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Gewaltige Natur

Der moderne Mensch kann ins All fliegen, tödliche Krankheiten besiegen und in Sekundenschnelle gigantische Datenmengen um den Globus schicken. Doch wenn die Erde bebt, ist er so machtlos wie seine Vorfahren - noch immer haben Forscher keine verlässlichen Warnsignale für Erd­beben gefunden.

Gasförderung in den Niederlanden: Konzerne sollen Erdbebengefahr ignoriert haben

Gasförderung in den Niederlanden: Konzerne sollen Erdbebengefahr ignoriert haben

SPIEGEL ONLINE - 18.02.2015

Die Förderung von Erdgas kann Erdbeben auslösen. Energiekonzerne haben die Gefahren jedoch ignoriert, wie nun eine Untersuchungskommission in den Niederlanden berichtet. Es sei allein darum gegangen, so viel Gas wie möglich zu fördern. mehr... Forum ]

Tsunami-Warnung aufgehoben: Starkes Erdbeben erschüttert Nordosten Japans

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2015

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat Japans Nordosten heftig durchgeschüttelt und zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Betroffen war dieselbe Region, in der vor fast genau vier Jahren eine Flutwelle Tausende Menschen in den Tod riss und das Atomkraftwerk Fukushima zerstörte. mehr...

Erschütterungen in NRW: Lauter Knall schreckt Düsseldorfer auf

SPIEGEL ONLINE - 14.01.2015

"Megaknall, Bett hat gewackelt" - Erschütterungen und ein lautes Geräusch haben am frühen Morgen viele Menschen in Düsseldorf geweckt. Inzwischen ist klar: Die Erde hat gebebt, in dieser Region ein ungewöhnliches Ereignis. mehr...

Tsunami-Gedenken: Rückkehr an den Ort des Unglücks

SPIEGEL ONLINE - 26.12.2014

Der Tsunami an Weihnachten 2004 kostete mehr als 200.000 Menschen das Leben, darunter 534 Deutschen. Nun gedachten Angehörige der Opfer in Thailand. Auch in Indonesien, Sri Lanka und Indien fanden Trauerfeiern statt. mehr...

Tsunami 2004: Gauck würdigt Engagement der Katastrophenhelfer

SPIEGEL ONLINE - 26.12.2014

"Große Hilfsbereitschaft und mutige Retter": Bundespräsident Joachim Gauck gedenkt zum zehnten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe der Opfer. Und er dankt den Helfern und Spendern für ihren Einsatz. mehr...

Zehnter Jahrestag der Katastrophe: Indonesier gedenken der Tsunami-Opfer

SPIEGEL ONLINE - 25.12.2014

Vor zehn Jahren hat der Tsunami 230.000 Opfer gefordert - allein in Indonesien starben 170.000 Menschen. Dort haben jetzt die Gedenkfeiern begonnen. Das Land dankt der Welt für die Hilfe beim Wiederaufbau. mehr...

Tsunami 2004 in Khao Lak: Franky Gun kam zurück

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Er hatte alles verloren und den Kopf voller grauenhafter Bilder. Trotzdem schaffte Franky Gun nach dem Tsunami im thailändischen Ferienort Khao Lak einen Neuanfang. "Der Tsunami hat mich gelassener gemacht", sagt er. mehr...

Tsunami 2004 in Indonesien: Der Surfer, dem die Wellen alles nahmen

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Seine Familie kam beim Tsunami im indonesischen Aceh um. Trotzdem zieht es Dian Faizin in das Dorf zurück, in dem er alles verlor. Neben den Ruinen seines alten Lebens will der 24-Jährige ein neues aufbauen. mehr...

Tsunami 2004 in Indonesien: Das Schiff, das ihr Zuhause stahl

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Der Tsunami spülte einen Kutter auf das Dach ihres Hauses - das rettete Habasiah Hanafiah das Leben. Das Schiff ist immer noch da, die Lehrerin hat ihr Haus verloren. Die Katastrophe hat die Hilfsbereitschaft der Indonesier zerstört, sagt sie heute. mehr...

Tsunami 2004 in Phuket: Der einarmige Koch, den die Schuld zermürbt

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Warum ließ er nur ihre Hand los? Seit der Tsunami ihm seine einzige Tochter nahm, ist Boonchup Saeaew von Schuldgefühlen zerfressen. Aus Geldnot arbeitet der Koch noch immer in dem Einkaufszentrum, in dem seine Tochter ertrank. mehr...

