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AP/ Air Photo Service

Super-GAU in Japan

In gleich drei Reaktoren des Atom­kraftwerks Fukushima Daiichi kam es nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen frei, weite Gebiete mussten evakuiert werden. Die Aufräumarbeiten werden Jahr­zehnte dauern.

Rückkehr zur Atomkraft: Japan fährt ersten Reaktor wieder hoch

Rückkehr zur Atomkraft: Japan fährt ersten Reaktor wieder hoch

SPIEGEL ONLINE - 11.08.2015

Japan kehrt zur Atomkraft zurück: Viereinhalb Jahre nach der Katastrophe von Fukushima ist landesweit der erste Kernreaktor wieder angeschaltet worden. mehr... Video | Forum ]

Reaktor geht ans Netz: Japan kehrt zur Atomkraft zurück

Reaktor geht ans Netz: Japan kehrt zur Atomkraft zurück

SPIEGEL ONLINE - 10.08.2015

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima stehen kommerzielle Reaktoren in Japan still. Nun soll das erste AKW wieder hochgefahren werden. Der Widerstand in der Bevölkerung ist groß. mehr... Video | Forum ]

Japan: Hundert Jahre Strahlung

DER SPIEGEL - 01.08.2015

Die Reaktorkatastrophe von Fukushima überschattet das Gedenken an Hiroshima. Gegen die Mehrheit der Bevölkerung plant die Regierung eine Renaissance der Kernkraft. Als die Amerikaner die Atombombe über Hiroshima abwarfen, sah Hiromi Hasai einen gle... mehr...

Foto aus Fukushima: Was ist bloß mit diesen Blümchen los?

SPIEGEL ONLINE - 23.07.2015

In der Nähe der Atomruine Fukushima will ein Twitter-User mutierte Margeriten fotografiert haben. Nun rätselt das Netz, ob radioaktive Strahlung schuld ist. mehr...

Strahlungswerte in Fukushima: Greenpeace warnt Bewohner vor Rückkehr

SPIEGEL ONLINE - 21.07.2015

Nach dem Super-GAU von Fukushima mussten Tausende Bewohner ihre Dörfer verlassen. Die japanische Regierung will jetzt, dass sie zurückkehren. Greenpeace warnt: Die Region sei noch immer stark verstrahlt, trotz aufwendiger Säuberung. mehr...

Roboterbilder aus dem AKW Fukushima: Ein Mensch würde hier binnen einer Stunde sterben

SPIEGEL ONLINE - 14.04.2015

Zum ersten Mal hat ein Roboter das verunglückte Atomkraftwerk Fukushima von innen gefilmt. Die Aufnahmen zeigen eine gespenstische Welt aus Trümmern und Staub. mehr...

Von Tsunami zerstörtes Boot: Fische überleben vier Jahre in Schiffswrack

SPIEGEL ONLINE - 13.04.2015

Seit dem Tsunami 2011 trieb ein Schiffswrack von Japan Richtung US-Westküste. Jetzt wurde es geborgen - darin fanden sich in einem Behälter Fische aus Japans Küstenregionen. mehr...

Cäsium 134: Forscher finden in Kanada radioaktive Spuren von Fukushima-GAU

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2015

Wissenschaftler haben im Westen Kanadas Cäsium 134 nachgewiesen. Damit finden sich auf dem amerikanischen Kontinent erstmals radioaktive Spuren der Atomkatastrophe von Fukushima. mehr...

Jahrestag der Fukushima-Katastrophe: Mein Herz schmerzt

SPIEGEL ONLINE - 11.03.2015

Mit einer Schweigeminute hat Japan an die Opfer der Katastrophe vor vier Jahren erinnert. Noch immer belasten die Folgen des Tsunamis und der Havarie des Atomkraftwerks Fukushima das Land. mehr...

Japan: 40 Jahre zum Aufräumen

DER SPIEGEL - 07.03.2015

Abwracken von Fukushima Daiichi dürfte mindestens 40 Jahre dauern. Am 11. März jährt sich zum vierten Mal die Tsunami- und Nuklearkatastrophe, die weite Teile des japanischen Nordostens verwüstete - und noch immer ist keine Normalisierung in Sicht.... mehr...

Katastrophen: Operation Tomodachi

DER SPIEGEL - 31.01.2015

Im März 2011 fuhr der Flugzeugträger USS "Reagan" nach Japan, um der Bevölkerung nach dem Tsunami zu helfen. Heute sind viele der damals am Einsatz beteiligten Marinesoldaten krank. Sie wollen Gerechtigkeit, Entschuldigung, Entschädigung. Ihrer Navy ... mehr...

Radioaktivität: Forscher halten Fukushima-Strahlung im Meer für harmlos

SPIEGEL ONLINE - 30.12.2014

Nach der Atomkatastrophe von Fukushima war die Angst vor Radioaktivität im Pazifik groß. Jetzt haben Forscher erstmals systematisch untersucht, wie sich die Strahlung im Ozean verbreitet hat - und geben Entwarnung. mehr...


Kernkraftwerke in Fukushima
Fukushima I (Daiichi)
Das Atomkraftwerk Fukushima I (Fukushima Daiichi) besteht aus sechs Blöcken mit jeweils einem Reaktor. Probleme gibt es vor allem in Block 1 und Block 3. Bei beiden Reaktoren wird zumindest eine teilweise Kernschmelze befürchtet. Die Kühlsysteme sind ausgefallen, die Betreiber haben Meerwasser in die Reaktoren gepumpt. Das Gebäude um Block 1 explodierte am Samstag - Grund soll eine Verpuffung der Gase zwischen Reaktor und Reaktorhülle gewesen sein. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von 20 Kilometern wurde evakuiert. Am Montag ereignete sich eine weitere Explosion. Nach Angaben der Regierung hat die Stahlhülle des Blocks 3 aber standgehalten. Die schlechten Nachrichten reißen allerdings nicht ab: Auch in Reaktor 2 ist die Kühlung inzwischen ausgefallen.
Fukushima II
Das Atomkraftwerk Fukushima II (Fukushima Daini) besteht aus vier Blöcken. Betreiber ist ebenfalls die Tokyo Electric Power Company (Tepco). Die Kühlsysteme der Reaktoren 1, 2 und 4 sind nach Angaben der japanischen Regierung ausgefallen. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von zehn Kilometern wird evakuiert.

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan

Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.





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