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Alle Artikel und Hintergründe

Stiftung Warentest: Privatversicherte zahlen oft Hunderte Euro zu viel

Stiftung Warentest: Privatversicherte zahlen oft Hunderte Euro zu viel

SPIEGEL ONLINE - 15.04.2014

Die Stiftung Warentest hat das Preis-Leistungs-Verhältnis von 107 privaten Krankenversicherungstarifen getestet. Die Kosten klaffen so extrem auseinander, dass manche Anbieter nur mit "mangelhaft" abschnitten. mehr... Forum ]

Umstrittenes Bezahlsystem: Kliniken sollen mehr Geld für psychisch Kranke bekommen

Umstrittenes Bezahlsystem: Kliniken sollen mehr Geld für psychisch Kranke bekommen

SPIEGEL ONLINE - 11.04.2014

Werden Menschen mit schweren psychischen Leiden zu schnell aus der Klinik entlassen? Ein neues Finanzierungssystem für psychiatrische Kliniken soll falsche Anreize unterbinden. Doch der Streit um die geplanten Änderungen reißt nicht ab. mehr... Forum ]

OECD-Vergleich: Nur Belgier zahlen mehr Steuern und Abgaben als Deutsche

OECD-Vergleich: Nur Belgier zahlen mehr Steuern und Abgaben als Deutsche

SPIEGEL ONLINE - 11.04.2014

Von jedem verdienten Euro muss ein lediger Angestellter in Deutschland fast 50 Cent abgeben. Laut OECD sind in kaum einem anderen Industriestaat Steuern und Abgaben so hoch. mehr...

Neue Pflegestufen: Die wichtigsten Fragen zur Pflegereform

Neue Pflegestufen: Die wichtigsten Fragen zur Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 09.04.2014

Die Pflegereform betrifft jeden. Trotzdem ist der Inhalt für viele schwer zu greifen. Was wird sich ändern? Und warum? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. mehr... Forum ]

Mehr Leistungen: Gröhe startet Testlauf für die Pflegereform

Mehr Leistungen: Gröhe startet Testlauf für die Pflegereform

SPIEGEL ONLINE - 08.04.2014

Mehr Geld für Demenzkranke, fünf statt drei Pflegestufen: Gesundheitsminister Gröhe hat seine Pläne für die Pflegereform verkündet und eine Testphase gestartet. Die vollständige Umsetzung wird erst 2017 erwartet. mehr... Forum ]

Statistik: Ausgaben für Gesundheit knacken 300-Milliarden-Marke

SPIEGEL ONLINE - 07.04.2014

Mehr als 300 Milliarden Euro sind im Jahr 2012 für das deutsche Gesundheitswesen ausgegeben worden - so viel wie nie zuvor. Das meiste Geld floss in die gesetzliche Krankenversicherung. mehr...

Finanzreform der Krankenkassen: Auf Kosten der Versicherten

SPIEGEL ONLINE - 26.03.2014

Die Bundesregierung hat die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Weg gebracht. Sie will das System gerechter machen, gleichzeitig spart sie sich mehr als zehn Milliarden Euro an Zuschüssen. Den Arbeitnehmern drohen deutliche Beitragssteigerungen. mehr...

Gesundheitsfonds: Schäuble will Steuerzuschuss für Krankenkassen kürzen

SPIEGEL ONLINE - 05.03.2014

Neue Kürzungen bei den Kassen: Finanzminister Schäuble will die Steuerzuschüsse für die Krankenversicherung auch 2015 drosseln. Gegen die Pläne regt sich harsche Kritik. Verbände und Opposition warnen vor steigenden Beiträgen. mehr...

Krankenversicherung: SPD will Arbeitgeber stärker zur Kasse bitten

SPIEGEL ONLINE - 12.02.2014

Eigentlich ist der Koalitionsvertrag eindeutig: Der Anteil der Arbeitgeber an der Krankenversicherung wird vorerst eingefroren - mehr Geld kommt nur über Zusatzbeiträge der Arbeitnehmer. Dagegen regt sich Widerstand in der SPD. Die Partei fordert eine Neuregelung. mehr...

Gesundheitspolitik: Pauschaler Zusatzbeitrag soll 2015 wegfallen

SPIEGEL ONLINE - 30.01.2014

Noch gilt bei gesetzlichen Krankenversicherungen ein Einheitssatz, doch nach einem Plan der Großen Koalition sollen sich die Beiträge bald von Kasse zu Kasse unterscheiden. Die Änderung soll Anfang 2015 in Kraft treten. Die Opposition spricht von einem "faulen Kompromiss". mehr...

Erlass von Beitragsschulden: Nur 8000 Nichtversicherte kehren zur Krankenkasse zurück

SPIEGEL ONLINE - 19.12.2013

Mehr als 100.000 Deutsche stehen ohne Krankenversicherung da - ein Gesetz sollte dies ändern. Laut "Berliner Zeitung" machten bislang aber nur rund 8000 davon Gebrauch. mehr...

