Chronik: Die schwersten Zugunglücke Deutschlands
Beim Zusammenstoß eines ICE mit einem Müllwagen werden im Pfälzerwald 15 Menschen verletzt, einer von ihnen schwer. Der Wagen war von einem schmalen Weg direkt neben die Gleise gerutscht.
Bei einer Feier zum 125-jährigen Bestehen der historischen Lößnitzgrundbahn in Sachsen stoßen zwei der historischen Züge zusammen. 52 Menschen werden verletzt, vier von ihnen schwer.
In Berlin-Karow fährt ein Regionalexpress auf einen Güterzug mit Flüssiggas auf. 24 Menschen werden verletzt, zwölf von ihnen müssen in Krankenhäusern behandelt werden.
Mit mehr als 200 Stundenkilometern rast ein ICE südlich von Fulda (Hessen) in einem Tunnel in eine Schafherde und entgleist. 73 der 145 Fahrgäste werden verletzt, die meisten davon leicht.
Die Magnetschwebebahn Transrapid rast auf der Versuchsstrecke im Emsland mit rund 170 Stundenkilometern in einen Werkstattwagen. 23 Menschen sterben, 10 werden verletzt.
Bei Schrozberg in Baden-Württemberg stoßen zwei Regionalzüge frontal zusammen. Sechs Menschen sterben, 25 werden verletzt.
Beim Frontalzusammenstoß von zwei voll besetzten Regionalzügen werden im bayerischen Enzisweiler am Bodensee rund 80 Menschen verletzt.
Im Bereich einer Baustelle des Bahnhofs Brühl bei Köln entgleist ein Nachtexpress von Amsterdam nach Basel mit Tempo 122 an einer Weiche. Neun Menschen sterben, 149 Passagiere werden verletzt.
Nach dem Bruch eines Radreifens prallen im niedersächsischen Eschede mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200 gegen eine Straßenbrücke. 101 Menschen sterben. Es ist das nach Zahl der Todesopfer zweitschwerste Nachkriegsunglück der Bahn.
Südöstlich von München fährt ein mit Panzern beladener amerikanischer Transportzug auf einen liegengebliebenen Zug mit deutschen Kriegsgefangenen auf. Mindestens 102 Soldaten kommen ums Leben. Der Fahrdienstleiter hatte die noch besetzte Strecke freigegeben.