Diese Milch gibt es im Supermarkt
Diese Milch kommt nahezu direkt aus dem Euter in die Milchkanne. Da Rohmilch aber nicht mit Hitze behandelt wurde, enthält sie mehr Keime als abgekochte Milch und muss innerhalb von einem Tag verkauft werden. Für Rohmilch gelten zudem höhere Hygienestandards als für Milch, die in einer Molkerei verarbeitet wird.
Nach halbminütigem Erhitzen bei höchstens 75 Grad bleibt eine ungeöffnete Packung Frischmilch im Kühlschrank rund zehn Tage haltbar. Durch die Verarbeitung werden Krankheitserreger abgetötet, die in der Rohmilch noch enthalten sind. Frischmilch sollte nach dem Öffnen innerhalb von drei Tagen verbraucht werden. Sie wird wie alle anderen Sorten auch mit einem reduzierten Fettgehalt oder als Bioprodukt angeboten.
ESL steht für Extended Shelf Life (länger haltbar im Regal). Sie wird auf über 120 Grad erhitzt oder mikrofiltriert, also besonders fein gefiltert. Die Milch ist an ihrem langen Haltbarkeitsdatum von bis zu drei Wochen und Hinweisen wie "länger frisch" zu erkennen. Hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe ist ESL-Milch laut Experten genauso vollwertig wie herkömmliche Frischmilch. Verbraucher müssen aber entscheiden, ob sie vorgekochte Milch noch als frisch empfinden. Zudem kann die ESL-Milch durch das Erhitzen einen leichten Kochgeschmack haben. Auch Biomilch kann ESL-Milch sein.
Ungeöffnet kann H-Milch bei Zimmertemperatur bedenkenlos bis zu drei Monate lang gelagert werden, da sie in der Verarbeitung kurz bis zu 150 Grad erhitzt wird. Dabei können bis zu einem Fünftel der in Milch enthaltenen Vitamine verloren gehen. Auch das Eiweiß in der Milch verändert sich, dadurch wird H-Milch allerdings etwas bekömmlicher.