Gewaltige Fluten, verwüstete Landstriche, zerstörte Existenzen: Nach sintflutartigen Niederschlägen begann
im August 2002 das Hochwasser in der sächsischen Erzgebirgsregion. Eine
verheerende Flutwelle rollte wochenlang von Tschechien durch Dresden, Dessau, Bitterfeld und Wittenberg bis nach Hitzacker in Niedersachsen. Im Dauereinsatz versuchten Zehntausende Helfer und Bundeswehrsoldaten, die Fluten mit Sandsäcken und Barrieren aufzuhalten. Dennoch brachen zahlreiche Dämme.
Mehr als 20 Menschen starben in den Fluten von Elbe, Mulde und Weißeritz. Zehntausende mussten auf der Flucht in Notunterkünfte, viele bangten um ihre Existenz.
Zehntausende Häuser wurden beschädigt, Hunderte komplett zerstört. Allein in Sachsen, dem Land mit den größten Schäden, fielen mehr als 25.000 Häuser den Wassermassen zum Opfer.
Straßen und Bahndämme wurden unterspült, Kulturgüter beschädigt. Die Fluten verursachten nach Angaben der Bundesregierung Schäden in Höhe von etwa neun Milliarden Euro.
Die Flut löste aber auch eine
einzigartige Hilfswelle in Deutschland aus. Hilfsorganisationen schickten Mitarbeiter nach Sachsen, etliche freiwillige Helfer unterstützten zunächst die Rettungsaktionen, später den Wiederaufbau.
Quelle: dpa