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Alle Artikel und Hintergründe

Religionen: Botschaft vom Scheiterhaufen

DER SPIEGEL - 21.03.2015

Ayaan Hirsi Ali ist die meistgehasste Islamkritikerin der westlichen Welt. Sie nannte Mohammed einen "perversen Mann" und "Tyrannen". Nun will sie den Islam reformieren. Aber warum sollte das funktionieren? Von Georg Diez. Ayaan Hirsi Ali hat sich ... mehr...

Archäologie: Bildersturm im Garten Eden

DER SPIEGEL - 14.03.2015

Im Nordirak löschen IS-Terroristen das Kulturerbe der Menschheit aus. Mit Sprengstoff und Bulldozern zerstören sie jene Märchenstätten des Morgenlandes, wo einst Keilschrift, Mathematik, Astronomie entstanden - und die ersten Weltreiche. Als der Pr... mehr...

Streit über Scharia-Auslegung: IS lässt eigenen Richter hinrichten

SPIEGEL ONLINE - 12.03.2015

Einer der höchstrangigen Juristen des "Islamischen Staates" ist tot. Die Führung der Terror-Miliz ließ ihn köpfen, weil er zu viele Menschen zum Tode verurteilt hatte. mehr...

Vorbild Österreich: CDU debattiert über Islamgesetz

SPIEGEL ONLINE - 02.03.2015

In der CDU nimmt die Diskussion über ein Islamgesetz nach österreichischem Vorbild Fahrt auf. Gefordert wird das Verbot der Finanzierung muslimischer Vereine aus dem Ausland. Generalsekretär Peter Tauber will das prüfen. mehr...

AfD-Chef Bernd Lucke: Der Islam ist fast allen Deutschen fremd

SPIEGEL ONLINE - 01.03.2015

Die AfD bemüht sich um ein bürgerliches Image, doch das Thema Islam beschäftigt die Partei offenbar unentwegt. Die jüngste These von Parteichef Lucke: Kaum ein Deutscher könne etwas mit dem Islam anfangen. mehr...

Religion: Wien ist Vorbild

DER SPIEGEL - 28.02.2015

Mouhanad Khorchide, Theologe aus Münster, lobt das österreichische Islamgesetz. Muslime würden in ihren Rechten gestärkt, Extremisten geschwächt. Khorchide, 43, geboren in Beirut, hat 18 Jahre lang in Wien gelebt. Er leitet das Zentrum für Islamisc... mehr...

Literatur: Ich weiß nichts

DER SPIEGEL - 28.02.2015

Seit Wochen steht Michel Houellebecqs Roman "Unterwerfung" an der Spitze der Bestsellerlisten. Im SPIEGEL-Gespräch erklärt er, warum die Aufklärung am Ende ist, der Humanismus tot, der Laizismus auch - und die Republik sowieso. Der Schriftsteller, ... mehr...

Regelungen für Muslime: Österreich verabschiedet Islamgesetz

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2015

Mit einem neuen Islamgesetz will Österreich extremistischen Tendenzen entgegenwirken - aber auch die Rechte von Muslimen stärken. Der Gesetzestext könnte Grundlage für Regelungen in anderen europäischen Ländern sein. mehr...

Islamgelehrter über die Erde: Und sie dreht sich doch nicht

SPIEGEL ONLINE - 17.02.2015

Die Erde dreht sich nicht um die eigene Achse. Davon ist der saudi-arabische Prediger Bandar al-Khaibari überzeugt - und liefert einen abenteuerlichen Beweis für seine These. mehr...

Umfrage: Alkohol und Süßigkeiten werden zur Fastenzeit gestrichen

SPIEGEL ONLINE - 16.02.2015

In der Fastenzeit geht es nicht nur um die Ernährung. Zwar wollen die meisten laut einer Umfrage auf Alkohol, Süßes und Fleisch verzichten. Doch auch Medienkonsum und Autofahren werden eingeschränkt. mehr...


