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REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Fukushima-Betreiber: Tepco will wieder Atomstrom produzieren

Fukushima-Betreiber: Tepco will wieder Atomstrom produzieren

SPIEGEL ONLINE - 27.09.2013

Der Betreiber des Unglücks-AKW Fukushima will das weltgrößte Kernkraftwerk wieder hochfahren. Der japanische Konzern Tepco reichte für zwei der sieben Reaktoren einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde ein. Es ist die erste Anfrage des Unternehmens seit der Katastrophe im März 2011. mehr... Video | Forum ]

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

SPIEGEL ONLINE - 20.09.2013

Für den japanischen Energiekonzern Tepco läuft es nicht rund. Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima kämpft mit immer neuen Pannen im Umgang mit der havarierten Anlage. Nun verpasste der Konzern dem Ministerpräsidenten Abe auch noch einen falschen Namen - und entschuldigte sich anschließend. mehr... Forum ]

Japans havarierter Atommeiler: Regierung ordnet Stilllegung von AKW Fukushima an

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2013

Auch die letzten beiden Reaktorblöcke am Atomkraftwerk Fukushima sollen endgültig abgeschaltet werden. Das hat die japanische Regierung jetzt offiziell verfügt. An der AKW-Ruine sorgen verstrahlte Wassermassen weiter für massive Probleme. mehr...

US-Forscher: Nordkorea fährt offenbar Atomreaktor wieder hoch

SPIEGEL ONLINE - 12.09.2013

Die nordkoreanische Regierung nimmt offenbar einen abgeschalteten Atomreaktor wieder in Betrieb. Darauf deuten laut US-Forschern Satellitenbilder hin: Sie zeigten weißen Dampf über einem Gebäude im Nuklearzentrum Yongbyon. mehr...

OSTEUROPA: Auf Atomkurs

DER SPIEGEL - 02.09.2013

Die meisten osteuropäischen EU-Länder setzen auf Atomkraft. Die Slowakei baut weiter am Atomkraftwerk Mochovce - obwohl das Oberste Gericht in Bratislava einer Klage von Umweltschützern stattgegeben hat. Die Richter haben entschieden, dass Greenpea... mehr...

Umstrittener Plan: EU-Kommission erwägt Förderung von Atomkraftwerken

SPIEGEL ONLINE - 19.07.2013

EU-Kommissar Joaquín Almunia plant offenbar, den Bau von Atomkraftwerken zu fördern. Laut "Süddeutscher Zeitung" sollen die Betreiber Subventionen beantragen dürfen. Die Bundesregierung soll bereits Einspruch erhoben haben. mehr...

Nordkorea: US-Experten sehen Atomreaktor von Yongbyon vor Neustart

SPIEGEL ONLINE - 04.06.2013

Nordkorea könnte seinen abgeschalteten Atomreaktor von Yongbyon in wenigen Wochen wieder in Betrieb nehmen. Der Kühlturm sei wieder instand gesetzt. Der Meinung sind Experten der Johns-Hopkins-Universität. In der Anlage war das Plutonium für den ersten Nukleartest 2006 gewonnen worden. mehr...

Arbeitsplatz Tschernobyl: Job in der Todeszone

SPIEGEL ONLINE - 27.04.2013

Vor 27 Jahren explodierte Block 4 im Atomkraftwerk Tschernobyl, heute ist der Unglücksmeiler der Arbeitsplatz von 2000 Menschen. Viktor Stepanenko wartet Reaktoren, Oleg Petrow baut an der neuen Schutzhülle. Ein normaler Job, finden sie - und nennen sich selbst "Todgeweihte". mehr...

Verhandlungen mit den USA: Südkorea will selbst Uran anreichern

SPIEGEL ONLINE - 03.04.2013

Mitten im Konflikt mit dem Nachbarn im Norden setzt Südkorea auf eine offensivere Atompolitik: Seoul will künftig selbst Uran anreichern - für den zivilen Betrieb seiner Kernkraftwerke. Die USA fürchten trotzdem, dass der Plan den Rüstungswettlauf in Fernost noch verschärfen könnte. mehr...

Tadel aus Peking: China verurteilt Nordkoreas Reaktorpläne

SPIEGEL ONLINE - 02.04.2013

Selbst beim engsten Verbündeten kommen Pjöngjangs Atomambitionen schlecht an: China hat Nordkoreas Ankündigung kritisiert, den Reaktor in Yongbyon wieder ans Netz zu nehmen. Das Kim-Regime will mit der Aktion seine atomare Streitkraft stärken. mehr...

Atompläne: Nordkorea will Kernreaktor von Yongbyon hochfahren

SPIEGEL ONLINE - 02.04.2013

Pjöngjang will sein Atomprogramm nach vorn peitschen. Das Regime kündigt an, den Reaktor in der Anlage von Yongbyon nach sechs Jahren wieder in Betrieb zu nehmen. Dort war das Plutonium für den ersten Nukleartest 2006 gewonnen worden. Die USA verstärken ihre Truppen in der Region. mehr...

Atomruine Fukushima: Die Kühlsysteme laufen wieder

SPIEGEL ONLINE - 20.03.2013

Aufatmen in Fukushima: Die Kühlung der Abklingbecken ist wieder in Betrieb - sie war nach einem Stromausfall am Montag inaktiv. Laut Betreiber Tepco konnte das Problem gelöst werden, bevor die Temperatur in einem der Becken kritische Werte erreichte. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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