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Corbis

Komplexe Schaltzentrale

Das Gehirn ist ein hochkomplexes Netzwerk von Milliarden Nervenzellen - und bildet das Zentrum unserer geistigen und seelischen Fähigkeiten. Es ist für die Ausprägung von Denken, Fühlen, Erinnern, für Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich. Können Wissenschaftler inzwischen die Sprache des Gehirns verstehen?

Neuro-Forschung: Erschöpfungssyndrom zeigt sich im Gehirn

SPIEGEL ONLINE - 29.10.2014

Betroffene fühlen sich über Monate erschöpft, Schlaf bringt kaum Erholung. Trotzdem ist eine zuverlässige Diagnose des Chronischen Erschöpfungssyndroms schwierig. Neue Beobachtungen von Hirnforschern könnten das ändern. mehr...

Gutachten: Stents erhöhen Risiko eines erneuten Schlaganfalls

SPIEGEL ONLINE - 09.10.2014

Schlaganfall-Patienten bekommen in Deutschland oftmals einen mit Arzneien beschichteten Stent eingesetzt. Das Röhrchen im Hirn soll eine erneute Attacke verhindern - doch das Gegenteil ist der Fall, wie ein Gutachten ergab. mehr...

Nobelpreis für Medizin: Das Navi im Gehirn

SPIEGEL ONLINE - 06.10.2014

Wo bin ich? Wie komme ich von A nach B? Für die Entdeckung von Hirnzellen, die ein inneres Navigationssystem bilden, erhalten drei Neuroforscher den Nobelpreis für Medizin 2014. mehr...

Ein rätselhafter Patient: Die seltsame Nuss

SPIEGEL ONLINE - 04.10.2014

Ein junger Mann liegt blutend auf der Straße. Intensivmediziner können sein Leben retten, aber in seinem Kopf entdecken sie einen Tumor. Doch als sich der Patient von dem Trauma erholt, zweifeln die Mediziner plötzlich an ihrer Diagnose. mehr...

Hirnforschung: Sitzen macht dumm

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2014

Ein bisschen Bewegung am Abend reicht nicht unbedingt aus, um das Hirn vor Altersschwäche zu schützen. Untersuchungen von 88 älteren Menschen zeigen: Langes Sitzen schadet der Hirnleistung mehr...

Eingriff in Tel Aviv: Violinistin spielt während ihrer Hirn-OP Mozart

SPIEGEL ONLINE - 10.09.2014

Eine Gehirnoperation ist für viele Menschen schon mit Vollnarkose eine furchteinflößende Sache. Eine Musikerin war während des Eingriffs bei vollem Bewusstsein. Sie spielte sogar Geige - auf Wunsch der Ärzte. mehr...

Medizintechnik: Mit der Wippe die Gedanken wiegen

SPIEGEL ONLINE - 09.09.2014

Der italienische Universalgelehrte Angelo Mosso baute im 19. Jahrhundert eine Wippe. Er wollte beweisen, dass das Gehirn Blut zum Denken braucht - und legte damit die Grundlage für den modernen Hirnscanner. mehr...

Hirnforschung: Schrumpfkur der Gefühle

DER SPIEGEL - 25.08.2014

Wie Stress aufs Gehirn wirkt. Ob Stress den Menschen krank macht oder positiv herausfordert, das bestimmen wohl zu großen Teilen seine Gene. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Medizinischen Universität Wien. Die Forscher fanden einen Zusammenh... mehr...

Neue US-Studie: Vitamin D könnte Demenzrisiko reduzieren

SPIEGEL ONLINE - 07.08.2014

Je weniger Vitamin D ältere Menschen im Blut haben, desto häufiger erkranken sie an einer Demenz: Diesen Zusammenhang zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. In Deutschland sind etwa 60 Prozent vom Mangel betroffen. mehr...

Kommentar: Denken, nicht testen

DER SPIEGEL - 21.07.2014

Jörg Blech über unsinnige Alzheimertests. Werden wir bald erfahren, wann uns das Gedächtnis verlässt? In den USA haben Mediziner einen Bluttest für Gesunde zum Patent angemeldet, der den Ausbruch von Alzheimer vorhersagen soll. In England verkündet... mehr...


Kurzer Wegweiser durch das Gehirn
Gehirn: Steuerzentrale des Körpers
Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In ihm sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren (Koordinations- und Assoziationszentren) zusammengefasst. Es ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Gefühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.
Gehirnteile: Vorderhirn, Mittelhirn, Rautenhirn
Das menschliche Gehirn und auch das Gehirn vieler Tiere ist in drei Hauptteile gegliedert: Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.
Großhirn: Spezialität des menschlichen Gehirns
Speziell für das menschliche Gehirn ist die Größe und Komplexität des Großhirns. Die Faltung seiner Oberfläche bewirkt eine enorme Oberflächenvergrößerung, so dass es die übrigen Hirnteile überwölbt. Das Großhirn ist das Zentrum für unsere geistigen und seelischen Fähigkeiten und damit für die komplexesten Gehirnleistungen. Es besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch ein dickes Bündel Nervenfasern, den sogenannten Balken, miteinander verbunden sind.
Großhirnrinde: Sitz der "grauen Zellen"
Die äußere Schicht des Großhirns wird als Großhirnrinde (Cortex cerebri, kurz Cortex) bezeichnet. Sie ist nur etwa zwei bis fünf Millimeter dick und enthält die erstaunliche Menge von 10 bis 14 Milliarden Nervenzellen. Wenn Gehirne in Formalin haltbar gemacht werden, sieht die Großhirnrinde grau aus. Sie wird deshalb auch als graue Substanz bezeichnet und umgangssprachlich spricht man oft von "grauen Zellen". Der übrige Teil des Großhirns besteht aus Nervenfasern, welche die Nervenzellen mit anderen Hirnteilen verbinden. Dieser Teil wird auch als weiße Substanz bezeichnet.

Fotostrecke
Gehirn in 3D: Brodmann-Areale waren gestern

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