Kassenfinanzierung: Arbeitgeberanteil könnte langfristig steigen

SPIEGEL ONLINE - 29.11.2013

Mit der Entscheidung, den Arbeitgeberanteil bei 7,3 Prozent festzuschreiben, haben Union und SPD viel Kritik ausgelöst. Doch nun teilen sie mit: Nach 2017 könnten die Firmen durchaus an steigenden Gesundheitskosten beteiligt werden. mehr...

Einigung bei Kassenfinanzierung: Der Überraschungserfolg

SPIEGEL ONLINE - 22.11.2013

Es ist ein Durchbruch bei den Koalitionsverhandlungen: SPD und Union schaffen den pauschalen Zusatzbeitrag der Krankenkassen ab. Ein sinnvolles Ergebnis, das vor allem dem Zusammenspiel von Jens Spahn und Karl Lauterbach zu verdanken ist. mehr...

Gesundheitspolitik: Union und SPD legen Streit über Kassenfinanzierung bei

SPIEGEL ONLINE - 22.11.2013

Die Unterhändler von Union und SPD haben ihren Streit um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkasse beigelegt. Die bislang pauschal erhobenen Zusatzbeiträge können künftig abhängig vom Einkommen erhoben werden. mehr...


Chronologie der Gesundheitsreformen
1977: Die Kürzungen beginnen
Es dauert fast drei Jahrzehnte, bis es in der Bundesrepublik zur ersten größeren Gesundheitsreform kommt: Mit dem "Kostendämpfungsgesetz" der sozial-liberalen Koalition versucht die Regierung, die Inanspruchnahme von Leistungen zu steuern: Sie führt Zuzahlungen bei Arznei-, Verbands- und Heilmitteln ein - in Höhe des aus heutiger Sicht niedlichen Betrags von einer Mark pro Medikament.
1983: Auch die Rentner müssen zahlen
Mit zwei Reformen zu Beginn der achtziger Jahre werden die Zuzahlungen durch die Versicherten erhöht. Auch für die Rentner sind die rosigen Zeiten vorbei. Konnten sie sich zuvor kostenlos versichern, müssen sie seit 1983 auch einen einkommensabhängigen Beitrag leisten.
1989: Der erste Rundumschlag
Mit dem "Gesundheitsreformgesetz" von Norbert Blüm geht es ans Eingemachte: Die Eigenbeteiligung der Patienten wird weiter erhöht - etwa bei Arzneimitteln, im Krankenhaus und beim Zahnersatz. Erstmals unternimmt die Regierung auch den Versuch, die Kosten für Medikamente mit radikalen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, indem sie Bagatallmedikamente aus dem Leistungskatalog streicht und Festbeträge für Arzneimittel einführt. Seither zahlen die Kassen nicht mehr automatisch jeden Preis für Tabletten und Co., sondern nur noch einen Höchstbetrag. Verschreibt der Arzt ein teureres Mittel, muss der Patient die Differenz zahlen. Trotz dieses Rundumschlags an Kosteneinsparungen sind die Beiträge jedoch nur für kurze Zeit stabil.
1993: Die Leistungen werden budgetiert
Gesundheitsminister Horst Seehofer verfolgt mit dem "Gesundheitsstrukturgesetz" 1993 erneut das Ziel, die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen. Um den Anstieg der Leistungsausgaben besser zu kontrollieren, werden sie für einen begrenzten Zeitraum budgetiert. Gleichzeitig erhöht die Regierung erneut die Selbstbeteiligung bei Arznei- und Verbandsmitteln. Das Projekt einer Positivliste, die alle erstattungsfähigen Medikamente benennt, scheitert allerdings. Auch deshalb wird das Reformziel stabiler Beiträge erneut nur für wenige Jahre erreicht.
1997: Zahnersatz bitte selbst zahlen
Die "GKV-Neuordnungsgesetze" stehen ebenfalls in der Tradition ihrer Vorgängerinnen: Patienten müssen sich an den Kosten für Arznei- und Heilmittel, Krankenhaushaufenthalte und Fahrten etwa vom Krankenhaus noch stärker beteiligen. Jüngere Jahrgänge bekommen außerdem geringere Kassenzuschüsse beim Zahnersatz.
1999: Rot-Grün wagt den Leistungsausbau
Mit dem "Solidaritätsstärkungsgesetz" bringt erstmals seit rund zwei Jahrzehnten eine Gesundheitsreform wieder ein Mehr an Leistungen. So werden unter anderem die Zuzahlungen für die Patienten gesenkt. Gleichzeitig führt die rot-grüne Koalition aber zur Begrenzung des Ausgabenwachstums erneut Budgets für Arzthonorare, Krankenhäuser und Arzneimittel ein.
2004: SPD und Union bitten zur Kasse
Nachdem die rot-grüne Regierung in den Folgejahren ebenfalls zum Leistungsabbau umgeschwenkt ist, wagt sie in Kooperation mit dem unionsdominierten Bundesrat ähnlich wie 1989 einen Kostendämpfungsrundumschlag: Das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung" sieht unter anderem vor, dass Patienten eine Praxisgebühr von zehn Euro pro Quartal zahlen müssen, verschreibungsfreie Medikamente gar nicht mehr erstattet werden und die Selbstbeteiligung bei erstattungsfähigen Arznei- und Heilmitteln zehn Prozent der Kosten (maximal zehn Euro) beträgt.
