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Alle Artikel und Hintergründe

Gesundheitscheck: Was bringen sportmedizinische Tests?

Gesundheitscheck: Was bringen sportmedizinische Tests?

SPIEGEL ONLINE - 19.11.2014

Plötzlicher Herztod beim Marathon: Ein Sport-Check vor Beginn des Trainings könnte solche Tragödien verhindern. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen die Tests zwar nicht vollständig - aber Clevere können trotzdem Geld sparen. mehr... Forum ]

Psychologie: Online-Therapie soll gegen Stottern helfen

Psychologie: Online-Therapie soll gegen Stottern helfen

SPIEGEL ONLINE - 18.11.2014

Wer als Jugendlicher stottert, wird die Sprachstörung kaum noch los. Aber es gibt Möglichkeiten, den Sprachfluss zu verbessern und die Angst vor stressigen Situationen zu senken. Ein Pilotprojekt setzt jetzt auf Online-Therapie. Von Gerlinde Gukelberger-Felix mehr... Forum ]

Dubiose Angebote: Armutsrisiko private Krankenversicherung

Dubiose Angebote: Armutsrisiko private Krankenversicherung

SPIEGEL ONLINE - 18.10.2014

"Bereits ab 59 Euro privat versichern" - solche Anzeigen führen nicht Sie zum Glück, sondern nur die Vermittler. Auch wer sich früher mit günstigen Tarifen hat locken lassen, dem droht heute Armut. Aber es gibt Auswege. Von Hermann-Josef Tenhagen mehr... Forum ]

Krankenkasse für Studenten: Bundessozialgericht erlaubt verbilligten Schutz bis 37

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2014

Günstig versichert bis zum 37. Geburtstag: In Ausnahmefällen dürfen Studenten sehr lange den verbilligten Krankenkassentarif zahlen, entschied das Bundessozialgericht. Grundsätzlich ist nach 14 Fachsemestern Schluss. mehr...

Schätzung für 2015: Kassen verlangen im Schnitt 0,9 Prozent Zusatzbeitrag

SPIEGEL ONLINE - 15.10.2014

Im Januar 2015 werden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung deutlich fallen - für viele Versicherte dann jedoch ebenso deutlich wieder steigen: Experten rechnen mit einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkten. mehr...

Arzttermine: Die Wahlfreiheit bleibt ja

DER SPIEGEL - 13.10.2014

Gesundheitsminister Hermann Gröhe über lange Wartezeiten für einen Facharzttermin. Gesundheitsminister Hermann Gröhe, 53 (CDU), über lange Wartezeiten für einen FacharztterminSPIEGEL: Herr Gröhe, Sie sind gesetzlich krankenversichert. Haben S... mehr...

Patienten: Portal sammelt Beschwerden über Igel-Leistungen

SPIEGEL ONLINE - 01.09.2014

Mit Leistungen, die gesetzlich Versicherte selbst bezahlen, nehmen Ärzte hierzulande rund 1,3 Milliarden Euro ein. Sind Patienten mit der Igel-Leistung unzufrieden, können sie sich jetzt bei einem Online-Portal von Verbraucherschützern beschweren. mehr...

Gesundheit: Finanzressort warnt vor Ausgabenplus

DER SPIEGEL - 01.09.2014

Schäubles Beamte warnen vor steigenden Gesundheitskosten. Das Bundesfinanzministerium warnt vor künftigen Haushaltsrisiken durch die gesetzliche Krankenversicherung. "Perspektivisch dürften die Ausgaben der Krankenkassen erheblich schneller steigen... mehr...

Krankenkassen: Weniger Geld für Vorstände

DER SPIEGEL - 18.08.2014

Krankenkassen-Chefs drohen Gehaltseinbußen. Den Chefs mehrerer gesetzlicher Krankenkassen drohen empfindliche Gehaltseinbußen. Das Bundesversicherungsamt (BVA) verlangt, dass sich die Kassen einer neuen "Richtlinie für Wirtschaftlichkeitsbetrachtun... mehr...

GKV: Alte Versichertenkarten verlieren 2015 ihre Gültigkeit

SPIEGEL ONLINE - 15.08.2014

Wer gesetzlich versichert ist und noch keine elektronische Gesundheitskarte hat, sollte sich spätestens zum Jahresende darum kümmern: Die alten Versichertenkarten sind vom 1. Januar 2015 an nicht mehr gültig. mehr...

