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Alle Artikel und Hintergründe

Alpen-Nadelöhr: Schweiz plant zweite Gotthard-Tunnelröhre

SPIEGEL ONLINE - 27.06.2012

Wer gen Italien fährt, kennt die ewigen Staus vor dem Gotthard-Tunnel. Die Schweizer Regierung hat nun den Bau einer zweiten Röhre für den Engpass beschlossen. Doch das Referendum gegen die Erweiterung droht bereits. mehr...

Durchbruch im Gotthard-Tunnel: Grüezi, Europa

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2010

Mineure schwenken Fahnen, Politiker halten weihevolle Reden: Nach dem Durchbruch im Gotthard-Tunnel steigert sich die Schweiz in einen Glücksrausch. Die Röhre ist die längste der Welt, ein Kind der Globalisierung - und soll die Verkehrspolitik Europas revolutionieren. mehr...

Rekordröhre: Schweizer feiern neuen Gotthard-Tunnel

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2010

Es ist die längste Verkehrsröhre der Welt - ein Rekordprojekt für die Schweiz und Europa. Am 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel ist die erste Röhre durchstoßen. In 800 Metern Tiefe unter dem Berg feiern Bauarbeiter und Politiker ihr gigantisches Werk. mehr...

Durchbruch am Gotthard: Freie Bahn für freie Bürger

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2010

Europa wächst ein gutes Stück zusammen, der neue Gotthard-Tunnel wird an diesem Freitag durchgebrochen. Bald rast die Bahn hier so schnell zwischen Nord und Süd wie nie zuvor. Die Schweiz hofft, dass das Rekordbauwerk ihren Ruf restauriert - nach Finanz-, Minarett- und Steuersünderkrise. mehr...

Gotthard-Durchstich: Blut, Schweiz, Tränen

SPIEGEL ONLINE - 14.10.2010

57 Kilometer lang, unter schwierigsten Bedingungen in den Fels der Alpen gebohrt - der Gotthard-Basistunnel ist Europas größtes Infrastrukturprojekt. Jetzt treten die Ingenieure zum Durchbruch der ersten Röhre an. Dass sie überhaupt gebaut werden konnte, grenzt an ein Wunder. mehr...

Gotthard-Basistunnel: Deutsche Kumpel bohren die Mega-Röhre unter den Alpen

SPIEGEL ONLINE - 06.03.2009

Sie schwitzen und schuften mit ihren Bohrern unter Tage für ein Jahrhundertwerk. Tief in den Schweizer Alpen haben deutsche Kumpel gutbezahlte neue Jobs gefunden: Sie bauen den Gotthard-Basistunnel - die längste unterirdische Röhre der Welt. mehr...

VERKEHR: Fahrstuhl in die Unterwelt

DER SPIEGEL - 04.09.2006

Am Schweizer Gotthard entsteht der längste Eisenbahntunnel der Welt. Hauptattraktion ist ein Bahnhof mitten im Berg: Von dort sollen Touristen künftig per Aufzug 800 Meter senkrecht durch das Felsmassiv rasen - hinauf bis in die Gipfelregion. Unbem... mehr...

SCHWEIZ: Verhängnisvolle Hitze

DER SPIEGEL - 29.10.2001

Großbrand im Gotthard-Tunnel und Sicherheitsmaßnahmen im neuen Mont-Blanc-Tunnel. Bei dem Großbrand im Gotthard-Tunnel, der vorigen Mittwoch durch den Zusammenstoß zweier Lastwagen verursacht wurde, gab es beklemmende Parallelen zu dem verheere... mehr...

SCHWEIZ: Sturm auf die Festung

DER SPIEGEL - 09.06.1997

Bern streitet mit Brüssel über den freien Alpenverkehr - und fühlt sich wieder als ausgebeutetes Opfer. Das weiße, gipsartige Gestein kennen Geologen als "zuckerkörnigen Dolomit". Er entstand in Jahrmillionen durch den ungeheuren Druck, mit dem... mehr...

