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Alle Artikel und Hintergründe

REUTERS

Strahlende Last

Strom aus Kernkraftwerken gilt als günstig, klimafreundlich und unab­hän­gig von kurzfristigen Wetter­schwan­kungen. Doch die Frage eines End­lagers für die zum Teil über 100.000 Jahre strah­lenden Abfälle ist nach wie vor offen. Und der Stör­fall im AKW Fukushima hat gezeigt, dass auch die Ge­fahr eines Super-GAU nicht gebannt ist.

Nuklearexporte: Grüne kritisieren Verlängerung von Atomvertrag mit Brasilien

SPIEGEL ONLINE - 29.03.2014

Die Grünen werfen der SPD vor, frühere Positionen zur Atompolitik zu verraten. In der Opposition hatten die Sozialdemokraten gefordert, einen Nuklearvertrag mit Brasilien zu kündigen. Doch davon ist jetzt keine Rede mehr. Das Abkommen soll nach Informationen von SPIEGEL ONLINE verlängert werden. mehr...

Nach AKW-Besetzung: 55 Greenpeace-Aktivisten in Polizeigewahrsam

SPIEGEL ONLINE - 19.03.2014

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Den anschließenden Tag verbrachten sie in Gewahrsam. Der Grund: Hausfriedensbruch und gemeinschaftliche Sachbeschädigung. mehr...

Kraftwerk Fessenheim: Greenpeace-Aktivisten dringen auf AKW-Gelände vor

SPIEGEL ONLINE - 18.03.2014

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Sie brachten an der Betonkuppel eines Reaktors ein Banner an, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde. mehr...

Gundremmingen: Gutachten zweifelt an Erdbebensicherheit von AKW

SPIEGEL ONLINE - 07.03.2014

Ein bisher unveröffentlichtes Gutachten legt nahe: Deutschlands leistungsstärkstes Atomkraftwerk im bayerischen Gundremmingen hat möglicherweise Probleme mit der Erdbebensicherheit. Der Betreiber hält mit einem positiven Gutachten dagegen. mehr...

Atomruine Fukushima: Tepco schaltet ein Kühlsystem ab

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2014

Es ist eine weitere peinliche Panne, die der japanische Energiekonzern Tepco öffentlich machen musste: Ein durchtrenntes Kabel im Kühlsystem unterbrach die Auslagerung der Brennstäbe im Abklingbecken. Die rechtskonservative Regierung Abe hält unbeirrt am Atomkurs fest. mehr...

Atomruine Fukushima: Tepco schaltet ein Kühlsystem ab

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2014

Es ist eine weitere peinliche Panne, die der japanische Energiekonzern Tepco öffentlich machen muss: Ein durchtrenntes Kabel im Kühlsystem. Bis das System wieder funktioniert, können die Brennstäbe aus dem Abklingbecken nicht ausgelagert werden. mehr...

Tausch gegen Öl: Russland könnte neuen Reaktor in Iran bauen

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2014

Die Regierung in Washington zeigt sich besorgt: Iran will sich laut der Zeitung "Kommersant" von Russland einen neuen Atomreaktor bauen lassen und im Gegenzug Öl liefern. Damit könnte das Land das von den USA und der EU verhängte Embargo umgehen. mehr...

ATOMAUSSTIEG: Bouffiers Büro wusste mehr

DER SPIEGEL - 03.02.2014

Hessen: Staatskanzlei stärker in rechtswidrige Stilllegung von Biblis involviert als bisher bekannt. In die rechtswidrige Stilllegung des Atomkraftwerks Biblis nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima war die hessische Staatskanzlei von Ministerpr... mehr...

Atomkraftwerksbau: Ungarn vergibt milliardenschweren Auftrag an Russland

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2014

Russland und Ungarn haben sich auf den Bau von zwei Reaktorblöcken am ungarischen Atomkraftwerk Paks geeinigt. Der Kostenpunkt: zehn bis zwölf Milliarden Euro. Zum größten Teil werde der Bau über einen russischen Kredit finanziert. mehr...

