Milliardenmarkt Swap-Geschäfte
Swaps - zu deutsch Tauschgeschäfte - sind an den Finanzmärkten rund um den Globus zu finden und bewegen oftmals Milliarden von Euro oder Dollar. Im Gegensatz zum direkten Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers werden bei Swaps nur die Erträge oder Verluste aus diesen Papieren zwischen zwei Parteien getauscht.
Klassische Beispiele sind der Tausch der Zinsen aus Anleihen unterschiedlicher Laufzeit oder auch der Erträge von verschiedenen Aktienkörben. So haben sich etliche deutsche Kommunen - um ihren Schuldenberg abzubauen - auf Zinsswap-Geschäfte eingelassen, wobei sie darauf gewettet haben, dass die langfristigen Zinsen stärker steigen als die kurzfristigen, was sich als teure Fehlspekulation herausstellte.
Auch im Devisenbereich werden Swap-Geschäfte vielfach angewandt. So werden beispielsweise auch Währungstauschgeschäfte als Swaps bezeichnet, bei denen zum Beispiel Zentralbanken Devisen verkaufen und gleichzeitig auf Termin zurückkaufen oder umgekehrt.
Die Vorteile im Vergleich zum direkten Kauf oder Verkauf können vielfältig sein: Manche Geschäfte dienen dazu, die Handelskosten niedriger zu halten. Aber auch Steuern, unterschiedliche Finanzierungskonditionen für die Vertragsparteien oder gesetzliche Hürden können Gründe für solche Tauschgeschäfte sein.
Banken treten bei den Tauschgeschäften oftmals als Gegenpartei auf und sichern sich durch weitere Geschäfte selbst wieder ab. Sie können dann die Provisionen einstreichen. Die Kosten sowie das Risiko, dass die Gegenpartei auch tatsächlich trägt, gelten als Nachteile der Swaps.