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Alle Artikel und Hintergründe

Klimaschutzkonzept: Kohlestrom-Erzeuger lassen Gabriel auflaufen

Klimaschutzkonzept: Kohlestrom-Erzeuger lassen Gabriel auflaufen

SPIEGEL ONLINE - 26.11.2014

Die Energielobby wehrt sich gegen den Klimaschutzplan von Wirtschaftsminister Gabriel. Er will Kraftwerksbetreiber per Gesetz zum Einsparen von Kohlendioxid zwingen. Doch die blasen zum Widerstand. mehr... Forum ]

Ökostrom-Rabatte: EU-Kommission schont Deutschlands Stromschlucker

Ökostrom-Rabatte: EU-Kommission schont Deutschlands Stromschlucker

SPIEGEL ONLINE - 25.11.2014

Deutschlands Industrie kann aufatmen. Die EU-Kommission hat endgültig beschlossen, dass stromintensive Firmen großzügige Nachlässe bei der Ökostromförderung nicht erstatten müssen. Den Firmen hatten Nachzahlungen in Milliardenhöhe gedroht. mehr... Forum ]

Klimaschutz: Regierung will Energiekonzerne zu CO2-Einsparung zwingen

Klimaschutz: Regierung will Energiekonzerne zu CO2-Einsparung zwingen

SPIEGEL ONLINE - 22.11.2014

Die Bundesregierung erwägt, ihr Klimaziel mit einem neuen Gesetz zu retten. Laut einem Eckpunktepapier sollen die Energieversorger von 2016 bis 2020 zusätzlich 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen. mehr... Forum ]

US-Elektroautohersteller: Tesla plant Batteriefabrik in Deutschland

US-Elektroautohersteller: Tesla plant Batteriefabrik in Deutschland

SPIEGEL ONLINE - 22.11.2014

Der US-Elektroautohersteller Tesla plant nach SPIEGEL-Informationen, eine Batteriefabrik in Deutschland aufzubauen. Die hiesige Autoindustrie engagiere sich auf diesem Gebiet viel zu wenig, kritisiert Tesla Chef Elon Musk. mehr... Forum ]

Bundesnetzagentur: Rund 345.000 Haushalten wurde der Strom gesperrt

Bundesnetzagentur: Rund 345.000 Haushalten wurde der Strom gesperrt

SPIEGEL ONLINE - 22.11.2014

Wegen steigender Preise können immer mehr Bundesbürger ihre Stromrechnung nicht zahlen. Fast 345.000 Haushalten wurde nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen im vergangenen Jahr zeitweilig der Strom abgeklemmt. Von Stefan Schultz mehr... Forum ]

Energie-Umfrage: Strompreise sollen erstmals seit 14 Jahren sinken

Energie-Umfrage: Strompreise sollen erstmals seit 14 Jahren sinken

SPIEGEL ONLINE - 20.11.2014

An der Börse fällt der Strompreis seit Langem, dennoch haben viele Versorger ihre Tarife erhöht. Nun ist eine Trendwende in Sicht: Laut einer Umfrage dürfte eine Durchschnittsfamilie im nächsten Jahr bis zu 35 Euro sparen. mehr... Forum ]

Insolvenzverwalter: Kapitel Carsten Rodbertus ist für Prokon beendet

Insolvenzverwalter: Kapitel Carsten Rodbertus ist für Prokon beendet

SPIEGEL ONLINE - 19.11.2014

Carsten Rodbertus zieht sich komplett zurück: Der Gründer der Windenergiefirma Prokon darf laut Insolvenzverwalter "künftig in keiner Form mehr" für das Unternehmen tätig werden. Vorerst leitet nun Kai Peppmeier die Geschäfte. mehr... Forum ]

Aktionsplan Klimaschutz: Bundesregierung verschont alte Kohlemeiler

Aktionsplan Klimaschutz: Bundesregierung verschont alte Kohlemeiler

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2014

Nach Protest der Gewerkschaften und Konzerne knickt die Bundesregierung ein. Im Entwurf ihres Aktionsplans Klimaschutz spart sie das Abschalten alter Kohlemeiler vorerst aus. Wie aber soll Deutschland so sein Klimaziel erreichen? Von Stefan Schultz mehr... Forum ]

Kleinanlegerschutz: Bundesregierung will zweiten Fall Prokon verhindern

Kleinanlegerschutz: Bundesregierung will zweiten Fall Prokon verhindern

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2014

Zehntausende verloren bei der Prokon-Pleite ihre Ersparnisse. Mit einem neuen Gesetz will die Bundesregierung Verbraucher jetzt vor undurchsichtigen Geldanlagen schützen. mehr... Forum ]

