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Alle Artikel und Hintergründe

OECD-Vergleich: Nur Belgier zahlen mehr Steuern und Abgaben als Deutsche

OECD-Vergleich: Nur Belgier zahlen mehr Steuern und Abgaben als Deutsche

SPIEGEL ONLINE - 11.04.2014

Von jedem verdienten Euro muss ein lediger Angestellter in Deutschland fast 50 Cent abgeben. Laut OECD sind in kaum einem anderen Industriestaat Steuern und Abgaben so hoch. mehr...

Mehr Kontrollen: Nahles will Künstlersozialkasse reformieren

Mehr Kontrollen: Nahles will Künstlersozialkasse reformieren

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2014

Schärfere Kontrollen sollen der Künstlersozialkasse mehr Geld bringen: Das Arbeitsministerium plant ein neues Prüfverfahren, um das finanzielle Überleben der Einrichtung zu sichern. mehr... Forum ]

Streit über Rentenpaket: Seehofer rüffelt Klöckner

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2014

Im Rentenstreit drohte CDU-Vizechefin Klöckner der SPD unverhohlen. Sie brachte ein Scheitern der Rente mit 63 ins Spiel. Dafür kanzelt CSU-Chef Seehofer sie jetzt ab: "So kriegt man halt Interviews." mehr...

Sozialsystem: Studie bewertet Rente mit 63 als höchst kritisch

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2014

Die Bertelsmann Stiftung kritisiert ein Prestigeprojekt von Schwarz-Rot: Die geplante Rente mit 63 Jahren gefährde die Generationengerechtigkeit und sende kein gutes Signal an die EU-Krisenländer. mehr...

CDU-Vize Klöckner: Dann gibt es wohl keine Rente mit 63

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2014

Die Union hadert mit der Rente mit 63. Jetzt hat Parteivize Julia Klöckner der SPD mit dem Scheitern des Projekts gedroht. Im Koalitionsvertrag stehe nichts vom "Modell Nahles". mehr...

CDU-Parteitag: Renten-Rebellen sehen deutsche Glaubwürdigkeit in Gefahr

SPIEGEL ONLINE - 05.04.2014

Die CDU stimmt sich mit einem Parteitag auf die Europawahl ein. Im Wahlprogramm wird die Rente mit 67 als Vorbild für andere EU-Staaten gefeiert. Zugleich führt die Koalition die Rente mit 63 ein. Mancher Christdemokrat kommt da nicht mit. mehr...

Große Koalition: Meine Mutter braucht keine Mütterrente

SPIEGEL ONLINE - 26.03.2014

Die Rentengeschenke der Großen Koalition werden meiner Mutter mehr als 1500 Euro pro Jahr bringen. Verdient hat sie das Geld. Aber sie braucht es nicht. Die Regierung beleidigt mit ihrer kurzsichtigen Politik eine Generation, die das Wirtschaften noch gelernt hat. mehr...

100 Tage Große Koalition: Kauder will Renten-Kritiker in der Union besänftigen

SPIEGEL ONLINE - 26.03.2014

100 Tage Schwarz-Rot: Der Start war holprig, doch langsam finden Union und SPD zusammen, glaubt Unionsfraktionschef Volker Kauder. Dass in der Koalition vor allem die Genossen den Ton angeben, weist der Merkel-Vertraute zurück - und sendet Kompromiss-Signale im Streit um Rente und Mindestlohn. mehr...

RENTE: Widerstand der Jungen

DER SPIEGEL - 24.03.2014

Jung gegen Alt - Rentenstreit in der Union. Die Junge Union (JU) fordert ihre Mitglieder zum Widerstand gegen das Rentenpaket der Bundesregierung auf. "Mit unseren 120?000 Mitgliedern müssen wir vor Ort auf den unverantwortlichen Bruch des Generati... mehr...

Erhöhung: Ostdeutschland holt bei den Renten weiter auf

SPIEGEL ONLINE - 20.03.2014

Die gut 20 Millionen Rentner in Deutschland bekommen vom 1. Juli an mehr Geld. Für die Rentner im Westen Deutschlands steigen die Bezüge um 1,67 Prozent, im Osten um 2,53 Prozent. mehr...

RENTE: Hintertür für die Union

DER SPIEGEL - 17.03.2014

Neuer Rentenplan der Koalition. Die Große Koalition will die umstrittene Rente mit 63 in der nächsten Legislaturperiode auf den Prüfstand stellen. Das geht aus einer Klausel hervor, die Bundessozialministerin Andrea Nahles auf Drängen der Union in ... mehr...

Rentner: Keine Ruhe vor dem Fiskus

SPIEGEL ONLINE - 15.03.2014

Wer früher aus dem Berufsleben ausschied, musste sich ums Finanzamt nicht mehr scheren. Die Zeiten sind vorbei. Mit jedem neuen Rentnerjahrgang wächst die Zahl der Senioren, die eine Steuererklärung abgeben müssen. Immerhin gibt es viele Möglichkeiten, die Steuerlast zu begrenzen. mehr...