Atomruine Fukushima: Betreiber Tepco will alle Reaktoren dauerhaft stilllegen

SPIEGEL ONLINE - 18.12.2013

Nicht nur die havarierten, auch die unbeschädigten Reaktoren der Atomruine Fukushima werden nicht mehr in Betrieb genommen. Für den Beschluss brauchte es allerdings den Druck der Menschen in Japan - und eine Änderung in der Buchführung des Tepco-Konzerns. mehr...


Fotostrecke
Grafiken: So steht es um die globale Atomindustrie

Kernreaktoren
Thermischer Reaktor
In einem Kernreaktor kommt die Kettenreaktion durch Neutronen zustande, die bei der Kernspaltung entstehen und ihrerseits weitere Urankerne spalten. Dazu müssen sie allerdings abgebremst werden. Dazu ist ein sogenannter Moderator notwendig, bei dem es sich in den meisten thermischen Reaktoren um gewöhnliches Wasser handelt, manchmal auch um sogenanntes schweres Wasser oder Grafit.
Brutreaktor
In Brutreaktoren wird ein Gemisch von Uran- und Plutoniumoxid, der sogenannte Mox-Brennstoff, verwendet. Natürliches Uranerz besteht nur zu 0,7 Prozent aus dem spaltbaren Isotop Uran-235, den Rest macht das nicht spaltbaren Uran-238 aus. In einem Brutreaktor wird aber Uran-238 zu Plutonium-239 umgewandelt. In Wiederaufbereitungsanlagen kann das Plutonium abgetrennt und dann als Kernbrennstoff wiederverwendet werden. Auf diese Weise gewinnen Brutreaktoren aus dem vorhandenen Uran in etwa 30 Mal mehr Energie als Leichtwasserreaktoren.

Zur Kernspaltung werden nicht abgebremste, sondern schnelle Neutronen verwendet, weshalb auch vom "schnellen Reaktor" die Rede ist. Da sie allerdings mit geringerer Wahrscheinlichkeit neue Kernspaltungen auslösen, muss das Spaltmaterial im Vergleich zum thermischen Reaktor höher konzentriert werden - was wiederum dazu führt, dass es im Inneren von Brutreaktoren heißer wird als etwa in Leichtwasserreaktoren. Deshalb wird als Kühlmittel auch nicht Wasser, sondern in der Regel flüssiges Natrium verwendet.

Dies führt gemeinsam mit der enorm hohen Giftigkeit von Plutonium zu großen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Brutreaktoren. Hinzu kommt das zusätzliche Risiko der Transporte von strahlendem Material zwischen den Schnellen Brütern, Aufbereitungsanlagen und thermischen Reaktoren.
Uran und Plutonium in Atomwaffen
Bei einer Uranbombe, wie sie die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg über Hiroshima gezündet haben, reichte es bereits, eine Halbkugel des spaltbaren Materials auf einen Dorn zu schießen, die zusammen die kritische Masse für eine Atomexplosion erreichten. Mit Plutonium aber funktioniert dieses sogenannte Kanonenprinzip nicht.

Terroristen müssten stattdessen zum technisch weit anspruchsvolleren Implosionsprinzip greifen: Um eine Kugel aus spaltbarem Material sind mehrere Schichten Sprengstoff angeordnet. Die Explosionsenergie komprimiert das Plutonium so stark, dass die erforderliche Dichte erreicht und die Kettenreaktion eingeleitet wird.

Ob Plutoniumdioxid aus einem Kernreaktor für eine solche Bombe geeignet wäre, hängt von mehreren Faktoren ab. "Für die Qualität für die Waffennutzung ist es zum Beispiel wichtig, wie lange der Brennstoff im Reaktor war", sagt der deutsche Atomexperte Egbert Kankeleit. Im Grunde müssten die Terroristen in der Lage sein, das Pulver in Plutoniummetall umzuwandeln. "Wer die entsprechenden chemischen Kenntnisse hat, kann das schaffen." Die größere technische Hürde sieht Kankeleit in der Konstruktion einer Implosionsbombe. "Aber wenn man Hilfe von der richtigen Seite bekommt, etwa aus Pakistan, wäre auch das kein Problem.





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