Bore-out im Selbstversuch Wenn Langeweile krank macht

Bore-out im Selbstversuch: Wenn Langeweile krank macht
KarriereSPIEGEL - 25.09.2014

Jeden Tag acht Stunden im Büro sitzen, ohne Aufgaben, ohne Kontakt zu Kollegen: In einem Selbstversuch hat sich SPIEGEL-TV-Mitarbeiter Stefan Witte für eine Woche freiwillig in die Langeweile begeben, um das Phänomen Bore-out zu ergründen. Von Nina Weber mehr... Video | Forum ]

Berufsunfähigkeit So finden Sie die passende Versicherung

Berufsunfähigkeit: So finden Sie die passende Versicherung
KarriereSPIEGEL - 20.09.2014

Tom Jones versichert sein Brusthaar, Sophia Loren ihr Dekolleté. Und Arbeitnehmer versichern sich am besten ganz gegen Berufsunfähigkeit. Die Verträge sind kompliziert - sieben Tipps sorgen für Durchblick. mehr... Forum ]

Am Ende der Karriereleiter Ich bin frustriert, also gründe ich

Am Ende der Karriereleiter: Ich bin frustriert, also gründe ich
KarriereSPIEGEL - 18.09.2014

Ideen, die die Welt verändern - damit wird man Unternehmensgründer. So weit die Folklore. Forscher der Stanford-Universität behaupten: Der wichtigste Antrieb ist meist Frust. Von Pauline Schinkels mehr... Forum ]

Flucht aus Konzernjobs "Das Leben ist kurz. Kündigen Sie."

Flucht aus Konzernjobs: "Das Leben ist kurz. Kündigen Sie."
KarriereSPIEGEL - 10.09.2014

Die gut bezahlte, sichere Stelle aufgeben? Trauen sich die Wenigsten, selbst wenn sie am Job zweifeln. Zwei junge Unternehmensberater wagten den Absprung und gründeten eine Jobbörse für frustrierte Konzernarbeiter. Von Anja Tiedge mehr... Forum ]

Allianz-Vorstand "Wir wollen kein plattes Mailverbot"

Allianz-Vorstand: "Wir wollen kein plattes Mailverbot"
KarriereSPIEGEL - 08.09.2014

Allianz-Vorstand Wolfgang Brezina behauptet, er wolle seine Mitarbeiter gegen Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit schützen - und schreibt ihnen sonntagabends Mails. Wie das zusammenpassen soll, sagt er im Interview. Von Anja Tiedge mehr... Forum ]

Studie zu Mehrarbeit Arbeitgeber zahlen nicht mal jede zweite Überstunde

Studie zu Mehrarbeit: Arbeitgeber zahlen nicht mal jede zweite Überstunde
KarriereSPIEGEL - 03.09.2014

Für viele Arbeitnehmer sind Überstunden die Regel - doch das wird kaum honoriert. Deutsche Unternehmen zahlen laut einer neuen Studie nicht einmal die Hälfte der Mehrarbeit. mehr... Forum ]

Schlafstörungen Fensterlose Jobs gefährden die Gesundheit

Schlafstörungen: Fensterlose Jobs gefährden die Gesundheit
KarriereSPIEGEL - 08.08.2014

Ein lichtdurchflutetes Eckbüro hätte jeder gern - viele Beschäftigte müssen aber ganz ohne Fenster auskommen. Die Folgen der dämmrigen Verliese könnten weit ins Privatleben reichen: Die Betroffenen schlafen schlecht und nehmen zu. mehr... Forum ]

Kinderkrankenschwester steigt aus "Einmal habe ich für mich entschieden"

Kinderkrankenschwester steigt aus: "Einmal habe ich für mich entschieden"
KarriereSPIEGEL - 07.08.2014

Für Familien krebskranker Kinder ist das Krankenhaus der Lebensmittelpunkt - und die Krankenschwester die engste Vertraute. Carina Herrmann, 33, hielt das irgendwann nicht mehr aus. Sie kündigte und verschenkte alles. Bis auf ihren Rucksack. mehr... Forum ]

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Feierabend: Zu platt fürs Privatvergnügen
KarriereSPIEGEL - 06.08.2014

Abends noch ins Kino oder zum Sportverein? Eher nicht. Gut 20 Prozent der Beschäftigten sind nach einem Arbeitstag zu erschöpft. Von vielen erwartet der Chef außerdem Überstunden. mehr... Forum ]

Belastung im Job Deutsche Unternehmen schützen Mitarbeiter schlecht vor Stress

Belastung im Job: Deutsche Unternehmen schützen Mitarbeiter schlecht vor Stress
KarriereSPIEGEL - 14.07.2014

