Therapien ausschließlich via Internet sind in Deutschland nicht erlaubt. Psychologen und Psychiater dürfen dort lediglich beraten, also Lebenshilfe und Tipps geben, aber keine Probleme mit Krankheitswert therapieren. Beratungen eignen sich deshalb vor allem für leichtere Probleme wie Beziehungsstress oder Mobbing. Im Rahmen von Forschungsprojekten an Universitäten gibt es "therapeutengestützte
Selbsthilfe", dabei begleiten Therapeuten Patienten bei der Arbeit an
einem Onlineprogramm.
www.deprexis.de
Onlineselbsthilfeprogramm bei Depressionen, basierend auf
wissenschaftlich bewährten Methoden. Die Standardversion funktioniert ohne Therapeutenkontakt, Psychologen haben jedoch die
Möglichkeit, das Programm in ihre Therapie einzubauen und die Ergebnisse ihrer Patienten mitzuverfolgen. An der Universität Bern läuft derzeit ein Forschungsprojekt, die Teilnahme ist kostenlos
möglich:
www.online-therapy.ch/deprexis/info.php
Wer im Internet nach Hilfe bei psychischen Problemen sucht, sollte auf die Berufsbezeichnung des Therapeuten achten ("Ärztlicher Psychotherapeut" oder "Psychologischer Psychotherapeut") und darauf,
dass dieser einer bewährten Psychotherapiemethode folgt. Informationen gibt es beim
Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): www.bdpverband.org/psychologie/psytherapie.shtml. Der BDP hat auch ein Gütezeichen entwickelt, bisher nehmen
aber nur wenige Therapeuten teil: www.bdp-verband.de/service/onlineberater.html.
Eine Paartherapie und Eheberatung im Rahmen eines
Projekts der Universität Göttingen findet man unter
www.theratalk.de
www.lebenstagebuch.de
Onlineschreibtherapie bei traumatischen Erinnerungen für Menschen ab 65 Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes. Therapeuten
sind beteiligt.
www.online-therapy.ch/sa/de/home.php
Onlinebehandlung bei Sozialer Angst im Rahmen eines Forschungsprojekts
der Universität Bern. Therapeuten sind beteiligt.