Ausgegraben

Sachsen-Anhalt Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt

14.09.2014 | Von Angelika Franz
Sachsen-Anhalt: Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt

Nahe der Stadt Köthen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld stießen Archäologen auf seltsame Grubenkomplexe. In einigen wurde wohl mit Salz gearbeitet. Scherben seltener Keramiken brachten die Erkenntnis: Die Forscher hatten eine Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt. mehr...

Aberglaube Archäologen finden Hinweise auf Untoten-Bestattung

10.09.2014 | Von Angelika Franz
Aberglaube: Archäologen finden Hinweise auf Untoten-Bestattung

Lange herrschte der Glaube, Tote könnten aus ihren Gräbern auferstehen. Jetzt zeigen Spuren auf einem Grab bei Stade: Unsere Vorfahren versuchten mit großem Aufwand, Auferstehungen zu verhindern. mehr...

Residenz von König Blauzahn Archäologen legen neu entdeckte Wikingerburg frei

09.09.2014 | Von Angelika Franz
Residenz von König Blauzahn: Archäologen legen neu entdeckte Wikingerburg frei

Plünderungen, Schlachten und die Einführung des Christentums - die Herrschaft von König Harald Blauzahn verlief stürmisch. Nun haben Archäologen eine weitere Burg des Wikingerführers entdeckt. Sie offenbart neue Details über dessen Lebens- und Kriegsführung. mehr...

Historische Waffen Stein oder nicht Stein?

04.09.2014 | Von Angelika Franz
Historische Waffen: Stein oder nicht Stein?

Mit welchem Speer tötet man am besten ein großes Tier? Warum die Menschen ihre Waffen im Laufe der Geschichte mal aus Holz und mal aus Stein fertigten, klärten Forscher, indem sie selbst Speere warfen. Ihr Ziel: ein Block Gelatine. mehr...

Bronzezeit-Palast 2000 Liter Wein im Keller des Königs

01.09.2014 | Von Angelika Franz
Bronzezeit-Palast: 2000 Liter Wein im Keller des Königs

Einen guten Tropfen wusste man schon in der Bronzezeit zu schätzen. Und offenbar durfte es gern auch etwas mehr sein: Archäologen haben in Nordisrael einen Keller freigelegt, der Krüge für rund 2000 Liter Wein enthielt. mehr...

Ausgrabung in England Das hölzerne Römerklo

28.08.2014 | Von Angelika Franz
Ausgrabung in England: Das hölzerne Römerklo

Auch im kalten Norden sorgten die Römer für gewohnten Komfort: Im Norden Englands haben Archäologen einen zweitausend Jahre alten hölzernen Klositz ausgegraben. Er könnte Zugang zu einer wahren Schatzkammer bieten. mehr...

Hormonspiegel Feminin bringt Fortschritt

20.08.2014 | Von Angelika Franz
Hormonspiegel: Feminin bringt Fortschritt

Am Ende der Altsteinzeit lernten die Menschen das Feuer zu beherrschen, perfektionierten den Werkzeuggebrauch und die Jagd. Gleichzeitig fiel ihr Testosteronspiegel, berichten Forscher. Brachte das den Fortschritt? mehr...

Richard III. Knochen verraten Lieblingsessen des Königs

19.08.2014 | Von Angelika Franz
Richard III.: Knochen verraten Lieblingsessen des Königs

Schwanenfleisch und ein guter Tropfen: Die Analyse seiner Knochen offenbart, was der englische König Richard III. im 15. Jahrhundert gegessen und getrunken hat. Sein Speiseplan wurde immer edler und üppiger - ebenso sein Weinkonsum. mehr...

Leben im 5. Jahrhundert Integriert trotz Down-Syndrom

18.08.2014 | Von Angelika Franz
Leben im 5. Jahrhundert: Integriert trotz Down-Syndrom

Ein gerade analysiertes Skelett könnte der bisher älteste Nachweis eines Kindes mit Down-Syndrom sein. Trotz seines ungewöhnlichen Aussehens war der junge Mensch offenbar fester Bestandteil der Gemeinschaft. mehr...

Mumien Ägypter balsamierten Tote bereits vor 5200 Jahren

14.08.2014 | Von Angelika Franz
Mumien: Ägypter balsamierten Tote bereits vor 5200 Jahren

Die Ägypter begannen erstaunlich früh, ihre Toten einzubalsamieren, zeigt eine Studie. Demnach entwickelte sich die Tradition bereits mehr als tausend Jahre früher als bisher angenommen - am Ende der Jungsteinzeit. mehr...


Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

Buchtipp
Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.