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Alle Artikel und Hintergründe

AP/ Air Photo Service

Super-GAU in Japan

In gleich drei Reaktoren des Atom­kraftwerks Fukushima Daiichi kam es nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen frei, weite Gebiete mussten evakuiert werden. Die Aufräumarbeiten werden Jahr­zehnte dauern.

Tsunami-Warnung aufgehoben: Starkes Erdbeben erschüttert Nordosten Japans

Tsunami-Warnung aufgehoben: Starkes Erdbeben erschüttert Nordosten Japans

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2015

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 hat Japans Nordosten heftig durchgeschüttelt und zwischenzeitlich eine Tsunami-Warnung ausgelöst. Betroffen war dieselbe Region, in der vor fast genau vier Jahren eine Flutwelle Tausende Menschen in den Tod riss und das Atomkraftwerk Fukushima zerstörte. mehr... Video | Forum ]

Angeblicher Start im Juni: Japan will Atommeiler wieder anfahren

Angeblicher Start im Juni: Japan will Atommeiler wieder anfahren

SPIEGEL ONLINE - 06.02.2015

Vier Jahre nach der Katastrophe von Fukushima will die japanische Regierung offenbar wieder Atomkraftwerke ans Netz bringen. Einem Medienbericht zufolge sollen zunächst zwei Meiler im Süden des Landes wieder in Betrieb genommen werden. mehr... Forum ]

Katastrophen: Operation Tomodachi

DER SPIEGEL - 31.01.2015

Im März 2011 fuhr der Flugzeugträger USS "Reagan" nach Japan, um der Bevölkerung nach dem Tsunami zu helfen. Heute sind viele der damals am Einsatz beteiligten Marinesoldaten krank. Sie wollen Gerechtigkeit, Entschuldigung, Entschädigung. Ihrer Navy ... mehr...

Radioaktivität: Forscher halten Fukushima-Strahlung im Meer für harmlos

SPIEGEL ONLINE - 30.12.2014

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima war die Angst vor Radioaktivität im Pazifik groß. Jetzt haben Forscher erstmals systematisch untersucht, wie sich die Strahlung im Ozean verbreitet hat - und geben Entwarnung. mehr...

Japan: Zurück in die Zone

DER SPIEGEL - 25.08.2014

Seit Kurzem wohnen wieder Menschen im Sperrgebiet um Fukushima, freiwillig oder gedrängt von der Regierung. Ist ein normales Leben möglich? Als Hisao Tsuboi in die Sperrzone zurückkehrte, pflanzte er als Erstes Reis. Er steuerte seinen Traktor über... mehr...

Tsunami-Katastrophe: Japaner bekommen Post von toter Tochter

SPIEGEL ONLINE - 03.03.2014

"In zehn Jahren werde ich Kinder haben": Eine 19 Jahre alte Japanerin gab vor langer Zeit einen Brief an ihre Eltern auf, nun kam er endlich an. Eine große Überraschung für Vater und Mutter, denn ihre Tochter lebt schon lange nicht mehr. mehr...

Atomruine Fukushima: Tonnenweise radioaktives Wasser freigesetzt

SPIEGEL ONLINE - 20.02.2014

Mehr als hundert Tonnen verseuchtes Wasser sind in Fukushima kürzlich im Boden versickert, das muss die Betreiberfirma Tepco jetzt eingestehen. Dabei soll unter anderem Strontium-90 in deutlich erhöhter Konzentration freigesetzt worden sein. mehr...

Lecks in Wassertanks: Arbeiter berichtet von Schlamperei in Fukushima

SPIEGEL ONLINE - 08.11.2013

Im Eiltempo haben Hilfskräfte die Wassertanks von Fukushima gebaut. Einer dieser Arbeiter, ein Automechaniker, berichtet jetzt von Schlampereien bei der Montage. Dass viele Behälter lecken, wundert ihn gar nicht. mehr...

Fukushima-Flüchtlinge: Ihr könnt dort nicht mehr leben

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2013

Lange hat die japanische Regierung beschwichtigt und den Fukushima-Opfern falsche Hoffnung gemacht - nun gibt erstmals ein hochrangiger Politiker zu: Eine Rückkehr in die radioaktiv verseuchte Heimat ist wohl ausgeschlossen. "Aber ihr bekommt Entschädigung." mehr...

Fukushima: Brennstäbe sollen umgelagert werden

SPIEGEL ONLINE - 30.10.2013

Die Brennstäbe im Reaktor 4 des zerstörten Kraftwerks Fukushima gelten als größte Gefahr auf dem Gelände. Nun hat Tepco die Erlaubnis bekommen, sie in ein anderes Becken umzulagern. Gleichzeitig will sich der Staat mehr Kontrolle über die Aufräumarbeiten sichern. mehr...

Atomruine: Heftiger Regen überfordert Fukushimas Wasserspeicher

SPIEGEL ONLINE - 21.10.2013

Nach heftigen Regenfällen am Wochenende ist an der Atomruine Fukushima erneut radioaktiv belastetes Wasser in die Umwelt gelangt. Betreiber Tepco war auf derart starken Regen nicht eingestellt, gibt ein Sprecher zu. mehr...

Atomruine Fukushima: Japan soll Expertenhilfe aus dem Ausland akzeptieren

SPIEGEL ONLINE - 14.10.2013

Die Lage im havarierten AKW Fukushima bleibt bedrohlich. Jetzt ist ein internationales Forscherteam eingetroffen - doch für die Zustände im Kraftwerk selbst ist es nicht zuständig. Experten fordern immer dringender, dass Japan endlich Hilfe von außen annimmt. mehr...


Kernkraftwerke in Fukushima
Fukushima I (Daiichi)
Das Atomkraftwerk Fukushima I (Fukushima Daiichi) besteht aus sechs Blöcken mit jeweils einem Reaktor. Probleme gibt es vor allem in Block 1 und Block 3. Bei beiden Reaktoren wird zumindest eine teilweise Kernschmelze befürchtet. Die Kühlsysteme sind ausgefallen, die Betreiber haben Meerwasser in die Reaktoren gepumpt. Das Gebäude um Block 1 explodierte am Samstag - Grund soll eine Verpuffung der Gase zwischen Reaktor und Reaktorhülle gewesen sein. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von 20 Kilometern wurde evakuiert. Am Montag ereignete sich eine weitere Explosion. Nach Angaben der Regierung hat die Stahlhülle des Blocks 3 aber standgehalten. Die schlechten Nachrichten reißen allerdings nicht ab: Auch in Reaktor 2 ist die Kühlung inzwischen ausgefallen.
Fukushima II
Das Atomkraftwerk Fukushima II (Fukushima Daini) besteht aus vier Blöcken. Betreiber ist ebenfalls die Tokyo Electric Power Company (Tepco). Die Kühlsysteme der Reaktoren 1, 2 und 4 sind nach Angaben der japanischen Regierung ausgefallen. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von zehn Kilometern wird evakuiert.

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan

Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.





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