Erste Hilfe Karriere Meuterei gegen Überstunden

Erste Hilfe Karriere: Meuterei gegen Überstunden
KarriereSPIEGEL - 31.07.2013

Kolumne Die Mitarbeiter leisten Überstunden wie Galeerensklaven und schwärzen sich gegenseitig an, wenn einer pünktlich geht. Gegen solche Auswüchse hilft Solidarität unter Kollegen. Martin Wehrle erklärt, wie man sich im Team gegen Überforderung wehren kann. mehr... Forum ]

Arbeitsunfähigkeit Immer mehr Erwerbstätige brauchen eine Reha

Arbeitsunfähigkeit: Immer mehr Erwerbstätige brauchen eine Reha
KarriereSPIEGEL - 23.07.2013

Die Babyboomer werden alt. So erklärt die Deutsche Rentenversicherung, warum immer mehr Arbeitnehmer eine Reha verschrieben bekommen. Der Trend dürfte sich fortsetzen, schon wegen der Rente mit 67. Und immer häufiger ist die Psyche der Grund für eine Behandlung. mehr...

Migranten bei der Feuerwehr Integration am Löschwagen

Migranten bei der Feuerwehr: Integration am Löschwagen
KarriereSPIEGEL - 21.04.2013

Brände löschen, Katzen retten, Dämme bauen: Feuerwehrmänner sind oft Helden. Bislang ergreifen nur wenige Migranten diesen Beruf. Das soll sich ändern - auch weil manchmal nur arabische Lautsprecherdurchsagen Leben retten. mehr... Video | Forum ]

Arbeitswelt Jeder Dritte ist rund um die Uhr für den Chef erreichbar

Arbeitswelt: Jeder Dritte ist rund um die Uhr für den Chef erreichbar
KarriereSPIEGEL - 16.04.2013

Eröffnen Diensthandys neue Freiheiten - oder sind sie nur elektronische Fußfesseln des Arbeitgebers? Ein Drittel der Beschäftigten ist laut einer neuen Umfrage immer für die Firma erreichbar. In den meisten Fällen, weil der Boss es verlangt. mehr... Forum ]

Psychiater für Soldaten Kämpfer gegen das Trauma

Psychiater für Soldaten: Kämpfer gegen das Trauma
KarriereSPIEGEL - 09.04.2013

Anschläge, Tod und Gräuel: Bundeswehrsoldaten können die Erlebnisse aus dem Auslandseinsatz oft ein Leben lang nicht vergessen. Einige erkranken an posttraumatischen Belastungsstörungen. Der Psychiater Oliver Holzschuher hilft ihnen. Und benutzt dafür auch ein Haargummi. mehr... Forum ]

Burnout-Debatte Delete-Taste gegen den Stress

Burnout-Debatte: Delete-Taste gegen den Stress
KarriereSPIEGEL - 05.04.2013

Immer online, immer ansprechbar - so entsteht Stress bei der Arbeit. Doch es gibt Berufstätige, die mit der ständigen Erreichbarkeit gut klarkommen. Was machen sie anders? Und was können wir Normalgenervte von ihnen lernen? Von Inga Rapp mehr... Forum ]

Ausnahmesituationen im Job "Aus Stress wurde Angst wurde Panik"

Ausnahmesituationen im Job: "Aus Stress wurde Angst wurde Panik"
KarriereSPIEGEL - 02.04.2013

Eine Schwimmerin im Rennen ihres Lebens, ein Gastronom im Blitzlichtgewitter, ein Dirigent im Verkehrschaos: Wie geht man im Beruf mit existentiellem Stress um? Die drei berichten von ihren schlimmsten Momenten - und wie es danach weiterging. Protokolle: Helmut Reich mehr... Forum ]

Aus Arzt wird Notarzt Skalpell, Tupfer, Blechschere

Aus Arzt wird Notarzt: Skalpell, Tupfer, Blechschere
KarriereSPIEGEL - 30.03.2013

Blaulicht und Martinshorn: Nicht alle Mediziner dürfen als Notärzte Dienst schieben. Um im Ernstfall schnell entscheiden zu können, absolvieren sie eigens Kurse. Dort haben sie es mit Puppen, Schauspielern und Schweinen zu tun - und dürfen sich auf dem Schrottplatz austoben. Von Dennis Ballwieser mehr... Video | Forum ]

Psychisch Kranke Neuer Job dank Neurose

Psychisch Kranke: Neuer Job dank Neurose
KarriereSPIEGEL - 28.03.2013

Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten. Von Saskia Balke mehr... Forum ]

Berufsbild Mediziner "Wer viel Geld will, soll nicht Arzt werden" 

Berufsbild Mediziner: "Wer viel Geld will, soll nicht Arzt werden" 
KarriereSPIEGEL - 26.03.2013