Belastungen im Job können krank machen. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ausreichend schützen, werden laut Arbeitsschutzgesetz bestraft. Doch die deutsche Regelung ist schwammig. Andere EU-Länder sind konsequenter. Von Jana Hauschild mehr... Forum ]



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Burnout-Kliniken: Hier finden Manager Hilfe
Burnout: Zahlen und Fakten
Die neue Zivilisationskrankheit
REUTERS
Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörung, Depression, Belastungsstörung, Burnout - die Volksleiden der modernen Gesellschaft haben viele Namen. Die WHO hat beruflichen Stress zu "einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts" erklärt. Bis 2030 könnte die Depression die wichtigste Ursache von Krankheitsbelastungen sein - in reichen Ländern ist sie es bereits.
Erschöpfung - ein Massenphänomen
Eine repräsentative Studie von Techniker-Krankenkasse (TK), "FAZ"-Institut und Forsa macht deutlich, welche Ausmaße das Problem inzwischen in Deutschland angenommen hat: Acht von zehn Deutschen empfinden demnach ihr Leben als stressig. Jeder Dritte steht unter Dauerstrom, jeder Fünfte bekommt die Folgen gesundheitlich zu spüren - von Schlafstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker.

Alarmierend ist der TK zufolge die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 sind demnach "ausgebrannte" Berufstätige fast zehn Millionen Tage krankgeschrieben worden. Damit fehlten rund 40.000 Menschen das ganze Jahr über am Arbeitsplatz. Dies entspricht einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.
Job ist Stressfaktor Nummer eins
Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Das haben die 1014 befragten Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu Protokoll gegeben. Jeder Dritte arbeitet am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet darunter, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden.

Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre größte Sorge sei, dass die Familie zu kurz kommt. Doch auch 90 Prozent der Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck.
Kosten für das Gesundheitssystem
Auch für das Gesundheitssystem ist die Dauerbelastung der Menschen ein ernstzunehmender Kostenfaktor. Mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr stehen die Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Erkrankungen an dritter Stelle der Kostentabelle. Hinzu kommen massive Aufwendungen für Herz-Kreislauf-Krankheiten, unter denen Dauergestresste mehr als doppelt so häufig leiden wie ihre weniger unter Druck stehenden Zeitgenossen.

Hintergrund
Onlinetherapie, Beratung, Selbsthilfe - Was ist was?
Therapien ausschließlich via Internet sind in Deutschland nicht erlaubt. Psychologen und Psychiater dürfen dort lediglich beraten, also Lebenshilfe und Tipps geben, aber keine Probleme mit Krankheitswert therapieren. Beratungen eignen sich deshalb vor allem für leichtere Probleme wie Beziehungsstress oder Mobbing. Im Rahmen von Forschungsprojekten an Universitäten gibt es "therapeutengestützte Selbsthilfe", dabei begleiten Therapeuten Patienten bei der Arbeit an einem Onlineprogramm.
Onlineselbsthilfe www.deprexis.de
www.deprexis.de
Onlineselbsthilfeprogramm bei Depressionen, basierend auf wissenschaftlich bewährten Methoden. Die Standardversion funktioniert ohne Therapeutenkontakt, Psychologen haben jedoch die Möglichkeit, das Programm in ihre Therapie einzubauen und die Ergebnisse ihrer Patienten mitzuverfolgen. An der Universität Bern läuft derzeit ein Forschungsprojekt, die Teilnahme ist kostenlos möglich: www.online-therapy.ch/deprexis/info.php
Beratungsangebote
Wer im Internet nach Hilfe bei psychischen Problemen sucht, sollte auf die Berufsbezeichnung des Therapeuten achten ("Ärztlicher Psychotherapeut" oder "Psychologischer Psychotherapeut") und darauf, dass dieser einer bewährten Psychotherapiemethode folgt. Informationen gibt es beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): www.bdpverband.org/psychologie/psytherapie.shtml. Der BDP hat auch ein Gütezeichen entwickelt, bisher nehmen aber nur wenige Therapeuten teil: www.bdp-verband.de/service/onlineberater.html. Eine Paartherapie und Eheberatung im Rahmen eines Projekts der Universität Göttingen findet man unter www.theratalk.de
Therapeutengestützte Selbsthilfe
www.lebenstagebuch.de
Onlineschreibtherapie bei traumatischen Erinnerungen für Menschen ab 65 Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes. Therapeuten sind beteiligt.

www.online-therapy.ch/sa/de/home.php
Onlinebehandlung bei Sozialer Angst im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Bern. Therapeuten sind beteiligt.


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