ThemaGottfried BennRSS

Alle Artikel und Hintergründe

„Keineswegs von vornherein unmoralisch“

DER SPIEGEL - 08.11.1976

Eine Erstveröffentlichung von literarhistorischem wie zeitgeschichtlichem Wert präsentiert die „Neue Rundschau“ des S. Fischer Verlags in ihrem Anfang Dezember erscheinenden Heft 4/1976: ein Gutachten zum Thema „Selbstmord im Heer“, das der Dichter und Mediziner Gottfried Benn 1940 als Militärarzt im Oberkommando der Wehrmacht in der Berliner Bendlerstraße für einen Vorgesetzten erstattet hat. Benn, 1933 für eine kurze Zeit NS-Sympathisant, 1938 mit Schreibverbot belegt, hatte sich in die Wehrmacht als eine Art Refugium zurückgezogen. In jenem Gutachten von 1940 sollte er sich zu der Frage äußern, ob für die Hinterbliebenen von Soldaten-Selbstmördern ein berechtigter Versorgungsanspruch bestehe. „Mit diplomatischem Geschick“, so schreibt der Literaturforscher Joachim Vahland, der den Text im Benn-Nachlaß auffand und kommentiert, habe Benn diese Frage bejaht: von seiner zentralen „Irrationalitäts-These“ her, aber auch unter listiger Berufung auf die nazistische Rassenideologie -- ein Dokument der „Realität des Doppellebens in totalitärer Zeit“. Auszüge: mehr...

LITERATUR / HESSE: Wonnen für Hippies

DER SPIEGEL - 30.09.1968

Den empfand ich immer als einen durchschnittlichen Entwicklungs-Ehe- und Innerlichkeitsromancier -- eine typisch deutsche Sache“, notierte der Dichter Gottfried Benn 1950 über seinen Kollegen Hermann Hesse (1877 bis 1962).Doch hier irrte Benn.… mehr...

BENN-BRIEFE: Bares per Post

DER SPIEGEL - 13.06.1966

SCHRIFTSTELLER; Von mir“, behauptete einst Gottfried Benn, „werden einmal keine Briefe auftauchen wie von Rilke - ich bin kein Briefschreiber."Es war nur eine der kokett-melancholischen Übertreibungen des Berliner Dichters und Arztes… mehr...

„DER N. S. WAR EIN ECHTER VERSUCH ...“

DER SPIEGEL - 17.02.1965

Aus Briefen Gottfried Benns an seinen Verleger; Dreiunddreißig bisher unveröffentlichte Briefe aus den letzten acht Lebensjahren des 1956 gestorbenen Dichters Gottfried Benn enthält - neben Schreiben anderer Autoren - ein Band „Briefe an einen… mehr...

BENN: Blaue Blüten

DER SPIEGEL - 17.10.1962

BÜCHER; Da wäre vielleicht eine Befreundung für Blau, welch Glück, welch reines Erlebnis“, erkannte einst der Dichter-Arzt Gottfried Benn, als er autobiographisch sein „lyrisches Ich“ analysierte.Der Satz ist in einem Buch… mehr...

ENZENBERGERS JUNI-LEKTÜRE: GOTTFRIED BENN

DER SPIEGEL - 06.06.1962

"AUTOBIOGRAPHISCHE UND VERMISCHTE SCHRIFTEN"; Limes Verlag, Wiesbaden; 524 Seiten; 25,50 MarkGottfried Benn hat sich zeit seines Lebens für einen Denker gehalten. Er neigte zum Pathos der Präzision und nannte sich gern einen… mehr...

BENN-BIOGRAPHIE: Nele berichtet

DER SPIEGEL - 29.06.1960

DICHTER; „Allerliebste Nele“, schrieb Gottfried Benn am 30. Juli 1949 an seine Tochter, „heute vor 35 Jahren heiratete ich deine Mutter, und damit wird zusammenhängen, daß du dieses Jahr 34 Jahre wirst. Es war in München ...“… mehr...

HEYM-NACHLASS: Lust am Untergang

DER SPIEGEL - 01.06.1960

DICHTER; Am 17. Januar 1912 veröffentlichte die „Berliner Zeitung“ eine Notiz: „Der 24 Jahre alte Referendar Dr. jur. Georg Heym, der Sohn des früheren Militäranwalts Heym in Charlottenburg, Königsweg 31, und der 25 Jahre alte… mehr...

BENN: Sammelsurium illegaler Seelen

DER SPIEGEL - 19.06.1957

Am 7. Juli 1956, kurz nach acht Uhr früh, starb in Berlin der Lyriker und Essayist Gottfried Benn, den der verstorbene Bonner Romanist Ernst Robert Curtius „die größte sprachliche Ausdruckskraft der deutschen Literatur der letzten dreißig… mehr...

DICHTUNG / BENN: Kein Idyll

DER SPIEGEL - 18.07.1956

Kann man nicht manches auch schnattern nennen, was sich als Gemeinsamkeit gibt?“, schrieb vor einigen Jahren der Lyriker Gottfried Benn an einen österreichischen Schriftsteller, der ihm mangelnden Sinn für die menschliche Gemeinschaft… mehr...

Themen von A-Z