Ausgegraben

Ausgegraben Rätsel der kopflosen Fischesser

29.09.2013 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Rätsel der kopflosen Fischesser

Auf einem norwegischen Wikingerfriedhof stießen Archäologen auf ein morbides Rätsel. Wer sich zu Lebzeiten von Fleisch ernährte, wurde mit Kopf bestattet - wer dagegen Fisch aß, kam ohne ins Grab. Ihre Vermutung: Hinter beidem könnte die soziale Rangfolge stehen. mehr...

Ausgegraben Des Kaisers alte Zahnbürste

26.09.2013 | Von Angelika Franz
Ausgegraben: Des Kaisers alte Zahnbürste

Die Abfallgrube des brasilianischen Kaisers Dom Pedro II. bietet Archäologen einen intimen Einblick in das Leben bei Hofe. Welche Zahnpasta benutzte seine Hoheit? Wonach duftete die Kaiserin? Und warum ließ die Herrscherfamilie ihr Trinkwasser aus Deutschland importieren? mehr...

Schafgarbe und Kamille Doktor Neandertaler

25.09.2013 | Von Angelika Franz
Schafgarbe und Kamille: Doktor Neandertaler

Kamille hilft gegen Bauchweh, das weiß jedes Kind - und offenbar wusste es auch der Neandertaler. In einer spanischen Höhle haben Archäologen Reste von Heilkräutern gefunden. Die dürften unseren ausgestorbenen Verwandten nicht gerade gut geschmeckt haben. mehr...

Knochenfunde Mit Pferden über den Gletscher

24.09.2013 | Von Angelika Franz
Knochenfunde: Mit Pferden über den Gletscher

Im Eis des norwegischen Lendbreen Gletschers haben Archäologen Pferdeknochen aus der Eisen- und Wikingerzeit entdeckt. Unter anderem zum Jagen hatten die Menschen ihre Tiere bergauf getrieben - bis zur vollkommenen Erschöpfung. mehr...

Sarmaten-Grab Ins Jenseits mit Goldschmuck und Silberspiegel

23.09.2013 | Von Angelika Franz
Sarmaten-Grab: Ins Jenseits mit Goldschmuck und Silberspiegel

Im Ural haben Archäologen ein reiches Grab der Sarmaten ausgegraben. Darin fanden sie ein Kosmetikköfferchen, eine Tätowiernadel, goldbestickte Kleidung - und eine Überraschung. mehr...

Pompeji Rettung der Ruinenstadt

20.09.2013 | Von Angelika Franz
Pompeji: Rettung der Ruinenstadt

Pomeji bröckelt. Zwei Wissenschaftler haben einen Rettungsplan entworfen - sie wollen die antike Ruinenstadt zu einer Stätte für Forschung und Ausbildung machen. mehr...

Pompeji Rettung der Ruinenstadt

20.09.2013
Pompeji: Rettung der Ruinenstadt

Pompeji bröckelt. Zwei Wissenschaftler haben einen Rettungsplan entworfen - sie wollen die antike Ruinenstadt zu einer Stätte für Forschung und Ausbildung machen. mehr...

Caracallafeldzug 2013 Blutige Füße für die Forschung

16.09.2013 | Von Angelika Franz
Caracallafeldzug 2013: Blutige Füße für die Forschung

Wie läuft es sich in römischen Soldatenstiefeln? Wie trägt man am besten einen sieben Kilogramm schweren Schild? 22 Freiwillige testeten auf einem 140-Kilometer-Marsch römische Ausrüstung im Selbstversuch. Einiges ging dabei schon am ersten Tag zu Bruch . mehr...

Steingewinnung Werkzeuge bauen wie die Steinzeitler

13.09.2013 | Von Angelika Franz
Steingewinnung: Werkzeuge bauen wie die Steinzeitler

Wer glaubt, in der Steinzeit hätten die Menschen einfach den nächstbesten Stein vom Boden aufgesammelt und mit ihm ziellos auf einen anderen Stein eingeschlagen, irrt. Denn den richtigen Stein fürs Herstellen eines Werkzeugs zu finden, ist gar nicht so einfach. Er darf nicht bröckeln oder springen. Er darf nicht zu hart sein, aber auch nicht zu weich. Er muss sich leicht bearbeiten lassen, aber auch belastbar sein. Schon mal versucht, auch nur für eine Woche den gut bestückten Handwerkskasten durch Steine aus dem Garten zu ersetzen? Plötzlich wird einem bewusst, wie radikal unterschiedlich Steine sein können - und danach wird kein Stein mehr einfach nur ein Stein sein. mehr...

Maya-Stadt Uxul Massaker am Wasserbecken

11.09.2013 | Von Angelika Franz
Maya-Stadt Uxul: Massaker am Wasserbecken

Eigentlich beschäftigt Nicolaus Seefeld sich mit Wasser, nicht mit Leichen. Für seine Doktorarbeit hat er das Wasserversorgungssystem der Maya-Stadt Uxul untersucht. Doch genau dort fand er jetzt Leichen zuhauf. mehr...


Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet, dass Archäologie vielmehr die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

Buchtipp
Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.