Das Massaker von Katyn gilt als Symbol der schwierigen Beziehungen zwischen Polen und Russland: Nahe dem westrussischen Ort Katyn verübte der sowjetische Geheimdienst NKWD eines der schwersten Verbrechen im Zweiten Weltkrieg. Dort und an zwei anderen Orten töteten Soldaten fast
22.000 polnische Offiziere sowie Vertreter der bürgerlichen Elite per Genickschuss und verscharrten sie.
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Erst 1990 in der Glasnost-Ära gab der neue Kreml-Chef Michail Gorbatschow zu, dass Sowjetdiktator Josef Stalin den Befehl zum Massenmord gegeben hatte. Angehörige der Ermordeten und polnische Politiker fordern die bis heute ausgebliebene juristische Aufarbeitung und Rehabilitierung der Opfer. Moskau lehnt dies ab.
In der Woche vor dem Unglück von Smolensk hatten die Regierungschefs von Russland und Polen, Wladimir Putin und Donald Tusk, am Mahnmal in Katyn der Ermordeten gedacht. Das Treffen wurde als eine historische Geste auf dem Weg zur Aussöhnung zwischen beiden Ländern gesehen.