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Alle Artikel und Hintergründe

DPA

Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Doku-Experiment "Junges Deutschland": Atemlos durch die History-Hitparade

Doku-Experiment "Junges Deutschland": Atemlos durch die History-Hitparade

SPIEGEL ONLINE - 20.04.2014

Von den Wandervögeln zur Neuen Deutschen Welle: Der ARD-Film "Junges Deutschland" knöpft sich 80 Jahre Jugendbewegung vor. Ein schmissiges Doku-Experiment für die junge Zielgruppe - das am Ende arg gehetzt daherkommt. Von Peter Luley mehr... Forum ]

Furioses DDR-Fluchtdrama "Westen": In der Twilight Zone des Kalten Krieges

Furioses DDR-Fluchtdrama "Westen": In der Twilight Zone des Kalten Krieges

SPIEGEL ONLINE - 23.03.2014

Endlich frei in der BRD? Der Kinofilm "Westen" zeigt die Flucht einer jungen Mutter aus der DDR - und ihre Begegnung mit der harten Realität im Auffanglager. Zwischen den ideologischen Fronten hat sie eine bedrückende Erkenntnis: wie ähnlich sich beide Systeme doch anfühlen. Von Christian Buß mehr... Video | Forum ]

IM "Jörg Woydt": ARD-Sportreporter arbeitete für die Stasi

SPIEGEL ONLINE - 16.03.2014

Er ist Experte für Boxen, Fußball, Leichtathletik - und arbeitete jahrelang für die Stasi: Der ARD-Sportreporter Jens-Jörg Rieck war nach Informationen des SPIEGEL vor der Wende IM des DDR-Geheimdienstes, Deckname "Jörg Woydt". mehr...

RTL-II-Trash "Go West!": So lieben wir unsere Hartz-IV-Empfänger

RTL-II-Trash "Go West!": So lieben wir unsere Hartz-IV-Empfänger

SPIEGEL ONLINE - 11.03.2014

Andreas Liebisch, 50, "seit der Wende arbeitslos", ist ein seltsam verwachsener Homunkulus. RTL II hat ihn mit einem gefährlichen Experiment namens "Frauentausch" erschaffen - und ihn jetzt mit Frau und Kindern "Go West!" geschickt. Von Arno Frank mehr... Forum ]

Stasi-Drama "Die Lüge": Genährt am Busen der DDR

Stasi-Drama "Die Lüge": Genährt am Busen der DDR

SPIEGEL ONLINE - 03.03.2014

Die Agenda des Einschleichers: In "Die Lüge" erzählt Uwe Kolbe von einem Stasi-Mann, der die Kunstszene überwacht - und, angelehnt an die eigene Biografie, eine Geschichte von Vater und Sohn, die sich der Enge der Diktatur durch erotische Eskapaden entziehen. Von Thomas Andre mehr...

Entschädigung: 200 Millionen Euro für DDR-Heimkinder

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2014

40 Millionen Euro sind nicht genug: Bund und Länder stocken den Hilfsfonds für ehemalige DDR-Heimkinder auf. Laut Bundesfamilienministerium sollen insgesamt rund 200 Millionen Euro ausgezahlt werden. Zugleich verkürzt sich die Antragsfrist für Betroffene. mehr...

Entschädigung: 200 Millionen Euro für DDR-Heimkinder

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2014

40 Millionen Euro sind nicht genug: Bund und Länder stocken den Hilfsfonds für ehemalige DDR-Heimkinder auf. Laut Bundesfamilienministerium sollen insgesamt rund 200 Millionen Euro ausgezahlt werden. Zugleich verkürzt sich die Antragsfrist für Betroffene. mehr...

KUNST: Bilder für Kinder und Ideologen

DER SPIEGEL - 24.02.2014

Kunsthalle Rostock erinnert an Motive der DDR. Schon immer inszenierten Herrscher sich selbst und ihre Macht in Bildern. Und wenn die Herrschenden untergingen, blieb die Kunst. Das gilt für die Mosaiken des antiken Rom - und für die Staatskunst der... mehr...

