuerter Kran durchlöchert das Dach - der Rückbau des Atomkraftwerks von Fukushima hat begonnen. Im Innern des AKW müssen Hunderte strahlende Brennstäbe geborgen werden. mehr...

Atomkraft: Was wurde aus... Fukushima und der Kernenergie?

SPIEGEL ONLINE - 10.10.2014

Mit dem Super-GAU im Kernkraftwerk Fukushima schien das Ende der Atomenergie gekommen. Doch jetzt werden stillgelegte Reaktoren wieder hochgefahren und sogar neue gebaut. Ist der Schreck bereits verflogen? mehr...

Lager am AKW Brunsbüttel: Fast jedes dritte Atommüll-Fass ist beschädigt

SPIEGEL ONLINE - 09.10.2014

Verrostet, undicht, Deckel kaputt: Fast jedes dritte Atommüll-Fass im Zwischenlager des stillgelegten Werks ist defekt - so lautet die alarmierende Zwischenbilanz einer Inspektion im AKW Brunsbüttel. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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