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Alle Artikel und Hintergründe

Medizin: Sind Vorsorgeangebote zu unmännlich?

Medizin: Sind Vorsorgeangebote zu unmännlich?

SPIEGEL ONLINE - 29.09.2014

Männer sterben früher und nehmen seltener an Programmen zur Gesundheitsvorsorge teil. Eine Stiftung will nun männergerechtere Angebote schaffen. Tatsächlich benachteiligt das Gesundheitssystem eher Frauen. Von Irene Habich mehr... Forum ]

Gesundheitssystem: Schweizer stimmen gegen Einheitskrankenkasse

Gesundheitssystem: Schweizer stimmen gegen Einheitskrankenkasse

SPIEGEL ONLINE - 29.09.2014

Ein klares Nein zu einer öffentlichen Einheitskasse: Die Schweizer haben sich in einem Votum für den Erhalt der mehr als 60 privaten Krankenkassen im Land ausgesprochen. mehr... Forum ]

Gesundheitssystem: Schweizer entscheiden über Ende der privaten Kassen

Gesundheitssystem: Schweizer entscheiden über Ende der privaten Kassen

SPIEGEL ONLINE - 27.09.2014

In Deutschland wird seit Jahren diskutiert, die Schweizer stimmen einfach ab: Sie entscheiden am Sonntag darüber, ob die private Krankenversicherung abgeschafft wird. mehr... Forum ]

Arzneimittelreport 2014: Der Preis der Pillen

Arzneimittelreport 2014: Der Preis der Pillen

SPIEGEL ONLINE - 24.09.2014

Seit 30 Jahren kritisieren Krankenkassen mit ihrem Arzneiverordnungsreport die Preispolitik der Pillenhersteller. Der Vorwurf: Medikamente seien hierzulande viel zu teuer. Alles Quatsch, sagt die Pharmalobby, die Kalkulationen stimmen nicht. Wer hat sich verrechnet? Von Timo Stukenberg und Nicola Kuhrt mehr... Forum ]

Arznei-Report 2014: Medikamente sind in Deutschland zu teuer

Arznei-Report 2014: Medikamente sind in Deutschland zu teuer

SPIEGEL ONLINE - 23.09.2014

Die Kosten für Medikamente in Deutschland steigen, wie der neue Arznei-Report zeigt. Wären die Preise fair, könnten Versicherungen und Patienten mehrere Milliarden Euro sparen. Von Nicola Kuhrt mehr... Forum ]

Therapien: Wie viel darf ein Lebensjahr kosten?

SPIEGEL ONLINE - 20.09.2014

Die moderne Medizin ermöglicht immer speziellere Behandlungen. Manche Therapien aber sind so teuer, dass die Gemeinschaft sie nicht für alle finanzieren kann. In den Niederlanden wird deshalb über den Maximalpreis eines Lebensjahres diskutiert. mehr...

Heil- und Hilfsmittel: Krankenkasse beklagt Unterversorgung vieler Patienten

SPIEGEL ONLINE - 16.09.2014

Herzschrittmacher, Rollatoren, Hörgeräte: Medizinische Hilfsmittel werden immer häufiger gebraucht. In einem aktuellen Bericht beklagt die Krankenkasse Barmer GEK, dass viele Patienten unterversorgt sind - und die Zulassung zu lax ist. mehr...

Gesundheit: Finanzressort warnt vor Ausgabenplus

DER SPIEGEL - 01.09.2014

Schäubles Beamte warnen vor steigenden Gesundheitskosten. Das Bundesfinanzministerium warnt vor künftigen Haushaltsrisiken durch die gesetzliche Krankenversicherung. "Perspektivisch dürften die Ausgaben der Krankenkassen erheblich schneller steigen... mehr...

Gesundheit: Blaue Tage

DER SPIEGEL - 11.08.2014

Patienten, die nicht auf einen Facharzttermin warten wollen, drängen in die Notfallambulanzen. Die sind hoffnungslos überlastet. Der Rentner mit dem weißen Bart hat jede Menge Zeit mitgebracht, nur leider nichts zu essen. Sein Magen knurrt hörbar. ... mehr...

Gesundheit: Tödliche Fehler

DER SPIEGEL - 04.08.2014

Bundesregierung will "Sicherheitskultur" in Kliniken ausbauen. Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass bei jeder tausendsten Behandlung in Kliniken "mit einem tödlichen Ausgang gerechnet werden" müsse. Diese Schätzung sei "gesundheits... mehr...

Neue Funktionen: Elektronische Gesundheitskarte wird ausgebaut

SPIEGEL ONLINE - 25.07.2014

Ist die elektronische Gesundheitskarte nur teuer und weitgehend nutzlos? Versicherte sind skeptisch; Datenschützer, Kassen und Ärzte zofften sich jahrelang um die Einführung. Doch bald könnte die eGK mit mehr digitalen Funktionen ausgestattet sein. mehr...

