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AP/ Air Photo Service

Super-GAU in Japan

In gleich drei Reaktoren des Atom­kraftwerks Fukushima Daiichi kam es nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen frei, weite Gebiete mussten evakuiert werden. Die Aufräumarbeiten werden Jahr­zehnte dauern.

Fukushima-Betreiber: Tepco will wieder Atomstrom produzieren

Fukushima-Betreiber: Tepco will wieder Atomstrom produzieren

SPIEGEL ONLINE - 27.09.2013

Der Betreiber des Unglücks-AKW Fukushima will das weltgrößte Kernkraftwerk wieder hochfahren. Der japanische Konzern Tepco reichte für zwei der sieben Reaktoren einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde ein. Es ist die erste Anfrage des Unternehmens seit der Katastrophe im März 2011. mehr... Video | Forum ]

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

Japanischer Pannenkonzern: Tepco schreibt Namen des Regierungschefs falsch

SPIEGEL ONLINE - 20.09.2013

Für den japanischen Energiekonzern Tepco läuft es nicht rund. Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima kämpft mit immer neuen Pannen im Umgang mit der havarierten Anlage. Nun verpasste der Konzern dem Ministerpräsidenten Abe auch noch einen falschen Namen - und entschuldigte sich anschließend. mehr... Forum ]

Japans havarierter Atommeiler: Regierung ordnet Stilllegung von AKW Fukushima an

Japans havarierter Atommeiler: Regierung ordnet Stilllegung von AKW Fukushima an

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2013

Auch die letzten beiden Reaktorblöcke am Atomkraftwerk Fukushima sollen endgültig abgeschaltet werden. Das hat die japanische Regierung jetzt offiziell verfügt. An der AKW-Ruine sorgen verstrahlte Wassermassen weiter für massive Probleme. mehr... Forum ]

AKW Fukushima: Tepco leitet 1130 Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer

SPIEGEL ONLINE - 17.09.2013

Nach einem Unwetter hat der Betreiber des AKW Fukushima mehr als tausend Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer geleitet. Das Regenwasser sei nur schwach radioaktiv belastet. mehr...

Verantwortlich für Tsunami-Tote: Japanische Kita muss Entschädigung zahlen

SPIEGEL ONLINE - 17.09.2013

Ein Kindergarten im japanischen Ishinomaki ist zur Zahlung einer millionenschweren Entschädigung verurteilt worden. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass die Einrichtung für den Tod von fünf Menschen beim Tsunami 2011 verantwortlich ist. mehr...

AKW-Ruine Fukushima: Dampf aus havariertem Kernkraftwerk ausgetreten

SPIEGEL ONLINE - 13.09.2013

Neue Probleme am Havariemeiler Fukushima: Wie das kontaminierte Wasser gereinigt und sicher aufbewahrt werden soll, ist immer noch nicht geklärt. Nun meldet der Betreiber Tepco, dass Dampf aus der Anlage entwichen ist. mehr...

AKW-Ruine Fukushima: Wasserdrama dauert noch ein Jahrzehnt

SPIEGEL ONLINE - 08.09.2013

Hilflos stolpern die Mitarbeiter Tepcos bei der AKW-Ruine Fukushima von einer Krise in die nächste. Der US-Atomaufseher Dale Klein fordert nach SPIEGEL-Informationen die Intervention ausländischer Experten. Eine schnelle Lösung hält er dennoch für unmöglich. mehr...

AKW-Ruine: Strahlung in Fukushima erreicht neuen Höchstwert

SPIEGEL ONLINE - 04.09.2013

Die Probleme am Havariemeiler Fukushima sind kaum zu beherrschen. Zu einer gigantischen Herausforderung entwickelt sich die Reinigung des kontaminierten Wassers. Die radioaktive Strahlung um die Tanks ist abermals massiv gestiegen. mehr...

AKW Fukushima: Eispanzer für die Atomruine

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Ein unterirdischer Eisring um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima soll das verstrahlte Areal abdichten. Der Erfolg ist ungewiss. Die Technik ist zwar aus dem Bergbau bekannt, in dieser Dimension allerdings wurde sie noch niemals eingesetzt. mehr...

AKW-Ruine in Japan: Fukushimas strahlende Wassermassen

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Undichte Tanks, hohe Strahlung, ein unterirdischer Fluss: Die Probleme am Havariemeiler Fukushima überfordern Betreiber Tepco. Zur gigantischen Herausforderung entwickelt sich das kontaminierte Wasser - täglich werden es 400 Tonnen mehr. mehr...

Atomruine: Japan bekämpft Fukushima-Lecks mit Millionenprogramm

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Verseuchtes Wasser tritt aus, teilweise wurde tödliche Strahlung gemessen: Die AKW-Ruine von Fukushima ist weiterhin außer Kontrolle. Jetzt schaltet sich die Regierung ein und stellt Millionen bereit. Der Atomkonzern Tepco bekommt die Lecks allein nicht in den Griff. mehr...

Radioaktivität: Extreme Strahlung an Fukushima-Wassertank gemessen

SPIEGEL ONLINE - 01.09.2013

Erneute Eskalation in Fukushima: Das Wasser, das aus undichten Tanks auf dem Gelände des havarierten Atomkraftwerks austritt, strahlt viel stärker als bisher angenommen. Zuvor hatten Arbeiter offenbar Messinstrumente verwendet, die derart hohe Werte gar nicht erfassen konnten. mehr...

Leck in Fukushima: Japan erhöht Gefahrenstufe deutlich

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2013

Jetzt ist es amtlich: Das Leck an der Atomruine Fukushima gilt als "ernster Störfall". Die Atomaufsicht reagiert damit auf neue Probleme mit radioaktiv verseuchtem Wasser. mehr...


Kernkraftwerke in Fukushima
Fukushima I (Daiichi)
Das Atomkraftwerk Fukushima I (Fukushima Daiichi) besteht aus sechs Blöcken mit jeweils einem Reaktor. Probleme gibt es vor allem in Block 1 und Block 3. Bei beiden Reaktoren wird zumindest eine teilweise Kernschmelze befürchtet. Die Kühlsysteme sind ausgefallen, die Betreiber haben Meerwasser in die Reaktoren gepumpt. Das Gebäude um Block 1 explodierte am Samstag - Grund soll eine Verpuffung der Gase zwischen Reaktor und Reaktorhülle gewesen sein. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von 20 Kilometern wurde evakuiert. Am Montag ereignete sich eine weitere Explosion. Nach Angaben der Regierung hat die Stahlhülle des Blocks 3 aber standgehalten. Die schlechten Nachrichten reißen allerdings nicht ab: Auch in Reaktor 2 ist die Kühlung inzwischen ausgefallen.
Fukushima II
Das Atomkraftwerk Fukushima II (Fukushima Daini) besteht aus vier Blöcken. Betreiber ist ebenfalls die Tokyo Electric Power Company (Tepco). Die Kühlsysteme der Reaktoren 1, 2 und 4 sind nach Angaben der japanischen Regierung ausgefallen. Der atomare Notstand wurde ausgerufen, im Umkreis von zehn Kilometern wird evakuiert.

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan Zur Großansicht
SPIEGEL ONLINE

Karte: Erdbeben- und Tsunamigebiet in Japan

Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.





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