ThemaKrankenkassenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

Krankengeld und Behandlungsfehler: Wie unabhängig ist die Patientenberatung?

Krankengeld und Behandlungsfehler: Wie unabhängig ist die Patientenberatung?

SPIEGEL ONLINE - 10.07.2015

Die Krankenkassen geben in Kürze bekannt, wer ab 2016 für sieben Jahre die Patientenberatung UPD betreibt. Viele sorgen sich nun um das entscheidende Kriterium: die Unabhängigkeit. Von Tanja Wolf mehr... Forum ]

Vergleich mit dem Ausland Starke Hebammen - teure Versicherung

Vergleich mit dem Ausland: Starke Hebammen - teure Versicherung
KarriereSPIEGEL - 23.06.2015

In Deutschland geben viele Hebammen auf, weil sie sich die Haftpflicht nicht mehr leisten können. Wie lösen andere Staaten das Problem? Von Eva-Maria Hommel mehr... Forum ]

Termin beim Arzt: Tut's weh? Gegen Geld gibt's schneller Hilfe

Termin beim Arzt: Tut's weh? Gegen Geld gibt's schneller Hilfe

SPIEGEL ONLINE - 18.06.2015

Trotz akuter Schmerzen müssen Patienten mitunter für einen schnellen Termin beim Arzt bezahlen. Doch die Mediziner verstoßen damit gegen ihre Berufsordnung: Ihnen droht ein Disziplinarverfahren, sofern sich Patienten beschweren. mehr... Forum ]

Kassenstudie: Neue Arzneien in Deutschland schnell verfügbar

Kassenstudie: Neue Arzneien in Deutschland schnell verfügbar

SPIEGEL ONLINE - 15.06.2015

In Deutschland finden innovative Medikamente einer Kassenstudie zufolge schneller als in anderen Ländern den Weg zum Patienten. Die Preise für die Pillen seien allerdings sehr hoch. mehr... Forum ]

Hebammenstreit Geburten leider nur zwischen 7 und 17 Uhr

Hebammenstreit: Geburten leider nur zwischen 7 und 17 Uhr
KarriereSPIEGEL - 15.06.2015

Stellen Sie sich vor, die Wehen setzen ein - und der Kreißsaal hat Feierabend. Das kann derzeit im Krankenhaus von Bruchsal passieren, weil es an Hebammen fehlt. Schuld daran sei auch die hohe Berufshaftpflicht, sagt Direktorin Susanne Jansen. Ein Interview von Anja Tiedge mehr... Forum ]

Kosten der Haftpflicht Was wurde aus dem Hebammenstreit?

Kosten der Haftpflicht: Was wurde aus dem Hebammenstreit?
KarriereSPIEGEL - 11.06.2015

Geburten ohne freie Hebammen? Vor einem Jahr wurde die Versicherung für Geburtshelferinnen so teuer, dass viele den Job schmissen. Heute ist die Lage noch trostloser. Von Jörg Römer mehr... Forum ]

Verbandsprognose: Kassenpatienten müssen mit deutlich höheren Beiträgen rechnen

Verbandsprognose: Kassenpatienten müssen mit deutlich höheren Beiträgen rechnen

SPIEGEL ONLINE - 03.06.2015

Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen höhere Lasten zu. Der Beitragssatz von derzeit 15,5 Prozent könnte auf bis zu 16,4 Prozent im Jahr 2019 steigen. Begründung: Die Ausgaben steigen, die Einnahmen halten nicht mit. mehr... Forum ]

Verbandsprognose: Kassenpatienten müssen mit deutlich höheren Beiträgen rechnen

SPIEGEL ONLINE - 03.06.2015

Auf gesetzlich Krankenversicherte kommen höhere Lasten zu. Der Beitragssatz von derzeit 15,5 Prozent könnte auf bis zu 16,4 Prozent im Jahr 2019 steigen. Begründung: Die Ausgaben steigen, die Einnahmen halten nicht mit. mehr...

Gleichberechtigung: Oben ohne

DER SPIEGEL - 25.04.2015

Krankenkassen erstatten Frauen mit Glatze die Kosten für eine Perücke, älteren Männern nicht. Ein Verstoß gegen das Grundgesetz? Noch heute schwärmt Kurt H. von seinem "schön gepflegten Vollbart", den er "26 Jahre lang" getragen habe. Mit Mitte fün... mehr...

Bundessozialgericht: Perücke auf Kosten der Krankenkasse auch bei Männern möglich

SPIEGEL ONLINE - 22.04.2015

In bestimmten Fällen können glatzköpfige Männer eine Perücke von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden. Im konkreten Fall urteilten die Richter jedoch anders. mehr...

Neue Prognose bis 2016: Krankenkassen droht Milliardendefizit

SPIEGEL ONLINE - 20.03.2015

Die gesetzlichen Krankenversicherungen müssen bis 2016 laut "Handelsblatt" mit erheblich höheren Ausgaben rechnen. Sie könnten sich zu einem Defizit von mehr als sechs Milliarden Euro addieren. mehr...

