Nach Burnout Vom Top-Manager zum Tofu-Verkäufer

Nach Burnout: Vom Top-Manager zum Tofu-Verkäufer
KarriereSPIEGEL - 15.04.2014

Als Manager bei Daimler hat Jan Bredack Breitling-Uhren getragen, heute verkauft er in seinen veganen Supermärkten Bratlinge. In einem Buch erzählt er von seiner Wandlung und vom "System der Angst" bei seinem alten Arbeitgeber. mehr... Forum ]

Multitasking Arbeitnehmer unter Dauerfeuer

Multitasking: Arbeitnehmer unter Dauerfeuer
KarriereSPIEGEL - 09.04.2014

Was früher das Fließband war, sind heute die modernen Medien: Mit ihnen lassen sich Mitarbeiter dirigieren. Sie kämpfen rund um die Uhr mit E-Mails, SMS und sinnlosen Anhängen - und kommen vor lauter Multitasking nicht mehr zum Arbeiten. Von Martin Wehrle mehr... Forum ]

Pädagogen-Burnout: So entkommen Lehrer der Stressfalle

Pädagogen-Burnout: So entkommen Lehrer der Stressfalle

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2014

Erschöpft, deprimiert, krankgeschrieben: Kaum eine Berufsgruppe leidet so häufig unter Burnout-Symptomen wie Lehrer - obwohl sie ihren Beruf durchaus mögen. Der Aktionsrat Bildung warnt vor Auswirkungen auf den Unterricht. Was Lehrern besonders zusetzt - und was ihnen hilft. Von Lena Greiner mehr... Forum ]

Chronischer Stress: Wie uns Dauerbelastung krank macht

Chronischer Stress: Wie uns Dauerbelastung krank macht

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2014

Gelegentlicher Stress ist positiv. Wenn der Körper aber dauernd in Alarmbereitschaft ist, brennt der Mensch aus und wird krank. Neuroendokrinologen raten, frühzeitig auf die Bremse zu treten. Von Gerlinde Gukelberger-Felix mehr... Forum ]

Renaissance des Wochenendes Samstags gehört der Chef nicht ins Büro

Renaissance des Wochenendes: Samstags gehört der Chef nicht ins Büro
KarriereSPIEGEL - 05.04.2014

Investmentbanken verordnen freie Sonntage, CEOs schalten das Smartphone aus: Erlebt das Wochenende eine Renaissance? Topmanager erklären ihre Freizeit: Mit der Flinte auf dem Hochsitz oder sonntags im Büro. Von Gisela Maria Freisinger und Christoph Neßhöver mehr... Forum ]

Fehlzeiten in Großraumbüros Je größer, desto kränker

Fehlzeiten in Großraumbüros: Je größer, desto kränker
KarriereSPIEGEL - 21.03.2014

Büros als Bazillenschleudern? Eine Studie aus Schweden untersucht den Zusammenhang von Bürogröße und Krankenstand. Entscheidend ist nicht nur, wie viele Leute dort zusammensitzen - sondern auch, ob es Männer oder Frauen sind. Von Maren Hoffmann mehr... Forum ]

Wiedereinstieg nach Krankheit Hier geht's zurück in den Job

Wiedereinstieg nach Krankheit: Hier geht's zurück in den Job
KarriereSPIEGEL - 05.03.2014

Johannes Egerer verteilt am Opernhaus Stuttgart neue Aufgaben: Er hilft Kollegen nach langer Krankheit bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Trotzdem löst seine erste Kontaktaufnahme oft Angst aus. Von Gudrun Weitzenbürger mehr... Forum ]

Daimler-Vorstand Porth "Mails zu löschen ist eine emotionale Entlastung"

Daimler-Vorstand Porth: "Mails zu löschen ist eine emotionale Entlastung"
KarriereSPIEGEL - 26.02.2014

Vielen Dank für Ihre Zuschrift, wir haben sie gelöscht: Seit gut einem Jahr können Daimler-Mitarbeiter ihre Post im Urlaub unwiederbringlich löschen lassen. Personalvorstand Wilfried Porth erklärt, wie das bei Mitarbeitern und Kunden ankommt - und warum er selbst nicht mitmacht. Ein Interview von Anja Tiedge mehr... Forum ]

Altersteilzeit Chef, ich mach früher Schluss

Altersteilzeit: Chef, ich mach früher Schluss
KarriereSPIEGEL - 22.02.2014

Warum erst spät ins Rentnerleben starten? Wer in Altersteilzeit geht, kann nach vielen Jahrzehnten im Berufsleben schon früher aufhören. Aber Vorsicht: Mit Mitte 50 sollte man bereits einen Plan haben. Und längst nicht jeder Arbeitgeber bietet das Modell an. mehr... Forum ]

Erreichbarkeit nach Dienstschluss Deutsche Konzerne kämpfen gegen den Handy-Wahn

Erreichbarkeit nach Dienstschluss: Deutsche Konzerne kämpfen gegen den Handy-Wahn
KarriereSPIEGEL - 17.02.2014

BMW rechnet Dienstmails in der Freizeit aufs Stundenkonto. Volkswagen knipst den Mailserver abends aus. Daimler löscht Korrespondenz, die im Urlaub eintrifft. Viele Konzerne gehen gegen die digitale Flut vor. Doch am Ende ist etwas ganz anderes entscheidend. Von Matthias Kaufmann mehr... Forum ]



