Das "Exxon Valdez"-Unglück
Am 24. März 1989 war der Öltanker "Exxon Valdez" im Prinz-William-Sund in der Nähe von Anchorage in Alaska nachts auf ein Riff gelaufen. Kapitän Joseph Hazelwood lag zu dieser Zeit betrunken im Bett, ein junger, schlecht ausgebildeter Seemann führte das Kommando. Der 300 Meter lange, einwandige Tanker hatte zum Zeitpunkt des Unglücks 163.000 Tonnen Öl geladen. Rund ein Viertel davon lief in das bis dahin kristallklare Wasser des Sundes aus.
Insgesamt wurden rund 2000 Kilometer Küste vom ausgelaufenen Öl verpestet: 250.000 Seevögel, 2800 Seeotter, 300 Robben und rund 20 Wale starben. Reiche Fischgründe wurden verseucht.
Die Aufräumarbeiten waren ein gigantisches Projekt. Exxon erklärte, die Firma habe sich das Säubern der Strände mehr als zwei Milliarden Dollar kosten lassen. Bis zu 10.000 Arbeiter, tausend Boote und rund hundert Flugzeuge waren im Einsatz.
Der ökologischen folgte eine finanzielle Katastrophe für viele Bewohner der Gegend. Exxon weigerte sich, Entschädigung zu bezahlen. Erst nach fast 20 Jahren Rechtsstreit lenkte die Firma dann ein. Der oberste Gerichtshof der USA hatte zuvor die Entschädigungssumme auf rund eine halbe Milliarde Dollar heruntergeschraubt. Geklagt hatten allein 33.000 Fischer.