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Gewaltige Natur

Der moderne Mensch kann ins All fliegen, tödliche Krankheiten besiegen und in Sekundenschnelle gigantische Datenmengen um den Globus schicken. Doch wenn die Erde bebt, ist er so machtlos wie seine Vorfahren - noch immer haben Forscher keine verlässlichen Warnsignale für Erd­beben gefunden.

Lautlose Naturgefahr: Forscher rätseln über monatelange Erdbeben

Lautlose Naturgefahr: Forscher rätseln über monatelange Erdbeben

SPIEGEL ONLINE - 20.07.2015

Stille Erdbeben stehen noch nicht im Lehrbuch, doch sie können ganze Landstriche versetzen - ohne dass es jemand merkt. Dabei baut sich gefährliche Spannung auf, warnen Forscher. Von Axel Bojanowski mehr...

Erdbebenfolge: Der Mount Everest kehrt um

Erdbebenfolge: Der Mount Everest kehrt um

SPIEGEL ONLINE - 16.06.2015

Erdplatten schieben den Mount Everest stetig nach Nordosten. Das schwere Beben im April aber hat die Bewegung vorübergehend umgekehrt. mehr... Forum ]

Trotz Nachbeben: Königsplätze in Nepal wieder für Touristen geöffnet

Trotz Nachbeben: Königsplätze in Nepal wieder für Touristen geöffnet

SPIEGEL ONLINE - 15.06.2015

Wackelige Fassaden, ein Trampelpfad mit Warnhinweisen: Der Durbar-Platz in Kathmandu ist noch immer gezeichnet vom verheerenden Erdbeben vor sieben Wochen. Trotzdem ist er nun wieder für Touristen zugänglich. mehr... Video | Forum ]

Trotz Nachbeben: Königsplätze in Nepal wieder für Touristen geöffnet

SPIEGEL ONLINE - 15.06.2015

Wackelige Fassaden, ein Trampelpfad mit Warnhinweisen: Der Durbar-Platz in Kathmandu ist noch immer gezeichnet vom verheerenden Erdbeben vor sieben Wochen. Trotzdem ist er nun wieder für Touristen zugänglich. mehr...

Nepal vor dem Erdbeben: Mein Shangri-La

SPIEGEL ONLINE - 10.06.2015

Atemberaubende Landschaften, freundliche Menschen, gutes Haschisch: Für Wanderer und Sinnsucher war Nepal jahrzehntelang ein Sehnsuchtsziel. Nun haben die Erdbeben viele Siedlungen entlang ihrer Pfade zerstört. Eine Erinnerung. mehr...

Nackt auf heiligem Berg in Malaysia: Vier Touristen nach Erdbeben in U-Haft

SPIEGEL ONLINE - 10.06.2015

Sie erklommen einen heiligen Berg und zogen sich nackt aus: Jetzt sind vier Touristen in Malaysia wegen unsittlicher Entblößung inhaftiert worden. Sie sollen die Götter des Kinabalu erzürnt und dadurch ein Erdbeben verursacht haben. mehr...

Vorwurf der Polizei in Malaysia: Nackte Touristen sollen heiligen Berg erzürnt haben

SPIEGEL ONLINE - 07.06.2015

Der Mount Kinabalu ist den Einheimischen heilig. Touristen sollen sich auf dem Gipfel ausgezogen haben - Tage später bebte die Erde. Die Polizei wirft den Nacktwanderern laut Zeitungsbericht nun vor, den Berg verärgert zu haben. mehr...

Erdbeben in Malaysia: Dreizehn Tote am Mount Kinabalu

SPIEGEL ONLINE - 06.06.2015

Am Freitag hatte die Erde auf der Insel Borneo mit der Stärke sechs gebebt. Auf dem Mount Kinabalu wurden dreizehn Bergsteiger getötet, sechs Menschen werden noch vermisst. mehr...

Insel Borneo: Zwei Bergsteiger bei Erdbeben in Malaysia getötet

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2015

Auf der Insel Borneo hat die Erde gebebt. Zwei Kletterer verloren ihr Leben, mehr als hundert Bergsteiger saßen stundenlang fest. mehr...

Wegen Erdbebengefahr: Japan will Toiletten in Fahrstühle einbauen

SPIEGEL ONLINE - 03.06.2015

In Japan bebt die Erde häufig, immer wieder bleiben Menschen dann für mehrere Stunden in Fahrstühlen stecken. Nun will die Regierung Toiletten und Wasserbehälter in die Lifte einbauen. mehr...

Japan: Starkes Erdbeben erschüttert Großraum Tokio

SPIEGEL ONLINE - 30.05.2015

Ein heftiges Beben hat Japan erschüttert. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor, auch eine Tsunami-Warnung wurde nicht herausgegeben. mehr...

