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Alle Artikel und Hintergründe

Arbeitsmarkt: Nahles kündigt Mindestlohn mit nur wenigen Ausnahmen an

Arbeitsmarkt: Nahles kündigt Mindestlohn mit nur wenigen Ausnahmen an

SPIEGEL ONLINE - 19.03.2014

Das Mindestlohnpaket der Bundesregierung steht: Für die Mindestgrenze von 8,50 Euro pro Stunde sind laut Ministerin Nahles nur wenige Ausnahmen vorgesehen. Diese gelten etwa für junge Leute unter 18 Jahren, Ehrenamtliche und Langzeitarbeitslose. mehr... Forum ]

Arbeitsmarkt: Wanka fordert höhere Altersgrenze beim Mindestlohn

Arbeitsmarkt: Wanka fordert höhere Altersgrenze beim Mindestlohn

SPIEGEL ONLINE - 18.03.2014

Die Chancen auf einen Mindestlohn für junge Arbeitnehmer sinken. Nach SPD-Vizechefin Nahles fordert nun auch Bildungsministerin Wanka eine Altersgrenze. Geht es nach ihr, sollen auch Jugendliche über 18 Jahre schlechter bezahlt werden können. Zustimmung kommt von der Industrie. mehr... Forum ]

Gesetzentwurf: Nahles will Jugendliche bis 18 vom Mindestlohn ausnehmen

Gesetzentwurf: Nahles will Jugendliche bis 18 vom Mindestlohn ausnehmen

SPIEGEL ONLINE - 17.03.2014

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles will einen Schutzraum für die berufliche Ausbildung schaffen. Ihr Gesetzentwurf zum Mindestlohn soll deshalb eine wichtige Ausnahme enthalten: Jugendliche unter 18 Jahren sollen schlechter bezahlt werden können. mehr...

Rentner und Studenten: 42 Prozent der Minijobber droht Ausschluss vom Mindestlohn

Rentner und Studenten: 42 Prozent der Minijobber droht Ausschluss vom Mindestlohn

SPIEGEL ONLINE - 29.01.2014

Minijobber sind die Schlechtverdiener auf dem deutschen Arbeitsmarkt - und viele dürften es nach dem Willen der CSU auch bleiben: 42 Prozent könnten vom Mindestlohn ausgeschlossen werden. Die Grünen warnen vor einer neuen "Niedriglohn-Oase". mehr... Forum ]

Internationaler Vergleich: Jeder zweite Leiharbeiter will weg

SPIEGEL ONLINE - 15.01.2014

Deutsche Leiharbeiter sind unzufrieden mit ihrem Job - das belegt ausgerechnet die Studie einer Zeitarbeitsfirma. In anderen Ländern hingegen ist das Modell angesehen, dort zahlt die Branche deutlich besser. mehr...

Trotz Dauereinsatz: Leiharbeiter haben kein Recht auf Festanstellung

SPIEGEL ONLINE - 10.12.2013

Das Urteil wurde mit Spannung erwartet. Laut Bundesarbeitsgericht haben Zeitarbeiter auch dann kein Recht auf eine Festanstellung, wenn Unternehmen sie dauerhaft einsetzen. Die Begrenzung der Leiharbeit müsse der Gesetzgeber regeln. mehr...

Arbeitnehmerrechte: Karussell für Leiharbeiter

SPIEGEL ONLINE - 28.11.2013

Schwarz-Rot will den Missbrauch der Leiharbeit unterbinden. Doch die Regeln, die der Koalitionsvertrag vorsieht, sind nutzlos, sagt der Sozialwissenschaftler Stefan Sell im Interview: Helfen würde nur die volle Bezahlung ab dem ersten Arbeitstag. mehr...

Tarifeinigung: Leiharbeiter bekommen ab 2014 höheren Mindestlohn

SPIEGEL ONLINE - 17.09.2013

Mindestens 8,50 Euro ab 2014 - so sieht der neue Stundenlohn für Zeitarbeitnehmer im Westen aus, im Osten sind es rund 7,80 Euro. Das Arbeitsministerium will die Mindestlöhne nun allgemeinverbindlich machen. mehr...

