Ausgegraben

Ausgegraben Der Zwillingsbruder von Seahenge

20.07.2014 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Der Zwillingsbruder von Seahenge

Zwei mysteriöse Holzansammlungen an einem Strand in England stellen Forscher vor Rätsel. Nun zeigt sich: Die beiden Gebilde könnten zu einer Grabanlage gehört haben. Im Inneren fanden Forscher Hinweise auf einen Sarkophag. mehr...

Ausgegraben Schöner Wohnen im Kolosseum

16.07.2014 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Schöner Wohnen im Kolosseum

Im Kolosseum in Rom fanden über 400 Jahre lang brutale Kämpfe statt. Nicht nur Gladiatoren, sondern auch zum Tode Verurteilte tränkten den Sand der Arena mit Blut. Später wurde der Ort zum beliebten Wohnort - wie Archäologen nun entdecken. mehr...

Ausgegraben Das Massaker von Sacred Ridge

07.07.2014 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Das Massaker von Sacred Ridge

Es ist die größte Ansammlung von verstümmelten Knochen, die jemals im Südwesten der USA gefunden wurde. Die menschlichen Überreste geben Aufschluss über die letzten Monate in einer Siedlung amerikanischer Ureinwohner und offenbaren grausame Einzelheiten. mehr...

Ausgegraben Die vergessene Kirche von Harsefeld

30.06.2014
Ausgegraben: Die vergessene Kirche von Harsefeld

Wie treibt man den Heiden am besten ihre unchristlichen Bräuche aus? Man setzt ihnen eine Kirche direkt vor die Nase. Am besten eine, deren Schutzheiliger ungefähr ihren eigenen Göttern entspricht. In Harsefeld war das der Heilige Gangolf, dessen Kapelle als Ersatz für ein Pferdeheiligtum einstehen musste. mehr...

Digitale Bildbearbeitung Die geheimen Graffiti von Angkor Wat

29.06.2014 | Von Angelika Franz
Digitale Bildbearbeitung: Die geheimen Graffiti von Angkor Wat

Normalerweise arbeitet der Archäologe Noel Hidalgo Tan von der Australian National University daran, lange verblasste Felszeichnungen wieder sichtbar zu machen. Eher zufällig verschlug es ihn 2010 auf eine Ausgrabung im kambodschanischen Angkor Wat, wo er nach dem Magister freiwillig aushalf. mehr...

Ausgegraben Kambyses verschwundene Armee

27.06.2014 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Kambyses verschwundene Armee

Es ist eines der großen Rätsel der Archäologie: Wohin verschwand im Jahr 524 vor Christus die Armee des Kambyses? Der griechische Historiker Herodot schrieb auf, was ihm rund 75 Jahre später über das Verschwinden der 50.000 Soldaten des persischen Königs berichtet wurde: Von Oasis aus zogen die Perser durch die Sandwüste gegen das Orakel des Ammon in der Oase Siwa. mehr...

Ausgegraben Makaberer Brennstoff

22.06.2014 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Makaberer Brennstoff

"Die Eingeweide, gelöst in ständigem Ausfluss, entleeren sich aller Körperkräfte; ein Feuer, dessen Ursprung im Mark liegt, gärt in den Wunden tief im Rachen; die Innereien werden geschüttelt vom steten Erbrechen; die Augen brennen vom eingeschossenen Blut; machmal nimmt die Vergiftung durch krankhafte Verwesung Arme und Beine." So anschaulich beschreibt der Kirchenschriftsteller Cyprian (ca. 200 bis 258 nach Christus) die Symptome jener Seuche, die im dritten Jahrhundert Europa entvölkerte und nach ihm benannt wurde: die Cyprianische Pest. mehr...

Verzweifelte Rituale Kinderschädel gegen die Flut

15.06.2014
Verzweifelte Rituale: Kinderschädel gegen die Flut

Wer nahe am Wasser baut, muss stets mit dem Schlimmsten rechnen. Kommt eine Flut, werden die Häuser weggeschwemmt, die Felder stehen unter Wasser: Heim und Nahrung gehen unweigerlich verloren. Trotzdem zieht es die Menschen immer wieder an den Rand von Gewässern. Kaum fällt der Pegel, kehren sie zurück, reparieren die Häuser und bringen im kommenden Frühjahr wieder die Saat auf die Felder. mehr...

Keltisches Zahnimplantat Die Eisen-Beißerin

08.06.2014 | Von Angelika Franz
Keltisches Zahnimplantat: Die Eisen-Beißerin

Die junge Frau hatte ein ausgezeichnetes Gebiss für eine Zeit, in der Mundhygiene noch eine sehr untergeordnete Rolle spielte: Keine Löcher und alle Zähne waren noch vorhanden - bis auf einen. mehr...

Zuger "Pfahlbaubrot" Angebliches Steinzeitgebäck erweist sich als Kothaufen

06.06.2014 | Von Angelika Franz
Zuger "Pfahlbaubrot": Angebliches Steinzeitgebäck erweist sich als Kothaufen

Eine runde Versteinerung wurde im Schweizer Ort Zug zur Attraktion - ein Archäologe hatte ein Brot aus der Jungsteinzeit entdeckt. Bäcker buken die vermeintliche Sensation sogar nach, ein Verkaufsschlager. Leider gibt es einen Haken. mehr...


Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

Buchtipp
Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.