Schweiz: Dummheit des Jahrhunderts

DER SPIEGEL - 21.09.1992

Zwei neue Alpentunnel, teuer und ökologisch umstritten, sind der Eintrittspreis ins grenzenlose Europa. Verkehrsminister Adolf Ogi gab sich als Strahlemann der Nation. "Wir haben Europa klargemacht", brüstete er sich nach mühseligen Verhandlung... mehr...


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Längste Röhre der Welt: Der Gotthardtunnel vor dem Durchstich

Rekordprojekt am Gotthard
Die Röhren
REUTERS
Der Gotthard-Basistunnel verbindet die Orte Erstfeld im Schweizer Kanton Uri und Bodio im Tessin. Er besteht aus zwei Röhren, die in etwa 40 Metern Abstand durch den Berg laufen. An zwei Nothaltestellen im Berg (Sedrun und Faido) können Reisende bei Problemen die Züge und den Tunnel verlassen. Beide Röhren sind jeweils rund 57 Kilometer lang - und bilden damit den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Etwa alle 320 Meter verbinden Querstollen die Stränge.
Der Tunnelbau
Insgesamt waren 153,5 Kilometer Tunnel zu bauen. Zum Teil wurden diese gesprengt (Vortrieb: sechs bis zehn Meter am Tag), zum Teil mit riesigen Tunnelbohrmaschinen aus dem Berg geschnitten (Vortrieb: 20 bis 25 Meter am Tag). Insgesamt 24 Millionen Tonnen Gestein fielen bei den Bauarbeiten an. Ein Teil davon kam bei der Betonproduktion zum Einsatz, der Rest wurde in Schweizer Seen, Flüssen und Steinbrüchen versenkt.
Die Züge
Schnelle Personen- und langsame Güterzüge sollen sich den Tunnel teilen. Für Passagiere sollte die Durchfahrt bei der Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde gut 17 Minuten dauern. Güterzüge sind deutlich langsamer unterwegs. Zwischen 200 und 250 Züge pro Tag sollen den Tunnel insgesamt befahren.
Der Zeitplan
Als Erstes ist die Oströhre fertig. Bei der Weströhre ist der Durchschlag für das Frühjahr 2011 geplant. Doch auch dann wird die offizielle Eröffnung des Tunnels noch lange auf sich warten lassen, weil die Bahntechnik eingebaut und getestet werden muss. Im Jahr 2016 oder 2017 soll es so weit sein, dass der Gotthard-Basistunnel tatsächlich in Betrieb gehen kann.
Das Gesamtprojekt
Um der wachsenden Lastwagenflut auf den Straßen Herr zu werden, hat die Schweiz Anfang der neunziger Jahre das Projekt der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) auf den Weg gebracht. Der Gotthard-Basistunnel ist das wohl wichtigste Einzelprojekt - es soll die Reisezeiten zwischen Zürich und Mailand verkürzen. Daneben gibt es noch die parallel verlaufende Lötschberg-Simplon-Achse für Verbindungen von Basel nach Mailand. Deren wichtigstes Bauwerk ist der bereits im Jahr 2007 in Betrieb genommene Lötschberg-Basistunnel.
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Gigantomanie am Bau: Die zehn spektakulärsten Verkehrsprojekte

Das Neat-Projekt
Unter dem Eindruck der Lastwagenflut bewilligte das Schweizer Stimmvolk vor zehn Jahren 12,8 Milliarden Franken (8,7 Mrd. Euro) für den Bau der Neuen-Eisenbahn-Alpentransversale (Neat). Das Ziel ist, einen Großteil des Lastwagenverkehrs auf die Schiene zu verlagern. So sollen nach der Eröffnung der Neat nur noch 650.000 Lkw im Jahr die Alpen passieren - so wenig wie vor 20 Jahren. Zurzeit sind es rund 1,3 Millionen Fahrten pro Jahr. Zugreisende werden künftig für die Strecke Zürich–Mailand nur 160 Minuten, also eine Stunde weniger als zuvor, benötigen. Direkte Verbindungen zwischen Frankfurt am Main oder München mit der norditalienischen Wirtschaftsmetropole sind bereits angedacht.
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Alpen-Transversale: Tunnelbau unter Tage




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