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Tatort Internet

Phishing, Identitätsdiebstahl, Abofallen: Die Tricks von Online-Betrügern werden immer raffinierter - und die Opferzahlen steigen. SPIEGEL ONLINE berichtet, wie die Kriminellen im Netz vorgehen und wie Sie sich schützen können.

Cyberkriminalität in Deutschland: 2015 mehr als 40 Millionen Euro Schaden

SPIEGEL ONLINE - 27.07.2016

Mindestens 45.000 Fälle von Computer- und Internetkriminalität hat es 2015 in Deutschland gegeben, meldet das Bundeskriminalamt. Sein Chef Holger Münch hat sich auch zur Bedeutung des sogenannten Darknets geäußert. mehr...

Hass im Netz: Polizei nimmt Mann wegen Drohnachrichten auf Facebook fest

SPIEGEL ONLINE - 26.07.2016

Er soll unter anderem damit gedroht haben, eine Frau mit einer Armbrust zu erschießen: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 46-Jährigen aus Hessen wegen seiner Chat-Nachrichten auf Facebook. mehr...

Landesweite Razzia: Spanische Polizei hebt Pädophilen-Ring aus

SPIEGEL ONLINE - 25.07.2016

In Spanien hat die Polizei 21 Menschen festgenommen. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, kinderpornografisches Material produziert und vertrieben zu haben. mehr...

Cybersicherheit: Bundesregierung plant schnelle Eingreiftruppen gegen Hackerangriffe

SPIEGEL ONLINE - 07.07.2016

Drei „Quick Reaction Forces“ sollen Deutschland besser gegen Hackerangriffe verteidigen. Das plant Thomas de Maizière. Bei Angriffen auf wichtige Institutionen „müssen wir vor Ort präsent sein“, sagt er dem SPIEGEL. mehr...

450 Millionen Euro: EU-Kommission will Forschung gegen Internetkriminalität vorantreiben

SPIEGEL ONLINE - 05.07.2016

Die EU-Kommission wünscht sich mehr Grundlagenforschung im Bereich IT-Sicherheit: 450 Millionen Euro sollen verteilt werden, unterstützt werden soll die Entwicklung ziviler Anwendungen. mehr...

Angst vor Cyberangriffen: Singapurs Behörden gehen offline

SPIEGEL ONLINE - 14.06.2016

Singapur ist eines der bestvernetzten Länder der Welt, mit ultraschnellem Internet. Für alle im öffentlichen Dienst genutzten Computer soll sich das nun ändern: Die Regierung will sie vom Netz nehmen. mehr...

Nacktfoto-Skandal um US-Promis: Hacker bekennt sich schuldig

SPIEGEL ONLINE - 25.05.2016

Der Nacktfoto-Skandal um Stars wie Jennifer Lawrence oder Kirsten Dunst sorgte für Empörung. Jetzt hat ein Tatverdächtiger vor Gericht gestanden, die Computer von Prominenten gehackt zu haben. mehr...

Gefälschte E-Mails: Sicherheitsfirma meldet Phishing-Angriffe auf CDU-Zentrale

SPIEGEL ONLINE - 12.05.2016

Eine seit Langem aktive Hackergruppe wollte offenbar Daten der CDU abgreifen: Eine Sicherheitsfirma berichtet von Phishing-Attacken, die auch auf private Accounts von Parteiverantwortlichen zielten. mehr...

Anonymous-Unterstützer: Briten wollen Hacker zur Passwort-Herausgabe zwingen

SPIEGEL ONLINE - 09.05.2016

Kann man von einem Richter gezwungen werden, seine Festplatten zu entschlüsseln, damit Ermittler die Daten lesen können? In Großbritannien droht das einem Hacker - und dann die Auslieferung an die USA. mehr...

„Chemical-Love“: Fahnder zerschlagen großen Drogen-Webshop

SPIEGEL ONLINE - 02.05.2016

54 Kilogramm Amphetamine, außerdem Heroin, Koks und Ecstasy: In Südwestdeutschland hat die Polizei einen Internetshop für verbotene Drogen ausgehoben und fünf Männer festgenommen. mehr...


