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Alle Artikel und Hintergründe

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Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

DDR-Feuilletonist: Satiriker Lothar Kusche ist tot

DDR-Feuilletonist: Satiriker Lothar Kusche ist tot

SPIEGEL ONLINE - 21.08.2016

Einer der bekanntesten Feuilletonisten der DDR ist gestorben: Lothar Kusche. Er schrieb für den "Eulenspiegel" und die "Weltbühne". Er wurde 87 Jahre alt. mehr...

Frauen in der DDR: Gebärfreudige Arbeitsbienen

Frauen in der DDR: Gebärfreudige Arbeitsbienen

SPIEGEL ONLINE - 20.08.2016

Ja, Frauen arbeiteten in der DDR sogar in traditionellen Männerberufen, etwa als Traktoristin und Schweißerin. Doch wahre Gleichberechtigung blieb ein unerfülltes Versprechen. Und vor allem eines wurden Frauen nicht: Chefin. Von Katharina Sperber mehr... Forum ]

Massenentlassungen in der Türkei: Erdogan vergleicht "Säuberungen" mit deutscher Wiedervereinigung

Massenentlassungen in der Türkei: Erdogan vergleicht "Säuberungen" mit deutscher Wiedervereinigung

SPIEGEL ONLINE - 10.08.2016

Präsident Erdogan hat die Massenentlassungen türkischer Staatsdiener mit einem eigenwilligen Vergleich verteidigt: Deutschland habe nach der Wiedervereinigung auch SED-Mitglieder aus dem öffentlichen Dienst entfernt. mehr...

Mutmaßlicher Kindsmord von 1974: "Ich lege meine ganze Hoffnung auf dich"

Mutmaßlicher Kindsmord von 1974: "Ich lege meine ganze Hoffnung auf dich"

SPIEGEL ONLINE - 08.08.2016

Erna F. soll in der DDR ihren achtjährigen Sohn mit Gas getötet haben. Jetzt, mehr als 30 Jahre nach der Tat, ist sie des Mordes angeklagt. Hat die Stasi die Frau geschützt? Von Uta Eisenhardt, Neuruppin mehr...

Mutmaßlicher Kindsmord von 1974: „Ich lege meine ganze Hoffnung auf dich“

SPIEGEL ONLINE - 08.08.2016

Erna F. soll in der DDR ihren achtjährigen Sohn mit Gas getötet haben. Jetzt, mehr als 30 Jahre nach der Tat, ist sie des Mordes angeklagt. Hat die Stasi die Frau geschützt? mehr...

DDR-Zwangsarbeit für Ikea: Wer zahlt für das Leid von Dirk Maschke?

SPIEGEL ONLINE - 19.07.2016

<onlinemarker typ="laterpay“ /> 2012 wurde bekannt, dass Ikea und viele andere Firmen von Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen profitierten. Betroffene fordern Aufarbeitung und Wiedergutmachung - doch passiert ist seitdem wenig. Warum?<i> Von Britta Kollenbroich</i> mehr...

Persönlichkeit von DDR-Bürgern: Ein Land, zwei Seelen

SPIEGEL ONLINE - 09.06.2016

Fast drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall zeigt eine Studie, wie stark das DDR-Regime die Psyche seiner Bürger geformt hat. Bis heute haben ehemalige Ostbürger andere Persönlichkeitszüge als jene aus dem Westen. mehr...

DDR-Fall von 1974: Gutachter stützt Mordtheorie

SPIEGEL ONLINE - 11.05.2016

Im Mordprozess um einen DDR-Fall von 1974 hat ein Gutachter die These der Staatsanwaltschaft gestützt. Ein damals gestorbener Junge sei höchstwahrscheinlich nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen. mehr...

DDR-Mordfall: Zeugin belastet eigene Mutter

SPIEGEL ONLINE - 10.05.2016

Eine Frau soll 1974 ihren Sohn ermordet haben. Nun hat die Tochter der Angeklagten vor Gericht ausgesagt: Schon damals habe niemand geglaubt, der Achtjährige sei bei einem Unfall gestorben. mehr...

Medikamentenstudien in der DDR: Westliche Pharmafirmen testeten massenhaft Arzneien an Ost-Patienten

SPIEGEL ONLINE - 16.03.2016

In der DDR wurden Hunderte Studien mit West-Arzneien an DDR-Patienten durchgeführt. Berliner Medizinhistoriker haben die Tests aufgearbeitet und folgern: Die Aufträge halfen der klammen Staatskasse. mehr...

Heimlich mitgeschnitten: Wie die Genossen die Besetzung der Nikolaikirche planten

SPIEGEL ONLINE - 15.03.2016

Ein jetzt erst aufgetauchtes Tonband aus den letzten Tagen der SED-Herrschaft dokumentiert, wie sich 1989 die Parteigenossen in Leipzig aufmachten zum letzten Gefecht. mehr...

Was DDR-Bürger der Regierung schrieben: „Und das nennt ihr Sozialismus“

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2016

Ärgert sich der Deutsche, schreibt er Briefe. Die meisten Protestschreiben in und aus der DDR landeten bei der Stasi - ein Mosaik des Alltagsfrustes. Der Politologe Siegfried Suckut sucht die Absender. mehr...

Stasi-Akteneinsicht: „Ein falscher Schritt, und Sie wären abgestürzt“

SPIEGEL ONLINE - 10.02.2016

Jahre nach dem Mauerfall wollte Siegfried Wittenburg wissen, wie die Stasi ihn ausspioniert hatte. Und welche seiner vermeintlichen Freunde systemtreue Spitzel waren. Einen Informanten traf er wieder. mehr...

Gründerzeit der DDR-Klubs: Wie im Ostfußball die Sonne aufging. Und wieder unter

SPIEGEL ONLINE - 30.01.2016

Hohe Ziele, tiefer Sturz: 1966 entstanden die wichtigsten ostdeutschen Mannschaften. Sie sollten den DDR-Fußball auf Weltniveau führen und dem Klassenfeind Beine machen. Das gelang nur für wenige Jahre. mehr...


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Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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