Arbeitnehmerrechte: Wie die Gerichte die Leiharbeit zähmen

SPIEGEL ONLINE - 20.07.2013

Vor zehn Jahren ermöglichte die SPD Leiharbeit im großen Stil. Die boomende Branche geriet schnell in Verruf: durch Dumpingtarife, durch den Ersatz von Stammbelegschaften, und weil Sozialstandards oft mit Füßen getreten wurden. Arbeitsrichter setzen dem Missbrauch nun Grenzen. mehr...

Arbeitsverträge: Befristet Beschäftigte werden häufiger übernommen

SPIEGEL ONLINE - 20.06.2013

Befristete Verträge sollten zur Brücke in dauerhafte Beschäftigung werden. Laut einer Studie sind sie das inzwischen immer öfter: Der Anteil der Angestellten, deren Zeitvertrag in einen dauerhaften umgewandelt wurde, stieg 2012 auf 39 Prozent. mehr...

Rechte für Zeitarbeiter: Das System Leiharbeit

SPIEGEL ONLINE - 03.06.2013

Ob Onlinehändler oder Supermarktketten: Sie beschäftigen Zeitarbeiter - und bezahlen sie chronisch schlecht. Arbeitsrechtler Christof Kleinmann erklärt, welche Rechte Leiharbeiter in welchen Branchen haben. Und was im Vertrag stehen sollte, damit man auf der sicheren Seite ist. mehr...

Berthold Huber: IG-Metall-Chef warnt vor Spaltung der Gesellschaft

SPIEGEL ONLINE - 15.05.2013

Die IG Metall hat bei der jüngsten Tarifeinigung größere Lohnerhöhungen herausgeholt als viele andere Gewerkschaften. Und das in einer Zeit, in der nur der Konsum Deutschland vor dem Rückfall in die Rezession bewahrt. Gewerkschaftschef Huber warnt vor der wachsenden Kluft zwischen den Branchen. mehr...

Das Wir entscheidet: Leiharbeitsfirma will SPD-Slogan verhindern

SPIEGEL ONLINE - 11.04.2013

"Das Wir entscheidet" - den neuen Wahlkampfslogan der Sozialdemokraten verwendet eine Leiharbeitsfirma bereits seit Jahren. Das Unternehmen prüft jetzt, wie es sich gegen die SPD wehren kann. Denn es sei ein Nachteil, mit Peer Steinbrück in Verbindung gebracht zu werden. mehr...

Interimsmanager: Die Elite der Zeitarbeiter

SPIEGEL ONLINE - 01.04.2013

Sie ziehen von Firma zu Firma und verdienen im Schnitt 930 Euro am Tag: Interimsmanager haben einen lukrativen, aber stressigen Job. Im Gegensatz zu Unternehmensberatern müssen sie sich nicht nur Konzepte ausdenken, sondern diese auch umsetzen. Von diesen Anpackern gibt es immer mehr. mehr...


