Nach der Waschung wird der Leichnam in ein Kefen, ein Leinentuch ohne Nähte, gewickelt. Beim anschließenden Totengebet liest ein Prediger aus dem Koran. Im Grab wird der Verstorbene auf die rechte Seite, das Gesicht gen Mekka, gelegt. In muslimischen Staaten ist die Beisetzung im Leichentuch üblich, in Deutschland haben inzwischen 12 der 16 Bundesländer den Sargzwang aufgehoben.
Dem Verstorbenen wird ein langes, weißes Totenkleid angezogen und eine weiße Kopfbedeckung aufgesetzt. Jeder bekommt den gleichen, einfachen Sarg. Männern wird der Gebetsmantel mit hineingelegt. Am Grab werfen die Anwesenden drei Hände Erde auf den schlichten Sarg, wobei sie jedes Mal sagen: "Von Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren." Ansprechend wird das Kaddisch gesprochen. Jüdische Gräber dürfen nicht eingeebnet werden, sie sollen Bestand haben für alle Zeiten.
Den Buddhisten gilt der Tod gleichzeitig als Ende und Neubeginn. Im Sterbeprozess löst sich der Geist, nach einiger Zeit verbindet er sich wieder mit einem neuen Körper. Es gibt keine einheitlichen Riten oder Zeremonien für die Bestattung. Da der Geist wichtiger ist als der Körper, ist der Sterbeprozess, der bis zu drei Tagen dauern kann, auch wichtiger als die Beisetzung.