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Alle Artikel und Hintergründe

Corbis

Komplexe Schaltzentrale

Das Gehirn ist ein hochkomplexes Netzwerk von Milliarden Nervenzellen - und bildet das Zentrum unserer geistigen und seelischen Fähigkeiten. Es ist für die Ausprägung von Denken, Fühlen, Erinnern, für Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich. Können Wissenschaftler inzwischen die Sprache des Gehirns verstehen?

Synapsen-Modell: Blick ins Hirn - jetzt in 3D

SPIEGEL ONLINE - 30.05.2014

Wie funktioniert das Gehirn? Deutsche Forscher haben erstmals mit einem 3D-Modell den Aufbau einer Synapse visualisiert. Die Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen sind Meister der Effizienz. mehr...

Sexualforschung: Hirnaktivität verrät Neigung zur Pädophilie

SPIEGEL ONLINE - 21.05.2014

Die Aktivität im Gehirn kann verräterisch sein: Pädophile reagieren auf Kindergesichter so, wie heterosexuelle Männer, die eine attraktive Frau sehen, berichten Forscher. Für eine Vorhersage, wer Kindern gefährlich werden könnte, taugen Bilder vom Gehirn aber nicht. mehr...

Pioniere Hubel und Wiesel: Helden der Hirnforschung

SPIEGEL ONLINE - 17.05.2014

Jedes Fach hat seine Helden. Für die Hirnforscher ist David Hubel gewiss ein solcher. Er und sein Mitstreiter Torsten Wiesel prägten das moderne Bild des Denkorgans. mehr...

Verhalten: Gähnen kühlt das Hirn

DER SPIEGEL - 12.05.2014

Gähnen kühlt das Gehirn. Gähnen dient nicht dazu, einen Sauerstoffmangel des Gehirns zu beheben, vielmehr soll es unser Denkorgan vor Überhitzung schützen. Dies ist die - bislang umstrittene - These des US-amerikanischen Psychologen Andrew Gallup, ... mehr...

Molekulare Sonden: Revolution beim Blick ins Hirn

SPIEGEL ONLINE - 02.05.2014

Mit bildgebenden Verfahren blicken Ärzte in unser Gehirn. Nun haben Forscher erstmals das Verhalten eines Botenstoffs im Denkorgan einer Ratte live beobachtet - die Technik soll helfen, unser Denken und Fühlen genauer zu ergründen. mehr...

HIRNFORSCHUNG: Depressionswarnung vom Computer

DER SPIEGEL - 28.04.2014

Ulman Lindenberger, Direktor am Max Planck Institut für Bildungsforschung in Berlin über sein Vorhaben ein virtuelles Gehirn zu programmieren. Ulman Lindenberger, 53, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, über sein Vorh... mehr...

Demenz: Gentherapie gegen Alzheimer bei Mäusen erfolgreich

SPIEGEL ONLINE - 24.04.2014

Lässt sich das Gedächtnis wiederbeleben? Spanische Wissenschaftler halten das für möglich. Bei Mäusen konnten sie Alzheimer stoppen, indem sie das Erbgut der Tiere veränderten. mehr...

Alzheimerkranke in US-Gefängnis: Wenn Mörder zu Pflegern werden

SPIEGEL ONLINE - 19.04.2014

In Amerikas Gefängnissen kommen mehr Langzeithäftlinge denn je ins Rentenalter - und viele leiden an Demenz. Ein Hochsicherheitsgefängnis in Kalifornien wagt ein ungewöhnliches Modell: Es bildet Insassen zu Pflegern aus. mehr...

Notfall-App: Beim Schlaganfall zählt jede Sekunde

SPIEGEL ONLINE - 17.04.2014

Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen in den Armen und Beinen und herabhängender Mundwinkel: Viele Deutsche kennen die typischen Schlaganfall-Anzeichen, wissen aber nicht, was im Notfall zu tun ist. Eine neue App soll helfen. mehr...

GESUNDHEIT: Aktionsplan für Demenzkranke

DER SPIEGEL - 14.04.2014

Bundesregierung arbeitet an Demenz-Strategie. Die Bundesregierung arbeitet an einer nationalen Demenzstrategie. In einem ersten Schritt haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) dazu ein... mehr...


Kurzer Wegweiser durch das Gehirn
Gehirn: Steuerzentrale des Körpers
Als Gehirn bezeichnet man den im Kopf gelegenen Abschnitt des Nervensystems, der die zentrale Steuerungszentrale des Körpers bildet. Bei höher entwickelten Tieren bildet das Gehirn zusammen mit dem Rückenmark das Zentralnervensystem. In ihm sind die Sinneszentren und übergeordnete Schaltzentren (Koordinations- und Assoziationszentren) zusammengefasst. Es ist für die Ausbildung komplizierter Handlungsabläufe, für die Fähigkeit des Gedächtnisses und für die Ausprägung von Denken, Gefühlen, Bewusstsein und Intelligenz verantwortlich.
Gehirnteile: Vorderhirn, Mittelhirn, Rautenhirn
Das menschliche Gehirn und auch das Gehirn vieler Tiere ist in drei Hauptteile gegliedert: Vorderhirn, Mittelhirn und Rautenhirn. Schon bei niederen Wirbeltieren entstehen aus dem Vorderhirn (Prosencephalon) das der Nase zugeordnete Endhirn (Großhirn) und das den Augen zugeordnete Zwischenhirn. Das Mittelhirn (Mesencephalon) bleibt ungegliedert erhalten. Das Rautenhirn (Rhombencephalon) gliedert sich weiter auf in das Hinterhirn mit dem Kleinhirn und der Brücke sowie in das verlängerte Mark, das den Übergang zum Rückenmark bildet. Mit zunehmender Höherentwicklung vergrößern sich die Teile und differenzieren sich weiter.
Großhirn: Spezialität des menschlichen Gehirns
Speziell für das menschliche Gehirn ist die Größe und Komplexität des Großhirns. Die Faltung seiner Oberfläche bewirkt eine enorme Oberflächenvergrößerung, so dass es die übrigen Hirnteile überwölbt. Das Großhirn ist das Zentrum für unsere geistigen und seelischen Fähigkeiten und damit für die komplexesten Gehirnleistungen. Es besteht aus zwei Hälften (Hemisphären), die durch ein dickes Bündel Nervenfasern, den sogenannten Balken, miteinander verbunden sind.
Großhirnrinde: Sitz der "grauen Zellen"
Die äußere Schicht des Großhirns wird als Großhirnrinde (Cortex cerebri, kurz Cortex) bezeichnet. Sie ist nur etwa zwei bis fünf Millimeter dick und enthält die erstaunliche Menge von 10 bis 14 Milliarden Nervenzellen. Wenn Gehirne in Formalin haltbar gemacht werden, sieht die Großhirnrinde grau aus. Sie wird deshalb auch als graue Substanz bezeichnet und umgangssprachlich spricht man oft von "grauen Zellen". Der übrige Teil des Großhirns besteht aus Nervenfasern, welche die Nervenzellen mit anderen Hirnteilen verbinden. Dieser Teil wird auch als weiße Substanz bezeichnet.

Fotostrecke
Gehirn in 3D: Brodmann-Areale waren gestern

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