Nationaler Aktionsplan: Gabriel will Förderung für Energieeffizienz versteigern

Nationaler Aktionsplan: Gabriel will Förderung für Energieeffizienz versteigern

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2014

Deutschland muss seinen CO2-Ausstoß rasch verringern, um die Klimaziele zu erreichen. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen will Wirtschaftsminister Gabriel dafür Energieeffizienz-Projekte per Versteigerung fördern. Von Stefan Schultz mehr... Forum ]

Offshore-Anlage vor Helgoland: Windpark soll 360.000 Haushalte mit Strom versorgen

SPIEGEL ONLINE - 10.11.2014

Mega-Windpark im Meer: Vor Helgoland geht eine neue Offshore-Anlage mit insgesamt 80 Windrädern in Betrieb. Die Insel dient als Reparatur- und Servicestützpunkt. mehr...

Japan: Strom aus der Tiefe

DER SPIEGEL - 27.10.2014

Seit Fukushima stehen die Atomkraftwerke still. Deutsche Firmen profitieren vom Boom alternativer Energiequellen. Die Sonne bricht durch die Wolken über Kagoshima und bescheint die neue Touristenattraktion der Hafenstadt - das größte Sonnenkraftwer... mehr...

Pilotprojekt: Niederlande bauen ersten Solarradweg der Welt

SPIEGEL ONLINE - 20.10.2014

Bei Amsterdam wird gerade eine erste Straße aus Solarzellen gebaut: ein Fahrradweg. Das Pilotprojekt soll Strom für drei Haushalte liefern. mehr...

Energie: Plastik im Meer

DER SPIEGEL - 20.10.2014

Rund zehn Milliarden Euro investierte die Industrie bereits in deutsche Offshore-Windparks. Doch keine der Anlagen hat bislang eine Betriebsfreigabe. Kann Energiegewinnung natürlicher, umweltverträglicher sein als jene aus Wind, der 24 Stunden am T... mehr...

Energie: Zuschlag für Ökostrom sinkt

DER SPIEGEL - 13.10.2014

Ökostrom-Umlage sinkt auf. Strom könnte im nächsten Jahr etwas billiger werden: Die Bundesregierung senkt die Umlage, die Verbraucher für den Ausbau der erneuerbaren Energien zahlen, auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Das sind knapp 0,1 Cent weniger... mehr...

Energie: Das Endspiel

DER SPIEGEL - 13.10.2014

Die großen Versorger kämpfen ums Überleben. Mangels eigener Idee setzen sie dabei auf die Hilfe der Bundesregierung. Doch die stellt sich taub - und bereitet sogar den endgültigen Ausstieg aus der Kohlenverstromung vor. Frank Bsirske brauchte nicht... mehr...

Energiemix: Erneuerbare sind Deutschlands wichtigste Stromquelle

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2014

In diesem Jahr könnten die erneuerbaren Energien zum ersten Mal zur wichtigsten Quelle im Strommix aufsteigen: In den ersten neun Monaten wurde mehr Strom ökologisch erzeugt als mittels Braunkohle. mehr...

Konkurrenz mit China: Was wurde aus... Deutschlands Solarindustrie?

SPIEGEL ONLINE - 20.09.2014

Gepäppelt von üppigen Subventionen, hat die deutsche Solarbranche den Fortschritt verschlafen - und ließ sich von China das Geschäft wegnehmen. Und ausgerechnet jetzt boomt die Solarenergie weltweit. mehr...

Energie-Studie: China überholt Öko-Spitzenreiter Deutschland

SPIEGEL ONLINE - 11.09.2014

Noch gilt Deutschland weltweit als Vorbild beim Öko-Strom. Doch 2014 wird ausgerechnet China diese Rolle übernehmen - das Land mit dem höchsten CO2-Ausstoß überhaupt. mehr...

Energie: Angst vor der Sonnenfinsternis

DER SPIEGEL - 08.09.2014

Stromkonzerne fürchten Sonnenfinsternis. Die deutschen Stromnetzbetreiber fürchten sich vor dem 20. März 2015. An diesem Tag wird Deutschland am Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Sind zu dieser Zeit keine Wolken am Himmel, würden d... mehr...



