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Gewaltige Natur

Der moderne Mensch kann ins All fliegen, tödliche Krankheiten besiegen und in Sekundenschnelle gigantische Datenmengen um den Globus schicken. Doch wenn die Erde bebt, ist er so machtlos wie seine Vorfahren - noch immer haben Forscher keine verlässlichen Warnsignale für Erd­beben gefunden.

Erdbebenopfer in Italien: Dieser kleine Hund weint um sein Herrchen

SPIEGEL ONLINE - 29.08.2016

Im Urlaub wurde ein 47-Jähriger von dem heftigen Erdbeben in Mittelitalien getötet. Sein Hund Flash überlebte - und nahm auf bewegende Art Abschied von seinem Herrchen. mehr...

Erdbeben in Italien: Tödliche Gier

SPIEGEL ONLINE - 27.08.2016

Italien trauert mit einem Staatsakt um die Erdbebenopfer. Doch nun folgt die Wut: Haben etwa betrügerische Baufirmen zur Katastrophe beigetragen? Der Staatsanwalt ermittelt. mehr...

Staatsakt für Erdbebenopfer: Italien trauert

SPIEGEL ONLINE - 27.08.2016

Angehörige der Erdbebenopfer trafen sich zum Staatsakt in Ascoli Piceno - auch Ministerpräsident Renzi nahm an der Zeremonie teil. Die Zahl der Toten ist derweil weiter gestiegen. mehr...

Erdbeben in Italien: Warum in Amatrice die Häuser einstürzten - in Norcia aber nicht

SPIEGEL ONLINE - 27.08.2016

In Italien gelten strenge Bauvorschriften, um Häuser gegen Erdbeben zu sichern. Dennoch sind wieder Tausende Gebäude kollabiert. Dafür gibt es Gründe. mehr...

Bürgermeister in Erdbebenort: „Amatrice muss dem Erdboden gleichgemacht werden“

SPIEGEL ONLINE - 26.08.2016

Das schwere Erdbeben in Italien hat das Dorf Amatrice verwüstet. Der Bürgermeister gibt den Ort verloren - er müsse abgerissen und komplett neu aufgebaut werden. mehr...

Erdbeben in Mittelitalien: Millionen für den Wiederaufbau

SPIEGEL ONLINE - 26.08.2016

Um den Opfern besser helfen zu können, hat Italiens Regierung den Notstand ausgerufen. 50 Millionen Euro sollen in den Wiederaufbau der verwüsteten Orte fließen. Starke Nachbeben erschütterten am Morgen die Region. mehr...

Italien: Die Erde bebt noch immer

SPIEGEL ONLINE - 25.08.2016

Mindestens 250 Menschen sind durch das schwere Erdbeben in Italien ums Leben gekommen. Und die Sorge ist groß, dass unter den Schuttbergen weitere Tote liegen. mehr...

Erdbeben in Italien: Amatrice vor der Zerstörung - und danach

SPIEGEL ONLINE - 25.08.2016

Beim verheerenden Erdbeben in Mittelitalien sind viele alte Gebäude eingestürzt. Wie schlimm die mittelalterlichen Orte getroffen wurden, verdeutlichen Fotos vor und nach dem Unglück. mehr...

Amatrice: Zahl der Erdbeben-Toten in Italien steigt auf mehr als 240

SPIEGEL ONLINE - 25.08.2016

Die Zahl der Toten bei dem schweren Erdbeben in Italien ist auf knapp 250 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz des Landes mit. mehr...

Erdbeben in Italien: Es bleiben Schutt und Trauer

SPIEGEL ONLINE - 24.08.2016

Das schwere Erdbeben in Mittelitalien hat den Ort Amatrice fast vollständig zerstört, nur noch einzelne Gebäude sind intakt. Betroffen ist ein großes Gebiet - mit vielen kleinen Dörfern. mehr...


