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Alle Artikel und Hintergründe

Machtkampf beim Wüstenstromprojekt : Desertec-Konsortium schasst Co-Chefin

Machtkampf beim Wüstenstromprojekt : Desertec-Konsortium schasst Co-Chefin

SPIEGEL ONLINE - 10.07.2013

Der Machtkampf an der Spitze der Desertec-Initiative ist entschieden: Die Gesellschafter haben Co-Leiterin Aglaia Wieland entlassen. Damit wird der Niederländer Paul van Son das Industriekonsortium künftig allein leiten. Die beiden hatten sich einen offenen Streit über die Strategie geliefert. mehr... Forum ]

Ausstieg des Desertec-Namensgebers: Machtkampf um das Wüstenstromprojekt

Ausstieg des Desertec-Namensgebers: Machtkampf um das Wüstenstromprojekt

SPIEGEL ONLINE - 01.07.2013

Sonnenstrom aus der Wüste für Europas Energiewende - das ist die kühne Vision von Desertec. Mit dabei: die großen Namen der deutschen Wirtschaft. Doch jetzt eskalieren lang anhaltende Konflikte, der Initiator des Projekts springt ab. Die Industrieinitiative droht im Chaos zu versinken. Von Stefan Schultz mehr... Forum ]

Wüstenstrom-Projekt: Desertec-Stiftung kündigt Industrie Zusammenarbeit

Wüstenstrom-Projekt: Desertec-Stiftung kündigt Industrie Zusammenarbeit

SPIEGEL ONLINE - 01.07.2013

Offener Bruch beim Wüstenstrom-Projekt: Die Desertec-Stiftung steigt aus der Zusammenarbeit mit der Initiative der Industrie aus. Deren Führungsspitze streitet sich heftig über die Strategie. Zeitungsberichten zufolge will die Stiftung nun den Gebrauch des Namens Desertec untersagen. mehr... Forum ]

Desertec in der Kritik: Widerstand gegen den sauberen Wüstenstrom

Desertec in der Kritik: Widerstand gegen den sauberen Wüstenstrom

SPIEGEL ONLINE - 03.04.2013

Sonnenstrom aus der Sahara für Europa: Mit diesem Versprechen trat Desertec an - und erntete viel Aufmerksamkeit. Doch nach fünf Jahren mangelt es an Resultaten. Jetzt wächst der Widerstand vor Ort. Die Menschen in den Wüstenländern sehen sich von den Planungen ausgeschlossen. Aus Tunis berichtet Nicolai Kwasniewski mehr... Forum ]

Wüstenstromprojekt: Deutsche Firmen ziehen sich aus Desertec zurück

Wüstenstromprojekt: Deutsche Firmen ziehen sich aus Desertec zurück

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2012

Erst Siemens, jetzt Bosch: Beim Solarstromprojekt Desertec sind deutsche Unternehmen auf dem Rückzug. Doch laut den Desertec-Planern prüfen neue Partner eine Beteiligung. mehr... Forum ]

Wüstenstrom-Projekt: Chinesen wollen bei Desertec einsteigen

Wüstenstrom-Projekt: Chinesen wollen bei Desertec einsteigen

SPIEGEL ONLINE - 05.11.2012

Das Solarprojekt Desertec lockt Investoren aus China und aus den USA an. Laut "Financial Times Deutschland" wollen die Firmen Gesellschafter des Industriekonsortiums werden, das den Bau von Solarkraftwerken in Nordafrika koordiniert. Nicht alle Partner sind von dem Interesse der Chinesen begeistert. mehr... Forum ]

Wüstenstrom: Staaten forcieren erstes Desertec-Solarkraftwerk

SPIEGEL ONLINE - 31.10.2012

Desertec nimmt immer konkretere Formen an: Deutschland und vier europäische und nordafrikanische Staaten forcieren laut einem Zeitungsbericht ein Abkommen, das den Bau eines Solarkraftwerks in Marokko ermöglichen soll. Bereits in zwei Jahren könnte der erste Strom aus der Wüste nach Europa fließen. mehr...