700-Euro-Pille von Sovaldi: Unmoralische Gewinnzahlen

SPIEGEL ONLINE - 06.08.2014

Eine Pille des Hepatitis-C-Präparats kostet 700 Euro. Kassen warnen vor Milliardenkosten, Experten kritisieren das "unmoralische" Gewinnstreben der Pharmakonzerne. Doch wie kommt der hohe Preis eigentlich zustande? mehr...

Lobby-Streit um AOK-Zahnersatz: Im Zweifel gegen den Patienten

SPIEGEL ONLINE - 31.07.2014

Es ist ein Lehrbeispiel für die unheilvolle Macht der Lobbys: Ein Dentallabor bietet AOK-Versicherten Premium-Zahnersatz zu sensationellen Konditionen. Doch dann macht eine Innung Druck - und die Kasse knickt ein. mehr...

Analyse von Patientenbeschwerden: Krankenkassen drängen Kranke mitunter zum Arbeiten

SPIEGEL ONLINE - 01.07.2014

Krankenkassen und Ärzte verweigern Patienten zum Teil Geld und Therapien - zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von 80.000 Patientenbeschwerden in Deutschland. Viele Betroffene wurden falsch und unvollständig beraten. mehr...


Chronologie der Gesundheitsreformen
1977: Die Kürzungen beginnen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
1983: Auch die Rentner müssen zahlen
Mit zwei Reformen zu Beginn der achtziger Jahre werden die Zuzahlungen durch die Versicherten erhöht. Auch für die Rentner sind die rosigen Zeiten vorbei. Konnten sie sich zuvor kostenlos versichern, müssen sie seit 1983 auch einen einkommensabhängigen Beitrag leisten.
1989: Der erste Rundumschlag
Mit dem "Gesundheitsreformgesetz" von Norbert Blüm geht es ans Eingemachte: Die Eigenbeteiligung der Patienten wird weiter erhöht - etwa bei Arzneimitteln, im Krankenhaus und beim Zahnersatz. Erstmals unternimmt die Regierung auch den Versuch, die Kosten für Medikamente mit radikalen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, indem sie Bagatallmedikamente aus dem Leistungskatalog streicht und Festbeträge für Arzneimittel einführt. Seither zahlen die Kassen nicht mehr automatisch jeden Preis für Tabletten und Co., sondern nur noch einen Höchstbetrag. Verschreibt der Arzt ein teureres Mittel, muss der Patient die Differenz zahlen. Trotz dieses Rundumschlags an Kosteneinsparungen sind die Beiträge jedoch nur für kurze Zeit stabil.
1993: Die Leistungen werden budgetiert
Gesundheitsminister Horst Seehofer verfolgt mit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" 1993 erneut das Ziel, die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen. Um den Anstieg der Leistungsausgaben besser zu kontrollieren, werden sie für einen begrenzten Zeitraum budgetiert. Gleichzeitig erhöht die Regierung erneut die Selbstbeteiligung bei Arznei- und Verbandsmitteln. Das Projekt einer Positivliste, die alle erstattungsfähigen Medikamente benennt, scheitert allerdings. Auch deshalb wird das Reformziel stabiler Beiträge erneut nur für wenige Jahre erreicht.
1997: Zahnersatz bitte selbst zahlen
Die "GKV-Neuordnungsgesetze" stehen ebenfalls in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Patienten müssen sich an den Kosten für Arznei- und Heilmittel, Krankenhaushaufenthalte und Fahrten etwa vom Krankenhaus noch stärker beteiligen. Jüngere Jahrgänge bekommen außerdem geringere Kassenzuschüsse beim Zahnersatz.
1999: Rot-Grün wagt den Leistungsausbau
Mit dem "Solidaritätsstärkungsgesetz" bringt erstmals seit rund zwei Jahrzehnten eine Gesundheitsreform wieder ein Mehr an Leistungen. So werden unter anderem die Zuzahlungen für die Patienten gesenkt. Gleichzeitig führt die rot-grüne Koalition aber zur Begrenzung des Ausgabenwachstums erneut Budgets für Arzthonorare, Krankenhäuser und Arzneimittel ein.
2004: SPD und Union bitten zur Kasse
Nachdem die rot-grüne Regierung in den Folgejahren ebenfalls zum Leistungsabbau umgeschwenkt ist, wagt sie in Kooperation mit dem unionsdominierten Bundesrat ähnlich wie 1989 einen Kostendämpfungsrundumschlag: Das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung" sieht unter anderem vor, dass Patienten eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen müssen, verschreibungsfreie Medikamente gar nicht mehr erstattet werden und die Selbstbeteiligung bei erstattungsfähigen Arznei- und Heilmitteln zehn Prozent der Kosten (maximal zehn Euro) beträgt.
