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Corbis

Komplexe Schaltzentrale

Das Gehirn ist ein hochkomplexes Netzwerk von Milliarden Nervenzellen - und bildet das Zentrum unserer geistigen und seelischen Fähigkeiten. Es ist für die Ausprägung von Denken, Fühlen, Erinnern, für Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich. Können Wissenschaftler inzwischen die Sprache des Gehirns verstehen?

Ein rätselhafter Patient: Vermeintlich depressiv

SPIEGEL ONLINE - 24.01.2016

Weil eine Mittfünfzigerin antriebslos und apathisch ist, glauben ihre Ärzte an eine Depression. Aber Medikamente helfen nicht, es kommen bald Gedächtnislücken und Konzentrationsprobleme hinzu. Die Mediziner forschen genauer nach. mehr...

Teenager: Forscher bezweifeln, dass Kiffen den IQ senkt

SPIEGEL ONLINE - 19.01.2016

Macht Cannabis Teenager dumm? Über diese Frage streiten sich Forscher seit Jahren. Eine aktuelle Studie mit Zwillingen hält dagegen. Demnach leidet die Intelligenz unter etwas anderem - das wohl auch zum Kiffen verführt. mehr...

Demenz: Vergesslich trotz Denksport-App

DER SPIEGEL - 09.01.2016

Bremsen Denksport-Apps Demenz?. Ob Gehirnjogging am Computer den Kopf tatsächlich trainiert, ist umstritten. Erhärtet werden die Zweifel nun durch einen Zwei-Millionen-Dollar-Vergleich, den Lumos Labs, Entwickler der Denksport-App "Lumosity", mit d... mehr...

Hirnforschung: Fingerabdruck des Denkens entdeckt

SPIEGEL ONLINE - 12.10.2015

Jeder Mensch denkt anders - zumindest zeigt seine Hirnaktivität ein individuelles und charakteristisches Muster. Dies könnte Therapien ermöglichen, die besser auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. mehr...

Unterschätztes Trauma: Nach Gehirnerschütterungen Ruhe halten

SPIEGEL ONLINE - 24.09.2015

Gehirnerschütterungen sind häufig, werden aber vielfach nicht erkannt. Bekommt das Gehirn nicht die notwendige Erholungszeit, drohen Spätfolgen. Auch die Regeneration dauert offenbar länger, als bislang angenommen. mehr...

Medizin: Wer injiziert schon Gehirnextrakt?

DER SPIEGEL - 12.09.2015

Ist Alzheimer übertragbar?. Der Biochemiker Christian Haass, 54, von der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen über die Übertragbarkeit der Alzheimerdemenz von Mensch zu MenschSPIE... mehr...

Überstunden und Schlaganfall-Risiko: Arbeiten bis zum Umfallen

SPIEGEL ONLINE - 20.08.2015

Wer viele Überstunden macht, hat ein deutlich höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das zeigt eine umfassende Analyse mit Daten von rund 600.000 Menschen. mehr...

Medizin: Drei Tropfen Hoffnung

DER SPIEGEL - 08.08.2015

Maddie ist acht Jahre alt und leidet an einer besonders grausamen Form der Epilepsie. Ihre Familie ist, wie viele andere Betroffene, nach Colorado gezogen. Dort gibt es ein Cannabisöl, das Maddies Leben retten soll. Aber keiner weiß, ob es wirklich h... mehr...

Medizin: Schlaulaufen

DER SPIEGEL - 01.08.2015

Wer sich bewegt, fördert seine geistige Gesundheit. Neue Studien zeigen: Sport kann beim Lernen helfen, Depressionen lindern und der Demenz vorbeugen. Die enge Verbindung zwischen Muskeln und Gehirn ist ein Erbe der menschlichen Evolution. Ursula C... mehr...

Medizin: Effekte zum Vergessen

DER SPIEGEL - 25.07.2015

Die Aufregung um ein Alzheimermittel zeigt, wie sehr sich Pharmaforscher und Kranke nach einem Durchbruch sehnen. Doch schützt die Substanz nur das Gehirn von Gesunden? Das neueste Wunder im Kampf gegen Alzheimer war eine schwere Geburt. In den ers... mehr...


Kurzer Wegweiser durch das Gehirn
Gehirn: Steuerzentrale des Körpers
Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In ihm sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren (Koordinations- und Assoziationszentren) zusammengefasst. Es ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Gefühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.
Gehirnteile: Vorderhirn, Mittelhirn, Rautenhirn
Das menschliche Gehirn und auch das Gehirn vieler Tiere ist in drei Hauptteile gegliedert: Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.
Großhirn: Spezialität des menschlichen Gehirns
Speziell für das menschliche Gehirn ist die Größe und Komplexität des Großhirns. Die Faltung seiner Oberfläche bewirkt eine enorme Oberflächenvergrößerung, so dass es die übrigen Hirnteile überwölbt. Das Großhirn ist das Zentrum für unsere geistigen und seelischen Fähigkeiten und damit für die komplexesten Gehirnleistungen. Es besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch ein dickes Bündel Nervenfasern, den sogenannten Balken, miteinander verbunden sind.
Großhirnrinde: Sitz der "grauen Zellen"
Die äußere Schicht des Großhirns wird als Großhirnrinde (Cortex cerebri, kurz Cortex) bezeichnet. Sie ist nur etwa zwei bis fünf Millimeter dick und enthält die erstaunliche Menge von 10 bis 14 Milliarden Nervenzellen. Wenn Gehirne in Formalin haltbar gemacht werden, sieht die Großhirnrinde grau aus. Sie wird deshalb auch als graue Substanz bezeichnet und umgangssprachlich spricht man oft von "grauen Zellen". Der übrige Teil des Großhirns besteht aus Nervenfasern, welche die Nervenzellen mit anderen Hirnteilen verbinden. Dieser Teil wird auch als weiße Substanz bezeichnet.

Fotostrecke
Gehirn in 3D: Brodmann-Areale waren gestern

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