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Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Deutscher Filmpreis-Kandidat: Schiller-Drama geht ins Oscar-Rennen

Deutscher Filmpreis-Kandidat: Schiller-Drama geht ins Oscar-Rennen

SPIEGEL ONLINE - 27.08.2014

Ein Oscar für Schiller? Das Drama "Die geliebten Schwestern" von Dominik Graf geht ins Rennen um den begehrtesten Kinopreis der Welt. Schafft es der Film in die Academy-Endrunde? mehr... Forum ]

Klage Deutschlands: Schweizer Bank soll verschollenes DDR-Vermögen herausgeben

SPIEGEL ONLINE - 21.08.2014

Seit dem Mauerfall fehlt von einem DDR-Staatsvermögen in Millionenhöhe jede Spur. Die kommunistische Geschäftsfrau Rudolfine Steindling soll es über Umwege in die Schweiz transferiert haben. Dort will sich der Bund das Geld nun zurückholen - und verklagt eine Bank. mehr...

SPIEGEL-Gespräch: Du fühlst dich unsterblich

DER SPIEGEL - 18.08.2014

Der Galerist Gerd Harry Lybke über seine Sicht auf die DDR 25 Jahre nach dem Mauerfall, über Erfolge und Schwierigkeiten im Kunstgeschäft und den anhaltenden Neid der Konkurrenten. Der gebürtige Leipziger Lybke, 53, ist einer der bekanntesten... mehr...

DDR: Stille Post

DER SPIEGEL - 11.08.2014

Begegnungen mit Günter de Bruyn - der Briefwechsel eines aufsässigen Bausoldaten mit dem regimekritischen Schriftsteller. Von Stefan Berg. Der Satzbau war etwas kompliziert, aber die Botschaft des Mannes, dessen Stimme so sanft klang, war eindeutig... mehr...

Enteignungen: Mehr Beutekunst?

DER SPIEGEL - 21.07.2014

Staatliche Kunstsammlungen Dresden suchen nur zögerlich nach rechtmäßigen Besitzern von Beutekunst. Nach der endgültigen Einigung des Freistaats Sachsen mit dem Fürstenhaus Wettin über enteignete Kunstgüter sieht der Anwalt des einstigen sächsische... mehr...

Zeitgeschichte: Da klebt doch Blut dran

DER SPIEGEL - 21.07.2014

Systematisch raubte die DDR einst Kunstsammler aus - und verhökerte die Beute im Westen. Zehntausende Werke gingen verloren, kaum eines der mehr als 200 Opfer wurde bislang entschädigt. Sie standen um sechs Uhr morgens vor der Wohnungstür. Mehr als... mehr...

Kunstraub in der DDR: Sohn eines Sammlers erhält Kunstgegenstände zurück

SPIEGEL ONLINE - 20.07.2014

Viele Opfer des DDR-Devisenbeschaffers Schalk-Golodkowski sind bis heute nicht entschädigt worden. Der Sohn eines Kunstsammlers aus der damaligen DDR aber hat nun einen Erfolg errungen: Er bekommt vom Erfurter Angermuseum 23 Kunstwerke zurück. mehr...

Entschädigung: Ehemalige DDR-Heimkinder erhalten mehr Hilfen

SPIEGEL ONLINE - 09.07.2014

Heimkinder wurden in Ostdeutschland zum Arbeiten gezwungen, sie wurden von Betreuern drangsaliert und misshandelt. Ein Hilfsfonds unterstützt Therapien und Entschädigungen - das Bundeskabinett hat die Gelder dafür nun deutlich aufgestockt. mehr...

Überwachung: Snowdens Deutschland-Akte

DER SPIEGEL - 16.06.2014

Die Auswertung geheimer Dokumente aus dem Bestand Edward Snowdens zeigt: Nirgendwo in Europa ist die NSA so aktiv wie hierzulande. Von Deutschland aus abgefangene Daten halfen den Amerikanern offenbar, Terrorverdächtige zu töten. Es war kurz vo... mehr...

Interview: Geheimdienste wollen alles wissen

DER SPIEGEL - 16.06.2014

Der ehemalige DDR-Offizier Klaus Eichner, 75, über die Arbeit der NSA im Kalten Krieg und ihre Beziehung zum BND. SPIEGEL: Herr Eichner, Sie waren bei der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) der Staatssicherheit der DDR mit der Gegenspionage beschäfti... mehr...

Zeitgeschichte: Zur Sonne, zur Freiheit

DER SPIEGEL - 07.06.2014

Bildband über Propagandaplakate der DDR. Der Kalte Krieg wurde auch mit Plakaten geführt, mit Propagandaslogans und Zeichnungen. Die Botschaften, die das DDR-Regime auf Postern verbreiten ließ, waren mal kämpferisch-aggressiv ("Ami, Go Home!"), m... mehr...


Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

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