Soziales: Sparwahn mit System

DER SPIEGEL - 07.03.2015

Einige gesetzliche Krankenkassen knausern bei den Windeln für betagte oder behinderte Menschen. Die müssen leiden - oder selbst zahlen. Niemals hat Irmgard Weiß darüber nachgedacht, ihren Mann in ein Pflegeheim zu geben. Lieber pflegt die 83-Jährig... mehr...

Bilanz 2014: Krankenkassen machen Milliardendefizit

SPIEGEL ONLINE - 25.02.2015

Die gesetzlichen Krankenkassen haben das vergangene Jahr offenbar zum ersten Mal seit Jahren mit einem Minus abgeschlossen. Einem Zeitungsbericht zufolge belief sich das Defizit auf insgesamt eine Milliarde Euro. mehr...

Studie: Jeder Dritte würde Gesundheitsdaten an Versicherer geben

SPIEGEL ONLINE - 20.01.2015

Trotz großer Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes: Einer Studie zufolge würden viele Deutsche ihre Fitnessdaten an ihre Krankenkasse weitergeben - zumindest, wenn die Belohnung stimmt. mehr...

Verhütung: Gröhe prüft Kostenfreiheit für Teenies

DER SPIEGEL - 10.01.2015

Pille danach kostenfrei für junge Frauen?. Im Zusammenhang mit der geplanten rezeptfreien Ausgabe der Pille danach prüft das Bundesgesundheitsministerium eine Sonderregelung für junge Frauen. Damit könnten die Beamten von Ressortchef Hermann Gröhe ... mehr...

Gesundheit: 100 Euro, pauschal

DER SPIEGEL - 10.01.2015

Dietrich Grönemeyer gilt manchem als berühmtester Arzt Deutschlands. Wofür zahlt er dann Geld an Kollegen, die Patienten zu ihm schicken? Dietrich Grönemeyer, 62, ist Radiologe. Er hat in Bochum ein eigenes Institut mit rund 20 Ärzten und ein weite... mehr...

Gesundheit: Mäuse und Löwen

DER SPIEGEL - 10.01.2015

Physiotherapeuten protestieren gegen ihre miserable Vergütung. Manche bieten ihre Leistungen nur noch für Privatzahler an. Mehr als 26 Jahre lang hielt Simone Edlinger stand. Von morgens bis abends behandelte die Physiotherapeutin ihre Patienten, s... mehr...


