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DPA

Herrschaft der SED

In der Sowjetischen Besatzungszone entstand 1949 die Deutsche Demokratische Republik: Nach sowjetischem Modell wollten deutsche Kommunisten unter Führung der SED die sozialistische Gesellschaft ver­wirklichen. Das Ergebnis war eine miefige Diktatur. Nach vierzig Jahren beendete eine friedliche Revolution das Zwangsexperiment.

Prozess um DDR-Fall von 1974: Mutter bestreitet Mord an ihrem Sohn

Prozess um DDR-Fall von 1974: Mutter bestreitet Mord an ihrem Sohn

SPIEGEL ONLINE - 27.04.2016

Ein Frau soll 1974 in der DDR ihren achtjährigen Sohn ermordet haben. Erst jetzt beginnt in Neuruppin der Prozess. Die Angeklagte hat sich zum Auftakt geäußert - und will fortan schweigen. mehr... Forum ]

Medikamentenstudien in der DDR: Westliche Pharmafirmen testeten massenhaft Arzneien an Ost-Patienten

Medikamentenstudien in der DDR: Westliche Pharmafirmen testeten massenhaft Arzneien an Ost-Patienten

SPIEGEL ONLINE - 16.03.2016

In der DDR wurden Hunderte Studien mit West-Arzneien an DDR-Patienten durchgeführt. Berliner Medizinhistoriker haben die Tests aufgearbeitet und folgern: Die Aufträge halfen der klammen Staatskasse. mehr...

Medikamentenstudien in der DDR: Westliche Pharmafirmen testeten massenhaft Arzneien an Ost-Patienten

SPIEGEL ONLINE - 16.03.2016

In der DDR wurden Hunderte Studien mit West-Arzneien an DDR-Patienten durchgeführt. Berliner Medizinhistoriker haben die Tests aufgearbeitet und folgern: Die Aufträge halfen der klammen Staatskasse. mehr...

Heimlich mitgeschnitten: Wie die Genossen die Besetzung der Nikolaikirche planten

SPIEGEL ONLINE - 15.03.2016

Ein jetzt erst aufgetauchtes Tonband aus den letzten Tagen der SED-Herrschaft dokumentiert, wie sich 1989 die Parteigenossen in Leipzig aufmachten zum letzten Gefecht. mehr...

Was DDR-Bürger der Regierung schrieben: „Und das nennt ihr Sozialismus“

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2016

Ärgert sich der Deutsche, schreibt er Briefe. Die meisten Protestschreiben in und aus der DDR landeten bei der Stasi - ein Mosaik des Alltagsfrustes. Der Politologe Siegfried Suckut sucht die Absender. mehr...

Stasi-Akteneinsicht: „Ein falscher Schritt, und Sie wären abgestürzt“

SPIEGEL ONLINE - 10.02.2016

Jahre nach dem Mauerfall wollte mehr...

Gründerzeit der DDR-Klubs: Wie im Ostfußball die Sonne aufging. Und wieder unter

SPIEGEL ONLINE - 30.01.2016

Hohe Ziele, tiefer Sturz: 1966 entstanden die wichtigsten ostdeutschen Mannschaften. Sie sollten den DDR-Fußball auf Weltniveau führen und dem Klassenfeind Beine machen. Das gelang nur für wenige Jahre. mehr...

Neuer Hilfsfonds: DDR-Dopingopfer erhalten Entschädigung

SPIEGEL ONLINE - 17.12.2015

An den Folgen des Dopings aus DDR-Zeiten leiden ehemalige Sportler noch heute. Zumindest auf eine einmalige Entschädigungszahlung können sie hoffen. Die Bundesregierung will einen neuen Hilfsfonds auflegen. mehr...

DDR-Sport: Bund zahlt Doping-Opfern zehn Millionen Euro Entschädigung

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2015

Nach langen Verhandlungen hat sich der Bund dazu entschieden, zehn Millionen Euro an die Opfer des DDR-Dopings zu zahlen. Der Doping-Opfer-Hilfe-Verein ist zufrieden, übt aber gleichzeitig scharfe Kritik am organisierten Sport. mehr...

