Das Einmaleins der Schnee-Pneus
Es gibt keinen gesetzlich definierten Zeitraum, die Witterung ist entscheidend. Laut dem novellierten §2 der Straßenverkehrsordnung darf ein Auto "bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte" nur mit Winter- oder Allwetterreifen unterwegs sein. Lediglich im eher unwahrscheinlichen Fall, dass es im Dezember einmal 10 Grad sind, dürfte man dann also auch mit Sommerreifen fahren.
Am 29. November 2010.
Als Pkw-Winterreifen gelten in Deutschland Reifen, die mit "M+S" oder "M.S." gekennzeichnet sind. Die beiden Buchstaben stehen für Matsch und Schnee.
Wenn diese Ganzjahresreifen den M+S-Zusatz auf der Seitenwand tragen, dann ja. Allerdings ist ihr Profil auf Schnee und Eis nicht ganz so griffig wie das vollwertiger Winterreifen.
Das in der Reifenflanke eingeprägte Schneeflockensymbol bescheinigt einen zusätzlichen Test des Herstellers zur Wintertauglichkeit. Vorgeschrieben ist dieses Zeichen aber nur in den USA und Kanada.
Markenware kostet mindestens 50 bis 100 Euro pro Reifen, also 200 bis 400 für das ganze Auto. Dazu kommen die Kosten für einen zweiten Satz Felgen. Spätestens nach zehn Jahren sollten die Reifen erneuert werden. Obendrauf kommen an Kosten pro Jahr noch etwa 50 bis 100 Euro für das Wechseln und Lagern der Räder, wenn man es den Händler machen lässt.
Nach dem harten Winter 2009 haben die Reifenhändler ihre Bestände in dieser Saison deutlich aufgestockt. Dennoch berichten einige Händler, dass Pneus von sogenannten Erstausrüstern (z.B. Conti, Michelin) bereits knapp sind.