Der erste Nobelpreis für Literatur wurde 1901 an den französischen Poeten und Philosophen Sully Prudhomme verliehen. Seitdem erhielten den renommierten Preis Autoren und Autorinnen unterschiedlichster Nationen und Kulturen. In den Jahren 1914, 1918, 1935 sowie von 1940 bis 1943 wurde kein Literaturnobelpreis vergeben. Viermal - 1904, 1917, 1966 und 1974 - mussten sich zwei Schriftsteller die Auszeichnung teilen. Zwei Autoren lehnten den Nobelpreis bisher ab. Er wird jeweils am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, in Stockholm überreicht. Hier die
Preisträger im Überblick.
Bislang haben 13 deutschsprachige Autoren den Literaturnobelpreis erhalten. Neun von ihnen sind gebürtige Deutsche.
Hier zur Übersicht.
Seit der ersten Preisverleihung 1901 herrscht ein Ungleichgewicht zwischen Literaturnobelpreisträgern und -preisträgerinnen. Nur zwölf Frauen haben die begehrte Trophäe bisher erhalten. Ihnen stehen 92 Männer gegenüber. Die
Literaturnobelpreisträgerinnen im Überblick.
Als
Heinrich Böll 1972 den Nobelpreis für Literatur erhielt, stand auch
Günter Grass schon auf der Liste der möglichen Kandidaten. Erst 27 Jahre später ist ihm die Ehre zuteilgeworden. Auch der im November 2007 verstorbene amerikanische Schriftsteller
Norman Mailer gehörte lange Zeit zu den üblichen Verdächtigen. Die Liste der
Daueranwärter für den Literaturnobelpreis.
Bei der Auswahl der Kandidaten hat es nach Ansicht vieler Kritiker im Laufe der Jahre viele Versäumnisse gegeben. Die Bedeutung der Werke von Autoren wie
Franz Kafka,
Robert Musil,
Marcel Proust oder
Fernando Pessoa zu Lebzeiten richtig einzuordnen, hätte für die Jury der schwedischen Akademie sicher eine enorme Leistung bedeutet. Die Liste der Namen von
Schriftstellern, die den Preis verdient hätten, aber nicht bekommen haben, ist lang.
Zwei Schriftsteller haben den Literaturnobelpreis bisher abgelehnt: Der russische Dichter
Boris Pasternak und der französische Philosoph Jean-Paul Sartre. Hier zu den
Gründen für ihre Ablehnung.