Musikverbot in der DDR: Wasserwerfer gegen Pilzköpfe

SPIEGEL ONLINE - 30.10.2015

Als die Stasi 1965 die Leipziger Band The Butlers verbot, liefen die Fans Sturm. Die Volkspolizei knüppelte den Protest nieder, die Musiker flohen aufs Land. mehr...

Sodanns Bücher: Ein ganzes Land in einer Lagerhalle

SPIEGEL ONLINE - 07.10.2015

„Ich lasse mir doch meine Vergangenheit nicht nehmen“, sagt der Schauspieler Peter Sodann trotzig. Seit Jahren sammelt der gebürtige Sachse Bücher aus der DDR. Alle. Nun hat er ein Problem. mehr...

Abiturredner schockiert SED-Establishment: „Diese Ratte“

SPIEGEL ONLINE - 23.09.2015

„Man kann eine Sache auch 20 Jahre falsch machen": Mit seiner Abiturrede empörte der langhaarige Querkopf Alexander Kobylinski 1983 die SED-Kader im Publikum. Der Pfarrerssohn wurde drangsaliert - doch bereut hat er es nicht. mehr...


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    Die Revolution in Deutschland 1989/90.

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Parteienystem der DDR
Parteienbildung nach 1945
Die Sowjetische Militäradministration ließ mit ihrem Befehl Nr. 2 vom 10. Juni 1945 zwar schon frühzeitig die Bildung von Parteien zu (die KPD, die SPD, die CDU und die LDPD). Sie tat dies jedoch vor allem, um die Richtung der Parteien von vornherein steuern zu können. Nachdem es kurzfristig so ausgesehen hatte, als könnten die Kommunisten einen eigenständigen deutschen Weg zum Sozialismus einschlagen, wurde jedoch bald deutlich, daß die sowjetische Führung nicht willens war, in ihrer Besatzungszone Parteien mit unterschiedlichen Konzeptionen zu dulden.

Zwangsvereinigung von KPD und SPD
Im April 1946 kam es zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD. Die neue Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) errang dank der sowjetischen Besatzungsmacht allmählich ein Machtmonopol. Die beiden anderen Parteien - die CDU und die LDPD - verloren ihre Eigenständigkeit. Der abgesetzte Vorsitzende der CDU Jakob Kaiser ging in den Westen; der konzessionsbereite Vorsitzende der LDPD Wilhelm Külz verstarb 1948.

In jenem Jahr wurden von der SED zwei weitere Parteien gegründet: die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD).

Blockparteien
Bis 1989 waren die Christliche Demokratische Union der DDR (CDU), die Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD), die Liberale Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) und die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NDPD) mit der Sozialistischen Einheitspartei (SED) im Demokratischen Block zusammengeschlossen. Als Blockparteien waren sie sowohl in der Volkskammer als auch in der Regierung vertreten - hatten jedoch nahezu keinen politischen Einfluss.

Die Bedeutung der Blockparteien, die die Führungsrolle der Kommunisten anerkannten, erwies sich für die SED als ambivalent. Einerseits schirmten sie deren Herrschaft ab, andererseits hatten sie auch für diejenigen eine Nischenfunktion, die sich der SED entziehen wollten.

Nationale Front
In der Nationalen Front der Deutschen Demokratischen Republik, die jeweils eine Einheitsliste für die Wahlen aufstellte, waren sämtliche Parteien zusammen mit den Massenorganisationen vereinigt. Zu ihnen gehörten der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB), die Freie Deutsche Jugend (FDJ), der Demokratische Frauenbund Deutschlands (DFD), der Kulturbund der DDR (KB) sowie die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB). Diese Massenorganisationen sollten die Bürgerinnen und Bürger der DDR ideologisch erfassen, für die Ziele der SED gewinnen und letztlich auch kontrollieren.

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung
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