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Alle Artikel und Hintergründe

Karstadt-Teilverkauf: Gewerkschaft wirft Berggruen Wortbruch vor

SPIEGEL ONLINE - 17.09.2013

"Mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen": Der überraschende Teilverkauf der angeschlagenen Kaufhauskette Karstadt hat ein geteiltes Echo ausgelöst. Handelsexperten begrüßen den Schritt, die Mitarbeiter hingegen sind skeptisch. mehr...

Kriselnde Kaufhaus-Kette: Berggruen verkauft Filetstücke von Karstadt

SPIEGEL ONLINE - 16.09.2013

Gemunkelt wurde schon lange, jetzt ist es bestätigt: Karstadt-Investor Nicolas Berggruen hat die Sport- und die Premium-Gruppe der Warenhauskette nach SPIEGEL-Informationen an den österreichischen Investor Rene Benko verkauft. Den Erlös will Berggruen in die verbleibenden Filialen stecken. mehr...

Ex-Arcandor-Chef: Gericht verdonnert Middelhoff zu Millionenzahlung

SPIEGEL ONLINE - 09.09.2013

Es geht um Sonderzahlungen, Flugabrechnungen und Sponsoring-Verträge: Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff soll nach einer Gerichtsentscheidung rund 3,4 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter des ehemaligen Handelskonzerns zahlen. mehr...

HANDEL: Karstadt knickt ein

DER SPIEGEL - 26.08.2013

Nach der abrupten Kündigung des Tarifvertrags rudert der Handelsriese zurück: Von Ende September an will der Konzern wieder mit Ver.di verhandeln. Der Brief, den Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen vor kurzem aus Deutschland bekam, war höflich im Ton... mehr...

PROZESSE: Middelhoff wollte 300 Millionen Euro Provision

DER SPIEGEL - 19.08.2013

Middelhoff verlangte 300 Millionen Euro Provision. Dass Thomas Middelhoff als Bertelsmann-Manager enorm viel Geld verdiente und auch danach nicht gerade schlecht, hat er selbst oft genug erzählt. Nun aber taucht in den Akten des Schadensersatzproze... mehr...

Anklage gegen Ex-Arcandor-Chef: Middelhoff droht Prozess wegen Untreue

SPIEGEL ONLINE - 24.06.2013

Thomas Middelhoff hat wieder Ärger mit der Justiz: Der frühere Top-Manager soll Kosten von mehreren hunderttausend Euro für private Flüge auf den inzwischen insolventen Karstadt-Mutterkonzern Arcandor abgewälzt haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt nun eine Anklage wegen Untreue. mehr...

KARSTADT: Kampfansage an Ver.di

DER SPIEGEL - 24.06.2013

Karstadt-Personalchef sagt Gewerkschaft den Kampf an. Der Warenhauskonzern Karstadt lässt es auf einen offenen Konflikt mit der Gewerkschaft Ver.di ankommen. In einer Gesamtbetriebsratssitzung am Mittwoch vergangener Woche in Essen soll Personalche... mehr...

MANAGER: Mr. Möchtegern

DER SPIEGEL - 17.06.2013

Nicolas Berggruen gab den Karstadt-Retter und verkauft sich als sozialer Investor mit politisch-kulturellem Schaffensdrang. Doch Erfolge lassen auf sich warten, und Kritik kann er schon gar nicht ertragen. Es hätte ein guter Abend werden können hie... mehr...

Karstadt-Krise: Alle zahlen, nur Berggruen nicht

SPIEGEL ONLINE - 11.06.2013

Mit dem Abgang von Karstadt-Chef Andrew Jennings scheint die Strategie endgültig gescheitert, den Warenhauskonzern ohne frisches Geld zu sanieren. Eigentümer Nicolas Berggruen kann es egal sein: Er hat nichts zu verlieren - denn gezahlt haben bislang vor allem Mitarbeiter, Staat und Vermieter. mehr...

DAMALS

DER SPIEGEL - 10.06.2013

Zitat von Nicolas Berggruen zum Thema Karstadt. "Sollte durch eine schlechtere Geschäftsentwicklung ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf entstehen, ist Berggruen in der Lage, diesen ohne Zustimmungsvorbehalte Dritter zu decken."Aus einer Berggruen-Pr... mehr...


