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Alle Artikel und Hintergründe

DPA

Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Opfer der Umerziehung: Kabinett stockt Hilfen für ehemalige DDR-Heimkinder auf

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2015

Die Bundesregierung stellt ehemaligen DDR-Heimkindern mehr Geld zur Verfügung. Die Mittel sollen von derzeit 40 auf bis zu 364 Millionen Euro erhöht werden. Sie sollen bei der Bewältigung von Folgeschäden helfen. mehr...

Kalter Krieg: CIA finanzierte Sabotage und Anschläge in der DDR

SPIEGEL ONLINE - 20.02.2015

Der Kalte Krieg ist in Deutschland brutaler geführt worden als bislang bekannt. Das belegt die Studie eines Historikers, die dem SPIEGEL vorliegt: Eine sogenannte Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit verübte in der DDR Anschläge. mehr...

Jugend in der DDR: Randale, Kleingeld und die Polizei

SPIEGEL ONLINE - 01.02.2015

Vor Frank alias "Krank" war nichts sicher. In den Achtzigerjahren zog der Hüne mit seinem Schulfreund Marko Schubert durch abgelegene Ost-Berliner Klubs. Als ihnen einmal das Geld ausging, riss er kurzerhand einen Fahrkartenautomaten aus der Verankerung. mehr...

Deutsche Wiedervereinigung: Duma erwägt Einstufung als Annexion

SPIEGEL ONLINE - 28.01.2015

Abgeordnete der Duma denken darüber nach, die deutsche Wiedervereinigung als Annexion zu brandmarken. Sie reagieren damit auf einen Beschluss des Europarats zur russischen Krim-Politik. mehr...

Rechtsextremismus in der DDR: Real existierende Neonazis

SPIEGEL ONLINE - 22.01.2015

Die DDR inszenierte sich gern als antifaschistischer Staat, Neonazis gab es nicht. Als Videoaufnahmen 1988 die Existenz einer rechten Szene belegten, duckten sich die Genossen weg und mieden die Auseinandersetzung. einestages zeigt die erschreckend aktuellen Bilder. mehr...

Zeitgeschichte: Flucht im Kofferraum

DER SPIEGEL - 05.01.2015

Wilde Verfolgungsjagden, scharfe Kontrollen: Wie ein Berliner Kneipier auf Transitstrecken DDR-Flüchtlinge über die Grenze schmuggelte. Machen Sie das Radio leiser", befiehlt der Grenzposten, als Heinz Sander seine Papiere aus dem Fenster reicht. S... mehr...

Free Jazz in der DDR: Schrille Töne und Koteletten

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Auch der Spreewald hatte sein Woodstock: 25 Jahre nach Öffnung der Grenze erinnert die Ausstellung "Free Jazz in der DDR" an eine faszinierende Subkultur. Was wurde seit der Wiedervereinigung aus der Musik und ihren Protagonisten? mehr...

Erstes deutsch-deutsches Skatturnier: Ost ist Trumpf

SPIEGEL ONLINE - 29.11.2014

Im Kalten Krieg gab es zwei deutsche Staaten - aber ein Kartenspiel, das Ost und West verband: Skat. Vor 25 Jahren machte sich Hans Jäschke mit vier Skatbrüdern im Wartburg auf über die Grenze, um an einem historischen Wettkampf teilzunehmen. mehr...

Alte DDR-Zweiräder auf Kuba: Die Insel der Ostalgie

SPIEGEL ONLINE - 24.11.2014

Oldtimer und Kuba? Da denkt man sofort an stattliche Schlitten aus Amerika. Dabei gibt es noch eine ganz andere Sorte von Klassikern: Auf der Karibikinsel sind immer noch Zehntausende Fahrzeuge aus der DDR unterwegs. mehr...

Freizeit: Kreuzfahrt ins Gestern

DER SPIEGEL - 24.11.2014

Die "Azores", als "Stockholm" gebaut, versenkte die "Andrea Doria", durchbrach die Kuba-Blockade, diente als Asyl - und war das Traumschiff der DDR. Eine Geschichte vom Durchhalten. Von Hauke Goos und Bernhard Riedmann (Fotos). Der Prospekt lag sei... mehr...


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Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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