Terroranschläge in Russland
In Russland sind in den vergangenen Jahren immer wieder Menschen bei Terroranschlägen getötet worden. Eine Auswahl der folgenschwersten Attentate:
Bei einem Selbstmordanschlag in der Ankunftshalle des Moskauer Flughafens Domodedowosterben werden 37 Menschen getötet - darunter ein Deutscher - und mehr als 100 verletzt. In einem Video bekennt sich der tschetschenische Rebellenführer Doku Umarow zu der Bluttat: Er habe sie angeordnet.
In den Moskauer U-Bahn-Stationen Park Kultury und Lubjanka explodieren zur Rushhour am Morgen zwei Sprengsaätze. Mindestens 38 Menschen sterben und 70 werden verletzt. Russischen Ermittlern zufolge haben sich zwei junge Selbstmordattentäterinnen aus der russischen Teilrepublik Dagestan in die Luft gejagt. Zu den Anschlägen bekennt sich eine Rebellengruppe aus dem Nordkaukasus, das sogenannte Kaukasus-Emirat von Doku Umarow.
Bei einem Anschlag auf den Schnellzug Moskau- St. Petersburg kommen 26 Menschen ums Leben, etwa 100 Menschen werden verletzt. Tage später bekennen sich islamistische Extremisten zu der Tat und kündigen einen "Sabotagekrieg" gegen die "blutige Besatzungspolitik" Moskaus im Kaukasus an.
Ein Selbstmordattentäter sprengt sich in der Stadt Nasran in der russischen Teilrepublik Inguschetien mit 200 Kilogramm Sprengstoff in seinem Kleintransporter in die Luft. Mindestens 25 Menschen kommen ums Leben, mehr als 200 werden verletzt.
Auf einem Moskauer Markt explodiert eine mit Metallsplittern präparierte Bombe. Zehn Tote, mehr als 50 Verletzte.
Islamistische Rebellen überfallen die südrussische Stadt Naltschik. In nachfolgenden Gefechten sterben mindestens 137 Menschen, darunter 92 Rebellen, 33 Sicherheitsleute und zwölf Zivilisten.
Bei einem Bombenanschlag auf Milizionäre in Snamenskoje nordwestlich der tschetschenischen Hauptstadt Grosny kommen mindestens 14 Menschen ums Leben, 34 werden verletzt.
In der Nähe von Moskau detoniert auf einem Gleisbett ein ferngezündeter Sprengsatz. Mehrere Waggons eines aus Tschetschenien kommenden Eisenbahnzuges entgleisen. 42 Menschen werden verletzt.
32 Bewaffnete überfallen eine Schule in Beslan in Nordossetien und nehmen mehr als 1100 Kinder, Eltern und Lehrer 52 Stunden lang als Geiseln. 331 Opfer und 31 Terroristen sterben.
Eine Bombe in der Moskauer U-Bahn tötet etwa 40 Fahrgäste. Die Polizei spricht von einem Selbstmordattentäter tschetschenischer Herkunft.
Sprengsätze bringen nahezu zeitgleich zwei russische Verkehrsflugzeuge im Westen Russlands zum Absturz. 90 Menschen kommen ums Leben.
Ein Selbstmordattentäter bringt einen Lastwagen voller Sprengstoff am Gebäude der moskautreuen Regierung in Grosny zur Explosion. Mehr als 60 Tote.
41 Tschetschenen überfallen ein Moskauer Musicaltheater und nehmen mehr als 800 Geiseln. Nach drei Tagen stürmt die Polizei das Gebäude. 129 Geiseln sowie alle Terroristen sterben.