Ausgegraben

Mini-Mumie in Italien Forscher lösen Rätsel des zerstückelten Fötus in der Kirche

14.10.2014 | Von Angelika Franz
Mini-Mumie in Italien: Forscher lösen Rätsel des zerstückelten Fötus in der Kirche

Das Erdbeben im italienischen L'Aquila tötete mehr als 300 Menschen - und offenbarte eine weitere Tragödie: Unter dem aufgerissenen Boden einer Kirche fanden Archäologen eine winzige Mumie. Jetzt haben sie die schaurigen Ergebnisse ihrer Analyse vorgestellt. mehr...

Gel und Extensions Alte Ägypter hatten die Haare schön

10.10.2014 | Von Angelika Franz
Gel und Extensions: Alte Ägypter hatten die Haare schön

Sie verwendeten Gel, sie färbten graue Haare in knalligen Farben, sie flochten sich sogar Extensions auf den Kopf: Die alten Ägypter machten um ihre Frisuren erstaunlich viel Aufhebens, wie Schädelfunde jetzt zeigen. mehr...

Uraltes Parfum entdeckt Der Duft der Vergangenheit

06.10.2014 | Von Angelika Franz
Uraltes Parfum entdeckt: Der Duft der Vergangenheit

Schlappe 150 Jahre überdauerten zwei Parfumfläschchen in einem gesunkenen Schiff auf dem Meeresgrund. Archäologen entdeckten die Behältnisse vor den Bermudas - Parfümeure haben nun den Duft der Vergangenheit rekonstruiert. mehr...

Schriftzeichen Forscher entschlüsseln seltsamen Vasen-Code

02.10.2014 | Von Angelika Franz
Schriftzeichen: Forscher entschlüsseln seltsamen Vasen-Code

Auf alten griechischen Vasen finden sich oft unverständliche Buchstabenfolgen. Jahrelang taten Experten diese als Nonsens ab. Jetzt hat eine Historikerin das Rätsel gelöst - zumindest für einige Vasen. mehr...

Ausgrabungen beim Tunnelbau Der Steinzeit-Highway über den Fehmarnbelt

29.09.2014 | Von Angelika Franz
Ausgrabungen beim Tunnelbau: Der Steinzeit-Highway über den Fehmarnbelt

Der Fehmarnbelt zwischen der deutschen Insel und dem dänischen Lolland soll die schnellste Verbindung zwischen den Ländern werden. Die Idee, hier eine Straße zu bauen, hatten allerdings schon andere - wie ein gewaltiges Forschungsprojekt belegt. mehr...

Hessen Studenten entdecken zufällig Römerkastell

17.09.2014 | Von Angelika Franz
Hessen: Studenten entdecken zufällig Römerkastell

Auf einem brach liegenden Grundstück in Gernsheim haben Studenten zufällig ein Römerkastell entdeckt. Die lange gesuchte Militäranlage lag strategisch geschickt: Von ihr aus ließen sich wichtige Verkehrswege kontrollieren. mehr...

Sachsen-Anhalt Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt

14.09.2014 | Von Angelika Franz
Sachsen-Anhalt: Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt

Nahe der Stadt Köthen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld stießen Archäologen auf seltsame Grubenkomplexe. In einigen wurde wohl mit Salz gearbeitet. Scherben seltener Keramiken brachten die Erkenntnis: Die Forscher hatten eine Pökelfleischfabrik aus der Bronzezeit entdeckt. mehr...

Aberglaube Archäologen finden Hinweise auf Untoten-Bestattung

10.09.2014 | Von Angelika Franz
Aberglaube: Archäologen finden Hinweise auf Untoten-Bestattung

Lange herrschte der Glaube, Tote könnten aus ihren Gräbern auferstehen. Jetzt zeigen Spuren auf einem Grab bei Stade: Unsere Vorfahren versuchten mit großem Aufwand, Auferstehungen zu verhindern. mehr...

Residenz von König Blauzahn Archäologen legen neu entdeckte Wikingerburg frei

09.09.2014 | Von Angelika Franz
Residenz von König Blauzahn: Archäologen legen neu entdeckte Wikingerburg frei

Plünderungen, Schlachten und die Einführung des Christentums - die Herrschaft von König Harald Blauzahn verlief stürmisch. Nun haben Archäologen eine weitere Burg des Wikingerführers entdeckt. Sie offenbart neue Details über dessen Lebens- und Kriegsführung. mehr...

Historische Waffen Stein oder nicht Stein?

04.09.2014 | Von Angelika Franz
Historische Waffen: Stein oder nicht Stein?

Mit welchem Speer tötet man am besten ein großes Tier? Warum die Menschen ihre Waffen im Laufe der Geschichte mal aus Holz und mal aus Stein fertigten, klärten Forscher, indem sie selbst Speere warfen. Ihr Ziel: ein Block Gelatine. mehr...


Zur Autorin
  • Sabine Bungert
    Angelika Franz ist Archäologin. Als freie Autorin schreibt sie meistens über Kriege, Seuchen und alles, was verwest, verrottet und verfallen ist. Trotzdem ist sie keineswegs morbide veranlagt, sondern findet vielmehr, dass Archäologie die praktischen Dinge des Lebens lehrt. Bei Bedarf kann sie ein Skalpell aus Flint schlagen, in einer Erdgrube Bier brauen oder Hühner fachgerecht mumifizieren.
  • Homepage von Angelika Franz

Buchtipp
Archäologische Methoden der Datierung
Radiokarbondatierung
Das radioaktive Kohlenstoffisotop C-14 wird in der Atmosphäre ständig durch kosmische Strahlung erzeugt und gelangt in Form von Kohlendioxid (CO2) in die Biosphäre. Pflanzen, die CO2 aufnehmen, werden von Tieren und Menschen gegessen. Sie enthalten eine niedrige Aktivität, die überall und über lange Zeiträume gleich ist. Stirbt ein Lebewesen, nimmt es kein C-14 mehr auf und die Aktivität klingt in 5730 Jahren um die Hälfte ab. Je älter ein Fund, desto geringer seine Aktivität. Man kann damit bis zu einem Alter von circa 50.000 Jahren datieren.
Lumineszenzdatierung
Sie beruht auf einem Strahlenschaden durch die fast überall vorhandenen radioaktiven Elemente Uran, Thorium und Kalium. Die Halbwertszeiten der Radionuklide dieser Elemente sind so lang, dass man von einem konstanten Radioaktivitätspegel ausgehen kann. Als Sensoren für die Strahlenschäden verwendet man meist Quarz und Feldspäte, die in Keramik und in Sedimenten immer vorhanden sind. Diese Minerale senden Licht aus, wenn sie erhitzt werden (Thermolumineszenz) oder beleuchtet werden (optisch stimulierte Lumineszenz). Je älter die Keramik, desto stärker das Leuchten.
Stratigraphie
Über die Stratigraphie wird das Alter eines Gegenstands anhand der Erdschicht bestimmt, in der er vorgefunden wurde. Die Schichten (lateinisch Straten) entstehen durch natürliche Ablagerungen und menschliche Aktivitäten. Die Stratigraphie kann deshalb gut mit den anderen Methoden kombiniert werden. Wurde beispielsweise ein Holzstück mit der C-14-Methode präzise datiert, kennt man auch das Alter eines Fundstücks, das in direktem Zusammenhang in derselben Erdschicht lag.