Im spanischen Bürgerkrieg kämpften von 1936 bis 1939 faschistische und konservativ-katholische Kräfte gegen die demokratisch gewählte Regierung der Republik. Der General
Franciso Franco führte den Putsch vom Juli 1936 an. An seiner Seite kämpfte auch die deutsche Legion Condor sowie italienische Soldaten und Freiwillige.
Doch die
Republikaner wehrten sich und verteidigten die Regierung: Auf der Seite der "Roten" kämpften Kommunisten, Sozialisten, Liberale und antifaschistische "Internationale Brigaden". Sie wurden unterstützt von der Sowjetunion. Der Bürgerkrieg wurde auf beiden Seiten mit einem Höchstmaß an Einsatzbereitschaft, aber auch an
Brutalität geführt.
Francos Truppen siegten 1939 und zogen in Madrid ein. Der General errichtete eine Diktatur, die fast
40 Jahre dauern sollte und sich auf Armee, Kirche und faschistische Falange-Verbände stützte. 150.000 politische Gegner wurden von 1936 bis 1943 ermordet. Hunderttausende Menschen flohen ins Exil.
Nach Francos Tod 1975 einigten sich die spanischen Parteien auf einen
"Pakt des Schweigens", um einen friedlichen Übergang zur Demokratie zu ermöglichen. Erst mit dem 2007 verabschiedeten
"Gesetz der historischen Erinnerung" begann die Aufarbeitung der Geschichte: Symbole des Franco-Regimes sollen aus dem öffentlichen Leben entfernt und die Opfer der Repressionen entschädigt werden.