Schad- und Spähsoftware
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Trojaner
Wie das Trojanische Pferd in der griechischen Mythologie verbergen Computer-Trojaner ihre eigentliche Aufgabe (und Schädlichkeit!) hinter einer Verkleidung. Meist treten sie als harmlose Software auf: Bildschirmschoner, Videodatei, Zugangsprogramm. Sie werden zum Beispiel als E-Mail-Anhang verbreitet. Wer das Programm startet, setzt damit immer eine verborgene Schadfunktion ein: Meist besteht diese aus der Öffnung einer sogenannten Backdoor , einer Hintertür, die das Computersystem gegenüber dem Internet öffnet und durch die weitere Schadprogramme nachgeladen werden.
Virus
Computerviren befallen vorhandene Dateien auf den Computern ihrer Opfer. Die Wirtsdateien funktionieren – zumindest eine Zeit lang - weiterhin wie zuvor. Denn Viren sollen nicht entdeckt werden. Sie verbreiten sich nicht selbständig, sondern sind darauf angewiesen, dass Computernutzer infizierte Dateien weitergeben, sie per E-Mail verschicken, auf USB-Sticks kopieren oder in Tauschbörsen einstellen. Von den anderen Schad- und Spähprogrammen unterscheidet sich ein Virus allein durch die Verbreitungsmethode. Welche Schäden er anrichtet, hängt allein vom Willen seiner Schöpfer ab.
Rootkit
Das kleine Kompositum führt die Worte "Wurzel" und "Bausatz" zusammen: "Root" ist bei Unix-Systemen der Benutzer mit den Administratorenrechten, der auch in die Tiefen des Systems eingreifen darf. Ein "Kit" ist eine Zusammenstellung von Werkzeugen. Ein Rootkit ist folglich ein Satz von Programmen, die mit vollem Zugriff auf das System eines Computers ausgestattet sind. Das ermöglicht dem Rootkit weitgehende Manipulationen, ohne dass diese beispielsweise von Virenscannern noch wahrgenommen werden können. Entweder das Rootkit enthält Software, die beispielsweise Sicherheitsscanner deaktiviert, oder es baut eine sogenannte Shell auf, die als eine Art Mini-Betriebssystem im Betriebssystem alle verdächtigen Vorgänge vor dem Rechner verbirgt. Das Gros der im Umlauf befindlichen Rootkits wird genutzt, um Trojaner , Viren und andere zusätzliche Schadsoftware über das Internet nachzuladen. Rootkits gehören zu den am schwersten aufspürbaren Kompromittierungen eines Rechners.
Wurm
Computerwürmer sind in der Praxis die getunte, tiefergelegte Variante der Viren und Trojaner. Im strengen Sinn wird mit dem Begriff nur ein Programm beschrieben, das für seine eigene Verbreitung sorgt - und der Programme, die es transportiert. Würmer enthalten als Kern ein Schadprogramm , das beispielsweise durch Initiierung eines eigenen E-Mail-Programms für die Weiterverbreitung von einem befallenen Rechner aus sorgt. Ihr Hauptverbreitungsweg sind folglich die kommunikativen Wege des Webs: E-Mails, Chats, AIMs , P2P-Börsen und andere. In der Praxis werden sie oft als Vehikel für die Verbreitung verschiedener anderer Schadprogramme genutzt.
Drive-by
Unter einem Drive-by versteht man die Beeinflussung eines Rechners oder sogar die Infizierung des PC durch den bloßen Besuch einer verseuchten Web-Seite. Die Methode liegt seit einigen Jahren sehr im Trend: Unter Ausnutzung aktueller Sicherheitslücken in Browsern und unter Einsatz von Scripten nimmt ein auf einer Web-Seite hinterlegter Schadcode Einfluss auf einen Rechner. So werden zum Beispiel Viren verbreitet, Schnüffelprogramme installiert, Browseranfragen zu Web-Seiten umgelenkt, die dafür bezahlen und anderes. Drive-bys sind besonders perfide, weil sie vom PC-Nutzer keine Aktivität (wie das Öffnen einer E-Mail) verlangen, sondern nur Unvorsichtigkeit. Opfer sind zumeist Nutzer, die ihre Software nicht durch regelmäßige Updates aktuell halten - also potenziell so gut wie jeder.
Botnetz
Botnets sind Netzwerke gekidnappter Rechner - den Bots. Mit Hilfe von Trojaner-Programmen, die sie beispielsweise durch manipulierte Web-Seiten oder fingierte E-Mails auf die Rechner einschleusen, erlangen die Botnet-Betreiber Zugriff auf die fremden PC und können sie via Web steuern. Solche Botnets zu vermieten, kann ein einträgliches Geschäft sein. Die Zombiearmeen werden unter anderem genutzt, um millionenfache Spam-Mails zu versenden, durch eine Vielzahl gleichzeitiger Anfragen Web-Seiten in die Knie zu zwingen oder in großem Stile Passwörter abzugrasen. (mehr bei SPIEGEL ONLINE)
Fakeware, Ransomware
Das Wort setzt sich aus "Fake", also "Fälschung", und "Ware", der Kurzform für Software zusammen: Es geht also um "falsche Software" . Gemeint sind Programme, die vorgeben, eine bestimmte Leistung zu erbringen, in Wahrheit aber etwas ganz anderes tun. Häufigste Form: angebliche IT-Sicherheitsprogramme oder Virenscanner. In ihrer harmlosesten Variante sind sie nutzlos, aber nervig: Sie warnen ständig vor irgendwelchen nicht existenten Viren und versuchen, den PC-Nutzer zu einem Kauf zu bewegen. Als Adware-Programme belästigen sie den Nutzer mit Werbung.