EEG-Umlage
Was ist die EEG-Umlage?
Die EEG-Umlage ist das zentrale Förderinstrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind-, Solar- und Biogasanlagen können am Markt noch nicht mit Kohle- und Atomkraftwerken konkurrieren. Damit sie trotzdem rentabel sind, wird solchen Kraftwerken der Strom zu einem fixen Preis abgenommen. Dieser liegt deutlich über dem Preis an der Strombörse EEX. Die Differenz von Börsenpreis und fixem Abnahmepreis zahlen die Verbraucher über ihre Stromrechnung.
Warum steigt die EEG-Umlage?
Das hat zwei Gründe. Erstens, weil die absolute Menge des Ökostroms steigt. Durch die Energiewende gehen eine große Menge neuer Ökostromanlagen ans Netz. Zweitens steigt die EEG-Umlage auch relativ. Das hat paradoxerweise mit sinkenden Strompreisen zu tun. Die erneuerbaren Energien erhöhen das Stromangebot in Zeiten großer Nachfrage und senken dadurch den Strompreis an der Börse. Wenn aber der Strompreis sinkt, dann steigt die Differenz zwischen dem tatsächlichen Strompreis und dem fixen Abnahmepreis, den Betreiber von Ökostromanlagen garantiert bekommen - und die Verbraucher per EEG-Umlage ausgleichen müssen.
Zahlen alle Verbraucher die EEG-Umlage?
Im Prinzip ja. Allerdings werden ausgerechnet die größten Stromfresser der Nation entlastet. Sie genießen den Schutz der sogenannten besonderen Ausgleichsregel des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Laut dieser zahlen Firmen die volle EEG-Umlage nur für die ersten eine Million Kilowattstunden Strom, die sie verbrauchen. Für jede weitere Kilowattstunde zahlen sie nur noch zehn Prozent der EEG-Umlage, ab einem Verbrauch von zehn Millionen Kilowattstunden ist es nur noch ein Prozent, ab einem Verbrauch von 100 Millionen Kilowattstunden sind es noch 0,05 Cent. Beispiel: Die Trimet Aluminium AG verbraucht bei voller Auslastung 4,6 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr*. Die Aluminiumhütte muss also nur für rund 0,02 Prozent ihres Gesamtverbrauchs die volle EEG-Umlage zahlen.
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Grafiken: Wo kommt 2030 unsere Energie her?


Vor-/Nachteile der Energieträger
Die Energiewirtschaft befindet sich im Umbruch - SPIEGEL ONLINE zeigt die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Energieträger.
Erdöl
Plus: Erdöl ist der Schmierstoff industrieller Volkswirtschaften. In Deutschland deckt Öl rund 35 Prozent des Energiebedarfs - so viel wie kein anderer Rohstoff. Im Verkehrssektor gibt es momentan kaum Alternativen zu Öl: Das bestehende Tankstellennetz ist auf Benzin und Diesel ausgerichtet, die heute gängigen Motoren fahren fast nur mit diesen beiden Treibstoffen.

Minus: Der Ölpreis ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen - und mit ihm der Spritpreis. Autofahrer mussten zeitweise mehr als 1,50 Euro für Benzin zahlen. Die deutsche Volkswirtschaft verliert dadurch Milliardenbeträge, denn das Land ist fast völlig von Importen abhängig. Weltweit liegen die meisten Ölvorkommen in politisch heiklen Regionen wie dem Nahen Osten, Russland, Venezuela oder Nigeria. Versorgungskrisen kann man daher nicht ausschließen. Darüber hinaus ist Erdöl ein endlicher Rohstoff: Die bekannten Vorkommen gehen langsam zur Neige. Große neue Felder wurden in den vergangenen Jahren kaum entdeckt - und wenn, dann nur in schwierig zu erschließenden Gebieten wie der Arktis. Hinzu kommt die CO2-Problematik: Wenn Öl verbrannt wird, entsteht das Klimagas Kohlendioxid .
Erdgas
Plus: Erdgas ist der klimafreundlichste fossile Energieträger - bei der Verbrennung entsteht weniger CO2 als bei Kohle oder Öl. Außerdem halten die Vorräte noch eine Weile: Die Reichweite der Gasvorkommen wird auf rund 60 Jahre geschätzt, bei Öl sind es nur 40 Jahre. Verfeinerte Fördertechniken machen zudem den Zugriff auf große neue Gas-Reservoirs möglich. Ein weiterer Vorteil: Gas kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Denn Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren - diese Flexibilität hilft, die Schwankungen beim Windstrom auszugleichen.