2005: Paritätische Finanzierung am Ende
Aus für ein Prinzip, das seit 1883 in Deutschland bestand: Wurden die Beitäge zur Krankenversicherung zuvor paritätisch finanziert, also jeweils zur Hälfte durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer, müssen die Versicherten nun einen Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 Prozent zahlen.
2009: Der Gesundheitsfonds kommt
Zum Jahresbeginn 2009 ändert sich die Finanzierung der Krankenkassen grundlegend: Konnten die Versicherungen bislang ihren Beitragssatz weitgehend selbst festlegen, wird dieser künftig einheitlich von der Regierung bestimmt. Die Beiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer mitsamt Steuerzuschuss fließen nun in den Gesundheitsfonds. Die Krankenkassen erhalten dann Pauschalen pro Versichertem von dieser gigantischen Geldsammelstelle. Weitere Änderung: Jeder Bürger muss eine Krankenversicherung abschließen.
2009: Das Krankenhausfinanzierungsgesetz wird umgestellt
Die Finanzierung der Länder für Investitionen, die mit dem Krankenhausfinanzierungsgesetz 1972 eingeführt worden ist, wird auf leistungsbezogene Investitionspauschalen umgestellt. Dazu wird ein Orientierungswert eingeführt und die Anbindung an die Grundlohnsumme abgelöst. Der Orientierungswert berücksichtigt die Kostenstrukturen der Krankenhäuser.
2011: Neue Medikamente werden grundlegend geprüft (AMNOG)
Die Preisgestaltung für neu auf den Markt kommende Medikamente ändert sich mit dem Arzneimittelneurordnungsgesetz (AMNOG) grundlegend. Ein Pharmahersteller kann die Preise für patentgeschützte Medikamente zwar zunächst wie bisher frei festsetzen. Spätestens drei Monate danach muss er allerdings den medizinischen Zusatznutzen seines Medikamentes im Vergleich zu bereits auf dem Markt befindlichen Mitteln nachweisen. Ergibt sich kein Zusatznutzen, unterliegt das Medikament der Festbetragsregelung, bei einem nachgewiesenen Zusatznutzen muss der Pharmahersteller spätestens innerhalb eines Jahres nach Markteinführung mit dem GKV-Spitzenverband Preisverhandlungen führen. Grundlage für die Preisverhandlung ist eine Kosten-Nutzen-Bewertung des Medikamentes, die der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) oder in seinem Auftrag das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erstellt.
2011: Der Beitragssatz steigt - das GKV-Finanzierungsgesetz
Diese Reform spüren vor allem die Versicherten: Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung steigt um 0,6 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Davon zahlen die GKV-Mitglieder 8,2 Prozentpunkte, die Arbeitgeber 7,3 Prozent. Der Arbeitgeberbeitrag wird bei diesem Beitrag eingefroren. Künftige Ausgabensteigerungen sollen über Zusatzbeiträge finanziert werden, die die GKV-Mitglieder allein zu tragen haben. Kann eine Kasse ihre Kosten nicht mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds decken, muss sie - wie bisher - einen Zusatzbeitrag erheben. Die Höhe des Zusatzbeitrages ist künftig nicht mehr limitiert.
2012: Das GKV-Versorgungsstrukturgesetz
Dieses Gesetz stellt dem Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen und Ärzte weitere Aufgaben: Neue Behandlungsmethoden sollen auf ihren Nutzen hin überprüft werden, ohne sie in dieser Zeit der Patientenversorgung vorzuenthalten. Der GBA kann künftig neue nichtmedikamentöse Untersuchungs- und Behandlungsmethoden zeitlich begrenzt und unter kontrollierten Bedingungen erproben, um über eine eventuelle Aufnahme in den Leistungskatalog entscheiden zu können. Ebenfalls im Paket enthalten: Fachärzte werden verpflichtet, gesetzlich Versicherten angemessen und zeitnah Behandlungstermine anzubieten. Seit dem GKV-VStG können Versicherte auf Antrag von ihrer Krankenkasse eine Kostenaufstellung der in Anspruch genommenen ärztlichen und verordneten Leistungen in einem Zeitraum von mindestens 18 Monaten vor Antragstellung erhalten.






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