Die perfideste Form aber ist Ransomware : Sie kidnappt den Rechner regelrecht, macht ihn zur Geisel. Sie behindert oder verhindert das normale Arbeiten, lädt Viren aus dem Netz und stellt Forderungen auf eine "Reinigungsgebühr" oder Freigabegebühr, die nichts anderes ist als ein Lösegeld: Erst, wenn man zahlt, kann man mit dem Rechner wieder arbeiten. War 2006/2007 häufig, ist seitdem aber zurückgegangen.
Zero-Day-Exploits
Ein Zero-Day-Exploit nutzt eine Software-Sicherheitslücke bereits an dem Tag aus, an dem das Risiko überhaupt bemerkt wird. Normalerweise liefern sich Hersteller von Schutzsoftware und die Autoren von Schadprogrammen ein Kopf-an-Kopf-Rennen beim Stopfen, Abdichten und Ausnutzen bekanntgewordener Lücken.
Risiko Nummer eins: Nutzer
Das größte Sicherheitsrisiko in der Welt der Computer sitzt vor dem Rechner. Nicht nur mangelnde Disziplin bei nötigen Software-Updates machen den Nutzer gefährlich: Er hat auch eine große Vorliebe für kostenlose Musik aus obskuren Quellen, lustige Datei-Anhänge in E-Mails und eine große Kommunikationsfreude im ach so informellen Plauderraum des Webs. Die meisten Schäden in der IT dürften von Nutzer-Fingern auf Maustasten verursacht werden.
DDoS-Attacken
Sogenannte distribuierte Denial-of-Service-Attacken (DDoS) sind Angriffe, bei denen einzelne Server oder Netzwerke mit einer Flut von Anfragen anderer Rechner so lange überlastet werden, bis sie nicht mehr erreichbar sind. Üblicherweise werden für solche verteilten Attacken heutzutage sogenannte Botnetze verwendet, zusammengeschaltete Rechner, oft Tausende oder gar Zehntausende, die von einem Hacker oder einer Organisation ferngesteuert werden.


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