2005: Paritätische Finanzierung am Ende
Aus für ein Prinzip, das seit 1883 in Deutschland bestand: Wurden die Beitäge zur Krankenversicherung zuvor paritätisch finanziert, also jeweils zur Hälfte durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer, müssen die Versicherten nun einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent zahlen.
2009: Der Gesundheitsfonds kommt
Zum Jahresbeginn 2009 ändert sich die Finanzierung der Krankenkassen grundlegend: Konnten die Versicherungen bislang ihren Beitragssatz weitgehend selbst festlegen, wird dieser künftig einheitlich von der Regierung bestimmt. Die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitsamt Steuerzuschuss fließen nun in den Gesundheitsfonds. Die Krankenkassen erhalten dann Pauschalen pro Versichertem von dieser gigantischen Geldsammelstelle. Weitere Änderung: Jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen.
2009: Das Krankenhausfinanzierungsgesetz wird umgestellt
Die Finanzierung der Länder für Investitionen, die mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 1972 eingeführt worden ist, wird auf leistungsbezogene Investitionspauschalen umgestellt. Dazu wird ein Orientierungswert eingeführt und die Anbindung an die Grundlohnsumme abgelöst. Der Orientierungswert berücksichtigt die Kostenstrukturen der Krankenhäuser.
2011: Neue Medikamente werden grundlegend geprüft (AMNOG)
Die Preisgestaltung für neu auf den Markt kommende Medikamente ändert sich mit dem Arzneimittelneurordnungsgesetz (AMNOG) grundlegend. Ein Pharmahersteller kann die Preise für patentgeschützte Medikamente zwar zunächst wie bisher frei festsetzen. Spätestens drei Monate danach muss er allerdings den medizinischen Zusatznutzen seines Medikamentes im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Mitteln nachweisen. Ergibt sich kein Zusatznutzen, unterliegt das Medikament der Festbetragsregelung, bei einem nachgewiesenen Zusatznutzen muss der Pharmahersteller spätestens innerhalb eines Jahres nach Markteinführung mit dem GKV-Spitzenverband Preisverhandlungen führen. Grundlage für die Preisverhandlung ist eine Kosten-Nutzen-Bewertung des Medikamentes, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) oder in seinem Auftrag das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.
2011: Der Beitragssatz steigt - das GKV-Finanzierungsgesetz
Diese Reform spüren vor allem die Versicherten: Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon zahlen die GKV-Mitglieder 8,2 Prozentpunkte, die Arbeitgeber 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag wird bei diesem Beitrag eingefroren. Künftige Ausgabensteigerungen sollen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die GKV-Mitglieder allein zu tragen haben. Kann eine Kasse ihre Kosten nicht mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds decken, muss sie - wie bisher - einen Zusatzbeitrag erheben. Die Höhe des Zusatzbeitrages ist künftig nicht mehr limitiert.
2012: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Dieses Gesetz stellt dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen und Ärzte weitere Aufgaben: Neue Behandlungsmethoden sollen auf ihren Nutzen hin überprüft werden, ohne sie in dieser Zeit der Patientenversorgung vorzuenthalten. Der GBA kann künftig neue nichtmedikamentöse Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zeitlich begrenzt und unter kontrollierten Bedingungen erproben, um über eine eventuelle Aufnahme in den Leistungskatalog entscheiden zu können. Ebenfalls im Paket enthalten: Fachärzte werden verpflichtet, gesetzlich Versicherten angemessen und zeitnah Behandlungstermine anzubieten. Seit dem GKV-VStG können Versicherte auf Antrag von ihrer Krankenkasse eine Kostenaufstellung der in Anspruch genommenen ärztlichen und verordneten Leistungen in einem Zeitraum von mindestens 18 Monaten vor Antragstellung erhalten.






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