PETN
, auch Pentrit oder Nitropenta genannt wurde Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und kommt sowohl als Arzneimittel als auch als Sprengstoff zum Einsatz. Seit dem ersten Weltkrieg wird PETN beispielswise für Artilleriegeschosse verwendet. In den sechziger Jahren hat der tschechische Wissenschaftler Stanislav Brebera ein Verfahren entwickelt, den im Rohzustand farblosen kristallinen Sprengstoff zu plastifizieren. Der auf diese Weise hergestellte Plastiksprengstoff Semtex wird vom Militär, aber auch im Bergbau und der Bauwirtschaft eingesetzt.
In dem in England gefundenen Paket befand sich der Polizei zufolge ein Computerdrucker, dessen Tonerkatusche
PETN
und Blei enthielt. Den Sprengsatz beschreiben Experten als ein Werk von Spezialisten. Er wurde "auf professionelle Weise präpariert" und mit einem Stromkreis versehen, der mit einem im Drucker versteckten Handy verbunden war.
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Bereits bei dem vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug auf dem Flug von Amsterdam nach Detroit am ersten Weihnachtstag 2009 war PETN verwendet worden. Ein
23-jähriger Nigerianer
hatte den Sprengstoff in seiner Unterwäsche eingenäht an Bord geschmuggelt. Der Sprengsatz funktionierte aber nicht richtig, der Attentäter erlitt schwere Verbrennungen und konnte überwältigt werden.
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Auch beim
"Schuh-Bomber" Richard Reid
wurde PETN gefunden. Der Brite hatte kurz vor Weihnachten 2001 auf einem Flug von Paris nach Miami versucht, den in seinen Schuhen versteckten Sprengstoff zu zünden.