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Alle Artikel und Hintergründe

#NotInMyName: Was hat der Terror mit dem Islam zu tun?

SPIEGEL ONLINE - 16.11.2015

Nach den Anschlägen von Paris fürchten Muslime weltweit, unter Generalverdacht zu geraten. Mit Hashtags wie #NotInMyName und #MuslimsAreNotTerrorists wollen sie sich von den Attentaten distanzieren. Aber kann das gelingen? mehr...

Syrien: Rebellen missbrauchen Alawiten als menschliche Schutzschilde

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2015

In einem Vorort von Damaskus wollen Rebellen mit drastischen Mitteln weitere Luftangriffe des Regimes verhindern: Sie sperren Alawiten in Käfige ein und stellen diese auf öffentlichen Plätzen auf. mehr...

Afghanistan: Taliban steinigen junge Frau

SPIEGEL ONLINE - 03.11.2015

Die Bundesregierung will verstärkt Afghanen in ihre Heimat zurückschicken - doch ein neuer Vorfall unterstreicht die prekäre Menschenrechtslage. Erneut wurde eine junge Frau öffentlich getötet. mehr...

Pakistan: Islamisches Gremium hebt Verschleierungspflicht auf

SPIEGEL ONLINE - 21.10.2015

In weiten Teilen Pakistans verhüllen sich Frauen komplett. Nun hat das höchste religiöse Gremium des Landes sie von dieser Pflicht befreit. Es sprach sich sogar für mehr Rechte für Transsexuelle aus. mehr...

Verhaftung: Berliner Imam soll für Islamischen Staat geworben haben

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2015

In Berlin ist ein 30-jähriger Imam verhaftet worden. Er soll die Terrormiliz "Islamischer Staat" unterstützt und islamistischen Gruppen Waffen beschafft haben. mehr...

Ehe: Islamisches Kuckucksei

DER SPIEGEL - 02.10.2015

Kann eine Frau bei der Scheidung in Deutschland eine Morgengabe einklagen? Juristen streiten, ob das orientalische Brautgeschenk sittenwidrig ist. Wenn Uwe M. davon spricht, wie er seine Exfrau kennengelernt hat, gerät er immer noch ins Schwärmen: ... mehr...

Randale auf dem Tempelberg: Israel schließt al-Aksa-Moschee für Palästinenser

SPIEGEL ONLINE - 28.09.2015

Der Tempelberg in Jerusalem ist Juden und Muslimen heilig. Jetzt hat Israel Palästinensern während des Laubhüttenfestes den Zugang zum Gelände verweigert. Es kam zu Ausschreitungen. mehr...

Massenpanik beim Hadsch: Diplomaten stellen offizielle Opferzahlen infrage

SPIEGEL ONLINE - 28.09.2015

Wie viele Menschen sind bei der Massenpanik auf dem Weg nach Mekka umgekommen? Diplomaten aus Indien und Pakistan widersprechen den Angaben aus Saudi-Arabien. Ihnen zufolge sind 1090 Menschen gestorben - weit mehr als bislang bestätigt. mehr...

Unglück bei Mekka: Ajatollah Chamenei fordert Entschuldigung Saudi-Arabiens

SPIEGEL ONLINE - 27.09.2015

Die Massenpanik mit Hunderten Toten in Mina ist zum Politikum geworden. Der oberste Geistliche Irans, Ajatollah Ali Chamenei, fordert eine Entschuldigung von Saudi-Arabien für das Desaster. mehr...

Fußnote: 3200

DER SPIEGEL - 26.09.2015

3200 Todesopfer bei der Hadsch in Mekka seit 1990. Muslime sind seit 1990 bei der Hadsch infolge von Massenpaniken ums Leben gekommen, wahrscheinlich sogar mehr. Bis Donnerstagabend lag die Opferzahl des jüngsten Unglücks bei 717. Das wäre die höch... mehr...