Minus: Weltweit verfügen nur wenige Länder über Gasvorkommen. Entsprechend groß sind die Abhängigkeiten - Deutschland bezieht rund 40 Prozent seines Erdgases aus Russland. Problematisch ist außerdem die noch immer weit verbreitete Bindung an den Ölpreis: Je teurer Erdöl wird, desto teurer wird auch Gas. Stromkonzerne klagen bereits, dass sich Gaskraftwerke kaum mehr rentieren. Private Haushalte kennen dasselbe Problem beim Heizen - Gas ist kaum günstiger als Öl. Auch beim Autofahren stellt Erdgas keine Alternative dar: Der aktuelle Preisvorteil gegenüber Benzin und Diesel liegt nur an der steuerlichen Begünstigung.
Kohle
Plus: Kohle gibt es fast überall auf der Welt - einseitige Importabhängigkeiten wie beim Gas sind deshalb nicht zu befürchten. Auch Deutschland verfügt über nennenswerte Ressourcen: Braunkohle lässt sich ohne Subventionen fördern, für Steinkohle ist dies bei weiter steigenden Preisen zumindest denkbar. Außerdem reichen die Vorräte so lange wie bei keinem anderen fossilen Energieträger: Schätzungen gehen von rund 200 Jahren aus. Kohle eignet sich vor allem zur Stromerzeugung in der Grundlast - rund 50 Prozent des deutschen Stroms stammen aus Kohlekraftwerken .

Minus: Kein Energieträger ist so klimaschädlich wie Kohle. Bei der Verbrennung entsteht rund doppelt so viel CO2 wie bei Gas. Problematisch könnte dies vor allem dann werden, wenn man bestehende Atomkraftwerke durch neue Kohlekraftwerke ersetzt - oder wenn Elektroautos künftig in großem Stil Kohlestrom tanken. Bedenklich sind außerdem die Arbeitsbedingungen, unter denen Kohle gefördert wird : Zu den größten Produzenten zählen China, Russland und Südafrika - Länder, in denen immer wieder Bergleute ums Leben kommen.
Atomenergie
Plus: Kernkraftwerke produzieren - wenn sie einmal gebaut sind - günstigen Strom. Der Rohstoff Uran wird nur in geringen Mengen verbraucht, so dass die laufenden Betriebskosten gering sind. Atomstrom kann in der Grundlast eingesetzt werden, also unabhängig von kurzfristigen Wetterschwankungen. In Frankreich wird Atomstrom auch zum Heizen verwendet, langfristig könnten so auch Elektroautos betrieben werden. Bei der Kernenergie wird kaum CO2 freigesetzt. Sie ist damit klimafreundlicher als Kohle oder Gas.

Minus: Der größte Nachteil der Atomenergie ist das Risiko eines GAUs. Selbst wenn man dafür eine geringe Wahrscheinlichkeit unterstellt - der Schaden wäre enorm. Die Katastrophe in Tschernobyl war nur ein Vorgeschmack dessen, was im dicht besiedelten Mitteleuropa passieren würde: Tausende Opfer, auf ewig verseuchte Landstriche, Vermögensverluste in zigfacher Milliardenhöhe. Hinzu kommt die ungelöste Frage der Endlagerung : Obwohl die Kernenergie seit rund 50 Jahren genutzt wird, gibt es bis heute keine dauerhafte Deponie für die verstrahlten Abfälle. Ob es überhaupt ein sicheres Endlager geben kann, ist umstritten: Der Atommüll strahlt zum Teil mehr als 100.000 Jahre lang - was in dieser Zeit alles passiert, kann niemand vorhersagen. In jüngster Zeit wird ein weiteres Problem immer häufiger diskutiert: Was geschieht, wenn Terroristen einen Anschlag auf ein Kernkraftwerk verüben? Oder wenn sie in den Besitz von spaltbarem Material gelangen? Sicherheitsexperten haben auf diese Fragen keine abschließende Antwort.
Wasser
Plus: Die Wasserkraft ist sehr umweltfreundlich - mit geringem Eingriff in die Natur lässt sich günstig Energie gewinnen. Rund fünf Prozent des deutschen Stroms stammen aus Wasserkraftwerken. Außerdem lässt sich in Stauseen sehr gut Energie speichern: Bei einem Überangebot an Strom wird Wasser nach oben gepumpt. Bei Bedarf wird es dann abgelassen, um die Turbinen anzutreiben.

Minus: In Deutschland ist das Potential der Wasserkraft so gut wie ausgeschöpft. Fast jeder Fluss hat ein Kraftwerk, ebenso fast jeder See. Im Ausland wiederum ist die Wasserkraft zum Teil in Verruf geraten: Riesenprojekte wie der Jangtse-Staudamm in China zerstören die Natur in großem Stil.
Wind
Plus: Von allen erneuerbaren Energien ist die Windkraft in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen. Mittlerweile beziehen die Deutschen deutlich mehr Strom aus Windrädern als aus Wasserkraftwerken. Auch in Zukunft hat die Branche großes Wachstumspotential - vor allem offshore, also in Windparks auf dem Meer . Ein weiterer Vorteil: Die Windkraft ist verhältnismäßig günstig. Die Betreiber der Anlagen bekommen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz nur wenig mehr Förderung als der Preis für konventionellen Strom an der Energiebörse hoch ist. Zum Vergleich: Solarstrom wird weit höher vergütet.

