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Alle Artikel und Hintergründe

Leiharbeit: Dumping-Löhne für Schreibkräfte im Bundestag

SPIEGEL ONLINE - 13.11.2012

Im Bundestag werden Schreibkräfte, die als Leiharbeiter beschäftigt sind, teilweise zu Niedriglöhnen beschäftigt. Sie verdienen laut ARD-Magazin "Report Mainz" so wenig, dass sie ihren Verdienst auf Hartz-IV-Niveau aufstocken müssen. mehr...

Unternehmen Irrsinn: Der Diener Gottes, ein Leiharbeiter

SPIEGEL ONLINE - 12.10.2012

Billig, willig und leicht loszuwerden: Was früher Sklaven waren, sind heute Zeitarbeiter. Sogar kirchliche Organisationen schmeißen feste Mitarbeiter raus, um sie danach günstig zu leihen. Die Zeitarbeit ist zu einem juristischen Schlupfloch verkommen, klagt Karriereberater Martin Wehrle. mehr...

Arbeitskampf der Flugbegleiter: Lufthansa macht erste Zugeständnisse

SPIEGEL ONLINE - 07.09.2012

Es ist ein erster Erfolg der Flugbegleitergewerkschaft Ufo: Die Lufthansa will allen Leiharbeitern am Standort Berlin eine Festanstellung anbieten. Das Angebot gilt als gutes Zeichen für den Tarifkampf. mehr...

Streit über Zeitarbeiter: Von der Leyen lässt Gewerkschaften abblitzen

SPIEGEL ONLINE - 18.07.2012

Die Arbeitsministerin enttäuscht die Gewerkschaften. Ursula von der Leyen will kein Gesetz zur Gleichstellung von Zeitarbeitern und Stammbeschäftigten. Ihre Begründung: Die Tarifparteien hätten ja bereits deutliche Verbesserungen für die Leiharbeiter erreicht. mehr...

Pflege: Zahl der Leiharbeiter steigt deutlich

SPIEGEL ONLINE - 05.07.2012

Altersheime und Kliniken stopfen ihre Personallücken zunehmend mit Leiharbeitern. Laut "Süddeutscher Zeitung" nahm deren Zahl seit 2005 um 400 Prozent zu. Die Linkspartei kritisiert, Teile der Branche sähen das Personal "ausschließlich als belastenden Kostenfaktor". mehr...

Leiharbeit in Kindergärten: Kitas zahlen Erzieherinnen Dumping-Löhne

SPIEGEL ONLINE - 12.06.2012

1000 Euro brutto pro Monat - so niedrig ist laut Linkspartei das Gehalt mancher Erzieherinnen in Sachsen. Die Frauen liegen damit rund 50 Prozent unter Tarif. Der "Saarbrücker Zeitung" zufolge gibt es einen drastischen Anstieg von Leiharbeit in Kindergärten. mehr...

Metall-und Elektroindustrie: 240.000 Leiharbeiter bekommen mehr Geld

SPIEGEL ONLINE - 22.05.2012

Das letzte Detail für den Tarifkompromiss in der Metall- und Elektroindustrie steht: Auch die 240.000 Leiharbeiter der Branche bekommen künftig mehr Geld. Die Einigung soll als Muster für andere Industriezweige gelten. mehr...

Razzia: Zeitarbeitsfirma soll Vietnamesen eingeschleust haben

SPIEGEL ONLINE - 26.04.2012

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern: Eine Zeitarbeitsfirma soll systematisch Vietnamesen ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigt haben. Ermittler haben nun eine Razzia in sechs Bundesländern durchgeführt. mehr...

Werkverträge: Gewerkschaft prangert moderne Sklaverei in Firmen an

SPIEGEL ONLINE - 02.04.2012

Sie verdienen noch schlechter als Leiharbeiter und sind deshalb bei den Unternehmen begehrt: In der Ernährungsindustrie steigt laut einer Gewerkschaftsumfrage die Zahl der Beschäftigten mit Werkverträgen. Kritiker warnen vor einem "neuen Modell der Ausbeutung". mehr...

Streit um Leiharbeit: BMW kann die Werke für vier Monate zusperren

SPIEGEL ONLINE - 29.03.2012

Jeder fünfte BMW-Werker in Leipzig ist Leiharbeiter. Mit kurzfristiger Beschäftigung hat das oft wenig zu tun, kritisiert Manfred Schoch, Chef des Konzernbetriebsrats. Im Interview sagt er, wie das Unternehmen mit weniger Leihkräften flexibel bleiben kann - und was die Stammbelegschaft dafür alles tun will. mehr...


