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Alle Artikel und Hintergründe

DPA

Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Gründerzeit der DDR-Klubs: Wie im Ostfußball die Sonne aufging. Und wieder unter

SPIEGEL ONLINE - 30.01.2016

Hohe Ziele, tiefer Sturz: 1966 entstanden die wichtigsten ostdeutschen Mannschaften. Sie sollten den DDR-Fußball auf Weltniveau führen und dem Klassenfeind Beine machen. Das gelang nur für wenige Jahre. mehr...

Karrieren: Der Archivar des Ostens

DER SPIEGEL - 09.01.2016

Peter Sodann war "Tatort"-Kommissar, dann wollte ihn die Linkspartei zum Bundespräsidenten wählen. Heute versucht er, alle Bücher der DDR zu sammeln. Von Britta Stuff. Da bin ich noch: mein Land geht in den Westen.?/?KRIEG DEN HÜTTEN FRIEDE DEN PAL... mehr...

Neuer Hilfsfonds: DDR-Dopingopfer erhalten Entschädigung

SPIEGEL ONLINE - 17.12.2015

An den Folgen des Dopings aus DDR-Zeiten leiden ehemalige Sportler noch heute. Zumindest auf eine einmalige Entschädigungszahlung können sie hoffen. Die Bundesregierung will einen neuen Hilfsfonds auflegen. mehr...

Zeitgeschichte: Feine Genossen

DER SPIEGEL - 12.12.2015

Der BND hat die Mitglieder des SED-Politbüro analysiert. DDR-Chef Erich Honecker (1912 bis 1994) war nach Einschätzung des Bundesnachrichtendienstes (BND) im SED-Politbüro von Unsympathen und Langweilern umgeben. Das geht aus der Analyse 899/82 VS-... mehr...

Doping: Anzeige gegen DDR-Trainer

DER SPIEGEL - 12.12.2015

Kugelstoßer Gerd Jacobs starb wohl an den Spätfolgen seiner Dopingkarriere in der DDR. Nach dem Tod des früheren Kugelstoßers Gerd Jacobs haben der Verein für Doping-Opfer-Hilfe und der Molekularbiologe Werner Franke bei den Staatsanwaltschaften in... mehr...

DDR-Sport: Bund zahlt Doping-Opfern zehn Millionen Euro Entschädigung

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2015

Nach langen Verhandlungen hat sich der Bund dazu entschieden, zehn Millionen Euro an die Opfer des DDR-Dopings zu zahlen. Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein ist zufrieden, übt aber gleichzeitig scharfe Kritik am organisierten Sport. mehr...

Musikverbot in der DDR: Wasserwerfer gegen Pilzköpfe

SPIEGEL ONLINE - 30.10.2015

Als die Stasi 1965 die Leipziger Band The Butlers verbot, liefen die Fans Sturm. Die Volkspolizei knüppelte den Protest nieder, die Musiker flohen aufs Land. mehr...

NS-Kunst: Köpfe im Kofferraum

DER SPIEGEL - 17.10.2015

Wie zwei Oldtimerhändler kurz vor dem Mauerfall in der DDR sechs Nazibronzen aus einer sowjetischen Kaserne in den Westen schmuggelten. Von Konstantin von Hammerstein. Es ist ein sanfter Sturz. Adolf Hitlers Regime ist untergegangen, doch sein Bild... mehr...

Sodanns Bücher: Ein ganzes Land in einer Lagerhalle 

SPIEGEL ONLINE - 07.10.2015

"Ich lasse mir doch meine Vergangenheit nicht nehmen", sagt der Schauspieler Peter Sodann trotzig. Seit Jahren sammelt der gebürtige Sachse Bücher aus der DDR. Alle. Nun hat er ein Problem. mehr...

Wiedervereinigung: Der Schatz im Paternoster

DER SPIEGEL - 02.10.2015

Die Allianz verleibte sich kurz nach dem Mauerfall die Staatliche Versicherung der DDR ein und düpierte damit die gesamte Konkurrenz. Es ist der 14. November 1989, fünf Tage nach dem Mauerfall, ein Dienstag. Die "Tagesschau" zeigt Glücksgesichter, ... mehr...


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    Acht Tage, die die Welt veränderten

    Die Revolution in Deutschland 1989/90.

    Deutsche Verlags-Anstalt; 369 Seiten; 19,99 Euro.

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Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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