Die Säulen des Sozialsystems
Arbeitslosenversicherung
Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. Für ältere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Läuft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschließend Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung beträgt derzeit 3,0 Prozent des Bruttolohns. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch für jeden Beschäftigten.
Krankenversicherung
Es gibt zwei Arten von Krankenversicherungen - die Gesetzliche (GKV) und die Private (PKV). Rund 90 Prozent der Erwerbstätigen sind in der GKV pflichtversichert. Der Beitragssatz beträgt aktuell 15,5 Prozent für alle Versicherten. Zusätzlich können die Krankenkassen vom Einkommen unabhängige Beiträge erheben. Seit Anfang 2009 fließen alle Beiträge in einen Gesundheitsfonds, aus dem sie an die Kassen verteilt werden. Der Zugang zur PKV steht nur Selbstständigen und Arbeitnehmern oberhalb einer Einkommensgrenze offen.
Rentenversicherung
Die Beiträge werden durch ein Umlageverfahren finanziert, bei dem die Berufstätigen die Leistungen der Rentner zahlen. Anhand der eingezahlten Beiträge wird die künftige Rentenhöhe errechnet. Zurzeit liegt der Beitragssatz bei 19,6 Prozent. Im Januar 2013 sinkt der Beitrag auf 18,9 Prozent. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wird derzeit stufenweise von 65 Jahren auf 67 Jahre heraufgesetzt.
Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist die jüngste der Sozialversicherungen in Deutschland. Sie ist eine Grundversicherung, die einen Teil der Pflegekosten abdeckt.

Alles zur Rente ab 67
So steigt das Rentenalter
Wann Sie mit Ihrer vollen Rente rechnen können
Jahrgang Alter*
1946 65
1947 65+1
1948 65+2
1949 65+3
1950 65+4
1951 65+5
1952 65+6
1953 65+7
1954 65+8
1955 65+9
1956 65+10
1957 65+11
1958 66+0
1959 66+2
1960 66+4
1961 66+6
1962 66+8
1963 66+10
ab 1964 67+0
* in Jahren + Monaten
Ab 2012 steigt das Renteneintrittsalter schrittweise auf 67 Jahre. Die Umstellung beginnt mit dem Geburtsjahrgang 1947. Menschen, die in diesem Jahr geboren wurden, müssen einen Monat länger arbeiten, wenn sie ihre Rente vollständig erhalten wollen. Bis 2023 kommt dann für die einzelnen Jahrgänge jeweils ein Monat Mehrarbeitszeit hinzu. Ab 2024 geht es weiter mit Zweimonatsschritten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt so schließlich das neue Rentenalter 67.
Das sind die Ausnahmen
Wer schon 45 Jahre Rentenbeiträge bezahlt hat, kann auch künftig mit 65 in Rente gehen, ohne Abzüge akzeptieren zu müssen. Dabei zählt auch die Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Nachwuchses bei den Beitragszeiten mit. Allerdings schaffen es nur wenige Arbeitnehmer tatsächlich auf 45 Beitragsjahre - bei den Männern waren es zuletzt 28 Prozent, bei Frauen sogar nur vier Prozent.
So viele Abschläge zahlen Sie
Wer 35 Jahre Beiträge gezahlt hat, soll auch künftig mit 63 in Rente gehen können, muss aber Abschläge dafür in Kauf nehmen: 0,3 Prozent für jeden Monat, den man vor der Regelzeit aufhört.
Das ändert sich bei der Witwenrente
Hinterbliebene Ehepartner bekommen künftig statt ab 45 erst ab 47 die große Witwenrente (55 Prozent der normalen Versichertenrente). Bis dahin muss man sich mit der kleinen Witwenrente von 25 Prozent zufriedengeben.
So ändert sich Ihr Versicherungsbeitrag
Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll durch die Reform bis 2020 nicht über 20 Prozent und bis 2030 nicht über 22 Prozent steigen. Das ist eine schwierige Aufgabe: Dem Statistischen Bundesamt zufolge wird der Altersdurchschnitt der Bevölkerung im Jahr 2050 von 42 auf 50 Jahre steigen.
Das ändert sich für Schwerbehinderte
Für Schwerbehinderte wird das Renteneintrittsalter stufenweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Mit finanziellen Abschlägen ist aber auch der Renteneintritt mit 62 möglich.
Das ändert sich bei den Erwerbsminderungsrenten
Wer aus gesundheitlichen Gründen nur eingeschränkt arbeiten kann, muss sich auf maximal 10,8 Prozent Abschlag einstellen. Er kann als Erwerbsgeminderter zudem mit 63 Jahren ohne Einbußen in Rente gehen. Diese Regelung gilt bis 2023, danach sind 40 Beitragsjahre erforderlich.





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