Warten auf Hilfe

DER SPIEGEL - 16.05.2015

Lange Schlange wartender Hilfesuchende auf Notversorgung in Nepal. Es war wie von vielen befürchtet: Dem ersten Beben in Nepal folgte ein zweites, mit weiteren Toten und neuen Zerstörungen. Mehrere Hunderttausend Menschen suchen nun wieder Zufluc... mehr...

Wrack in Nepal: Armee findet vermissten US-Hubschrauber

SPIEGEL ONLINE - 15.05.2015

Ein Hubschrauber der US-Marine flog gerade einen Rettungseinsatz im Erdbebengebiet in Nepal, als er spurlos verschwand. Nun wurde das Wrack entdeckt. Ob es Überlebende gibt, ist nicht klar. mehr...


Erdbebenstärken
Die Richterskala
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
Die Auswirkungen
Grob lassen sich die typischen Effekte der Erdbeben in der Nähe des Epizentrums folgendermaßen beschreiben:
  • - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
  • - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
  • - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
  • - Stärke 8: Groß-Beben
Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile .
Skala der Erschütterungsstärken von Erdbeben
Unterschied zur Richterskala
Die Skala der Erschütterungsstärken beziehen sich NICHT auf die RICHTERSKALA, SONDERN auf die zwölfstufige INTENSITÄTEN-SKALA. Die Richterskala ist ein Maß für die bei Erdbeben freigesetzte Energie. Die Intensitäten-Skala hingegen beschreibt die Einwirkung der seismischen Wellen auf Gegenstände - die Werte werden kleiner mit der Entfernung zum Bebenherd. Intensität 9 entspricht ungefähr einem Beben der Stärke 6,5 auf der Richterskala, das in der Nähe stattfindet. Das Japan-Beben hatte die Stärke 9, was Erschütterungen der Stärke 12 zufolge hatte.
I - Nicht gespürt
Keinerlei Wahrnehmungen durch Menschen.
II - Sehr selten gespürt
Nur von sehr wenigen Personen (< ein Prozent) in Ruhe und in sehr empfindlicher Position innerhalb von Gebäuden wahrgenommen.
III - Schwach
Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen als leichtes Schwingen oder Vibrieren.
IV - Weitgehend beobachtet
In Gebäuden von vielen, im Freien aber nur von sehr wenigen Personen wahrgenommen; einige wachen auf; leichtes Schwingen oder Vibrieren von Gebäuden, Möbel, etc., Rütteln von Fenstern und Türen, Knarren von Balken; hängende Objekte schwingen.
V - Stark
In Gebäuden von den meisten und im Freien von einigen wahrgenommen; einige rennen erschrocken ins Freie, viele Schlafende erwachen; starke Erschütterungen des ganzen Gebäudes, Raums und von Möbeln; hängende Objekte schwingen erheblich, labil aufgestellte können sich verschieben oder fallen um; Flüssigkeiten schwingen und können überschwappen, Türen und Fenster können auf- und zuschlagen; wenige Gebäude schlechter Bausubstanz können leichte Schäden aufweisen.
VI - Geringe Schäden
Viele Leute rennen verängstigt ins Freie. Einige Objekte fallen um, Möbel können rutschen. Viele Häuser erleiden geringe Schäden wie Haarrisse oder Abfallen kleiner Putzflächen.
VII - Schäden
Die meisten Leute rennen verängstigt ins Freie. Möbel können verrückt und viele Gegenstände aus Regalen geworfen werden. Viele gut gebaute gewöhnliche Bauten erleiden mäßige Schäden wie kleine Risse in Wänden, Abfallen von Putz, Abbrechen von Schornsteinteilen. Bei älteren Gebäuden können größere Risse in Wänden auftreten; nichttragende Wände können einstürzen.
VIII - Starke Schäden
Viele Leute haben Schwierigkeiten stehenzubleiben. Viele Häuser weisen große Risse in den Wänden auf. Einige gut gebaute, normale Bauten zeigen ernsthafte Versagensschäden von Wänden. Schwache ältere Gebäude können einstürzen.
IX - Zerstörend
Allgemeine Panik. Viele schwache Konstruktionen stürzen ein. Sogar gut gebaute, normale Bauten zeigen sehr schwere Schäden, z.B. schwerwiegendes Versagen von Wänden und teilweise auch strukturelles Versagen.
X - Stark zerstörend
Viele normale Bauwerke stürzen ein.
XI - Verwüstend
Die meisten gut gebauten, normalen Bauwerke stürzen ein, sogar einige mit guter, erdbebensicherer Bauweise werden zerstört.
XII - Totale Zerstörung
Alle Gebäude schlechter bis mittelguter Bausubstanz und die meisten mit guter Bausubstanz (holz-, stahl- oder stahlbetonverstärkt) werden zerstört. Maximale Schäden und Landschaftsveränderungen.






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