Chronologie der Gesundheitsreformen
1977: Die Kürzungen beginnen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
1983: Auch die Rentner müssen zahlen
Mit zwei Reformen zu Beginn der achtziger Jahre werden die Zuzahlungen durch die Versicherten erhöht. Auch für die Rentner sind die rosigen Zeiten vorbei. Konnten sie sich zuvor kostenlos versichern, müssen sie seit 1983 auch einen einkommensabhängigen Beitrag leisten.
1989: Der erste Rundumschlag
Mit dem "Gesundheitsreformgesetz" von Norbert Blüm geht es ans Eingemachte: Die Eigenbeteiligung der Patienten wird weiter erhöht - etwa bei Arzneimitteln, im Krankenhaus und beim Zahnersatz. Erstmals unternimmt die Regierung auch den Versuch, die Kosten für Medikamente mit radikalen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, indem sie Bagatallmedikamente aus dem Leistungskatalog streicht und Festbeträge für Arzneimittel einführt. Seither zahlen die Kassen nicht mehr automatisch jeden Preis für Tabletten und Co., sondern nur noch einen Höchstbetrag. Verschreibt der Arzt ein teureres Mittel, muss der Patient die Differenz zahlen. Trotz dieses Rundumschlags an Kosteneinsparungen sind die Beiträge jedoch nur für kurze Zeit stabil.
1993: Die Leistungen werden budgetiert
Gesundheitsminister Horst Seehofer verfolgt mit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" 1993 erneut das Ziel, die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen. Um den Anstieg der Leistungsausgaben besser zu kontrollieren, werden sie für einen begrenzten Zeitraum budgetiert. Gleichzeitig erhöht die Regierung erneut die Selbstbeteiligung bei Arznei- und Verbandsmitteln. Das Projekt einer Positivliste, die alle erstattungsfähigen Medikamente benennt, scheitert allerdings. Auch deshalb wird das Reformziel stabiler Beiträge erneut nur für wenige Jahre erreicht.
1997: Zahnersatz bitte selbst zahlen
Die "GKV-Neuordnungsgesetze" stehen ebenfalls in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Patienten müssen sich an den Kosten für Arznei- und Heilmittel, Krankenhaushaufenthalte und Fahrten etwa vom Krankenhaus noch stärker beteiligen. Jüngere Jahrgänge bekommen außerdem geringere Kassenzuschüsse beim Zahnersatz.
1999: Rot-Grün wagt den Leistungsausbau
Mit dem "Solidaritätsstärkungsgesetz" bringt erstmals seit rund zwei Jahrzehnten eine Gesundheitsreform wieder ein Mehr an Leistungen. So werden unter anderem die Zuzahlungen für die Patienten gesenkt. Gleichzeitig führt die rot-grüne Koalition aber zur Begrenzung des Ausgabenwachstums erneut Budgets für Arzthonorare, Krankenhäuser und Arzneimittel ein.
2004: SPD und Union bitten zur Kasse
Nachdem die rot-grüne Regierung in den Folgejahren ebenfalls zum Leistungsabbau umgeschwenkt ist, wagt sie in Kooperation mit dem unionsdominierten Bundesrat ähnlich wie 1989 einen Kostendämpfungsrundumschlag: Das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung" sieht unter anderem vor, dass Patienten eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen müssen, verschreibungsfreie Medikamente gar nicht mehr erstattet werden und die Selbstbeteiligung bei erstattungsfähigen Arznei- und Heilmitteln zehn Prozent der Kosten (maximal zehn Euro) beträgt.
2005: Paritätische Finanzierung am Ende
Aus für ein Prinzip, das seit 1883 in Deutschland bestand: Wurden die Beitäge zur Krankenversicherung zuvor paritätisch finanziert, also jeweils zur Hälfte durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer, müssen die Versicherten nun einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent zahlen.
2009: Der Gesundheitsfonds kommt
Zum Jahresbeginn 2009 ändert sich die Finanzierung der Krankenkassen grundlegend: Konnten die Versicherungen bislang ihren Beitragssatz weitgehend selbst festlegen, wird dieser künftig einheitlich von der Regierung bestimmt. Die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitsamt Steuerzuschuss fließen nun in den Gesundheitsfonds. Die Krankenkassen erhalten dann Pauschalen pro Versichertem von dieser gigantischen Geldsammelstelle. Weitere Änderung: Jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen.
2009: Das Krankenhausfinanzierungsgesetz wird umgestellt
Die Finanzierung der Länder für Investitionen, die mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 1972 eingeführt worden ist, wird auf leistungsbezogene Investitionspauschalen umgestellt. Dazu wird ein Orientierungswert eingeführt und die Anbindung an die Grundlohnsumme abgelöst. Der Orientierungswert berücksichtigt die Kostenstrukturen der Krankenhäuser.
2011: Neue Medikamente werden grundlegend geprüft (AMNOG)
Die Preisgestaltung für neu auf den Markt kommende Medikamente ändert sich mit dem Arzneimittelneurordnungsgesetz (AMNOG) grundlegend. Ein Pharmahersteller kann die Preise für patentgeschützte Medikamente zwar zunächst wie bisher frei festsetzen. Spätestens drei Monate danach muss er allerdings den medizinischen Zusatznutzen seines Medikamentes im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Mitteln nachweisen. Ergibt sich kein Zusatznutzen, unterliegt das Medikament der Festbetragsregelung, bei einem nachgewiesenen Zusatznutzen muss der Pharmahersteller spätestens innerhalb eines Jahres nach Markteinführung mit dem GKV-Spitzenverband Preisverhandlungen führen. Grundlage für die Preisverhandlung ist eine Kosten-Nutzen-Bewertung des Medikamentes, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) oder in seinem Auftrag das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.
2011: Der Beitragssatz steigt - das GKV-Finanzierungsgesetz
Diese Reform spüren vor allem die Versicherten: Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon zahlen die GKV-Mitglieder 8,2 Prozentpunkte, die Arbeitgeber 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag wird bei diesem Beitrag eingefroren. Künftige Ausgabensteigerungen sollen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die GKV-Mitglieder allein zu tragen haben. Kann eine Kasse ihre Kosten nicht mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds decken, muss sie - wie bisher - einen Zusatzbeitrag erheben. Die Höhe des Zusatzbeitrages ist künftig nicht mehr limitiert.
2012: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Dieses Gesetz stellt dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen und Ärzte weitere Aufgaben: Neue Behandlungsmethoden sollen auf ihren Nutzen hin überprüft werden, ohne sie in dieser Zeit der Patientenversorgung vorzuenthalten. Der GBA kann künftig neue nichtmedikamentöse Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zeitlich begrenzt und unter kontrollierten Bedingungen erproben, um über eine eventuelle Aufnahme in den Leistungskatalog entscheiden zu können. Ebenfalls im Paket enthalten: Fachärzte werden verpflichtet, gesetzlich Versicherten angemessen und zeitnah Behandlungstermine anzubieten. Seit dem GKV-VStG können Versicherte auf Antrag von ihrer Krankenkasse eine Kostenaufstellung der in Anspruch genommenen ärztlichen und verordneten Leistungen in einem Zeitraum von mindestens 18 Monaten vor Antragstellung erhalten.






Themen von A-Z