Roche zur Praxis ihrer Ost-Pharmaversuche: Wir gehen davon aus, dass sauber gearbeitet wurde

SPIEGEL ONLINE - 19.02.2014

Der Schweizer Konzern Roche hat als erstes Pharmaunternehmen eigene Untersuchungen zu den Medikamenten-Tests in der DDR gemacht. Das Ergebnis der 24-köpfigen Expertenkommission präsentierten sie jetzt in Berlin - eindeutige Nachweise über vollständig erfolgte Patientenaufklärung gibt es nicht. mehr...

Entschädigung: 15 Millionen Euro an DDR-Heimkinder ausgezahlt

SPIEGEL ONLINE - 05.02.2014

Bis heute leiden ehemalige DDR-Heimkinder unter den teilweise drastischen Maßnahmen ihrer früheren Erzieher. 15 Millionen Euro wurden in den vergangenen eineinhalb Jahren an die Betroffenen ausgezahlt. Es gibt Pläne, den 40-Millionen-Euro-Hilfsfonds aufzustocken. mehr...

Ehemalige Heimkinder: Kirchen pochen auf zügige Entschädigung

SPIEGEL ONLINE - 04.02.2014

Erzbischof Robert Zollitsch und der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider haben die langsame Bearbeitung von Entschädigungsansprüchen ehemaliger Heimkinder kritisiert. Die lange Wartezeit führe zu einer erneuten Traumatisierung der Betroffenen, so die Kirchenführer in einer gemeinsamen Erklärung. mehr...

HEIMKINDER: Im Regen stehengelassen

DER SPIEGEL - 03.02.2014

Entschädigungszahlungen an Heimkinder aus DDR-Kinderheimen wird erschwert. Die Entschädigungszahlungen an ehemalige Heimkinder drohen entgegen bisherigen politischen Versprechen im Osten Deutschlands erschwert zu werden. Das geht aus einer internen... mehr...

GEHEIMDIENSTE: Der Schatz vom Teufelsberg

DER SPIEGEL - 20.01.2014

Nach 23 Jahren Haft ist ein ehemaliger Spion von Stasi und KGB wieder frei. Er lieferte schon in den achtziger Jahren Belege dafür, dass die NSA in Deutschland spioniert. Leicht gebückt überquert er den Parkplatz, die Hände vergraben in den Taschen... mehr...

Zwangsarbeit: Aldi bezog Miederwaren aus DDR-Knast

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2014

In DDR-Gefängnissen mussten politische Häftlinge Waren für die westdeutsche Konsumgesellschaft herstellen. Nach Ikea geraten jetzt auch Aldi und Volkswagen in die Kritik. Die Unternehmen räumen Geschäftsbeziehungen ein - genauer hingesehen haben sie wohl nicht. mehr...

Stasi-Akten: Postkarte aus der DDR kommt nach 44 Jahren an

SPIEGEL ONLINE - 12.01.2014

Fast ein halbes Jahrhundert hat eine Postkarte aus der DDR in den Westen gebraucht. Der damals 18-jährige Oberschüler Günter Zettl wollte bei einem Musik-Preisrätsel des Saarländischen Rundfunks mitmachen. Doch die Stasi hatte etwas dagegen. mehr...

GESTORBEN: Thomas Kurzhals

DER SPIEGEL - 06.01.2014

Gestorben: Thomas Kurzhals. Thomas Kurzhals, 60. Einen "Gratwanderer zwischen Kommerz und Jazz-Rock" nannte er sich, an seinem Keyboard prägte er den Ostrock. Während seines Studiums an der Musikhochschule Dresden entdeckte ihn der Gründer der Ster... mehr...


Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

Buchtipp
SPIEGEL-Serie von 1999: "100 Tage im Herbst" - Untergang der DDR

Prominente Verurteilte

Egon Krenz, Staats- und Parteichef, 1997 zu sechseinhalb Jahren verurteilt, Reststrafe 2003 zur Bewährung

Heinz Keßler, DDR-Verteidigungsminister, 1993 zu siebeneinhalb Jahren verurteilt, Reststrafe 1998 zur Bewährung

Klaus-Dieter Baumgarten, Chef der DDR-Grenztruppen, 1996 zu sechseinhalb Jahren verurteilt, im Jahr 2000 begnadigt

Fritz Streletz, Generalstabschef NVA, 1993 zu fünfeinhalb Jahren verurteilt, Reststrafe 1997 zur Bewährung





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