Islamische Verbände in Deutschland
Zentralrat der Muslime
Er ist am bekanntesten. Das liegt am Vorsitzenden Aiman Mazyek, öffentliches Gesicht der Muslime in Deutschland. Er nimmt häufig Stellung zu aktuellen Fragen und ist gut vernetzt. Mazyek setzt sich gegen Islamophobie und für einen christlich-islamischen Dialog ein. Der ZMD in Köln hat 24 muslimische Organisationen als Mitglieder. Unter den Dachverbänden gehört er aber zu den Kleinen - mit 300 Moscheegemeinden und 15.000 bis 20.000 Mitgliedern. Der Verband vertritt Muslime aus vielen Ländern. Islamexpertin Lale Akgün sagt: "Herr Mazyek ist medial sehr präsent, kann aber nur für eine kleine Minderheit der Muslime sprechen."
Ditib
Die Türkisch Islamische Union ist mit Abstand die größte muslimische Organisation, wächst weiter und vertritt rund 900 Gemeinden. Sie untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Ihre Ortsvereine machen vielerorts in Deutschland durch Moscheebauten auf sich aufmerksam. In Köln baut sie den bundesweit größten Moscheekomplex. Die Ditib gilt als konservativ. Sie richtet sich strikt an den Vorgaben aus Ankara aus. Der Vorstandsvorsitzende wechselt häufig. Bekanntestes Gesicht ist der langjährige Dialogbeauftragte und Geschäftsführer Bekir Alboga.
Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
Mit 300 Moschee- und Bildungsvereinen gilt er als unpolitisch und tief religiös. Er bildet Imame aus und hat überwiegend türkische Mitglieder.
Koordinationsrat der Muslime (KRM)
Hier sind seit 2007 neben ZMD und Ditib auch Islamrat und VIKZ zusammengeschlossen. Die Verbände wollen sich damit besser Gehör verschaffen und auch als Ansprechpartner für die Politik mehr Einfluss zu gewinnen. Der KRM geht davon aus, er vertrete 85 Prozent der Moscheegemeinden. Islamwissenschaftler Ralph Ghadban sagt: maximal 15 Prozent. Die KRM-Mitglieder laden alljährlich am 3. Oktober zum Tag der Offenen Moschee.
Islamrat
Er bekennt sich uneingeschränkt zum Grundgesetz und den Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie es in seiner Selbstdarstellung heißt. Sein größtes Mitglied Milli Görüs (MG) ist aber umstritten, der Verfassungsschutz führt MG als islamistische Organisation, allerdings ist diese Einschätzung nach Reformen bei Milli Görüs in der Diskussion. Der Hamburger Verfassungsschutz beobachtet Milli Görüs nach Reformen - getragen durch jüngere Mitglieder - weitgehend nicht mehr.
Liberal-Islamische Bund (LIB)
Der LIB ist ein neuer, kleiner Verband. Die Vorsitzende Lamya Kaddor ist derzeit gefragte Interview-Partnerin. In Abgrenzung zu den anderen Verbänden legt der LIB den Islam bewusst sehr zeitgemäß aus. Kaddor sagt: "Wir Muslime müssen Extremismus in unseren Reihen bekämpfen. Da müssen wir viel entschlossener ran."
Alevitische Gemeinde Deutschland
Aleviten sind nach den Sunniten die zweitgrößte Konfession der Türken in Deutschland. Ihre religiösen Regeln sind weniger streng, viele Kurden in Deutschland sind Aleviten.
Religionsräte
In Ländern wie Niedersachsen, Hamburg oder Bremen haben sich religiöse Dachverbände (Schura) gebildet, um der Politik als Ansprechpartner etwa für Religionsunterricht zu dienen. Der Islam-Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dietmar Molthagen, sagt: "Sie schaffen es, den Vertretungsanspruch einzulösen." In Berlin wird derzeit die Gründung einer Schura erwogen.
Türkische Gemeinde in Deutschland
Die Türkische Gemeinde ist eine säkulare politische Interessenvertretung. Ihr Ex-Chef Kenan Kolat trat umtriebig für Integration ein. Seine Nachfolger Gökay Sofuoglu und Safter Çinar sind noch nicht so präsent.


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