Ausgegraben

Jupiter-Bahn Babylonier rechneten mit Trapezformel

28.01.2016 | Von Angelika Franz
Jupiter-Bahn: Babylonier rechneten mit Trapezformel

Eine Tontafel enthüllt: Schon babylonische Astronomen haben den Lauf von Planeten mit geometrischen Methoden analysiert - ganze 14 Jahrhunderte vor ihren europäischen Kollegen. mehr...

Schatzsucher vor Gericht Wildwest in der Südpfalz

26.01.2016 | Von Angelika Franz
Schatzsucher vor Gericht: Wildwest in der Südpfalz

Der Fund ist Hunderttausende Euro Wert und hätte Einblick in die dunkle Zeit der Nibelungen geben können. Doch ein Sammler zerstörte wichtige Spuren und behielt den Schatz zunächst für sich. Ein Fiasko für die Archäologie. mehr...

Knochenfund in Kenia Gemetzel am See - vor 10.000 Jahren

20.01.2016 | Von Angelika Franz
Knochenfund in Kenia: Gemetzel am See - vor 10.000 Jahren

Früher war alles besser? Von wegen. In Kenia haben Anthropologen die Überreste von Opfern eines Massakers gefunden. Sie beweisen, dass Krieg genauso alt ist wie die Menschheit selbst. mehr...

Englischer Revolutionär Oliver Cromwell starb an Typhus und Malaria

18.01.2016 | Von Angelika Franz
Englischer Revolutionär: Oliver Cromwell starb an Typhus und Malaria

Vergiftet wurde er, oder ist er doch an einer Nierenkrankheit gestorben? Zum Tod von Oliver Cromwell gibt es viele Theorien. Alle Quatsch, sagt ein Forscher: Typhus und Malaria töteten den englischen Revolutionär. mehr...

Archäologie Rätsel um den Nordsee-Gasthof

04.01.2016 | Von Angelika Franz
Archäologie: Rätsel um den Nordsee-Gasthof

Wer verkehrte in dem mysteriösen Gasthof, dessen Spuren Archäologen an der Nordsee gefunden haben? Edles Geschirr weist auf bessere Gesellschaft, Gewehrkugeln auf düstere Gestalten. Verstreute Münzen zeigen, dass viel gesoffen wurde. mehr...

Historischer Postfund Historiker öffnen 300 Jahre alte Briefe

30.12.2015 | Von Angelika Franz
Historischer Postfund: Historiker öffnen 300 Jahre alte Briefe

In Den Haag haben Historiker nicht zugestellte Briefe geöffnet, die 300 Jahre lang ungelesen in einer Truhe schlummerten. Sie berichten von persönlichen Schicksalen - und erlauben einen einzigartigen Blick in die Postgeschichte. mehr...

Kriegsschiff "Holigost" Forscher wollen Heinrichs Wunderwaffe untersuchen

20.10.2015
Kriegsschiff "Holigost": Forscher wollen Heinrichs Wunderwaffe untersuchen

Ein Blick 600 Jahre in die Vergangenheit: Mit Schallwellen möchten Archäologen ein im Schlamm vermutetes Kriegsschiff von Heinrich V. inspizieren. Die "Holigost" aus Englands Flotte hatte die Franzosen das Fürchten gelehrt. mehr...

Geschichte der Braukunst Bier? Frauensache!

06.10.2015 | Von Angelika Franz
Geschichte der Braukunst: Bier? Frauensache!

Durch einen Zufall entdeckten Archäologen im Erfurter Ursulinenkloster eine der ältesten Brauereien Deutschlands. Die Braukunst der Nonnen zeigt: Bierherstellung war lange Zeit Frauensache. mehr...

Gesunkener Kreuzer "Mainz" Bundespolizei ermittelt gegen Wrackplünderer

08.09.2015
Gesunkener Kreuzer "Mainz": Bundespolizei ermittelt gegen Wrackplünderer

Ein Tauchgang bei Helgoland hat Folgen: Holländer sind zu einem 1914 gesunkenen Kreuzer getaucht und haben einige Schiffsteile geborgen. Nun ermittelt die Polizei wegen einer möglichen Störung der Totenruhe. mehr...

Wrack bei Helgoland Hobbytaucher plündern Seekriegsgrab

08.09.2015 | Von Angelika Franz
Wrack bei Helgoland: Hobbytaucher plündern Seekriegsgrab

1914 sank der deutsche Kreuzer SMS "Mainz" nahe Helgoland beim Gefecht mit der britischen Marine. Nun haben niederländische Hobbytaucher das Seekriegsgrab geplündert - angeblich, um Artefakte zu retten. mehr...


Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

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Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.


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