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Gewaltige Natur

Der moderne Mensch kann ins All fliegen, tödliche Krankheiten besiegen und in Sekundenschnelle gigantische Datenmengen um den Globus schicken. Doch wenn die Erde bebt, ist er so machtlos wie seine Vorfahren - noch immer haben Forscher keine verlässlichen Warnsignale für Erd­beben gefunden.

Wrack in Nepal: Armee findet vermissten US-Hubschrauber

SPIEGEL ONLINE - 15.05.2015

Ein Hubschrauber der US-Marine flog gerade einen Rettungseinsatz im Erdbebengebiet in Nepal, als er spurlos verschwand. Nun wurde das Wrack entdeckt. Ob es Überlebende gibt, ist nicht klar. mehr...

Erdbeben in Nepal: In der Stadt der bunten Ruinen

SPIEGEL ONLINE - 14.05.2015

Die Bergstadt Charikot wurde bei dem erneuten Beben in Nepal besonders schwer getroffen. Viele Häuser in der bunten Touristenstadt stehen nicht mehr gerade. Die Bewohner übernachten im Freien - und der Monsun rückt näher. mehr...

Provinz Miyagi: Starkes Erdbeben erschüttert Japan

SPIEGEL ONLINE - 13.05.2015

Ein Beben der Stärke 6,8 hat den Nordosten Japans erschüttert - jene Region, die 2011 von einem gewaltigen Erdstoß und einem anschließenden Tsunami heimgesucht wurde. mehr...

Nepal: Heftiges Erdbeben erschüttert Himalaya-Region

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2015

Nepal ist schon wieder von einem heftigen Beben erschüttert worden. Die Erdstöße brachten Häuser zum Einsturz. Es gibt erste Meldungen über Tote und Verletzte. mehr...

Himalaya: Dutzende Tote bei neuem Erdbeben in Nepal

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2015

Es ist das zweite heftige Erdbeben binnen kurzer Zeit: In Nepal sind offiziellen Angaben zufolge mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen, mehr als tausend wurden verletzt. mehr...

Erneutes Beben in Nepal: Wir haben jedes Vertrauen verloren

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2015

Die Menschen in Nepal hatten gerade begonnen, neuen Mut zu fassen - jetzt wurde das Land erneut von einem schweren Beben getroffen. Die Verzweiflung ist zurück. mehr...

Katastrophe in Nepal: Furcht vor dem Erdbebensturm

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2015

Der neue Erdstoß in Nepal hatte nur ein Fünftel der Wucht des Bebens im April - dennoch könnte es Hunderte Tote geben. Es droht eine geologische Kettenreaktion. mehr...

Erneutes Beben in Nepal: US-Hubschrauber nach Rettungsaktion vermisst

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2015

Ein US-Helikopter ist bei einem Einsatz im Katastrophengebiet in Nepal möglicherweise abgestürzt. An Bord waren acht Personen. mehr...

Nach dem Erdbeben: Dorf in Nepal aus Angst vor Lawinen evakuiert

SPIEGEL ONLINE - 11.05.2015

In Nepal sollen 150 Dorfbewohner in Sicherheit gebracht werden. Ihr Dorf war bei dem Erdbeben schwer getroffen worden. Jetzt drohen weitere Lawinen. mehr...

Everest-Bergführer Garrett Madison: Die Hubschrauber waren unsere einzige Option

SPIEGEL ONLINE - 11.05.2015

Bergführer Garrett Madison war mit 14 Kunden am Mount Everest, als die Erde bebte und Lawinen abgingen. Er berichtet von Abzocke bei der Hubschrauber-Rettung - und erhebt Vorwürfe gegen die nepalesische Regierung. mehr...


