EZB-Kampf gegen Kreditklemme: Draghis Experiment

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2014

Zweckgebundene Darlehen und Strafzinsen für risikoscheue Banken: EZB-Chef Draghi kämpft mit einer neuen Geldpolitik gegen die Kreditklemme. Die Milliarden der Notenbank sollen zielgerichtet in die Privatwirtschaft fließen. Fraglich, ob das klappt. mehr...

EZB-Kredite für Südeuropa: Draghi will Geldstrom in die Unternehmen leiten

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2014

Die Europäische Zentralbank stemmt sich mit billigem Geld gegen die Krise. Die Notenbank pumpt Kredite von bis zu 400 Milliarden Euro in die Banken, stellt diesen aber Bedingungen: Sie sollen das Geld an Unternehmen weiterreichen. mehr...

Neuer Rekord: Dax knackt 10.000-Punkte-Marke

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2014

Nach dem Zinsentscheid der EZB hat der Dax zum ersten Mal die Marke von 10.000 Punkten übersprungen. Die Notenbank kündigte auch neue milliardenschwere Geldspritzen an, um die Kreditvergabe in Südeuropa anzukurbeln. mehr...

EZB-Ratssitzung: Europas Notenbanker beschließen Minuszinsen

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2014

Die Europäische Zentralbank sendet ein radikales Signal an die Märkte: Die Notenbanker senken den Einlagenzins für Banken auf minus 0,1 Prozent und den Leitzins auf das Rekordtief von 0,15 Prozent. Außerdem kündigte die EZB weitere unkonventionelle Maßnahmen an. mehr...

Wegweisende EZB-Ratssitzung: Europas mächtigste Banker entscheiden über Minuszinsen

SPIEGEL ONLINE - 05.06.2014

Im Frankfurter Euro-Tower ist der Rat der EZB zu einer der wichtigsten Sitzungen der letzten Jahre zusammengekommen: In Kürze wird wohl eine weitere Leitzinssenkung verkündet. Ökonomen warnen vor den Folgen. mehr...

Zinsentscheid EZB: Draghis Frischgeld-Kur

SPIEGEL ONLINE - 04.06.2014

Vor zwei Jahren rettete EZB-Chef Mario Draghi die Euro-Zone mit ein paar einfachen Worten vor dem Zerfall. Nun hofft ganz Südeuropa, dass der Italiener sein Wunder wiederholen möge. Doch dieses Mal ist seine Mission weitaus schwieriger. mehr...

Niedrigzinspolitik: Sparkassen-Chef wirft EZB Enteignung der Bürger vor

SPIEGEL ONLINE - 04.06.2014

Sparkassen-Verbandschef Fahrenschon hat die Europäische Zentralbank für ihre lockere Geldpolitik scharf kritisiert. Die niedrigen Zinsen kämen einer Enteignung gleich. Er sieht die Gefahr wachsender Altersarmut. mehr...

Geldpolitik: Dicke Bertha reloaded

DER SPIEGEL - 02.06.2014

Die Europäische Zentralbank will diese Woche mit einem Maßnahmenpaket südeuropäische Unternehmen von ihren Kreditsorgen befreien. Doch es gibt bessere Förderinstrumente. Pilar Mejías Leceta, eine vollschlanke Frau im lila Pullover, strahlt und steh... mehr...

EZB-Politik: Draghi kann es allein nicht schaffen

SPIEGEL ONLINE - 01.06.2014

Die Erwartungen sind riesig: Mario Draghi und seine EZB sollen diese Woche mit weiteren Geldspritzen die Euro-Wirtschaft anschieben. Enttäuschungen sind programmiert. Bestenfalls wird die EZB die Leiden lindern können - denn die Europäer haben ganz andere Probleme. mehr...

EZB-Konferenz: Draghi will Deflation verhindern

SPIEGEL ONLINE - 26.05.2014

Mario Draghi beschwichtigt die Märkte. Er will bei Bedarf ein Abgleiten der Euro-Zone in die Deflation verhindern - und scheut dafür auch nicht vor neuen Maßnahmen zurück. mehr...


Wie Notenbanken funktionieren
Woher nehmen Notenbanken das ganze Geld?
Für die Milliardensummen, die die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) im Verlauf der Finanzkrise den Banken zur Verfügung stellten, müssen die Notenbanken nicht die Notenpresse anwerfen und Geldscheine drucken. Die Beträge werden lediglich auf den Konten der Geschäftsbanken gutgeschrieben, die bei den Notenbanken geführt werden. Gegen Wertpapiere als Sicherheiten leiht die EZB oder Fed Geld aus. Nach einer bestimmten Frist zahlen die Banken die Summe inklusive Zins zurück.
Können sie pleitegehen?
Technisch nein. Die EZB hat im Euro-Raum das Monopol über das Zentralbankgeld und kann unabhängig darüber entscheiden, wann sie wie viel Geld in Umlauf bringt.
Warum buttern sie so viel Geld in die Märkte?
Generell leihen sich Geldinstitute auf dem Geldmarkt untereinander oder bei der EZB oder Fed Geld aus und zahlen dafür Zinsen - so wie ein Bankkunde bei einer Bank einen Kredit bekommt und diesen abträgt. Für die Geschäftsbanken ist es wichtig, dass sie über flüssiges Geld (Liquidität) verfügen, zum Beispiel für die Vergabe von Krediten an Unternehmen und Verbraucher. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten und eventueller noch unbekannter Risiken bei einzelnen Häusern sind die Banken jedoch misstrauischer geworden und nicht mehr im üblichen Maße bereit, sich gegenseitig Geld auszuleihen. In so einem Fall können die Notenbanken eine Finanzspritze geben, um einen Geldengpass (Kreditklemme) zu verhindern. Vorrangiges Ziel der Notenbanken sind stabile Preise. Die EZB ist laut EU-Vertrag aber auch für die Stabilität des Finanzsystems mitverantwortlich.






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