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Burnout: Zahlen und Fakten
Die neue Zivilisationskrankheit
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Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörung, Depression, Belastungsstörung, Burnout - die Volksleiden der modernen Gesellschaft haben viele Namen. Die WHO hat beruflichen Stress zu "einer der größten Gefahren des 21. Jahrhunderts" erklärt. Bis 2030 könnte die Depression die wichtigste Ursache von Krankheitsbelastungen sein - in reichen Ländern ist sie es bereits.
Erschöpfung - ein Massenphänomen
Eine repräsentative Studie von Techniker-Krankenkasse (TK), "FAZ"-Institut und Forsa macht deutlich, welche Ausmaße das Problem inzwischen in Deutschland angenommen hat: Acht von zehn Deutschen empfinden demnach ihr Leben als stressig. Jeder Dritte steht unter Dauerstrom, jeder Fünfte bekommt die Folgen gesundheitlich zu spüren - von Schlafstörungen bis hin zum Herzinfarkt. Stress bestimmt den Alltag in Deutschland immer stärker.

Alarmierend ist der TK zufolge die hohe Zahl von Burnout-Patienten. 2008 sind demnach "ausgebrannte" Berufstätige fast zehn Millionen Tage krankgeschrieben worden. Damit fehlten rund 40.000 Menschen das ganze Jahr über am Arbeitsplatz. Dies entspricht einer Zunahme von 17 Prozent verglichen mit 2003.
Job ist Stressfaktor Nummer eins
Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Das haben die 1014 befragten Personen zwischen 14 und 65 Jahren zu Protokoll gegeben. Jeder Dritte arbeitet am Limit, getrieben von Hektik, Termindruck und einem zu hohen Arbeitspensum. Ein Drittel der Beschäftigten leidet darunter, rund um die Uhr erreichbar sein zu müssen und von Informationen überflutet zu werden.

Berufstätige Eltern geraten der Studie zufolge besonders häufig an ihre Belastungsgrenze. Ihre größte Sorge sei, dass die Familie zu kurz kommt. Doch auch 90 Prozent der Schüler klagen über Stress. Jeder Dritte steht nach eigener Aussage permanent unter Leistungs- und Prüfungsdruck.
Kosten für das Gesundheitssystem
Auch für das Gesundheitssystem ist die Dauerbelastung der Menschen ein ernstzunehmender Kostenfaktor. Mit knapp 27 Milliarden Euro im Jahr stehen die Ausgaben für die Behandlung stressbedingter psychischer Erkrankungen an dritter Stelle der Kostentabelle. Hinzu kommen massive Aufwendungen für Herz-Kreislauf-Krankheiten, unter denen Dauergestresste mehr als doppelt so häufig leiden wie ihre weniger unter Druck stehenden Zeitgenossen.

Hintergrund
Onlinetherapie, Beratung, Selbsthilfe - Was ist was?
Therapien ausschließlich via Internet sind in Deutschland nicht erlaubt. Psychologen und Psychiater dürfen dort lediglich beraten, also Lebenshilfe und Tipps geben, aber keine Probleme mit Krankheitswert therapieren. Beratungen eignen sich deshalb vor allem für leichtere Probleme wie Beziehungsstress oder Mobbing. Im Rahmen von Forschungsprojekten an Universitäten gibt es "therapeutengestützte Selbsthilfe", dabei begleiten Therapeuten Patienten bei der Arbeit an einem Onlineprogramm.
Onlineselbsthilfe www.deprexis.de
www.deprexis.de
Onlineselbsthilfeprogramm bei Depressionen, basierend auf wissenschaftlich bewährten Methoden. Die Standardversion funktioniert ohne Therapeutenkontakt, Psychologen haben jedoch die Möglichkeit, das Programm in ihre Therapie einzubauen und die Ergebnisse ihrer Patienten mitzuverfolgen. An der Universität Bern läuft derzeit ein Forschungsprojekt, die Teilnahme ist kostenlos möglich: www.online-therapy.ch/deprexis/info.php
Beratungsangebote
Wer im Internet nach Hilfe bei psychischen Problemen sucht, sollte auf die Berufsbezeichnung des Therapeuten achten ("Ärztlicher Psychotherapeut" oder "Psychologischer Psychotherapeut") und darauf, dass dieser einer bewährten Psychotherapiemethode folgt. Informationen gibt es beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP): www.bdpverband.org/psychologie/psytherapie.shtml. Der BDP hat auch ein Gütezeichen entwickelt, bisher nehmen aber nur wenige Therapeuten teil: www.bdp-verband.de/service/onlineberater.html. Eine Paartherapie und Eheberatung im Rahmen eines Projekts der Universität Göttingen findet man unter www.theratalk.de
Therapeutengestützte Selbsthilfe
www.lebenstagebuch.de
Onlineschreibtherapie bei traumatischen Erinnerungen für Menschen ab 65 Jahren im Rahmen eines Forschungsprojektes. Therapeuten sind beteiligt.

www.online-therapy.ch/sa/de/home.php
Onlinebehandlung bei Sozialer Angst im Rahmen eines Forschungsprojekts der Universität Bern. Therapeuten sind beteiligt.


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