Erdbebenstärken
Die Richterskala
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
Die Auswirkungen
Grob lassen sich die typischen Effekte der Erdbeben in der Nähe des Epizentrums folgendermaßen beschreiben:
  • - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
  • - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
  • - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
  • - Stärke 8: Groß-Beben
Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile .
Skala der Erschütterungsstärken von Erdbeben
Unterschied zur Richterskala
Die Skala der Erschütterungsstärken beziehen sich NICHT auf die RICHTERSKALA, SONDERN auf die zwölfstufige INTENSITÄTEN-SKALA. Die Richterskala ist ein Maß für die bei Erdbeben freigesetzte Energie. Die Intensitäten-Skala hingegen beschreibt die Einwirkung der seismischen Wellen auf Gegenstände - die Werte werden kleiner mit der Entfernung zum Bebenherd. Intensität 9 entspricht ungefähr einem Beben der Stärke 6,5 auf der Richterskala, das in der Nähe stattfindet. Das Japan-Beben hatte die Stärke 9, was Erschütterungen der Stärke 12 zufolge hatte.
I - Nicht gespürt
Keinerlei Wahrnehmungen durch Menschen.
II - Sehr selten gespürt
Nur von sehr wenigen Personen (< ein Prozent) in Ruhe und in sehr empfindlicher Position innerhalb von Gebäuden wahrgenommen.
III - Schwach
Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen als leichtes Schwingen oder Vibrieren.
IV - Weitgehend beobachtet
In Gebäuden von vielen, im Freien aber nur von sehr wenigen Personen wahrgenommen; einige wachen auf; leichtes Schwingen oder Vibrieren von Gebäuden, Möbel, etc., Rütteln von Fenstern und Türen, Knarren von Balken; hängende Objekte schwingen.
V - Stark
In Gebäuden von den meisten und im Freien von einigen wahrgenommen; einige rennen erschrocken ins Freie, viele Schlafende erwachen; starke Erschütterungen des ganzen Gebäudes, Raums und von Möbeln; hängende Objekte schwingen erheblich, labil aufgestellte können sich verschieben oder fallen um; Flüssigkeiten schwingen und können überschwappen, Türen und Fenster können auf- und zuschlagen; wenige Gebäude schlechter Bausubstanz können leichte Schäden aufweisen.
VI - Geringe Schäden
Viele Leute rennen verängstigt ins Freie. Einige Objekte fallen um, Möbel können rutschen. Viele Häuser erleiden geringe Schäden wie Haarrisse oder Abfallen kleiner Putzflächen.
VII - Schäden
Die meisten Leute rennen verängstigt ins Freie. Möbel können verrückt und viele Gegenstände aus Regalen geworfen werden. Viele gut gebaute gewöhnliche Bauten erleiden mäßige Schäden wie kleine Risse in Wänden, Abfallen von Putz, Abbrechen von Schornsteinteilen. Bei älteren Gebäuden können größere Risse in Wänden auftreten; nichttragende Wände können einstürzen.
VIII - Starke Schäden
Viele Leute haben Schwierigkeiten stehenzubleiben. Viele Häuser weisen große Risse in den Wänden auf. Einige gut gebaute, normale Bauten zeigen ernsthafte Versagensschäden von Wänden. Schwache ältere Gebäude können einstürzen.
IX - Zerstörend
Allgemeine Panik. Viele schwache Konstruktionen stürzen ein. Sogar gut gebaute, normale Bauten zeigen sehr schwere Schäden, z.B. schwerwiegendes Versagen von Wänden und teilweise auch strukturelles Versagen.
X - Stark zerstörend
Viele normale Bauwerke stürzen ein.
XI - Verwüstend
Die meisten gut gebauten, normalen Bauwerke stürzen ein, sogar einige mit guter, erdbebensicherer Bauweise werden zerstört.
XII - Totale Zerstörung
Alle Gebäude schlechter bis mittelguter Bausubstanz und die meisten mit guter Bausubstanz (holz-, stahl- oder stahlbetonverstärkt) werden zerstört. Maximale Schäden und Landschaftsveränderungen.






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