Islamische Verbände in Deutschland
Zentralrat der Muslime
Er ist am bekanntesten. Das liegt am Vorsitzenden Aiman Mazyek, öffentliches Gesicht der Muslime in Deutschland. Er nimmt häufig Stellung zu aktuellen Fragen und ist gut vernetzt. Mazyek setzt sich gegen Islamophobie und für einen christlich-islamischen Dialog ein. Der ZMD in Köln hat 24 muslimische Organisationen als Mitglieder. Unter den Dachverbänden gehört er aber zu den Kleinen - mit 300 Moscheegemeinden und 15.000 bis 20.000 Mitgliedern. Der Verband vertritt Muslime aus vielen Ländern. Islamexpertin Lale Akgün sagt: "Herr Mazyek ist medial sehr präsent, kann aber nur für eine kleine Minderheit der Muslime sprechen."
Ditib
Die Türkisch Islamische Union ist mit Abstand die größte muslimische Organisation, wächst weiter und vertritt rund 900 Gemeinden. Sie untersteht der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Ihre Ortsvereine machen vielerorts in Deutschland durch Moscheebauten auf sich aufmerksam. In Köln baut sie den bundesweit größten Moscheekomplex. Die Ditib gilt als konservativ. Sie richtet sich strikt an den Vorgaben aus Ankara aus. Der Vorstandsvorsitzende wechselt häufig. Bekanntestes Gesicht ist der langjährige Dialogbeauftragte und Geschäftsführer Bekir Alboga.
Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ)
Mit 300 Moschee- und Bildungsvereinen gilt er als unpolitisch und tief religiös. Er bildet Imame aus und hat überwiegend türkische Mitglieder.
Koordinationsrat der Muslime (KRM)
Hier sind seit 2007 neben ZMD und Ditib auch Islamrat und VIKZ zusammengeschlossen. Die Verbände wollen sich damit besser Gehör verschaffen und auch als Ansprechpartner für die Politik mehr Einfluss zu gewinnen. Der KRM geht davon aus, er vertrete 85 Prozent der Moscheegemeinden. Islamwissenschaftler Ralph Ghadban sagt: maximal 15 Prozent. Die KRM-Mitglieder laden alljährlich am 3. Oktober zum Tag der Offenen Moschee.
Islamrat
Er bekennt sich uneingeschränkt zum Grundgesetz und den Prinzipien der freiheitlich demokratischen Grundordnung, wie es in seiner Selbstdarstellung heißt. Sein größtes Mitglied Milli Görüs (MG) ist aber umstritten, der Verfassungsschutz führt MG als islamistische Organisation, allerdings ist diese Einschätzung nach Reformen bei Milli Görüs in der Diskussion. Der Hamburger Verfassungsschutz beobachtet Milli Görüs nach Reformen - getragen durch jüngere Mitglieder - weitgehend nicht mehr.
Liberal-Islamische Bund (LIB)
Der LIB ist ein neuer, kleiner Verband. Die Vorsitzende Lamya Kaddor ist derzeit gefragte Interview-Partnerin. In Abgrenzung zu den anderen Verbänden legt der LIB den Islam bewusst sehr zeitgemäß aus. Kaddor sagt: "Wir Muslime müssen Extremismus in unseren Reihen bekämpfen. Da müssen wir viel entschlossener ran."
Alevitische Gemeinde Deutschland
Aleviten sind nach den Sunniten die zweitgrößte Konfession der Türken in Deutschland. Ihre religiösen Regeln sind weniger streng, viele Kurden in Deutschland sind Aleviten.
Religionsräte
In Ländern wie Niedersachsen, Hamburg oder Bremen haben sich religiöse Dachverbände (Schura) gebildet, um der Politik als Ansprechpartner etwa für Religionsunterricht zu dienen. Der Islam-Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung, Dietmar Molthagen, sagt: "Sie schaffen es, den Vertretungsanspruch einzulösen." In Berlin wird derzeit die Gründung einer Schura erwogen.
Türkische Gemeinde in Deutschland
Die Türkische Gemeinde ist eine säkulare politische Interessenvertretung. Ihr Ex-Chef Kenan Kolat trat umtriebig für Integration ein. Seine Nachfolger Gökay Sofuoglu und Safter Çinar sind noch nicht so präsent.






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