ThemaBagatellkündigungen

Alle Artikel und Hintergründe

Vollstrecker für Bosse: Der Betriebsrätefresser

SPIEGEL ONLINE - 05.04.2012

Kommt es hart auf hart, erledigen Spezialisten die Drecksarbeit für Firmen, die schwer kündbare Angestellte schassen wollen. Solch ein ausgebuffter Profi-Bösewicht ist Helmut Naujoks. Seine Gegner werfen dem Rechtsanwalt vor, Drehbücher der Eskalation zu verfassen - und Anleitungen zum Mobbing. mehr...

Abgemahnt, gefeuert, geklagt: Die Arbeitsrechts-Urteile der Woche

SPIEGEL ONLINE - 30.03.2012

Wenn Chef und Mitarbeiter streiten, haben oft Richter das letzte Wort. Darf man Kunden auf Facebook als "Penner" beschimpfen? Ist ein Ausrutscher an der Salatbar ein Arbeitsunfall, und wer wird beim Griff in die Ladenkasse fristlos gefeuert? Ein Überblick über neue Urteile. mehr...

Blaulicht, Rotlicht, Zwielicht: Porno-Polizist zu Recht entlassen

SPIEGEL ONLINE - 01.03.2012

Zehn Jahre dauert der Rechtsstreit schon, nun ist ein suspendierter Polizist erneut gescheitert. Weil er seiner Partnerin die Wohnung zur Prostitution überließ und in einem Porno mitwirkte, verlor er den Job. Mannheimer Richter urteilten: Von Gesetzeshütern kann man Gesetzestreue verlangen. mehr...

Mensa-Mitarbeiter: Gefeuert wegen Bulettenklau

SPIEGEL ONLINE - 04.11.2010

Er nahm beim Gang durch die Küche kalte Pommes und vier Frikadellen mit, legte sich mit seinem Chef an - und erhielt die fristlose Kündigung. Das geht zu weit, urteilten jetzt Arbeitsrichter: Der Rauswurf des Mensahelfers ist unwirksam. mehr...

Urteil: Diebstahl von drei Schrauben reicht nicht für Kündigung

SPIEGEL ONLINE - 28.10.2010

So nicht: Bonner Richter haben eine Kündigung wegen drei Schrauben für unrechtmäßig erklärt. Ein Unternehmen wollte seinen Betriebsratschef entlassen, weil dieser Material im Wert von 28 Cent entwendet hatte. Das Gericht orientierte sich nach eigenen Angaben am Fall Emmely. mehr...

Urteil zu Bagatelldelikt: Richter kassieren Kündigung wegen 1,8 Cent

SPIEGEL ONLINE - 02.09.2010

Ein neuer Fall eines Bagatelldelikts sorgt für Wirbel: Ein Angestellter lud seinen Elektroroller bei der Arbeit auf, verursachte Stromkosten in Höhe von 1,8 Cent - und wurde deshalb gefeuert. Jetzt hat das Landesarbeitsgericht Hamm die Entlassung aufgehoben. mehr...

ARBEITSRECHT: Verzeihliche Dummheit

DER SPIEGEL - 14.06.2010

Der Kölner Arbeitsrechtler Ulrich Preis, 54, über das Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) im Fall der Berliner Kassiererin, der wegen unerlaubt eingelöster Pfandbons im Wert von 1,30 Euro fristlos gekündigt worden war. SPIEGEL: Die Richter haben... mehr...

Streit über 1,30 Euro: Emmelys Anwalt sieht Grundrecht verletzt

SPIEGEL ONLINE - 10.06.2010

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen, vor dem Bundesarbeitsgericht wird er nun neu aufgerollt: Die Kassiererin "Emmely" wurde gefeuert, weil sie einen Pfandbon von 1,30 Euro eingelöst hatte. Ihr Anwalt sieht sich gut gerüstet - die Kündigung verstoße gegen das Gebot der Gleichbehandlung. mehr...

Fall Emmely: Bundesarbeitsgericht kassiert Bagatellkündigung

SPIEGEL ONLINE - 10.06.2010

Juristischer Paukenschlag: Das Bundesarbeitsgericht hat die Kündigung einer Supermarktkassiererin wegen Unterschlagung von zwei Leergutbons aufgehoben. Die Entlassung im Fall "Emmely" sei nicht gerechtfertigt, urteilten die Richter. mehr...

Köln: Wegen Schweißgeruch gefeuerter Architekt verliert Prozess

SPIEGEL ONLINE - 25.03.2010

Die Stadt Köln hatte ihn gefeuert, weil er angeblich nach Schweiß riecht. Nun bestätigte das Arbeitsgericht die Kündigung. Die Richter verwiesen auf die laufende Probezeit des Architekten - und sehen seine Menschenwürde nicht verletzt. mehr...


Fotostrecken
  • Arbeitsmarkt:Gekündigt wegen einer Milchschnitte - (4 Bilder)
Weshalb Ihr Chef Sie feuern darf
Ich nehme meinen Hund mit ins Büro.

Ob das erlaubt ist, hängt vom Arbeitgeber ab. Er kann sich auf das Hausrecht berufen und es dem Mitarbeiter verbieten, den Hund mit ins Büro zu nehmen. Hält sich der Angestellte nicht an ein Verbot, kann das im Wiederholungsfall zur Abmahnung und dann auch zur Kündigung führen. "Hat der Chef aber jahrelang den Hund im Büro geduldet, kann er das nicht plötzlich ohne sachlichen Grund verbieten", sagt Volker Schneider, Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Wuppertaler Kanzlei GKS.

Ich habe ein Glas mit einem Goldfisch auf meinen Schreibtisch stehen.

"Im Prinzip ist das kein Grund für eine Abmahnung oder gar Kündigung", sagt Rechtsanwalt Schneider. "Bei einem Goldfisch überwiegen wohl die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers gegenüber dem Hausrecht des Arbeitgebers." Der Goldfisch sei vergleichbar mit persönlichen Gegenständen wie Fotos oder Blumen, die der Arbeitgeber auch nicht verbieten könne.

Ich habe ein Foto meiner Freundin im Bikini auf meinen Schreibtisch stehen.

Das ist ein grenzwertiger Fall. Normalerweise überwiegt bei Fotos das Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers. Sind die Bilder jedoch anstößig, könnte das ein Grund für eine Abmahnung sein. Dasselbe gilt für Pin-ups: Sie müssen vom Arbeitgeber nicht geduldet werden. Selbst wenn sie sich zum Beispiel in einem Spind befinden.

Wikipedia

Bagatelldelikt

Unter einem Bagatelldelikt versteht man im deutschen Strafverfahrensrecht eine Straftat von geringer Bedeutung.Die Staatsanwaltschaft kann von der Strafverfolgung bei Bagatelldelikten absehen oder ein bereits bestehendes Verfahren gemäß § 153 StPO ei...mehr...


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