Zur Person
ddp
Nicolas Berggruen, Sohn des berühmten Kunstsammlers Heinz Berggruen, wurde am 10. August 1961 in Paris geboren. Er wuchs in England, Frankreich und der Schweiz auf und verdiente nach einem Finanzwirtschaftsstudium schon früh an der Wall Street sein eigenes Vermögen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Investor, der keinen festen Wohnsitz hat und in Hotels wohnt, auf nachhaltige Investments. So gehören zu seinem Firmen- und Immobilienimperium auch Reisfarmen in Kambodscha und eine Ethanolfabrik. Mehr auf der Themenseite...

Karstadts Kampf ums Überleben
9. Juni 2009
Die Insolvenzanträge für die Holding Arcandor und die Töchter Karstadt und Quelle werden gestellt.
1. September 2009
Das Essener Amtsgericht eröffnet die Insolvenzverfahren für die wichtigsten Arcandor-Gesellschaften, darunter die Karstadt Warenhaus GmbH. Insgesamt muss das Essener Gericht über rund 40 Einzelanträge entscheiden.
10. November 2009
Gläubiger stimmen dem Verkauf von Karstadt an einen Investor zu. Dennoch stehen harte Einschnitte bevor, einige Häuser müssen schließen.
1. Dezember 2009
Nach Angaben der Insolvenzverwaltung sollen zehn Karstadt-Standorte mit zum Teil mehreren Häusern geschlossen werden. Etwa 1200 Mitarbeiter sind betroffen. 112 Waren- und Sporthäuser sowie acht Schnäppchencenter mit insgesamt mehr als 25.000 Beschäftigten sollen erhalten bleiben.
15. März 2010
Beim Essener Amtsgericht wird ein Insolvenzplan vorgelegt.
12. April 2010
Die Gläubiger stimmen dem Insolvenzplan zu.
23. April 2010
Als erster Interessent legt der Finanzinvestor Triton ein Angebot für Karstadt vor.
21. Mai 2010
Es wird bekannt, dass die vom Privatinvestor Nicolas Berggruen gesteuerte Investmentgesellschaft Berggruen Holdings Ltd. sämtliche Karstadt-Geschäftsaktivitäten übernehmen will.
28. Mai 2010
Unmittelbar vor einer Sitzung des Gläubigerausschusses wird das Angebot des Karstadt-Vermieters Highstreet bekannt. Nach der Präsentation der drei Rettungskonzepte vertagt der Ausschuss die Entscheidung über einen Zuschlag auf den 7. Juni. Der Kaufvertrag soll am 9. Juni unterschrieben werden.
1. Juni 2010
Nach monatelangen Gesprächen mit bundesweit 94 Kommunen über einen Verzicht auf Gewerbesteuer haben bis auf drei alle Kommunen zugestimmt. Die im Insolvenzplan geforderte Zustimmungsquote von 98 Prozent gilt damit als sicher.
3. Juni 2010
Kurz vor der Entscheidung im Karstadt-Bieterrennen bekräftigt der Handelskonzern Metro sein Interesse an Teilen der insolventen Warenhauskette.
7. Juni 2010
Nach langen Verhandlungen am Konzernsitz in Essen erteilt der Gläubigerausschuss dem Inverstor Nicolas Berggruen den Zuschlag für den Kaufhauskonzern. Karstadt-Vermieter Highstreet und der deutsch-skandinavische Investor Triton überzeugten mit ihren Angeboten nicht.
2. September 2010
Investor Berggruen bekommt die Zustimmung aller Gläubiger zu Mietsenkungen. Dies ist die vorletzte Hürde auf dem Weg zur Rettung des Konzerns. Noch fehlt die Zustimmung des Essener Insolvenzrichters zum Rettungsplan.

3. September 2010
Das Essener Amtsgericht billigt den Insolvenzplan. Damit ist die Übernahme der Warenhauskette durch Berggruen in letzter Instanz bestätigt. Karstadt kann das Insolvenzverfahren abschließen und schuldenfrei weitergeführt werden.
1. Oktober 2010
Letze Gläubiger ziehen ihre Beschwerden gegen den Insolvenzplan zurück. Damit ist der pünktliche Einstieg Berggruens bei Karstadt gesichert. jok/ulz/dpa
Juli 2012
Karstadt kündigt an, 2000 Stellen abbauen zu wollen. Dabei hatte Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen noch bei der Übernahme des Warenhauskonzerns versprochen, alle Jobs zu erhalten und die Rahmenbedingungen nicht zu verschlechtern.





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