Sonntag, 27. Mai 2012
Wirtschaft


ThemaKrankenkassen

Alle Artikel und Hintergründe

Beitragsausschüttungen: Minister Bahr stellt Krankenkassen Ultimatum

SPIEGEL ONLINE - 20.05.2012

Viele gesetzliche Krankenkassen sitzen auf üppigen Finanzreserven - und zieren sich, ihren Versicherten das Geld zurück zu zahlen. Jetzt droht Gesundheitsminister Bahr: Entweder die Rückzahlung kommt freiwillig, oder sie wird von der Bundesregierung erzwungen. mehr...

Reiseschutz im Vergleich: Finanztest gibt sieben Versicherungen Bestnoten

SPIEGEL ONLINE - 16.05.2012

Rücktransport, Selbstbehalt, Notfallbetreuung - wer eine Krankenversicherung fürs Ausland abschließen will, sollte sich durchs Kleingedruckte kämpfen. Denn Bedingungen und Gebühren unterscheiden sich stark. Der Vergleich von 47 Tarifen ergab, dass ein guter Schutz im Ausland nicht viel kosten muss. mehr...

Statt Rückzahlung: Krankenkasse plant Prämie für Neukunden

SPIEGEL ONLINE - 11.05.2012

Krankenkassen sollen ihre üppigen Überschüsse an die Versicherten zurückgeben, fordern Politiker der Koalition. Auch das Bundesversicherungsamt hat einen deutlichen Brief geschrieben. Aber die Umsetzung könnte komplizierter werden als gedacht. mehr...

Üppige Einnahmen: Regierung drängt Kassen zu Zahlungen an Versicherte

SPIEGEL ONLINE - 10.05.2012

Die Regierung macht Millionen Deutschen Hoffnung: Laut einem Zeitungsbericht drängt das Bundesversicherungsamt mehrere Krankenkassen, ihren Kunden eine Prämie von bis zu 60 Euro pro Jahr zu zahlen. Die Unternehmen hätten ein dickes Finanzpolster - nun sollen sie die Versicherten entlasten. mehr...

Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los

SPIEGEL ONLINE - 23.04.2012

Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt. mehr...

Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht

SPIEGEL ONLINE - 23.04.2012

In die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre. mehr...

Versicherungspflicht: Säumige Mitglieder schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro

SPIEGEL ONLINE - 17.04.2012

Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen. mehr...

Praxisgebühr soll bleiben: Merkel stellt sich gegen FDP-Pläne

SPIEGEL ONLINE - 13.04.2012

Neue Runde im Streit um die Verwendung der Milliarden-Überschüsse in den Sozialkassen: Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Praxisgebühr beibehalten - und bügelt damit die FDP ab. Auch um mögliche Beitragssenkungen wird weiter gerangelt. mehr...

Rekordeinnahmen: Deutschlands Boom-Wirtschaft füllt Sozialkassen

SPIEGEL ONLINE - 12.04.2012

Weniger Arbeitslose, höhere Kassenbeiträge - die Sozialversicherungen haben so viel Geld eingenommen wie seit Jahren nicht mehr. Insgesamt erzielten die Krankenkassen einen Überschuss von fast 14 Milliarden Euro. mehr...

Intransparente Abrechnungen: Krankenkassen planen schärfere Kontrollen für Zahnärzte

SPIEGEL ONLINE - 10.04.2012

Intransparent und für Versicherte kaum nachvollziehbar - die gesetzlichen Krankenkassen kritisieren die Abrechnungspraxis der Zahnärzte. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" wollen die Kassen die Mediziner nun besser kontrollieren, denn womöglich zahlen Patienten oft zu viel. mehr...


Der Gesundheitsfonds
In den Gesundheitsfonds fließen alle Beiträge der 70 Millionen gesetzlich Krankenversicherten. Für die rund 150 gesetzlichen Kassen setzt die Bundesregierung seit 2009 einen einheitlichen Beitragssatz fest. Zum 1. Januar 2011 wurde er von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent des Bruttolohns erhöht. Die Arbeitnehmer zahlen davon 8,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitgeber wurde unabhängig von künftigen Beitragserhöhungen auf 7,3 Prozent eingefroren.

Aus den Einnahmen des Fonds wird den Kassen das Geld dann zugewiesen. Das Volumen ist für ein Jahr im Voraus fixiert. 2011 bekommen sie 178,9 Milliarden Euro. Für jeden Versicherten erhalten die Kassen je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand Zu- und Abschläge. Krankenkassen mit älteren und kranken Versicherten erhalten mehr Geld als Kassen mit einer Vielzahl an jungen und gesunden Versicherten.

Erzielen die Kassen einen Überschuss, können sie eine Prämie an ihre Versicherten ausschütten. Die Entscheidung über deren Höhe und den Zeitpunkt der Ausschüttung, monatlich oder jährlich, bleibt der Kasse überlassen.

Kassen, die mit den zugeteilten Mitteln nicht auskommen, dürfen einen Zusatzbeitrag verlangen. Er wird vom Versicherten als feste Summe gezahlt. Theoretisch können die Kassen die Zusatzbeiträge in beliebiger Höhe festsetzen. Mitglieder haben aber ein Sonderkündigungsrecht, wenn Zusatzbeiträge erhoben oder erhöht werden, und können zu einer günstigeren Kasse wechseln.


Chronologie der Gesundheitsreformen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
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