Patientenschutz: Neues Institut soll gefährliche Therapien verhindern

SPIEGEL ONLINE - 11.07.2014

Geldverschwendung oder bessere Versorgung? Der Bundesrat debattiert über ein neues medizinisches Qualitätsinstitut. Der Gesundheitspolitiker Josef Hecken erklärt, was sich Patienten davon erhoffen dürfen - und was nicht. mehr...

Krankenhäuser: Abrechnung mit der Abrechnung

DER SPIEGEL - 07.07.2014

Kliniken richten Behandlungsmethoden nach Profit aus. Kliniken entscheiden sich häufiger für eine bestimmte Behandlungsmethode, sobald sie damit mehr Geld verdienen - zu diesem Ergebnis kommen der Hamburger Gesundheitsökonom Jonas Schreyögg und sei... mehr...

Gesundheit: Ferndiagnose leicht gemacht

DER SPIEGEL - 07.07.2014

Regierung will Telemedizin erleichtern. Die Große Koalition will noch in diesem Jahr ein sogenanntes E-Health-Gesetz auf den Weg bringen. Das Regelwerk soll es einfacher machen, Patienten mithilfe moderner Kommunikationstechnik zu betreuen. Auf ers... mehr...

OECD-Bericht: Gesundheitsausgaben sind in Deutschland extrem hoch

SPIEGEL ONLINE - 30.06.2014

Die Eurokrise dauert an, doch in die Gesundheit wird fleißig investiert: Laut einem OECD-Bericht sind die Ausgaben in Deutschland so hoch wie kaum woanders. Das wirkt sich offenbar auch auf die Lebenserwartung aus. mehr...


