Krisenjahr 2009: Bröckelnde Absätze in der Autoindustrie
Die Autobauer schöpfen Hoffnung: Der Branchenverband VDA rechnet 2010 mit einem kräftigen Wachstum in den USA, dem größten Automarkt der Welt. 2009 dagegen war für viele Branchengrößen katastrophal - eine Übersicht der Absatzeinbrüche.
BMW
BMW hat 2009 einen Absatzeinbruch von 10,4 Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt verkaufte der Autobauer 1,286 Millionen Fahrzeuge. Die Marke BMW verlor 11,1 Prozent auf 1,068 Millionen Stück, Mini kam mit einem Verlust von 6,8 Prozent auf 216.500 Stück besser davon.
2010 rechnet BMW mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich, wie BMW-Verkaufschef Ian Robertson am Montag zur Beginn der internationalen Automesse in Detroit sagte.
Audi
Audi kam bislang recht glimpflich durch die Krise. Der Ingolstädter Autobauer verkaufte 949.700 Fahrzeuge, 5,4 Prozent weniger als im Rekordjahr 2008, wie Audi am Montag mitteilte. Der Konzern übertraf damit seine eigene Prognose vom Jahresanfang. Damals hatte Audi nur mit 900.000 Verkäufen gerechnet.
Dass Audi verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen ist, verdanken die Ingolstädter unter anderem ihrem China-Geschäft. In seinem wichtigsten Auslandsmarkt konnte der Konzern 2009 ein Wachstum von 32,9 Prozent erreichen und 158.941 Autos verkaufen.
Deutlich schlechter lief es für Audi in Deutschland, wo der Absatz 2009 um 11,3 Prozent auf 228.844 Fahrzeuge zurückging. Im Dezember brachen die Verkäufe hier sogar um 31,6 Prozent auf 17.565 ein.
Unternehmenschef Rupert Stadler zeigte sich auch für die Zukunft zuversichtlich: "Wir starten mit Schwung in das Jahr 2010 und wollen wieder eine Million Automobile ausliefern", sagte er.
Volkswagen
Europas größter Autokonzern Volkswagen hat im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend einen Absatzrekord erzielt. Die Zahl der Auslieferungen stieg weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent auf 6,29 Millionen Fahrzeuge. Der weltweite Pkw-Marktanteil erhöhte sich von 10,3 Prozent auf 11,4 Prozent. VW profitierte vor allem von seiner Stärke in China, Deutschland und Brasilien.
Konzern-Vertriebsvorstand Christian Klingler sagte am Montag auf der Autoshow in Detroit, auch 2010 werde ein "hartes Jahr". Der weltweite Automobilmarkt zeige keine durchgreifende Erholungstendenz. VW wolle aber weiter Marktanteile gewinnen.
ssu/ADP/dpa