Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr wurde 1996 aufgestellt, um militärische Sonderaufträge im Ausland durchzuführen. Vorbilder waren britische und US-Elitetruppen sowie die deutsche Polizei-Sondereinheit GSG 9. Das KSK, im baden-württembergischen Calw stationiert, ist der am besten abgeschottete Bundeswehrverband. Alle Soldaten müssen sich schriftlich verpflichten, grundsätzlich nicht über ihre Einsätze zu sprechen, nicht mal mit ihren Ehefrauen.
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Die Spezialeinheit war schon mehrfach in geheimem Auftrag eingesetzt - früher unter anderem im Kosovo, in Bosnien und Mazedonien, um dort flüchtige Kriegsverbrecher festzunehmen. KSK-Soldaten sind seit Dezember 2001 in Afghanistan aktiv, lange im Rahmen des Anti-Terroristen-Einsatzes "Operation Enduring Freedom", der von der internationalen Schutztruppe Isaf getrennt war. Ihr Auftrag war dabei auch die Suche nach Taliban- und Qaida-Kämpfern.
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Heute sind KSK-Kämpfer unter dem Mandat der internationalen Einsatztruppe Isaf in Afghanistan aktiv. Sie sollen helfen, die deutschen Feldlager in Kunduz und Masar-i-Scharif schützen.
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Die Soldaten des KSK, meist Mitte 20 bis Mitte 30, sind Berufs- oder Zeitsoldaten. Sie durchlaufen eine harte Auswahlprüfung und danach eine Spezialausbildung. Die Truppe ist sowohl auf militärische Sonderaufträge im Ausland als auch auf die Bekämpfung von Terroristen spezialisiert. Ursprünglich wurden sie besonders zur Rettung abgeschossener deutscher Piloten hinter den feindlichen Linien und zur Befreiung deutscher Staatsangehöriger aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten ausgebildet. Zum Spezialtraining der KSK-Soldaten gehören Nahkampf, Fallschirmspringen, Abseilen aus Hubschraubern und Sprengen sowie Überleben unter Extrembedingungen in Gebirge, Dschungel oder Wüste.
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