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DPA

Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

"Aufruf" ehemaliger NVA-Generäle: Antifaschistischer Wortschwall

"Aufruf" ehemaliger NVA-Generäle: Antifaschistischer Wortschwall

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2015

Unterzeichnet haben DDR-Generäle, ein Ex-Minister und der Kosmonaut Sigmund Jähn: Im Bundestag kursiert ein wortgewaltiges Pamphlet betagter NVA-Veteranen. Denen geht es um die Ukraine - und eine Abrechnung mit dem Westen. Von Peter Maxwill mehr...

Aufruf ehemaliger NVA-Generäle: Antifaschistischer Wortschwall

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2015

Unterzeichnet haben DDR-Generäle, ein Ex-Minister und der Kosmonaut Sigmund Jähn: Im Bundestag kursiert ein wortgewaltiges Pamphlet betagter NVA-Veteranen. Denen geht es um die Ukraine - und eine Abrechnung mit dem Westen. mehr...

Skandal um DDR-Band Pankow: Brisanter Punk im Palast der Republik

SPIEGEL ONLINE - 19.05.2015

Plötzlich Stille im Palast der Republik: André Herzberg und seine Gruppe Pankow schockieren bei einem FDJ-Konzert mit Klartext über die DDR. Das Fernsehen bricht die Übertragung ab, im Radio quasseln die Moderatoren über den Auftritt hinweg. Doch Herzberg singt immer weiter. mehr...

Stasiakten: Thüringens Landessportchef bleibt im Amt

SPIEGEL ONLINE - 08.05.2015

Rolf Beilschmidt bleibt im Amt. Laut der Stasikommission des DOSB reichen die Belastungen gegen Thüringens Landessportchef nicht aus, um eine Abberufung zu empfehlen. Der Doping-Opfer-Hilfeverein hatte seinen Rücktritt gefordert. mehr...

Debatte: Hybris des Westens

DER SPIEGEL - 14.03.2015

25 Jahre nach der Wende schwächelt die Demokratie. . Der 18. März ist ein Datum, das dankbar zurückblicken lässt auf eine Erfolgsgeschichte der Demokratie. Vor 25 Jahren wählten die Bürger der DDR die Volkskammer zum ersten Mal in freier und gehei... mehr...

Opfer der Umerziehung: Kabinett stockt Hilfen für ehemalige DDR-Heimkinder auf

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2015

Die Bundesregierung stellt ehemaligen DDR-Heimkindern mehr Geld zur Verfügung. Die Mittel sollen von derzeit 40 auf bis zu 364 Millionen Euro erhöht werden. Sie sollen bei der Bewältigung von Folgeschäden helfen. mehr...

Zeitgeschichte: Tote im Kalten Krieg

DER SPIEGEL - 21.02.2015

Todesopfer im Kalten Krieg. Der Kalte Krieg ist in Deutschland brutaler geführt worden als bislang bekannt. Das zeigt eine Studie des Historikers Enrico Heitzer (Böhlau Verlag) über die Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit e.?V. (KgU). Die KgU wurde ... mehr...

Kalter Krieg: CIA finanzierte Sabotage und Anschläge in der DDR

SPIEGEL ONLINE - 20.02.2015

Der Kalte Krieg ist in Deutschland brutaler geführt worden als bislang bekannt. Das belegt die Studie eines Historikers, die dem SPIEGEL vorliegt: Eine sogenannte Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit verübte in der DDR Anschläge. mehr...

Zeitgeschichte: Tell und das tote Wildschwein

DER SPIEGEL - 14.02.2015

Ein dunkles Kapitel der DDR wird jetzt aufgearbeitet: die etwa 400 Entführungen von Regimekritikern und Überläufern durch die Stasi im Westen. Von Konstantin von Hammerstein. Es ist halb acht, als Walter Linse am Morgen des 8. Juli 1952 sein Wohnha... mehr...

Jugend in der DDR: Randale, Kleingeld und die Polizei

SPIEGEL ONLINE - 01.02.2015

Vor Frank alias "Krank" war nichts sicher. In den Achtzigerjahren zog der Hüne mit seinem Schulfreund Marko Schubert durch abgelegene Ost-Berliner Klubs. Als ihnen einmal das Geld ausging, riss er kurzerhand einen Fahrkartenautomaten aus der Verankerung. mehr...

Deutsche Wiedervereinigung: Duma erwägt Einstufung als Annexion

SPIEGEL ONLINE - 28.01.2015

Abgeordnete der Duma denken darüber nach, die deutsche Wiedervereinigung als Annexion zu brandmarken. Sie reagieren damit auf einen Beschluss des Europarats zur russischen Krim-Politik. mehr...


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Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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