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Corbis

Komplexe Schaltzentrale

Das Gehirn ist ein hochkomplexes Netzwerk von Milliarden Nervenzellen - und bildet das Zentrum unserer geistigen und seelischen Fähigkeiten. Es ist für die Ausprägung von Denken, Fühlen, Erinnern, für Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich. Können Wissenschaftler inzwischen die Sprache des Gehirns verstehen?

Demenz: Krisen in der Lebensmitte erhöhen Alzheimer-Risiko

SPIEGEL ONLINE - 01.10.2013

Erst traurig, dann vergesslich: Belastende Erlebnisse wie der Tod des Partners erhöhen offenbar das Risiko für Alzheimer und Demenz. Darauf weist eine aktuelle Studie hin. Doch wer seine Freundschaften pflegt, kann vorbeugen. mehr...

Rückkehr in den Job: Alltagshelfer nach dem Schlaganfall

SPIEGEL ONLINE - 25.09.2013

Von Schlaganfällen sind jedes Jahr Zehntausende Patienten unter 60 Jahren betroffen. Sie kämpfen mit alltäglichen Aufgaben, von Essen bis Anziehen. Dabei gibt es praktische Hilfen, um den Alltag wieder zu meistern. mehr...

Welt-Alzheimer-Bericht 2013: Zahl Demenzkranker soll sich verdreifachen

SPIEGEL ONLINE - 19.09.2013

115 Millionen Demenzkranke, 277 Millionen Pflegebedürftige: So sieht die Prognose des Welt-Alzheimer-Berichts für 2050 aus. Trotz des Trends sehen die Autoren kaum ein Land der Welt für die düstere Zukunft gewappnet. mehr...

Fadenwürmer: 3-D-Video zeigt Gehirn beim Denken

SPIEGEL ONLINE - 09.09.2013

Der Fadenwurm Caenorhabditis hat nur 302 Nervenzellen. Jetzt ist es gelungen, ihre Aktivität unter dem Mikroskop zu verfolgen - Vorgänge im Hirn werden dreidimensional sichtbar. mehr...

Kognitive Leistungsfähigkeit: Lauf dich schlau

SPIEGEL ONLINE - 03.09.2013

Sport fördert die geistige Leistungsfähigkeit - immer mehr Studien zeigen, welche Spuren körperliche Aktivität im Hirn hinterlassen. Wer tiefgreifende Effekte erzeugen will, sollte regelmäßig trainieren. Das kann das Denkorgan sogar vergrößern. mehr...

BIOLOGIE: Zerebrale Unordnung

DER SPIEGEL - 02.09.2013

Minigehirn aus dem Labor. Jürgen Knoblich, 49, Biologe an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, über die Erschaffung eines Minihirns im Labor SPIEGEL: Sie haben aus menschlichen Stammzellen ein Minigehirn gezüchtet. Worüber grüb... mehr...

EEG-Fehldiagnosen: Nicht jeder Anfall ist eine Epilepsie

SPIEGEL ONLINE - 30.08.2013

Experten warnen: Bis zu jede vierte Epilepsie ist eine Fehldiagnose. Hinter Krampfanfällen und Bewusstseinsstörungen können oft andere Ursachen stecken. Falsch erkannt, kann die Behandlung schwere Folgen haben. mehr...

Menschliche Stammzellen: Forscher züchten Gehirn-Knospen

SPIEGEL ONLINE - 28.08.2013

Aktive Nervenzellen, verschiedene Hirnstrukturen: Im Labor haben Wissenschaftler ein Mini-Gehirn gezüchtet. Mit Hilfe solcher Organmodelle lassen sich Krankheiten besser erforschen. Und sie könnten auch bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen. mehr...

Hirnströme: Forscher finden mögliche Erklärung für Nahtoderlebnis

SPIEGEL ONLINE - 13.08.2013

Wenn das Leben zu Ende geht, dreht das Gehirn noch einmal auf: An Ratten konnten Forscher nachweisen, dass die Hirnaktivität kurz vor dem Tod stark ansteigt. Auf diese Weise könnten auch Nahtoderfahrungen entstehen. mehr...

Brainfood-Studie: Was für ein Kakao

SPIEGEL ONLINE - 09.08.2013

Klingt ja super: Kakao ist gut für die Durchblutung des Gehirns und bewahrt die Denkfähigkeiten im Alter. Das berichten US-Forscher in einer Studie. Der Haken: Eigentlich hat ihr Experiment mit 60 Senioren ihre These vollkommen widerlegt. mehr...


Kurzer Wegweiser durch das Gehirn
Gehirn: Steuerzentrale des Körpers
Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In ihm sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren (Koordinations- und Assoziationszentren) zusammengefasst. Es ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Gefühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.
Gehirnteile: Vorderhirn, Mittelhirn, Rautenhirn
Das menschliche Gehirn und auch das Gehirn vieler Tiere ist in drei Hauptteile gegliedert: Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.
Großhirn: Spezialität des menschlichen Gehirns
Speziell für das menschliche Gehirn ist die Größe und Komplexität des Großhirns. Die Faltung seiner Oberfläche bewirkt eine enorme Oberflächenvergrößerung, so dass es die übrigen Hirnteile überwölbt. Das Großhirn ist das Zentrum für unsere geistigen und seelischen Fähigkeiten und damit für die komplexesten Gehirnleistungen. Es besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch ein dickes Bündel Nervenfasern, den sogenannten Balken, miteinander verbunden sind.
Großhirnrinde: Sitz der "grauen Zellen"
Die äußere Schicht des Großhirns wird als Großhirnrinde (Cortex cerebri, kurz Cortex) bezeichnet. Sie ist nur etwa zwei bis fünf Millimeter dick und enthält die erstaunliche Menge von 10 bis 14 Milliarden Nervenzellen. Wenn Gehirne in Formalin haltbar gemacht werden, sieht die Großhirnrinde grau aus. Sie wird deshalb auch als graue Substanz bezeichnet und umgangssprachlich spricht man oft von "grauen Zellen". Der übrige Teil des Großhirns besteht aus Nervenfasern, welche die Nervenzellen mit anderen Hirnteilen verbinden. Dieser Teil wird auch als weiße Substanz bezeichnet.

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Gehirn in 3D: Brodmann-Areale waren gestern





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