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Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Studie zu Baukosten: Offshore-Windparks haben geringere Mehrkosten als Atomkraftwerke

Studie zu Baukosten: Offshore-Windparks haben geringere Mehrkosten als Atomkraftwerke

SPIEGEL ONLINE - 20.05.2015

Windparks auf hoher See gelten als teuer und pannenanfällig. Dabei fallen die Kostensteigerungen beim Bau deutlich geringer aus als bei Atomkraftwerken, zeigt eine neue Studie. Von Florian Diekmann mehr... Forum ]

Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl: Die Ruine ist nicht sicher

SPIEGEL ONLINE - 22.04.2015

Radioaktives Material ist noch nicht gesichert, eine Schutzhülle wird nicht fertig, und die Kosten explodieren: Aktuelle Einschätzungen der Bundesregierung nähren die Zweifel an der Sicherheit der AKW-Ruine in Tschernobyl. mehr...

Japan: Gericht erlaubt Wiederanfahren umstrittener Reaktoren

SPIEGEL ONLINE - 22.04.2015

Atomkraftgegner wollten den Neustart von zwei Reaktoren in Japan per Gericht stoppen - sie sind nun gescheitert. Schon im Juli sollen die umstrittenen Meiler des AKW Sendai wieder ans Netz gehen. mehr...

Russische Hilfe: Ägypten plant erstes Atomkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 10.02.2015

Der Besuch des russischen Staatschefs Wladimir Putin in Kairo zeigt Wirkung: Ägypten will sein erstes Atomkraftwerk bauen. mehr...

AKW Brunsbüttel: Bergung löchriger Atommüllfässer kann beginnen

SPIEGEL ONLINE - 09.02.2015

Hunderte beschädigte Atommüllfässer will der Energiekonzern Vattenfall mit Spezialgreifern aus dem Kernkraftwerk Brunsbüttel holen. Die Aufsichtsbehörde hat dem Plan jetzt zugestimmt. Doch die Bergung wird Jahre dauern. mehr...

Angeblicher Start im Juni: Japan will Atommeiler wieder anfahren

SPIEGEL ONLINE - 06.02.2015

Vier Jahre nach der Katastrophe von Fukushima will die japanische Regierung offenbar wieder Atomkraftwerke ans Netz bringen. Einem Medienbericht zufolge sollen zunächst zwei Meiler im Süden des Landes wieder in Betrieb genommen werden. mehr...

Fessenheim: Hendricks fordert Abschaltung von französischem AKW

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2015

Das französische AKW Fessenheim nahe der deutschen Grenze gilt als anfällig für Pannen. Umweltministerin Hendricks fordert von der französischen Regierung die Abschaltung. mehr...

Atomkraftwerk Fessenheim: Ungewisse Zukunft von Pannen-AKW an deutscher Grenze

SPIEGEL ONLINE - 05.01.2015

Das französische AKW Fessenheim gilt als anfällig für Pannen, eigentlich soll es 2016 geschlossen werden. Doch Präsident Hollande lässt die Zukunft des Kraftwerks offen - aus Deutschland kommt Protest. mehr...

Nuklearprogramm: Iran baut mit russischer Hilfe neue Atommeiler

SPIEGEL ONLINE - 11.11.2014

Im Atomstreit mit Iran läuft die Frist ab, doch die Regierung in Teheran weitet ihr Nuklearprogramm noch aus: Acht neue Reaktoren will das Land bauen - mit Unterstützung von Russland. mehr...

Japan: Zwei Atomkraftwerke dürfen wieder eingeschaltet werden

SPIEGEL ONLINE - 07.11.2014

Japan ist der Rückkehr zur Atomkraft einen Schritt näher gekommen. Dreieinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima hat ein Gouverneur das Wiederhochfahren von zwei Reaktoren erlaubt. mehr...

Mysteriöse Flüge in Frankreich: Drohnen über Atomanlagen - Verdächtige festgenommen

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Nach den rätselhaften Drohnen-Flügen über französischen Atomkraftwerken ist der Polizei ein erster Erfolg gelungen. Ermittler nahmen drei Personen in der Nähe einer Atomanlage fest - sie hatten offenbar Drohnen dabei. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
DPA
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
DPA
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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