Chronologie der Gesundheitsreformen
1977: Die Kürzungen beginnen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
1983: Auch die Rentner müssen zahlen
Mit zwei Reformen zu Beginn der achtziger Jahre werden die Zuzahlungen durch die Versicherten erhöht. Auch für die Rentner sind die rosigen Zeiten vorbei. Konnten sie sich zuvor kostenlos versichern, müssen sie seit 1983 auch einen einkommensabhängigen Beitrag leisten.
1989: Der erste Rundumschlag
Mit dem "Gesundheitsreformgesetz" von Norbert Blüm geht es ans Eingemachte: Die Eigenbeteiligung der Patienten wird weiter erhöht - etwa bei Arzneimitteln, im Krankenhaus und beim Zahnersatz. Erstmals unternimmt die Regierung auch den Versuch, die Kosten für Medikamente mit radikalen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, indem sie Bagatallmedikamente aus dem Leistungskatalog streicht und Festbeträge für Arzneimittel einführt. Seither zahlen die Kassen nicht mehr automatisch jeden Preis für Tabletten und Co., sondern nur noch einen Höchstbetrag. Verschreibt der Arzt ein teureres Mittel, muss der Patient die Differenz zahlen. Trotz dieses Rundumschlags an Kosteneinsparungen sind die Beiträge jedoch nur für kurze Zeit stabil.
1993: Die Leistungen werden budgetiert
Gesundheitsminister Horst Seehofer verfolgt mit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" 1993 erneut das Ziel, die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen. Um den Anstieg der Leistungsausgaben besser zu kontrollieren, werden sie für einen begrenzten Zeitraum budgetiert. Gleichzeitig erhöht die Regierung erneut die Selbstbeteiligung bei Arznei- und Verbandsmitteln. Das Projekt einer Positivliste, die alle erstattungsfähigen Medikamente benennt, scheitert allerdings. Auch deshalb wird das Reformziel stabiler Beiträge erneut nur für wenige Jahre erreicht.
1997: Zahnersatz bitte selbst zahlen
Die "GKV-Neuordnungsgesetze" stehen ebenfalls in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Patienten müssen sich an den Kosten für Arznei- und Heilmittel, Krankenhaushaufenthalte und Fahrten etwa vom Krankenhaus noch stärker beteiligen. Jüngere Jahrgänge bekommen außerdem geringere Kassenzuschüsse beim Zahnersatz.
1999: Rot-Grün wagt den Leistungsausbau
Mit dem "Solidaritätsstärkungsgesetz" bringt erstmals seit rund zwei Jahrzehnten eine Gesundheitsreform wieder ein Mehr an Leistungen. So werden unter anderem die Zuzahlungen für die Patienten gesenkt. Gleichzeitig führt die rot-grüne Koalition aber zur Begrenzung des Ausgabenwachstums erneut Budgets für Arzthonorare, Krankenhäuser und Arzneimittel ein.
2004: SPD und Union bitten zur Kasse
Nachdem die rot-grüne Regierung in den Folgejahren ebenfalls zum Leistungsabbau umgeschwenkt ist, wagt sie in Kooperation mit dem unionsdominierten Bundesrat ähnlich wie 1989 einen Kostendämpfungsrundumschlag: Das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung" sieht unter anderem vor, dass Patienten eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen müssen, verschreibungsfreie Medikamente gar nicht mehr erstattet werden und die Selbstbeteiligung bei erstattungsfähigen Arznei- und Heilmitteln zehn Prozent der Kosten (maximal zehn Euro) beträgt.
2005: Paritätische Finanzierung am Ende
Aus für ein Prinzip, das seit 1883 in Deutschland bestand: Wurden die Beitäge zur Krankenversicherung zuvor paritätisch finanziert, also jeweils zur Hälfte durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer, müssen die Versicherten nun einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent zahlen.
2009: Der Gesundheitsfonds kommt
Zum Jahresbeginn 2009 ändert sich die Finanzierung der Krankenkassen grundlegend: Konnten die Versicherungen bislang ihren Beitragssatz weitgehend selbst festlegen, wird dieser künftig einheitlich von der Regierung bestimmt. Die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitsamt Steuerzuschuss fließen nun in den Gesundheitsfonds. Die Krankenkassen erhalten dann Pauschalen pro Versichertem von dieser gigantischen Geldsammelstelle. Weitere Änderung: Jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen.
2009: Das Krankenhausfinanzierungsgesetz wird umgestellt
Die Finanzierung der Länder für Investitionen, die mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 1972 eingeführt worden ist, wird auf leistungsbezogene Investitionspauschalen umgestellt. Dazu wird ein Orientierungswert eingeführt und die Anbindung an die Grundlohnsumme abgelöst. Der Orientierungswert berücksichtigt die Kostenstrukturen der Krankenhäuser.
2011: Neue Medikamente werden grundlegend geprüft (AMNOG)
Die Preisgestaltung für neu auf den Markt kommende Medikamente ändert sich mit dem Arzneimittelneurordnungsgesetz (AMNOG) grundlegend. Ein Pharmahersteller kann die Preise für patentgeschützte Medikamente zwar zunächst wie bisher frei festsetzen. Spätestens drei Monate danach muss er allerdings den medizinischen Zusatznutzen seines Medikamentes im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Mitteln nachweisen. Ergibt sich kein Zusatznutzen, unterliegt das Medikament der Festbetragsregelung, bei einem nachgewiesenen Zusatznutzen muss der Pharmahersteller spätestens innerhalb eines Jahres nach Markteinführung mit dem GKV-Spitzenverband Preisverhandlungen führen. Grundlage für die Preisverhandlung ist eine Kosten-Nutzen-Bewertung des Medikamentes, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) oder in seinem Auftrag das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.
2011: Der Beitragssatz steigt - das GKV-Finanzierungsgesetz
Diese Reform spüren vor allem die Versicherten: Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon zahlen die GKV-Mitglieder 8,2 Prozentpunkte, die Arbeitgeber 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag wird bei diesem Beitrag eingefroren. Künftige Ausgabensteigerungen sollen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die GKV-Mitglieder allein zu tragen haben. Kann eine Kasse ihre Kosten nicht mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds decken, muss sie - wie bisher - einen Zusatzbeitrag erheben. Die Höhe des Zusatzbeitrages ist künftig nicht mehr limitiert.
2012: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Dieses Gesetz stellt dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen und Ärzte weitere Aufgaben: Neue Behandlungsmethoden sollen auf ihren Nutzen hin überprüft werden, ohne sie in dieser Zeit der Patientenversorgung vorzuenthalten. Der GBA kann künftig neue nichtmedikamentöse Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zeitlich begrenzt und unter kontrollierten Bedingungen erproben, um über eine eventuelle Aufnahme in den Leistungskatalog entscheiden zu können. Ebenfalls im Paket enthalten: Fachärzte werden verpflichtet, gesetzlich Versicherten angemessen und zeitnah Behandlungstermine anzubieten. Seit dem GKV-VStG können Versicherte auf Antrag von ihrer Krankenkasse eine Kostenaufstellung der in Anspruch genommenen ärztlichen und verordneten Leistungen in einem Zeitraum von mindestens 18 Monaten vor Antragstellung erhalten.

Die größten privaten Krankenversicherungen
Unternehmen Mitglieder
Debeka 2.186.111
DKV 899.885
Axa 756.128
Allianz 683.008
Central 494.368
Signal 471.871
Continentale 386.975
HUK-Coburg 385.664
Bayerische Beamtenkasse 380.402
Barmenia 306.344
Quelle: Versicherungsjournal.de

Vollversicherte, Stand: 2011





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