Israels Auslandsnachrichtendienst heißt offiziell
Institut für Aufklärung und besondere Aufgaben
- auf Hebräisch ha-Mossad le-Modiin ule-Tafkidim Meyuhadim - und wird intern kurz "das Institut" genannt - haMossad. Der weltweit berühmt-berüchtigte Geheimdienst wurde 1951 unter Federführung des damaligen Premierministers
David Ben-Gurion
nach der Gründung des Staates Israel aus konkurrierenden israelischen Nachrichtenorganisationen ins Leben gerufen - Israel sollte sich als wehrhafter jüdischer Staat unter feindlichen arabischen Nachbarn behaupten können.
Die Zentrale des Dienstes, der dem Ministerpräsidenten untersteht, befindet sich in Tel Aviv. Der Mossad beschäftigt wohl etwa 1200 Mitarbeiter.
Hauptaufgabe des
Mossad
ist die weltweite Informationsbeschaffung, vornehmlich in arabischen Staaten, aber auch in allen anderen Teilen der Welt. Dazu kommen Geheimaktionen und Terrorismusbekämpfung. Seit 1963 hat der Mossad die alleinige Befugnis zur Agentenführung im Ausland.
Früher galt der Kampf des Mossad insbesondere der 1964 gegründeten
Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO)
. Berühmt wurde der Geheimdienst, als er 1960 den nationalsozialistischen Kriegsverbrecher
Adolf Eichmann
in Argentinien aufspürte und nach Israel entführte, wo er vor Gericht gestellt und verurteilt wurde.
Anders als die deutschen Nachrichtendienste arbeitet der Mossad auch mit Mitteln der Sabotage, verdeckter und psychologischer Kriegsführung und unter Umständen auch mit Killerkommandos. Für solche Spezialoperationen, die den Mythos des Mossad begründeten, ist die Abteilung Metsada zuständig.
Nach Streitigkeiten über die Strategie gegen den palästinensischen Terror entließ der damalige Premier
Ariel Scharon
2002 Ephraim Haley als
Mossad
-Chef. Seitdem ist
Meir Dagan
Direktor des "Instituts".