Tsunami 2004 auf Sri Lanka: Die Geschichte von Baby 81

SPIEGEL ONLINE - 21.12.2014

Als der Tsunami ihr Dorf im Osten von Sri Lanka zerstörte, dachten Murugupillai und Junitha, sie hätten ihren neun Wochen alten Sohn verloren. Was folgte, berichteten Medien weltweit. Wie geht es ihnen heute? Ein Besuch. mehr...


Erdbebenstärken
Die Richterskala
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
Die Auswirkungen
Grob lassen sich die typischen Effekte der Erdbeben in der Nähe des Epizentrums folgendermaßen beschreiben:
  • - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
  • - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
  • - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
  • - Stärke 8: Groß-Beben
Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile .
Skala der Erschütterungsstärken von Erdbeben
Unterschied zur Richterskala
Die Skala der Erschütterungsstärken beziehen sich NICHT auf die RICHTERSKALA, SONDERN auf die zwölfstufige INTENSITÄTEN-SKALA. Die Richterskala ist ein Maß für die bei Erdbeben freigesetzte Energie. Die Intensitäten-Skala hingegen beschreibt die Einwirkung der seismischen Wellen auf Gegenstände - die Werte werden kleiner mit der Entfernung zum Bebenherd. Intensität 9 entspricht ungefähr einem Beben der Stärke 6,5 auf der Richterskala, das in der Nähe stattfindet. Das Japan-Beben hatte die Stärke 9, was Erschütterungen der Stärke 12 zufolge hatte.
I - Nicht gespürt
Keinerlei Wahrnehmungen durch Menschen.
II - Sehr selten gespürt
Nur von sehr wenigen Personen (< ein Prozent) in Ruhe und in sehr empfindlicher Position innerhalb von Gebäuden wahrgenommen.
III - Schwach
Von wenigen Personen in Gebäuden wahrgenommen als leichtes Schwingen oder Vibrieren.
IV - Weitgehend beobachtet
In Gebäuden von vielen, im Freien aber nur von sehr wenigen Personen wahrgenommen; einige wachen auf; leichtes Schwingen oder Vibrieren von Gebäuden, Möbel, etc., Rütteln von Fenstern und Türen, Knarren von Balken; hängende Objekte schwingen.
V - Stark
In Gebäuden von den meisten und im Freien von einigen wahrgenommen; einige rennen erschrocken ins Freie, viele Schlafende erwachen; starke Erschütterungen des ganzen Gebäudes, Raums und von Möbeln; hängende Objekte schwingen erheblich, labil aufgestellte können sich verschieben oder fallen um; Flüssigkeiten schwingen und können überschwappen, Türen und Fenster können auf- und zuschlagen; wenige Gebäude schlechter Bausubstanz können leichte Schäden aufweisen.
VI - Geringe Schäden
Viele Leute rennen verängstigt ins Freie. Einige Objekte fallen um, Möbel können rutschen. Viele Häuser erleiden geringe Schäden wie Haarrisse oder Abfallen kleiner Putzflächen.
VII - Schäden
Die meisten Leute rennen verängstigt ins Freie. Möbel können verrückt und viele Gegenstände aus Regalen geworfen werden. Viele gut gebaute gewöhnliche Bauten erleiden mäßige Schäden wie kleine Risse in Wänden, Abfallen von Putz, Abbrechen von Schornsteinteilen. Bei älteren Gebäuden können größere Risse in Wänden auftreten; nichttragende Wände können einstürzen.
VIII - Starke Schäden
Viele Leute haben Schwierigkeiten stehenzubleiben. Viele Häuser weisen große Risse in den Wänden auf. Einige gut gebaute, normale Bauten zeigen ernsthafte Versagensschäden von Wänden. Schwache ältere Gebäude können einstürzen.
IX - Zerstörend
Allgemeine Panik. Viele schwache Konstruktionen stürzen ein. Sogar gut gebaute, normale Bauten zeigen sehr schwere Schäden, z.B. schwerwiegendes Versagen von Wänden und teilweise auch strukturelles Versagen.
X - Stark zerstörend
Viele normale Bauwerke stürzen ein.
XI - Verwüstend
Die meisten gut gebauten, normalen Bauwerke stürzen ein, sogar einige mit guter, erdbebensicherer Bauweise werden zerstört.
XII - Totale Zerstörung
Alle Gebäude schlechter bis mittelguter Bausubstanz und die meisten mit guter Bausubstanz (holz-, stahl- oder stahlbetonverstärkt) werden zerstört. Maximale Schäden und Landschaftsveränderungen.






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