Interview Wer nichts wird, wird Arzt. Markus Müschenich empfiehlt allen, die nicht wissen, wo sie hinwollen, ein Medizinstudium. Er hat sogar ein Buch darüber geschrieben, wie schön der Beruf ist. Trotzdem hängte er den Kittel an den Nagel - er ist heute Unternehmensberater. mehr... Video | Forum ]




Fotostrecke
Burnout-Kliniken: Hier finden Manager Hilfe
Burnout: Zahlen und Fakten
Die neue Zivilisationskrankheit
REUTERS
Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörung, Depression, Belastungsstörung, Burnout - die Volksleiden der modernen Gesellschaft haben viele Namen. Die WHO hat beruflichen Stress zu "einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts" erklärt. Bis 2030 könnte die Depression die wichtigste Ursache von Krankheitsbelastungen sein - in reichen Ländern ist sie es bereits.
Erschöpfung - ein Massenphänomen
Eine repräsentative Studie von Techniker-Krankenkasse (TK), "FAZ"-Institut und Forsa macht deutlich, welche Ausmaße das Problem inzwischen in Deutschland angenommen hat: Acht von zehn Deutschen empfinden demnach ihr Leben als stressig. Jeder Dritte steht unter Dauerstrom, jeder Fünfte bekommt die Folgen gesundheitlich zu spüren - von Schlafstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker.

Alarmierend ist der TK zufolge die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 sind demnach "ausgebrannte" Berufstätige fast zehn Millionen Tage krankgeschrieben worden. Damit fehlten rund 40.000 Menschen das ganze Jahr über am Arbeitsplatz. Dies entspricht einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.
Job ist Stressfaktor Nummer eins
Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Das haben die 1014 befragten Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu Protokoll gegeben. Jeder Dritte arbeitet am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet darunter, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden.

Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre größte Sorge sei, dass die Familie zu kurz kommt. Doch auch 90 Prozent der Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck.
Kosten für das Gesundheitssystem
Auch für das Gesundheitssystem ist die Dauerbelastung der Menschen ein ernstzunehmender Kostenfaktor. Mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr stehen die Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Erkrankungen an dritter Stelle der Kostentabelle. Hinzu kommen massive Aufwendungen für Herz-Kreislauf-Krankheiten, unter denen Dauergestresste mehr als doppelt so häufig leiden wie ihre weniger unter Druck stehenden Zeitgenossen.

Hintergrund
Onlinetherapie, Beratung, Selbsthilfe - Was ist was?
Therapien ausschließlich via Internet sind in Deutschland nicht erlaubt. Psychologen und Psychiater dürfen dort lediglich beraten, also Lebenshilfe und Tipps geben, aber keine Probleme mit Krankheitswert therapieren. Beratungen eignen sich deshalb vor allem für leichtere Probleme wie Beziehungsstress oder Mobbing. Im Rahmen von Forschungsprojekten an Universitäten gibt es "therapeutengestützte Selbsthilfe", dabei begleiten Therapeuten Patienten bei der Arbeit an einem Onlineprogramm.
Onlineselbsthilfe www.deprexis.de
www.deprexis.de
Onlineselbsthilfeprogramm bei Depressionen, basierend auf wissenschaftlich bewährten Methoden. Die Standardversion funktioniert ohne Therapeutenkontakt, Psychologen haben jedoch die Möglichkeit, das Programm in ihre Therapie einzubauen und die Ergebnisse ihrer Patienten mitzuverfolgen. An der Universität Bern läuft derzeit ein Forschungsprojekt, die Teilnahme ist kostenlos möglich: www.online-therapy.ch/deprexis/info.php
Beratungsangebote
Wer im Internet nach Hilfe bei psychischen Problemen sucht, sollte auf die Berufsbezeichnung des Therapeuten achten ("Ärztlicher Psychotherapeut" oder "Psychologischer Psychotherapeut") und darauf, dass dieser einer bewährten Psychotherapiemethode folgt. Informationen gibt es beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): www.bdpverband.org/psychologie/psytherapie.shtml. Der BDP hat auch ein Gütezeichen entwickelt, bisher nehmen aber nur wenige Therapeuten teil: www.bdp-verband.de/service/onlineberater.html. Eine Paartherapie und Eheberatung im Rahmen eines Projekts der Universität Göttingen findet man unter www.theratalk.de
Therapeutengestützte Selbsthilfe
www.lebenstagebuch.de
Onlineschreibtherapie bei traumatischen Erinnerungen für Menschen ab 65 Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes. Therapeuten sind beteiligt.

www.online-therapy.ch/sa/de/home.php
Onlinebehandlung bei Sozialer Angst im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Bern. Therapeuten sind beteiligt.


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