Wahlthemen in Sachsen
Die Wirtschafts-, Finanz- und Arbeitsmarktpolitik bildet den Schwerpunkt bei allen Parteien. Die CDU will unter anderem die Forschungsförderung für mehr Unternehmen öffnen. Einen gesetzlichen Mindestlohn fordern SPD, Linke und auch die rechtsextreme NPD - FDP und CDU lehnen ihn strikt ab. Die Linke plädiert zudem für einen Beteiligungsfonds für nachhaltige Wirtschaft, die Grünen wollen die Festschreibung von Bildungsurlaub. Weiteres Thema sind die Landesschulden: Für die FDP sind neue Verbindlichkeiten ein absolutes Tabu. Die CDU will das Verbot einer Neuverschuldung sogar in die Landesverfassung aufnehmen
Bei der Bildungspolitik soll früher angesetzt werden als erst in der Schule. Den Personalschlüssel in den Kindertagesstätten wollen die Grünen verbessern - ähnlich argumentieren auch FDP und SPD. Die Linke setzt sich für kostenloses Mittagessen und die Gebührenfreiheit über das Vorschuljahr hinaus ein. Die CDU will den Hochschulzugang nicht nur für Meister, sondern auch für Techniker und Absolventen von Fachschulbildungsgängen möglich machen.
In der Energiepolitik versuchen vor allem Grüne und SPD, Akzente zu setzen. Die Grünen mahnen ein Ausstiegsszenario aus der Braunkohleförderung an und wollen die erneuerbaren Energien ausbauen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass erneuerbare Energien bis 2020 fast ein Viertel des Stromverbrauchs abdecken (derzeit sind es knapp 13 Prozent). Dagegen plädiert die FDP für eine Modernisierung der Kernkraft nach höchsten Sicherheitsstandards, inklusive Endlagertechnik.
Die Parteien präsentieren außerdem ihre Vorstellungen auf anderen Politikfeldern: Die FDP will die Ladenöffnungszeiten von Montag bis Samstag generell freigeben und das staatliche Sportwettenmonopol abschaffen. Die CDU setzt auf Ordnungspolitik. Sie will Behörden unter anderem die Möglichkeit geben, Aufmärsche an Tagen wie dem 13. Februar zu unterbinden - dem Gedenktag an das Bombardement auf Dresden 1945. Die Grünen wollen dagegen Kinderrechte in der sächsischen Verfassung verankern.