Minus: Kritiker halten Windräder für eine Verschandelung der Landschaft. Außerdem weht der Wind sehr unzuverlässig: Bei einer starken Brise wird das deutsche Stromnetz überlastet, bei Flaute muss Strom aus dem Ausland hinzugekauft werden. Praktikable Speicher für Windenergie gibt es bisher nicht. Ein weiterer Nachteil: Starker Wind bläst vor allem in Norddeutschland, die großen Verbrauchszentren liegen aber im Süden und Westen. Um den Strom abzutransportieren, sind zahlreiche neue Leitungen nötig .
Sonne
Plus: Die Sonne ist nach menschlichen Maßstäben eine ewige Energiequelle , und sie scheint für jeden umsonst. Hätten alle Dächer Deutschlands eine Solaranlage, könnte so ein großer Teil des hiesigen Strombedarfs gedeckt werden - klimaschonend und unabhängig von Importen. Darüber hinaus lässt sich das Sonnenlicht auch zur Warmwasserbereitung nutzen: Mit Solarkollektoren kann man herkömmliche Heizungen ergänzen und so die Energiekosten drücken.

Minus: Die Sonne hat den gleichen Nachteil wie der Wind - ihre Energie lässt sich nicht zu jeder Uhrzeit nutzen. Das größte Problem ist jedoch der Preis: Solarstrom kostet viel mehr als konventioneller Strom. Und trotz milliardenschwerer Subventionen leistet Sonnenenergie bislang nur einen geringen Beitrag zur deutschen Stromversorgung: Schätzungen schwanken zwischen einem um zwei Prozent. Damit die Photovoltaik in Mitteleuropa wettbewerbsfähig wird, müsste es eine technische Revolution geben - oder die Preise für konventionelle Energie müssten dramatisch steigen.
Biomasse
Plus: Holz, Stroh, Mais - beim Verbrennen dieser Stoffe wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen vorher der Atmosphäre entzogen haben. Biomasse lässt sich in vielen Bereichen einsetzen: zum Heizen (beispielsweise mit Holzpellets), zum Autofahren (mit Biodiesel oder Bioethanol ) oder zur Stromerzeugung (mit Biogas). Der große Vorteil: Biomasse ist gespeicherte Energie. Man kann also frei entscheiden, wann man sie nutzen möchte - anders als bei Wind- oder Solarkraft. Ein weiterer Pluspunkt: Energiepflanzen, die in Deutschland wachsen, reduzieren die Abhängigkeit von Importen.

Minus: In jüngster Zeit gerät die Bioenergie massiv in die Kritik. Denn die Pflanzen benötigen enorme Anbauflächen - und treten damit in direkte Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Gerade bei Biotreibstoffen wird das zum Problem: Lässt es sich moralisch rechtfertigen, dass die Reichen Mais tanken - während die Armen hungern? Hinzu kommt ein gigantisches Mengenproblem: Wollte Deutschland seinen gesamten Benzin- und Dieselbedarf mit Biokraftstoffen decken, wäre dafür eine Fläche nötig, die größer ist als die gesamte Bundesrepublik. Das Gleiche gilt fürs Heizen: Sollten alle Bundesbürger auf Holzpellets umsteigen, würde der deutsche Wald dafür nicht reichen - erneut wären Energie-Importe nötig.
Erdwärme
Plus: Die Wärme im Erdinneren steht rund um die Uhr zur Verfügung. Sie lässt sich sowohl zum Heizen als auch zur Stromerzeugung nutzen. Gäbe es keine Probleme mit der Bohrtechnik, könnte die Geothermie den gesamten deutschen Energiebedarf decken.

Minus: In Deutschland muss man Hunderte oder gar Tausende Meter tief bohren, um ein ausreichendes Temperaturniveau zu erreichen. Die Kosten der Geothermie sind deshalb sehr hoch. Mancherorts gibt es außerdem Probleme mit dem Grundwasser. Andere Länder sind hier aus geologischen Gründen in einer besseren Position: Island zum Beispiel deckt seinen Energiebedarf zum Großteil mit der Wärme aus dem Erdinneren.



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