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AP/ Air Photo Service

Super-GAU in Japan

In gleich drei Reaktoren des Atom­kraftwerks Fukushima Daiichi kam es nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen frei, weite Gebiete mussten evakuiert werden. Die Aufräumarbeiten werden Jahr­zehnte dauern.

Fukushima: Eisbarriere ist undicht

Fukushima: Eisbarriere ist undicht

SPIEGEL ONLINE - 28.04.2016

Mit einem unterirdischen Eiswall will der AKW-Betreiber Tepco verhindern, dass in Fukushima weiter Grundwasser verseucht wird. Nun gibt die Firma zu: Das Wasser lässt sich nicht komplett zurückhalten. mehr... Video | Forum ]

Fukushima: Eisbarriere ist undicht

SPIEGEL ONLINE - 28.04.2016

Mit einem unterirdischen Eiswall will der AKW-Betreiber Tepco verhindern, dass in Fukushima weiter Grundwasser verseucht wird. Nun gibt die Firma zu: Das Wasser lässt sich nicht komplett zurückhalten. mehr...

Fünf Jahre Reaktorunglück: Die Vergessenen von Fukushima

SPIEGEL ONLINE - 12.03.2016

Das Atomunglück von Fukushima entwurzelte Zehntausende. Fünf Jahre danach fühlen sich viele der Heimatlosen von ihrer Regierung im Stich gelassen. mehr...

AKW in Japan: Was wurde aus der Atomruine Fukushima?

SPIEGEL ONLINE - 11.03.2016

Der Atom-GAU in Fukushima ist fünf Jahre her, doch bis heute kämpfen 8000 Arbeiter mit Lecks, verstrahltem Boden und Wasser. Wann und wie die zerstörten Meiler abgebaut werden, weiß niemand. mehr...

Fukushimas ehemalige Bewohner: „Mit diesem Verlust werde ich mich nie abfinden“

SPIEGEL ONLINE - 10.03.2016

Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima drängt Japans Obrigkeit geflohene Bewohner zur Rückkehr. Doch ist es dort überhaupt sicher? Eine Garantie gibt es nicht. mehr...

Japan: Gericht verfügt Abschaltung von zwei Atommeilern

SPIEGEL ONLINE - 09.03.2016

Erst vier japanische Atomreaktoren sind seit der Katastrophe von Fukushima wieder ans Netz gegangen. Bei zwei Meilern hat ein Gericht den Weiterbetrieb nun gestoppt - wegen Sicherheitsbedenken. mehr...

Fußnote: 115000

DER SPIEGEL - 05.03.2016

Fukushima: Provisorische Müllplätze für radioaktive Abfälle verschandeln Landschaft um die Kernkraftwerksruine; provisorische Müllplätze für radioaktiv verseuchte Abfälle verschandeln die Landschaft rund um die Kernkraftwerksruine von Fukushima. Und… mehr...

Nach Atom-Katastrophe: Fukushimas Fische kaum noch radioaktiv belastet

SPIEGEL ONLINE - 02.03.2016

Die Angst vor radioaktiver Strahlung nach der Katastrophe von Fukushima war groß. Nun zeigt sich: Zumindest die Fische in der japanischen Küstenregion haben sich weitgehend erholt. mehr...

September: PROTEST ZWECKLOS

DER SPIEGEL - 24.12.2015

Vier Jahre nach Fukushima setzt Japan wieder auf Atomstrom. Von Wieland Wagner mehr...

Strahlung: Fukushima brachte kaum Radioaktivität nach Deutschland

SPIEGEL ONLINE - 12.11.2015

Atombombenversuche und Reaktorkatastrophen: Immer wieder gelangten größere Mengen Radioaktivität in die Umwelt. Zuletzt war die Strahlenbelastung in Deutschland aber gering - trotz Fukushima. mehr...

Kraftwerks-Angestellter: Erster Krebsfall durch Fukushima-Unfall offiziell bestätigt

SPIEGEL ONLINE - 20.10.2015

Ein Angestellter des Kraftwerks ist infolge der Katastrophe von Fukushima an Leukämie erkrankt, das hat die japanische Regierung bestätigt. Bei anderen Krebspatienten wird ein Zusammenhang mit dem Unglück noch geprüft. mehr...


Kernkraftwerke in Fukushima
Fukushima I (Daiichi)
Das Atomkraftwerk Fukushima I (Fukushima Daiichi) besteht aus sechs Blöcken mit jeweils einem Reaktor. Probleme gibt es vor allem in Block 1 und Block 3. Bei beiden Reaktoren wird zumindest eine teilweise Kernschmelze befürchtet. Die Kühlsysteme sind ausgefallen, die Betreiber haben Meerwasser in die Reaktoren gepumpt. Das Gebäude um Block 1 explodierte am Samstag - Grund soll eine Verpuffung der Gase zwischen Reaktor und Reaktorhülle gewesen sein. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von 20 Kilometern wurde evakuiert. Am Montag ereignete sich eine weitere Explosion. Nach Angaben der Regierung hat die Stahlhülle des Blocks 3 aber standgehalten. Die schlechten Nachrichten reißen allerdings nicht ab: Auch in Reaktor 2 ist die Kühlung inzwischen ausgefallen.
Fukushima II
Das Atomkraftwerk Fukushima II (Fukushima Daini) besteht aus vier Blöcken. Betreiber ist ebenfalls die Tokyo Electric Power Company (Tepco). Die Kühlsysteme der Reaktoren 1, 2 und 4 sind nach Angaben der japanischen Regierung ausgefallen. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von zehn Kilometern wird evakuiert.

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan

Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.


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