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Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Alltag in der DDR: Jedes Ding Erinnerung

SPIEGEL ONLINE - 19.11.2014

Ein wuchtiger DDR-Bildband zeigt Relikte aus einem Land, das es nicht mehr gibt: Alltagsgegenstände, Gedichte und Reisetagebücher wecken lebhafte Erinnerungen - sogar bei Ex-Wessis. Eine Zeitreise mit Buch. mehr...

Aufgewachsen unter Spitzeln: Das schwere Erbe der Stasi-Kinder

SPIEGEL ONLINE - 08.11.2014

Stasi-Mitarbeiter führten ein Doppelleben, darunter litten auch ihre Kinder: Sie erfuhren nichts von Papas Spitzeleien und waren oft selbst Ziel der Ausspähungen. Nun beginnen sie, ihre wahre Familiengeschichte zu ergründen. mehr...

Autosammlung Harnekop: Im Paradies der Ostlauben

SPIEGEL ONLINE - 08.11.2014

In einer versteckten Großgarage in Brandenburg steht eine der größten Sammlungen von Ost-Autos. Hüterin des Schatzes ist eine resolute Frau. mehr...

Prozess wegen Aufmarsch in Uniformen: Die Rückkehr der NVA

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Die DDR ist Geschichte, die Nationale Volksarmee für manche allerdings noch nicht. Weil sie in ihren alten Soldatenuniformen aufmarschierten, steht eine Gruppe von Männern in Berlin vor Gericht. mehr...

Streit über Rot-Rot-Grün: SPD fordert Aufarbeitung der CDU-Historie in der DDR

SPIEGEL ONLINE - 06.11.2014

Das Thema Rot-Rot-Grün sorgt für Zwist in der Koalition. Angela Merkel warnt vor einem Linken-Landeschef in Thüringen - und empört die SPD. Jetzt erinnern die Genossen die Kanzlerin an die Blockpartei-Vergangenheit der CDU. mehr...

Pharmatests in der DDR: Das waren Geschäfte mit einem diktatorischen Staat

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2014

Westliche Pharmakonzerne haben in der DDR massenhaft Pillen getestet. Ein Team um den Medizinhistoriker Rainer Erices stellt nun eine erste Bestandsaufnahme vor. Demnach wurde ein Teil der Versuche von Stasi-Spionen organisiert. mehr...

Umweltverschmutzung in der DDR: Es hat gedreckt

SPIEGEL ONLINE - 23.10.2014

Von heimlichen Treffen in Kellern zum Runden Tisch: Die Ökogruppen in der DDR gehörten zum Kern der Opposition, die im Herbst 1989 die friedliche Revolution ermöglichte. Wie schafften es die Umweltschützer, zu einer landesweiten Bewegung zu werden? mehr...

Stasi-Akten: DOSB prüft Vorwürfe gegen Thüringens Landessportbundchef

SPIEGEL ONLINE - 22.10.2014

Rolf Beilschmidt war Weltklassehochspringer, nach seiner aktiven Karriere wurde er Sport-Funktionär. Ob seine Tätigkeit als Stasi-Informant größeres Ausmaß hatte als bisher angenommen, untersucht nun der Deutsche Olympische Sportbund. mehr...

15. Januar 1990: Die Schuld der anderen

DER SPIEGEL - 20.10.2014

Der Sturm auf die Stasi-Zentrale symbolisiert das Ende von Denunziation und Überwachung in der DDR. Die Demonstranten kaperten indes eine Organisation, der die Regierung längst die Rolle des Sündenbocks zugeschanzt hatte. verbraucht für iPadSIEBE... mehr...

Homestory: Köpfchen senken

DER SPIEGEL - 20.10.2014

Wie wir Westkinder die ostdeutsche Heimat meines Vaters erlebt haben. Das Dorf, in dem der Vater meines Vaters Schulmeister war, konnte von uns Westdeutschen früher nicht so einfach besucht werden, es liegt in Thüringen, in der Rhön. Es war der Ort... mehr...


Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung

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