EU-Beschluss
Arbeitszeit-Richtlinie
Die Höchstarbeitszeit pro Woche beträgt 48 Stunden, durch individuelle Vereinbarung kann es aber auch mehr sein.
Allerdings kann die Bereitschaftszeit in aktive und inaktive Phasen gesplittet werden. Aktive Bereitschaftszeit gilt als Arbeitszeit, inaktive Bereitschaftszeit nicht.
Inaktive Bereitschaftszeit kann als Arbeitszeit berechnet werden, wenn nationale Gesetze dies vorsehen oder die Sozialpartner das vereinbaren.
Eine Arbeitszeit von mehr als 60 Wochenstunden ist nur ausnahmsweise und durch Vereinbarung der Tarifparteien möglich.
Für Beschäftigte, bei denen durch Ausnahmeregelungen die inaktive Bereitschaftszeit als Arbeitszeit gerechnet wird, gilt eine neue Obergrenze von 65 Stunden pro Woche.
Leiharbeitsrichtlinie
Zeitarbeiter sollen grundsätzlich vom ersten Tag an die gleichen Rechte im Betrieb bekommen wie ihre festangestellten Kollegen. Das gilt für Bezahlung, Urlaub und Elternzeit.
Zeitarbeiter müssen auch Kantine, Kindergarten oder Transportmittel der Firma nutzen dürfen. Ausnahmen sind möglich, wenn die Gewerkschaften und Arbeitgeber dies vereinbaren.
In Deutschland gilt bereits der Grundsatz der gleichen Bezahlung und Behandlung von Zeitarbeitern (equal pay). Davon kann aber abgewichen werden, wenn durch Tarifvertrag andere Regelungen vereinbart sind, etwa für die Zeit der Einarbeitung.

Schröders Erbe: Die Reformen der "Agenda 2010"
Wirtschaft und Steuern
Der Kündigungsschutz wurde flexibilisiert, heißt: Er besteht seit Januar 2004 nur für Betriebe mit mehr als zehn Arbeitnehmern (vorher fünf). Gesellen dürfen nun in einem Großteil der Handwerke nach sechs Jahren im Beruf auch ohne Meisterbrief einen Betrieb gründen. Eingangs- und Spitzensteuersatz sind auf schließlich 15 beziehungsweise 42 Prozent gedrückt worden.
Arbeitsmarkt
Der bekannteste Teil der Agenda-Reformen von Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD): Das Gesetzespaket Hartz I-IV zum Arbeitsmarkt. Im Mittelpunkt des Hartz-I-Gesetzes standen die Personal-Service-Agenturen (PSA). Sie stellten Arbeitslose ein und verliehen sie an Unternehmen. Dieser Teil der Reformen floppte allerdings. Hinzu kam noch das Programm "Kapital für Arbeit": Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen, konnten hierfür ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 100.000 Euro von der Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten. Mittlerweile ist diese Programm aber eingestellt - Mit dem Hartz-II-Gesetz wurden Minijobs eingeführt, die bis zu 400 Euro im Monat sozialversicherungsbegünstigt sind. Außerdem die Ich-AGs: Existenzgründer konnten einen über drei Jahre gestaffelten Zuschuss erhalten, wenn sie weniger als 25.000 Euro jährlich verdienten. Später wurde das Konzept der Ich-AG durch einen Gründerzuschuss ersetzt. Im Rahmen von Hartz II wurden die Arbeitsämter zu Job-Centern umgestaltet. Die Bundesanstalt für Arbeit wurde per Hartz III zur Bundesagentur für Arbeit umgebaut. Das Gesetz zu Hartz IV bewirkte die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II. Das bisherige Arbeitslosengeld wird seit 2006 in der Regel nur noch zwölf Monate (maximal 18 Monate) gezahlt, danach greift das Arbeitslosengeld II.
Bildung, Ausbildung und Familie
Im Bereich der frühkindlichen Förderung strebte Schröder eine Verbesserung von Betreuungs- und Bildungsangeboten bei den unter dreijährigen Kindern an. Zudem wurde ein Förderprogramm für Ganztagsschulen aufgelegt.
Rente und Gesundheit
Die Rentenformel wurde um einen Nachhaltigkeitsfaktor ergänzt, den Schröder bei Regierungsantritt erst abgeschafft hatte. Die Beitragssätze der Versicherten zur gesetzlichen Krankenversicherung sollten reduziert werden. Für Arztbesuche wurde eine Praxisgebühr von 10 Euro pro Quartal eingeführt, bei einem Krankenhausaufenthalt müssen nun zehn Euro pro Tag zugezahlt werden. Die Obergrenze für alle Zuzahlungen liegt aber bei zwei Prozent des Jahreseinkommens, für Familien gibt es Freibeträge. Veränderungen auch beim Leistungskatalog: Zuzahlungen für Medikamente wurden erhöht, nicht verschreibungspflichtige Präparate werden nicht mehr erstattet.





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