EU-Beschluss
Arbeitszeit-Richtlinie
Die Höchstarbeitszeit pro Woche beträgt 48 Stunden, durch individuelle Vereinbarung kann es aber auch mehr sein.
Allerdings kann die Bereitschaftszeit in aktive und inaktive Phasen gesplittet werden. Aktive Bereitschaftszeit gilt als Arbeitszeit, inaktive Bereitschaftszeit nicht.
Inaktive Bereitschaftszeit kann als Arbeitszeit berechnet werden, wenn nationale Gesetze dies vorsehen oder die Sozialpartner das vereinbaren.
Eine Arbeitszeit von mehr als 60 Wochenstunden ist nur ausnahmsweise und durch Vereinbarung der Tarifparteien möglich.
Für Beschäftigte, bei denen durch Ausnahmeregelungen die inaktive Bereitschaftszeit als Arbeitszeit gerechnet wird, gilt eine neue Obergrenze von 65 Stunden pro Woche.
Leiharbeitsrichtlinie
Zeitarbeiter sollen grundsätzlich vom ersten Tag an die gleichen Rechte im Betrieb bekommen wie ihre festangestellten Kollegen. Das gilt für Bezahlung, Urlaub und Elternzeit.
Zeitarbeiter müssen auch Kantine, Kindergarten oder Transportmittel der Firma nutzen dürfen. Ausnahmen sind möglich, wenn die Gewerkschaften und Arbeitgeber dies vereinbaren.
In Deutschland gilt bereits der Grundsatz der gleichen Bezahlung und Behandlung von Zeitarbeitern (equal pay). Davon kann aber abgewichen werden, wenn durch Tarifvertrag andere Regelungen vereinbart sind, etwa für die Zeit der Einarbeitung.

Schröders Erbe: Die Reformen der "Agenda 2010"
Wirtschaft und Steuern
Der Kündigungsschutz wurde flexibilisiert, heißt: Er besteht seit Januar 2004 nur für Betriebe mit mehr als zehn Arbeitnehmern (vorher fünf). Gesellen dürfen nun in einem Großteil der Handwerke nach sechs Jahren im Beruf auch ohne Meisterbrief einen Betrieb gründen. Eingangs- und Spitzensteuersatz sind auf schließlich 15 beziehungsweise 42 Prozent gedrückt worden.
Arbeitsmarkt
Der bekannteste Teil der Agenda-Reformen von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD): Das Gesetzespaket Hartz I-IV zum Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt des Hartz-I-Gesetzes standen die Personal-Service-Agenturen (PSA). Sie stellten Arbeitslose ein und verliehen sie an Unternehmen. Dieser Teil der Reformen floppte allerdings. Hinzu kam noch das Programm "Kapital für Arbeit": Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen, konnten hierfür ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 100.000 Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten. Mittlerweile ist diese Programm aber eingestellt - Mit dem Hartz-II-Gesetz wurden Minijobs eingeführt, die bis zu 400 Euro im Monat sozialversicherungsbegünstigt sind. Außerdem die Ich-AGs: Existenzgründer konnten einen über drei Jahre gestaffelten Zuschuss erhalten, wenn sie weniger als 25.000 Euro jährlich verdienten. Später wurde das Konzept der Ich-AG durch einen Gründerzuschuss ersetzt. Im Rahmen von Hartz II wurden die Arbeitsämter zu Job-Centern umgestaltet. Die Bundesanstalt für Arbeit wurde per Hartz III zur Bundesagentur für Arbeit umgebaut. Das Gesetz zu Hartz IV bewirkte die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II. Das bisherige Arbeitslosengeld wird seit 2006 in der Regel nur noch zwölf Monate (maximal 18 Monate) gezahlt, danach greift das Arbeitslosengeld II.
Bildung, Ausbildung und Familie
Im Bereich der frühkindlichen Förderung strebte Schröder eine Verbesserung von Betreuungs- und Bildungsangeboten bei den unter dreijährigen Kindern an. Zudem wurde ein Förderprogramm für Ganztagsschulen aufgelegt.
Rente und Gesundheit
Die Rentenformel wurde um einen Nachhaltigkeitsfaktor ergänzt, den Schröder bei Regierungsantritt erst abgeschafft hatte. Die Beitragssätze der Versicherten zur gesetzlichen Krankenversicherung sollten reduziert werden. Für Arztbesuche wurde eine Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal eingeführt, bei einem Krankenhausaufenthalt müssen nun zehn Euro pro Tag zugezahlt werden. Die Obergrenze für alle Zuzahlungen liegt aber bei zwei Prozent des Jahreseinkommens, für Familien gibt es Freibeträge. Veränderungen auch beim Leistungskatalog: Zuzahlungen für Medikamente wurden erhöht, nicht verschreibungspflichtige Präparate werden nicht mehr erstattet.





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