Die
Tea Party ist eine erzkonservative Bewegung, die seit dem Frühjahr 2009 gegen die Politik von US-Präsident
Barack Obama Sturm läuft. Sie agitiert heftig gegen die
Gesundheitsreform
und die Steuerpolitik der Regierung und beschwört die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen. Die Bewegung steht der
Republikanischen Partei
nahe und spricht sich auch gegen Abtreibung und die Legalisierung der Homosexuellen-Ehe aus.
Als wichtigstes Tea-Party-Idol gilt
Sarah Palin. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Ex-Kandidatin der
Republikaner
für das Amt der Vizepräsidentin lobt auf Twitter die
Tea-Party-Aktivisten und tritt als Rednerin bei der Bewegung auf. Der konservative TV-Sender Fox News hat Palin als politische Kommentatorin eingestellt. Längst wird darüber spekuliert, ob sie sich derzeit auf eine Präsidentschaftskandidatur vorbereitet. Ein weiteres Aushängeschild der Tea-Party-Bewegung ist der Fox-News-Moderator
Glenn Beck
. Der erzkonservative Talkmaster hat ein Millionenpublikum und gilt als Vordenker der Tea Party.
Die Wahl des Republikaners Scott Brown zum Senator in Massachusetts im Januar 2010 gilt als erster Erfolg der
Tea-Party-Bewegung. Brown wurde Nachfolger des verstorbenen Demokraten Edward Kennedy. Bei den
US-HalbzeitwahlenAnfang November folgten weitere Triumphe. Mehrere Tea-Party-Kandidaten gewannen einen Sitz im Senat - so zum Beispiel Marco Rubio (Florida), Daniel Coats (Indiana) und Rand Paul (Kentucky). Joe Miller konnte dagegen die großen Hoffnungen in Alaska nicht erfüllen - trotz der Unterstützung der Konservativen-Ikone Sarah Palin.