Erdbebenstärken
Die Richterskala
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
Die Auswirkungen
Grob lassen sich die typischen Effekte der Erdbeben in der Nähe des Epizentrums folgendermaßen beschreiben:
  • - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
  • - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
  • - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
  • - Stärke 8: Groß-Beben
Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile .
Skala der Erschütterungsstärken von Erdbeben
Unterschied zur Richterskala
Die Skala der Erschütterungsstärken beziehen sich NICHT auf die RICHTERSKALA, SONDERN auf die zwölfstufige INTENSITÄTEN-SKALA. Die Richterskala ist ein Maß für die bei Erdbeben freigesetzte Energie. Die Intensitäten-Skala hingegen beschreibt die Einwirkung der seismischen Wellen auf Gegenstände - die Werte werden kleiner mit der Entfernung zum Bebenherd. Intensität 9 entspricht ungefähr einem Beben der Stärke 6,5 auf der Richterskala, das in der Nähe stattfindet. Das Japan-Beben hatte die Stärke 9, was Erschütterungen der Stärke 12 zufolge hatte.
I - Nicht gespürt
Keinerlei Wahrnehmungen durch Menschen.
II - Sehr selten gespürt
Nur von sehr wenigen Personen (< ein Prozent) in Ruhe und in sehr empfindlicher Position innerhalb von Gebäuden wahrgenommen.
III - Schwach
Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen als leichtes Schwingen oder Vibrieren.
IV - Weitgehend beobachtet
In Gebäuden von vielen, im Freien aber nur von sehr wenigen Personen wahrgenommen; einige wachen auf; leichtes Schwingen oder Vibrieren von Gebäuden, Möbel, etc., Rütteln von Fenstern und Türen, Knarren von Balken; hängende Objekte schwingen.
V - Stark
In Gebäuden von den meisten und im Freien von einigen wahrgenommen; einige rennen erschrocken ins Freie, viele Schlafende erwachen; starke Erschütterungen des ganzen Gebäudes, Raums und von Möbeln; hängende Objekte schwingen erheblich, labil aufgestellte können sich verschieben oder fallen um; Flüssigkeiten schwingen und können überschwappen, Türen und Fenster können auf- und zuschlagen; wenige Gebäude schlechter Bausubstanz können leichte Schäden aufweisen.
VI - Geringe Schäden
Viele Leute rennen verängstigt ins Freie. Einige Objekte fallen um, Möbel können rutschen. Viele Häuser erleiden geringe Schäden wie Haarrisse oder Abfallen kleiner Putzflächen.
VII - Schäden
Die meisten Leute rennen verängstigt ins Freie. Möbel können verrückt und viele Gegenstände aus Regalen geworfen werden. Viele gut gebaute gewöhnliche Bauten erleiden mäßige Schäden wie kleine Risse in Wänden, Abfallen von Putz, Abbrechen von Schornsteinteilen. Bei älteren Gebäuden können größere Risse in Wänden auftreten; nichttragende Wände können einstürzen.
VIII - Starke Schäden
Viele Leute haben Schwierigkeiten stehenzubleiben. Viele Häuser weisen große Risse in den Wänden auf. Einige gut gebaute, normale Bauten zeigen ernsthafte Versagensschäden von Wänden. Schwache ältere Gebäude können einstürzen.
IX - Zerstörend
Allgemeine Panik. Viele schwache Konstruktionen stürzen ein. Sogar gut gebaute, normale Bauten zeigen sehr schwere Schäden, z.B. schwerwiegendes Versagen von Wänden und teilweise auch strukturelles Versagen.
X - Stark zerstörend
Viele normale Bauwerke stürzen ein.
XI - Verwüstend
Die meisten gut gebauten, normalen Bauwerke stürzen ein, sogar einige mit guter, erdbebensicherer Bauweise werden zerstört.
XII - Totale Zerstörung
Alle Gebäude schlechter bis mittelguter Bausubstanz und die meisten mit guter Bausubstanz (holz-, stahl- oder stahlbetonverstärkt) werden zerstört. Maximale Schäden und Landschaftsveränderungen.


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