Das Wort Chirurgie kommt aus dem Griechischen und bedeutet "handwerkliche Kunst" – ein Chirurg ist also wörtlich übersetzt ein Handarbeiter. In der Chirurgie werden Krankheiten und Verletzungen durch einen Eingriff am Patienten, die Operation, behandelt. Dabei wird beispielsweise krankhaftes Gewebe entfernt, manchmal werden auch kranke Organe teilweise oder vollständig entnommen und neue Organe oder Prothesen implantiert. Schwerpunkte sind die Allgemein-, Unfall, Gefäß-, Thorax, Viszeral- und Neurochirurgie.
Grundvoraussetzung ist, wie bei jedem Arztberuf, das Medizinstudium. Daran schließt sich eine mehrjährige Ausbildung zum Facharzt an. Je nach Spezialgebiet dauert die fünf bis sechs Jahre. In dieser Zeit muss der Assistenzarzt einen festgelegten Aufgabenkatalog erfüllen, zu dem unter anderem die Teilnahme an bestimmten Operationen zählt. Die Ausbildung kann sowohl in einer Klinik als auch in der Praxis eines niedergelassenen Arztes erfolgen. Am Ende der Ausbildungszeit steht die Facharztprüfung.
Der Alltag auf den Stationen ist zwar nicht in allen Krankenhäusern identisch, aber dennoch relativ ähnlich geregelt. Meist beginnt der Arbeitstag mit einer Frühbesprechung der Ärzte und des Pflegepersonals, gefolgt von einer ersten Visite. Danach sind Besprechungen mit den Patienten üblich, auf die nachmittags der Einsatz im OP folgt. Anschließend gibt es eine weitere Visite, die - je nach Umfang der ersten - mit oder ohne Patienten stattfindet. Danach ist der Arzt in der Regel auf seiner Station, bevor der Arbeitstag mit einer großen Nachmittagsbesprechung endet. Außerdem werden Nachtdienste geleistet.
Über den Beruf informieren die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie unter
www.dgch.de und die Bundesärztekammer unter
www.bundesaerztekammer.de.