Solarprojekt Helios: Warum Griechenland vergeblich auf die Sonne hofft

SPIEGEL ONLINE - 31.03.2012

Die Solarenergie gilt als Hoffnungsträger für die darbende griechische Wirtschaft. Mit hohen Subventionen will das Land zum Exporteur des grünen Stroms aufsteigen. Doch Experte Ernst Rauch fürchtet, die Griechen setzen auf die falsche Technik: Viel besser geeignet wäre die Windkraft. mehr...

Regenerative Energie: Desertec will 2012 Solarkraftwerk in der Wüste bauen

SPIEGEL ONLINE - 29.10.2011

Ein Solarkraftwerk in der Wüste - diese Idee mutete lange Zeit geradezu utopisch an. Doch jetzt machen die Initiatoren Ernst. Schon 2012 soll der Bau der ersten Anlage beginnen. Sie soll 500 Megawatt leisten - zwei davon würden ein modernes Atomkraftwerk ersetzen. mehr...

Öko um jeden Preis

DER SPIEGEL - 20.09.2010

Grün und kühn: Bis zum Jahr 2050 sollen Wind und Sonne, Wasser und Biomasse das gesamte Land mit Energie versorgen. Doch die Politik in Berlin verschweigt bislang die Risiken des Umbaus - und vor allem die gewaltigen Kosten. Die Avantgarde hat sich... mehr...

Desertec-Konkurrenz: Franzosen planen Solarstrom-Projekt in Afrika

SPIEGEL ONLINE - 20.05.2010

Die Desertec-Initiative hat es vorgemacht - jetzt will laut "Handelsblatt" auch Frankreich ein Konsortium gründen, das Solarstrom aus Nordafrika nach Europa bringen soll. Der Start steht offenbar noch im Mai an. mehr...

Jünger des Lichts

DER SPIEGEL - 17.05.2010

Mit Tausenden Kraftwerken in der Sahara will die Desertec-Initiative Sonnenstrom für Europa produzieren. Die Wüstensonne ist verlässlicher als der Nordseewind, ihre Wärme lässt sich gut speichern. Doch zu viel Fördergeld fließt in eine andere Technik... mehr...

Wüstenstrom-Initiative: Brüderle verspricht Desertec Unterstützung

SPIEGEL ONLINE - 08.03.2010

Das Desertec-Projekt soll den Europäern Solarstrom aus Afrika und dem Nahen Osten sichern - geplante Kosten: 400 Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Brüderle hat den Investoren nun die Hilfe der Bundesregierung zugesagt. Die Förderung sei zugleich Entwicklungshilfe. mehr...

Milliardenprojekt: Weltbank plant Solaroffensive

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2009

Die Weltbank will ein gigantisches Solarprojekt auf den Weg bringen. 5,5 Milliarden Dollar stellt das Institut zusammen mit weiteren Investoren bereit, um in fünf arabischen Ländern Solarkraftwerke zu bauen. Sie sollen ein Gigawatt Strom erzeugen. mehr...

Wüstenstrom-Initiative: Industrie gründet Desertec-Unternehmen

SPIEGEL ONLINE - 30.10.2009

Jetzt geht's los: Zwölf Konzerne aus der Energie- und Finanzbranche und eine gemeinnützige Stiftung haben in München die "Desertec Industrial Initiative" gegründet - eine GmbH, die gewaltige Solarstrom-Projekte in Nordafrika ermöglichen soll. mehr...

Solarenergie: Desertec-Projekt zieht Dutzende Investoren an

SPIEGEL ONLINE - 30.09.2009

Das gigantische Solarstrom-Projekt Desertec erhöht seine Schlagkraft. Die Initiative, bisher von deutschen Firmen dominiert, steht laut einem Zeitungsbericht kurz vor der Aufnahme führender Energieversorger aus dem europäischen Ausland und Nordafrika - deren Einstieg gilt als essentiell wichtig. mehr...


