10 Tipps gegen Datenmissbrauch
Grundsätzlich sollten Verbraucher so wenig Daten wie möglich in Umlauf bringen - besonders im Internet. Angaben in Vertragsformularen, die zur Abwicklung eines Vertrages nicht nötig sind, sollte man für sich behalten. Auch, wenn das dem Vertragspartner einmal nicht schmecken mag: Zur Anpassung solcher Klauseln an die eigenen Wünsche gibt es zwei traditionsreiche analoge Werkzeuge - Lineal und Schwarzstift.
Wer an Gewinnspielen teilnimmt oder sich bei einem Versandhändler registriert, sollte immer angeben, dass die eigenen Daten nicht für Werbezwecke genutzt werden sollen. In einigen Fällen sind die Kästchen schon angeklickt. Unbedingt darauf achten, dass das Häkchen entfernt wird.
Bei der Eingabe von Daten im Internet sollte man als Nutzer wachsam sein und die Seiten auf ihre Sicherheit überprüfen: Ein Schlosssymbol in der Statuszeile des Browsers ist ein Indiz, dass die Daten verschlüsselt werden. Ein Klick darauf zeigt das Zertifikat, das von einer anerkannten Stelle ausgestellt worden sein muss (Liste aller geprüften Anbieter unter gibt es bei der Bundesnetzagentur).
Überall gibt es Punkte- und Kundenkarten. Das Bonussystem hat allerdings selten etwas mit der endlosen Großzügigkeit der Unternehmen zu tun. Nach Aussage vieler Verbraucherschützer handele es sich dabei vielmehr um eine Methode, an Daten der Verbraucher zu kommen. Es ist wie immer im Leben: Man bekommt nichts geschenkt. Was auch immer Bonussysteme bieten - man erkauft es sich.
Werbeanrufe sind ohne Einwilligung verboten, trotzdem erhalten immer noch unzählige Verbraucher täglich Anrufe von Callcentern. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rät, in so einem Fall ruhig unhöflich zu sein und aufzulegen. Keinesfalls sollten man sich in Gespräche verwickeln lassen.
Wer es ganz genau wissen will, kann sich bei Unternehmen - etwa einem Telefonanbieter - erkundigen, ob und wenn ja welche persönlichen Daten gespeichert sind, woher diese Daten kommen und an welches Unternehmen diese Daten weitergeleitet wurden. Verbraucherzentralen stellen dafür Musterbriefe als Download bereit.
Man kann sich wehren und jederzeit der unerwünschten Datennutzung an verantwortlicher Stelle widersprechen.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge. Bei unrechtmäßigen Abbuchungen sollten Sie ihre Bank informieren und gleich widersprechen. Auch dafür bieten die Verbraucherzentralen Musterbriefe zum Download an.
Bei betrügerischen Abbuchungen sollte man reagieren und sofort Strafanzeige erstatten.
Wenn man keine Werbung per Post mehr wünscht, kann man sich auf der vom Deutschen Dialogmarketing Verband (DDV) erstellten "Robinson-Liste" eintragen: Dem DDV angeschlossene Unternehmen erhalten dann die Nachricht, dass der Verbraucher keine Werbung per Post mehr wünscht. Allerdings halten sich nur die dort angeschlossenen Unternehmen an die Liste. Die Werbeflut werde damit nach Aussage der Verbraucherschützer nur bedingt eingedämmt.