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Fotostrecke
Desertec: Strom aus der Wüste
Strom aus der Wüste
Sonnenkraft
Die Energie der Sonne bietet ein riesiges Potential: Pro Jahr gehen 630.000 Terawattstunden an ungenutzter Sonnenstrahlen-Energie auf die Wüsten in Nahost und Nordafrika nieder. Zum Vergleich: Ganz Europa verbraucht pro Jahr etwa 4000 Terawattstunden.
Desertec-Konzept
Würde man auf etwa 20.000 Quadratkilometern der nordafrikanischen Wüste Solarthermie-Kraftwerke aufstellen, ließe sich daraus theoretisch so viel Strom gewinnen, um den Bedarf Europas zu decken. Der gewonnene saubere Strom würde mit Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen nach Europa transportiert werden.
Solarthermie
Das Prinzip kennt jeder, der einmal mit einem Brennglas Löcher in Papier gebrannt hat: Gebündelte Sonnenstrahlen, von Parabolrinnen-Spiegeln konzentriert, erhitzen Wasser, Dampf treibt Turbinen an, und die erzeugen Strom. So funktioniert ein Solarthermie-Kraftwerk. Auch bei Nacht: In Salzspeichern kann die am Tag erzeugte Wärme für einige Stunden festgehalten werden. So können die Turbinen auch laufen und Strom erzeugen, wenn die Sonne nicht scheint. Die Technologie ist alt und bewährt: In Kalifornien erzeugen Solarthermie-Kraftwerke seit den achtziger Jahren Strom. In Südspanien wurden kürzlich drei neue Kraftwerke gebaut.

Solarthermie hat Vorteile gegenüber Photovoltaik: Sie ist günstiger und nicht so wartungsintensiv. Außerdem benötigen Solarzellen teure Speicher für den Strom, um eine Versorgung bei Nacht zu gewährleisten. Dafür produzieren Solarzellen direkt Strom, wohingegen mit Solarthermie der Umweg über Wärme und Turbinen gegangen werden muss.
Versorgungssicherheit
Nachts scheint keine Sonne, in Flüssigsalz-Speichern kann man einen Teil der tagsüber solarthermisch erzeugten Wärme aber chemisch speichern - derzeit bis zu acht Stunden lang. So können die Turbinen auch nachts laufen, die Stromversorgung ist durchgehend gesichert.
Leitungsnetz
Um den Strom über eine Distanz von 3000 Kilometern nach Europa zu transportieren, braucht man Hochspannungs-Gleichstrom-Leitungen (HVDC). Normale Wechselstrom-Leitungen sind zu verlustreich. HVDC-Leitungen haben einen Verlust von etwa drei Prozent auf 1000 Kilometern. Auch diese HVDC-Technologie ist vorhanden und erprobt.
Kosten
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat in einer Machbarkeitsstudie errechnet, dass bis zum Jahr 2050 etwa 400 Milliarden Euro nötig wären, um so viel Solarthermie-Kraftwerke zu bauen, dass Europa 15 Prozent seines Strombedarfs damit decken könnte. 350 Milliarden Euro würden die Kraftwerke kosten und etwa 50 Milliarden Euro das Leitungsnetz, um den Strom von Nordafrika nach Europa zu transportieren.
Vorteile
Solarthermie ist Low-Tech - zuverlässig und risikofrei. Die Kraftwerke können nicht explodieren, es entsteht kein radioaktiver Abfall oder klimaschädliches CO2 und man braucht keine Kohle, kein Öl und kein Uran, um sie zu betreiben. Geht ein Spiegel-Modul kaputt, wird es einfach ausgetauscht - der Betrieb des Kraftwerks ist nicht gestört. Ein weiterer großer Vorteil: Baut man die Kraftwerke in Küstennähe, könnten mit dem Strom auch Meerwasser-Entsalzungsanlagen betrieben werden und dringend benötigtes Wasser für die nordafrikanischen Länder produziert werden. Politisch und wirtschaftlich gesehen könnten die Staaten des Nahen Ostens und Nordafrikas auf dem Exportgut sauberer Strom eine solide Wirtschaft und Wohlstand aufbauen.
Nachteile
Kritiker sehen die Gefahr von Abhängigkeit von den politisch eher instabilen Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens. Zudem könnte das Leitungsnetz Ziel von Terroristen sein - die Stromversorgung Europas wäre im Falle eines Anschlags gefährdet. Politische Hürden bestehen vor allem darin, dass für eine Umsetzung des Desertec-Konzepts die Zusammenarbeit sowohl vieler europäischer Staaten untereinander erforderlich ist als auch mit Nordafrika und dem Nahen Osten. Diese Beziehungen sind allerdings historisch belastet.





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